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Heike Jurzik
Programme starten, Musik zur Playlist hinzufügen und abspielen oder Dateioperationen (Kopieren, Löschen, Umbenennen und so weiter) ausführen -- das alles und vieles mehr bietet der vielseitige Anwendungsstarter Gnome Do [1]. Das Programm ist in der Voreinstellung nicht installiert. Sie rüsten es über den Paketmanager Ihrer Distribution (Paket gnome-do) nach.
Nach dem Start (Anwendungen / Zubehör oder [Alt-F2] und Eingabe von gnome-do) sollten Sie das Programm zunächst konfigurieren. Dazu klicken Sie rechts oben auf den kleinen weißen Pfeil und wählen aus dem Kontextmenü den Punkt Einstellungen aus. Auf den vier Reitern finden Sie die folgenden Einrichtungsmöglichkeiten:
Betätigen Sie die Tastenkombination, die Gnome Do in den Vordergrund holt. In der Voreinstellung ist das [Windows-Leertaste], es sei denn, Sie haben auf dem Reiter Keyboard in den Einstellungen für Gnome Do aufrufen etwas Eigenes definiert (siehe voriger Tipp). Anschließend geben Sie die ersten Buchstaben der gesuchten Anwendung ein, zum Beispiel fi oder FI -- Klein- und Großbuchstaben spielen keine Rolle. Als ersten Treffer zeigt Gnome Do den Browser Firefox mitsamt seinem Logo an. Mit [Eingabe] starten Sie das Programm.
Drücken Sie [Pfeil runter], um weitere Treffer anzuzeigen, wenn Sie nicht den Browser gesucht haben. Mit den Pfeiltasten navigieren Sie in der Liste, und [Eingabe] startet dann die gewünschte Anwendung. Die Anzeige rechts oben im Ergebnisfenster zeigt, wie viele Aktionen Gnome Do für Sie ausführen kann (Abbildung 1).
Sofern Sie die passenden Plug-ins installiert und aktiviert haben (siehe Tipp ##), hat Gnome Do auch passende Aktionen für Ihre Musik im Gepäck. Rufen Sie den Starter in den Vordergrund und geben Sie den Namen eines Titels oder Albums ein. Springen Sie danach mit der Tabulator-Taste nach rechts ins Aktionsfeld und drücken Sie [Pfeil runter], um eine Liste möglicher Aktionen einzublenden. So bestimmen Sie, mit welcher Anwendung Sie die Datei abspielen möchten, ob sie in eine vorhandene Playlist wandert und vieles mehr.
Ein schicker neuer Drucker ziert das Büro. Dieser bietet nicht nur einen USB-Anschluss und kann somit lokal betrieben werden, sondern lässt sich auch an den Router anschließen und ist somit netzwerkfähig. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Auf ein solches Gerät greifen Sie von jedem Computer aus zu, ob unter Linux, Windows oder Mac OS.
Um einen solchen Drucker unter Gnome einzurichten, gehen Sie so vor:
socket://<IP>:9100
Haben Sie einen Drucker eingerichtet, nehmen Sie die Feineinstellungen über den Dialog Druckerkonfiguration vor. Hier können Sie beispielsweise mit der rechten Maustaste auf ein Gerätesymbol klicken und aus dem Kontextmenü den Punkt Eigenschaften aufrufen. Die folgenden Kategorien stehen zur Verfügung:
Wenn Sie mit der linken Maustaste auf den Fensterrahmen einer Anwendung klicken und die Maustaste festhalten, können Sie das Fenster bequem an eine neue Position ziehen -- das ist nichts Neues. Was aber, wenn die Titelleiste nicht erreichbar ist, weil sie von etwas anderem verdeckt wird? Halten Sie in einem solchen Fall einfach [Alt] gedrückt, klicken Sie in eine beliebige Stelle des Fensters und ziehen Sie es (mit gedrückter Maustaste) an eine neue Position.
Drücken Sie zusätzlich zur [Alt]-Taste auch noch [Umschalt] und ziehen Sie das Fenster nach rechts, links, oben oder unten, rastet es am jeweiligen Bildschirmrand ein.
Erreichen Sie die Fensterkanten nicht, oder ist Ihnen das zu kniffelig, genau das Randpixel zu treffen, verändern Sie die Größe von Programmfenstern ganz bequem, indem Sie [Alt] gedrückt halten und dann die mittlere Maustaste drücken. Ziehen Sie nun nach rechts/links oder oben/unten, um die gewünschte Größe einzustellen.
