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Erschienen in EasyLinux 11/2004   »   Ausgabe bestellen

Rechner im lokalen Netz mit VNC fernbedienen

Fernsteuerung

von Heike Jurzik
 [ Titelbild ]


Nutzen Sie den KDE-Desktop doch mal von einem entfernten Rechner aus -- ob Windows, MacOS X oder Linux: Über ein VNC-Programm steuern Sie die Arbeitsfläche fern.

Desktop Sharing -- hinter diesem Konzept versteckt sich ein Client-Server-Modell, mit dem Sie Ihre Arbeitsfläche nicht nur mit anderen Benutzern "teilen", sondern auch von einem anderen Computer aus komfortabel fernsteuern können. Voraussetzung sind eine Freigabe auf der einen Seite und ein Programm, das darauf zugreifen kann, auf der anderen Seite.

Das Zauberwort heißt VNC (Virtual Network Computing). Um VNC zu verwenden, müssen zwei Rechner miteinander über ein Netzwerk verbunden sein. Auf der einen Seite starten Sie einen VNC-Server, auf der anderen einen VNC-Viewer. Mit dem Viewer greifen Sie anschließend auf die Arbeitsfläche des Rechners mit dem Server zu -- Bildschirminhalt, Tastatur- und Mausbewegungen werden dabei auf Wunsch übertragen, und je nach Geschwindigkeit der Netzwerkverbindung entsteht der Eindruck, man säße direkt vor dem entfernten Computer. Es gibt für fast alle gängigen Betriebssysteme sowohl Server- als auch Viewer-Programme -- dieser Artikel zeigt, wie Sie Windows-, Mac- und Linux-Desktops untereinander fernsteuern.

Installation unter Linux

Unter SuSE Linux 9.0 und 9.1 installieren Sie die Pakete kdenetwork3-vnc, tightvnc und XFree86-Xvnc über YaST. Starten Sie den Paketverwalter und geben Sie in die Suchmaske "vnc" ein, um alle drei Pakete aufzuspüren. Markieren Sie diese in der rechten Auswahl mit einem Häkchen und klicken Sie auf Akzeptieren, um mit der Installation zu beginnen.

Stellen Sie für Fedora Core 2 sicher, dass die folgenden beiden Pakete installiert sind: kdenetwork (Gruppe KDE, Extra Pakete) und vnc-server (Gruppe X Window System). Sollten diese Komponenten nicht installiert sein, versehen Sie sie im Paket-Manager (K-Menü / Systemeinstellungen / Hinzufügen/Entfernen von Applikationen) mit einem Häkchen, klicken auf Schließen, Aktualisierung und danach auf Beenden.

Unter Mandrake Linux 9.2 starten Sie RpmDrake z. B. über das K-Menü / Einstellungen / Paketierung / Software installieren. Geben Sie in die Suchmaske vnc ein -- sofern noch nicht auf Ihrem System eingespielt, tauchen in den Suchergebnissen die beiden Pakete tightvnc und tightvnc-server auf. Weiterhin empfiehlt es sich, das Paket kdenetwork einzuspielen. Da die Abhängigkeiten vom Paket-Manager selbst aufgelöst werden, läuft die Installation der KDE-Network-Komponenten anschließend automatisch.

Installation unter Windows

  1. Laden Sie aus dem Download-Bereich der TightVNC-Website [1] das selbst-entpackende Archiv für Windows-Betriebssysteme (tightvnc-1.2.9-setup.exe, ca. 1 MByte) herunter.
  2. Doppelklicken Sie die Datei, um mit der Installation zu beginnen. Nach den Lizenzbedingungen (die Programme stehen sämtlich unter der GPL) und der Wahl des Ordners für die Programmkomponenten können Sie die Art der Installation auswählen. Es empfiehlt sich, alle Komponenten einzuspielen -- diese belegen lediglich 1,9 MByte Plattenplatz.
  3. Als Nächstes folgen die üblichen Abfragen nach dem Start-Ordner, ob Icons auf dem Desktop landen sollen, usw. Bei der Frage nach der Server-Konfiguration können Sie entscheiden, ob der TightVNC-Server als System-Dienst laufen soll, d. h. automatisch beim Booten von Windows gestartet wird. Standardmäßig ist dieses Feature abgeschaltet, Sie können es aber jederzeit über den Konfigurationsdialog aktivieren.
  4. Sind Sie mit der Zusammenfassung der zu installierenden Komponenten zufrieden, klicken Sie auf Install. Nach Abschluss der Installation finden Sie Server, Viewer, Dokumentation und einige Tools zur Administration im vorher ausgewählten Programmordner.