Der Gnome-Desktop bringt ein praktisches grafisches Werkzeug mit, das Ihnen bei der Verwaltung von Cron- und At-Jobs unter die Arme greift. Das Programm At führt von Ihnen definierte Aufgaben zu einem genau festgelegten Zeitpunkt aus. Cron geht sogar noch einen Schritt weiter und erledigt Jobs regelmäßig -- stündlich, täglich, wöchentlich und monatlich [3]. Wer die Bedienung dieser Systemdienste auf der Kommandozeile zu unübersichtlich findet, sollte sich Gnome Schedule anschauen.
Sie starten das Verwaltungstool entweder über Eingabe des Befehls gnome-schedule in ein Terminal- oder Schnellstartfenster ([Alt-F2]) oder über das Menü Anwendungen / Systemwerkzeuge / Geplante Aufgaben.
So gehen Sie vor, um einen Job genau einmal auszuführen:
$ which totem /usr/bin/totem
Auch bei der Verwaltung der eigenen Cronjobs macht Gnome Schedule eine gute Figur. So richten Sie wiederkehrende Aufgaben ein:

Im Hauptfenster des Programms sehen Sie alle geplanten Aufgaben -- die einmaligen und die dauerhaften -- aufgelistet. Anhand der Symbole ganz links in der Spalte können Sie erkennen, ob es sich um ein At-Kommando oder einen Cronjob handelt. Um einen Eintrag zu verändern, klicken Sie ihn doppelt mit der Maus an. Alternativ wählen Sie den Eintrag in der Liste aus und klicken in der Werkzeugleiste auf Bearbeiten. Direkt neben dieser Schaltfläche befindet sich der Button Löschen, mit dem Sie eine Aufgabe loswerden.
Starten Sie den Aufgabenverwalter über ein Schnellstartfenster ([Alt-F2]), in das Sie gksu gnome-schedule eingeben. Anschließend geben Sie auf Aufforderung Ihr eigenes Kennwort (Ubuntu) oder das vom Systemverwalter Root (OpenSuse, Mandriva) ein. In der Menüleiste ist eine neue Schaltfläche Benutzer wechseln zu sehen. Klicken Sie auf diese und wählen Sie im folgenden Dialogfenster den gewünschten Accountnamen aus. In der Voreinstellung steht hier root; über das Drop-down-Menü können Sie aber auch andere Benutzerkennungen auswählen. Die "echten" Accounts reihen sich dabei in die Liste der Pseudonutzer, wie lp, mail nobody usw. ein.
Wie viel Plattenplatz ist belegt? Welcher Benutzer des Systems verschlingt den meisten Platz? Welche Dateien sind die Speicherfresser? Diese und andere Fragen beantwortet das Gnome-Tool Baobab, das Sie über Anwendungen / Zubehör / Festplattenbelegung analysieren oder den Befehl baobab starten.
Um den Platzverbrauch des eigenen Home-Verzeichnisses anzuzeigen, klicken Sie in der Werkzeugleiste auf den Button Persönlicher Ordner. Direkt daneben finden Sie Symbole, über die Sie einen Scan des ganzen Dateisystems, einzelner Ordner oder entfernter Datenträger (siehe Tipp ##) starten. Je nach Größe des Speichermediums dauert das Einlesen der Daten eine Weile.
Im linken Bereich präsentiert Baobab eine Baumansicht zur Navigation. Rechts sehen Sie eine grafische Aufbereitung der Daten wahlweise als Kreisdiagramm oder als so genannte Tree Map [4]. In beiden Ansichten können Sie mit dem Mauszeiger über die farbigen Flächen fahren, um genauere Informationen einzublenden (Abbildung 2).
Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das vierte Symbol von links oder wählen Sie aus dem Menü Aktionen den Eintrag Entfernten Ordner einlesen. Im folgenden Dialogfenster entscheiden Sie über das Drop-down-Menü Dienste-Typ, ob Sie auf einen FTP-Server (anonym oder mit Benutzername und Passwort), einen SSH- oder WebDAV-Server oder eine Windows-Freigabe zugreifen möchten. Abhängig vom gewählten Protokoll blendet das Dialogfenster unterschiedliche Felder ein -- bei einigen Zugängen müssen Sie Angaben zum Benutzernamen machen; das Passwort fragt die Anwendung in einem gesonderten Dialog ab. (hge)
| Infos |
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[1] Gnome Do Anwendungsstarter: http://do.davebsd.com/
[2] Wiki zu Gnome Do (englisch): http://do.davebsd.com/wiki/Main_Page [3] Artikel zu At und Cron: Heike Jurzik, "Punktlandung", LinuxUser 02/2006, S. 94 ff., http://www.linux-user.de/ausgabe/2006/02/094-zubefehl/ [4] Wikipedia zu Tree Map: http://de.wikipedia.org/wiki/Tree_Map |
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Last modified: 2010-04-04 16:09
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