Installation unter MacOS X

Auch für den Mac gibt es sowohl Viewer als auch Server frei im Internet zum Download. Auf dem Testsystem (MacOS X 10.3.4) ließen sich die beiden folgenden Tools zur zuverlässigen Mitarbeit überreden: VNCViewer [2] (als Stuffit-Archiv ca. 200 KByte) und OSXvnc [3] (als Image ca. 300 KByte):

  1. Laden Sie sowohl den Server als auch den Viewer auf den eigenen Mac, entpacken Sie das Archiv und mounten Sie die beiden Images (je nach Konfiguration geht das alles automatisch).
  2. Ziehen Sie die beiden Programm-Icons per Drag & Drop an den richtigen Ort im Dateisystem, z. B. in den Ordner Applications.
  3. Die Images bzw. das Stuffit-Archiv können Sie anschließend löschen.

KDE freigeben

Den eigenen KDE-Desktop geben Sie ganz komfortabel per Mausklick über das Kontrollzentrum frei:

  1. Starten Sie das Kontrollzentrumm z. B. über KDEs Schnellstarter [Alt-F2] und Eingabe von kcontrol.
  2. Gehen Sie in der linken Menüansicht zum Punkt Internet & Netzwerk / Arbeitsfläche freigeben.
  3. Auf dem Reiter Zugriff haben Sie mehrere Möglichkeiten: Sie können eine so genannte Einladung aussprechen (Button Einladungen aussprechen & verwalten) oder Verbindungen ohne Einladungen erlauben (und für diesen Fall weitere Einstellungen über die Checkboxen vornehmen).
  4. Klicken Sie auf Einladungen aussprechen & verwalten und danach im Dialogfenster auf die Schaltfläche Neue persönliche Einladung.
  5. Der folgende Dialog zeigt die IP-Adresse des Linux-Rechners (z. B. 192.168.1.1), ein zufällig generiertes Passwort und wie lange die Einladung gültig ist.

    Diese Daten brauchen Sie, um sich von einem anderen Rechner aus mit einem VNC-Viewer anzumelden. Da es nachträglich keine Möglichkeit gibt, das Passwort aus einer solchen Einladung auszulesen, notieren Sie es am besten.
  6. Wenn Sie hingegen auf Neue Einladung per E-Mail klicken, startet KMail und versendet die Angaben per Mail.
  7. Über den Button Alles löschen werden Sie alle Einladungen elegant wieder los. Um alternativ einzelne Einladungen zu entfernen, klicken Sie mit der linken Maustaste auf einen Eintrag und danach auf die Schaltfläche Löschen.

Als Nächstes starten Sie auf einem anderen Rechner das VNC-Viewer-Programm und bauen die Verbindung zum Linux-Rechner auf. Unter Windows gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Starten Sie aus dem TightVNC-Programmordner den Viewer. Wählen Sie dazu die Variante TightVNC Viewer (Fast Compression).
  2. In das Feld geben Sie die IP-Adresse des Linux-Rechners, gefolgt von einem Doppelpunkt und der so genannten Display-Nummer (Vorgabe ist 0) ein, also z. B. 192.168.1.1:0. Klicken Sie danach auf OK.
  3. Der Linux-Rechner informiert Sie nun darüber, dass eine VNC-Verbindung angefordert wird. Das aufgehende Dialogfenster (auf einigen Distributionen in deutscher, auf anderen in englischer Sprache) zeigt neben Remote system: bzw Entfernter Rechner: die IP-Adresse des Windows-Rechners (z. B. 192.168.1.3) an; hier können Sie auch auswählen, ob Sie die Tastatur- und Maussteuerung freigeben wollen (Klick in die Checkbox vor Allow remote user to control keyboard and mouse bzw. Dem entfernten Benutzer die Steuerung von Tastatur und Maus erlauben).
  4. Klicken Sie auf Accept Connection bzw. Verbindung akzeptieren, um den Zugriff vom Windows-Rechner aus zu erlauben. Auf der Windows-Seite fordert Sie der VNC-Viewer nun auf, das Passwort in das Feld einzutragen.
  5. Nach kurzer Zeit sollte auf dem Windows-Rechner die KDE-Session zu sehen -- und natürlich auch zu benutzen -- sein.

Um von einem Mac-Rechner aus den KDE-Desktop fernzusteuern, gehen Sie die folgenden Schritte:

  1. Starten Sie den VNCViewer. Wählen Sie im Menü Display / Open und füllen Sie die Dialogbox mit den richtigen Angaben aus.
  2. Im Feld Hostname tragen Sie die IP-Adresse des Linux-Rechners ein, also z. B. 192.168.1.1; die Voreinstellung im Feld display (0) können Sie übernehmen. Auch die anderen Werte (Color Depth, Encoding, usw.) sind bereits sinnvoll voreingestellt.
  3. Standardmäßig zeichnet VNCViewer einen eigenen Maus-Cursor, der zusätzlich zum Cursor des anderen Computers angezeigt wird. Dieses Verhalten deaktivieren sie über die Checkbox Local Cursor.
  4. Klicken Sie danach auf OK. Auf Linux-Seite öffnet sich ein Fenster mit der IP-Adresse des Macs neben dem Eintrag Remote system: bzw. Entfernter Rechner: (z. B. 192.168.1.2); hier können Sie ebenfalls auswählen, ob Sie die Tastatur- und Maussteuerung freigeben wollen (Klick in die Checkbox vor Allow remote user to control keyboard and mouse bzw. Dem entfernten Benutzer die Steuerung von Tastatur und Maus erlauben).
  5. Klicken Sie auf Accept Connection bzw. Verbindung akzeptieren, um den Zugriff zu erlauben. VNCViewer auf der Mac-Seite fordert dann das Passwort an.
  6. Nach der Passworteingabe klicken Sie auf OK, und nach kurzer Zeit erscheint der KDE-Desktop im VNCViewer unter MacOS X (Abbildung 1).

Abb. 1: KDE vom Mac aus ferngesteuert.

Auf KDE-Seite passiert ebenfalls etwas: Unten rechts auf der Startleiste erscheint ein kleines Icon mit einem Auge bzw. mit einem Monitor und einer Weltkugel. Ein Klick mit der linken Maustaste auf das Symbol bringt ein Menü nach vorne. Hier können Sie u. a. die Fernsteuerung per Maus und Tastatur aus- und einschalten (Enable Remote Control), den Dialog zu den Einladungen wieder nach vorne bringen oder die Freigabe beenden (Abbildung 2). Schließen Sie den VNC-Viewer auf Mac- oder Windows-Seite, geht für kurze Zeit eine kleine Dialogbox auf, die mitteilt, dass die Verbindung von der Gegenseite unterbrochen wurde.

Abb. 2: Über einen Klick auf das Auge (auf einigen Systemen ist es ein Monitor mit einer Weltkugel) erreichen Sie das Menü zum "Desktop Sharing" unter KDE.

MacOS X lädt ein

Bevor Sie den VNC-Server auf dem Macintosh starten, überprüfen Sie zunächst einige Netzwerkeinstellungen. Dazu starten Sie die Systemeinstellungen und gehen im Bereich Internet & Netzwerk zum Abschnitt Sharing. Auf dem Reiter Dienste sollte die Checkbox vor Entfernte Anmeldung aktiviert sein. Ist darüber hinaus die Firewall eingeschaltet (Reiter Firewall), müssen Sie in der Liste der aktivierten Ports den Eintrag VNC (5900-5902) freigeben (Abbildung 3).

Abb. 3: Bei einer laufenden Firewall müssen die Ports für VNC geöffnet werden.

Anschließend starten und konfigurieren sie den Server:

  1. Starten Sie zunächst den VNC-Server OSXvnc auf dem Mac-Rechner. Auf dem ersten Reiter General stehen der Name des Macs, die IP-Adresse (z. B. 192.168.1.2) und eine Display-Nummer. (Übernehmen Sie für letztere die Voreinstellung 0). Wenn Sie möchten, geben Sie im Feld Password ein Kennwort für den Zugriff auf den VNC-Server ein. Ebenfalls auf diesem Reiter befinden sich die Buttons zum Starten und Stoppen des Servers sowie eine Schaltfläche, um die entsprechende Log-Datei zu betrachten.
  2. Die Voreinstellungen auf den restlichen drei Reitern sind ebenfalls sinnvoll gewählt und müssen nicht angepasst werden. Klicken Sie auf die Schaltfläche Start Server; erscheint unten links im Fenster die Statusmeldung Server Running.

Um den Mac von Linux aus fernzusteuern, starten Sie KDEs eingebauten Remote Desktop Client:

  1. Dieses Programm finden Sie über das K-Menü / System / Verbindung zu Fremdrechner / Verbindung zu Fremdrechner (SuSE Linux 9.0 und 9.1), Netzwerk / Entfernter Zugriff / Virtuelle Netzwerkverbindung (Mandrake Linux 9.2) und über das K-Menü / Internet / Verbindung zu Fremdrechner (Fedora Core 2).
  2. In das Feld Entfernte Arbeitsfläche tragen Sie die IP-Adresse des Macs ein, gefolgt von einem Doppelpunkt und dem Namen des Displays, das hier zwingend erforderlich ist (z. B. 192.168.1.2:0); bei Mandrake Linux geben Sie IP-Adresse und Display-Nummer (0) in die beiden Felder Adresse des entfernten Servers und Bildschirmnummer ein. Im Ausklappmenü Verbindungstyp, das bei einigen Distributionen direkt im ersten Dialog, bei anderen in einem zweiten Fenster erscheint, können Sie die Qualität der Netzwerkverbindung genauer spezifizieren -- für ein lokales Netz zu Hause ist Hohe Qualität (LAN, direkte Verbindung) passend.
  3. Klicken Sie anschließend auf Verbinden, um den Viewer zu starten. Über das Menü erreichen Sie einige zusätzliche Funktionen, z. B. einen Button, der auf Vollbildmodus umschaltet, oder die Möglichkeit, eine Tastenkombination an den Server zu schicken (Schaltfläche Special Keys).

Eine Alternative ist das Programm vncviewer, ein VNC-Client, der über die Kommandozeile oder KDEs Schnellstarter ([Alt-F2] und Eingabe von vncviewer <IP-Adresse>) gestartet wird. Die Angabe des Displays ist hier optional (z. B. vncviewer 192.168.1.2:0) und darf weggelassen werden. Anschließend erscheint ein VNC-Fenster unter KDE, das den entfernten Desktop anzeigt (Abbildung 4, hier MacOS X). Diesen Viewer steuert man mit Parametern beim Programmstart, z. B. vncviewer -fullscreen 192.168.1.2:0, um im Vollbildmodus zu starten.

Abb. 4: Das Programm "vncviewer" steuert den Mac fern.

Um vom Windows-Rechner auf den Macintosh zuzugreifen, starten Sie (wie schon im Szenario Windows-KDE) den Viewer aus dem TightVNC-Programmordner. Geben Sie die IP-Adresse des Macs, gefolgt von der Display-Nummer (z. B. 192.168.1.2:0) ein und klicken auf OK. Damit holen Sie den MacOS-X-Desktop auf den Windows-Bildschirm (Abbildung 5).

Abb. 5: Bedienen Sie den Mac doch mal von Windows aus.

Offene Fenster -- Open Windows

Um den VNC-Server unter Windows zu starten, wählen Sie aus dem Programmordner TightVNC die Anwendung Launch TightVNC Server. Der folgende Dialog erscheint nur beim ersten Start, hier konfigurieren Sie den Server. Es gibt zwei Password-Felder: Der erste Eintrag steht für vollen Zugriff des VNC-Viewers auf den Rechner (inklusive Tastatur und Maus), der zweite erlaubt lediglich lesenden Zugriff. Die anderen Einstellungen (welcher Port, Server-Verhalten nach Beenden der Viewer-Verbindungen, Keyboard- und Mausverhalten) sind mit sinnvollen Werten vorkonfiguriert (Abbildung 6). Klicken Sie auf OK, um den Server zu starten.

Abb. 6: Den TightVNC-Server unter Windows konfigurieren.

Anschließend erscheint ein kleines Icon mit einem "V" in der Startleiste unten rechts. Fahren Sie mit der Maus über das Symbol, sehen Sie die IP-Adresse des Windows-Rechners.

Sobald ein Viewer von einer anderen Maschine aus mit dem Server verbunden ist, erscheint dieses Icon invers dargestellt -- so erkennen Sie auf einen Blick, ob andere Benutzer auf den Server zugreifen.

Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf dieses kleine Icon klicken, erhalten Sie ein Kontextmenü. Über dieses bringen Sie beispielsweise den Konfigurationsdialog (Properties) wieder nach vorne, schließen die Verbindung für alle auf den Server zugreifenden Viewer in einem Rutsch (Kill All Clients) oder beenden den Server selbst (Close).

Um den Windows-Rechner von KDE aus fernzusteuern starten Sie (wie schon im Szenario KDE-Mac beschrieben) den Viewer, z. B. über das K-Menü / System / Verbindung zu Fremdrechner / Verbindung zu Fremdrechner (SuSE Linux 9.0 und 9.1), Netzwerk / Entfernter Zugriff / Virtuelle Netzwerkverbindung (Mandrake Linux 9.2) bzw. Internet / Verbindung zu Fremdrechner (Fedora Core 2). Geben Sie in das Feld Entfernte Arbeitsfläche die IP-Adresse und die Display-Nummer des Windows-Rechners ein (z. B. 192.168.1.3) und klicken Sie auf Verbinden. Haben Sie in der Konfiguration des TightVNC-Servers ein Passwort gesetzt, geben Sie dieses in den nächsten Dialog ein und klicken auf OK. Anschließend begrüßt Sie der Windows-Desktop unter KDE (Abbildung 7).

Abb. 7: Das kleine VNC-Server-Icon in der Startleiste unten rechts erscheint invers, sobald eine Verbindung steht.

Möchten Sie den Windows-Rechner vom Mac aus fernsteuern, startet Sie wieder den VNCViewer (siehe Abschnitt zu Mac-KDE), gehen im Menü auf Display / Open, geben die IP-Adresse des Windows-Rechners an und klicken auf OK. Geben Sie das Passwort ein und klicken Sie wiederum auf OK. Dann erscheint der Windows-Desktop auf dem Mac (Abbildung 8).

Abb. 8: Auch Macintosh- und Windows-Rechner können sich über VNC verständigen.

Fazit

VNC ist plattformunabhängig und kann daher prima dazu verwendet werden, Systeme von anderen Computern aus fernzusteuern: Ist das iBook an die Stereoanlage angeschlossen und das Kabel zu kurz, bedienen Sie iTunes doch einfach vom Linux-Rechner aus; steht der Windows-Rechner in einem anderen Raum und wollen Sie nur mal eben nachschauen, in welchem Menü sich ein Programm versteckt -- dank VNC haben Sie schnellen Zugriff auf die anderen Arbeitsflächen.

Eines sollte bei der "Fernsteuerei" aber nicht außer Acht gelassen werden: Zugrunde liegt ein Protokoll, das Daten unverschlüsselt überträgt. Sollten Sie VNC daher außerhalb des eigenen Netzwerks mit anderen Computern im Internet einsetzen wollen, aktivieren Sie immer eine Passwortabfrage für den Server und verschicken Sie das Kennwort nicht im Klartext per E-Mail. Es ist außerdem empfehlenswert, VNC-Server zu deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden. (hge)

Infos

[1] TightVNC für alle Plattformen: http://www.tightvnc.com/
[2] VNCViewer für MacOS X: http://homepage.mac.com/kedoin/VNC/VNCViewer/index.html
[3] OSXvnc, VNC-Server für MacOS X: http://www.redstonesoftware.com/vnc.html

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