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Erschienen in EasyLinux 06/2003   »   Ausgabe bestellen

Was tun bei Problemen?

Hilfe und Support

von Hans-Georg Eßer


Der Einstieg in ein neues Betriebssystem wirft viele Fragen auf. Einige müssen dringend beantwortet werden, weil etwa wesentliche Hardware (Grafikkarte, Drucker) nicht unterstützt wird; andere stellen sich mehr aus Interesse an den Zusammenhängen. Doch wo gibt es die Antworten?

Bei den allerwichtigsten Fragen geht es immer um Hardware-Probleme: Wenn Linux eine der zentralen Komponenten des Rechners, etwa die Grafikkarte, nicht erkennt und der Bildschirm dunkel bleibt, kann man das System natürlich nicht nutzen. Zwar ist die Treibersituation unter Linux heute sehr gut, aber es finden sich immer wieder Rechner, bei denen die eine oder andere Komponente einfach nicht laufen will.

Der erste Schritt sollte hier immer ein Durchsuchen der Hardware-Datenbank sein, die von Ihrem Linux-Distributor (SuSE oder Red Hat) im Internet angeboten wird:

Abb. 1: Aus der Trefferliste der SuSE-Hardware-Datenbank entnehmen Sie die Informationen zu Ihren Geräten.

Abb. 2: Red Hats Datenbank bietet ebenfalls einen guten Überblick.

Auch wenn beide Linux-Distributoren prinzipiell das gleiche Betriebssystem (nämlich Linux) anbieten, ist es möglich, dass Hardware-Komponenten von der einen Distribution unterstützt werden, während es der anderen nicht gelingt, das Gerät zu erkennen oder korrekt einzubinden. Das hat verschiedene Gründe. Zum Einen werden unterschiedliche Versionen des Linux-Kernels, des grafischen Systems XFree86 und weiterer Hardware-naher Komponenten eingesetzt; zum Anderen ist es mit prinzipieller Unterstützung alleine noch nicht getan, da einige Geräte auch eingerichtet werden müssen -- fehlen einer Distribution entsprechende Programme, muss die Einrichtung manuell durchgeführt werden, was in den meisten Fällen die Möglichkeiten eines Linux-Einsteigers überfordert. Auf den Einsatz solcher Geräte (die nicht automatisch eingerichtet werden) müssen Sie also zumindest in der Einstiegsphase verzichten.

Hersteller-Support

Wenn Sie Ihre SuSE- oder Red-Hat-Distribution direkt beim Hersteller oder in Form eines "boxed product", also eine offizielle SuSE- oder Red-Hat-Box mit Handbüchern, erworben haben, haben Sie Anspruch auf Installations-Support des Herstellers. Dazu ist typischerweise eine Registrierung erforderlich, und danach können Sie -- je nach Anbieter und Version (Personal, Professional) -- Web-basierten, E-Mail- oder Telefon-Support in Anspruch nehmen. Der Support ist auf einige Wochen ab Registrierung beschränkt, und viele Problemthemen sind vom Installations-Support grundsätzlich ausgeschlossen. Lesen Sie daher am besten vor Inanspruchnahme des Supports die Hinweise durch, ob Ihr Problem überhaupt abgedeckt ist. Die Informationen finden Sie

Starter Kits

Beachten Sie, dass die SuSE- und Red-Hat-Versionen, die Sie als EasyLinux Starter Kit erwerben können, nicht Support-berechtigt sind. Auch die EasyLinux-Redaktion kann für die Starter Kits keinen Support leisten. Wir sind zwar sehr an Feedback (sowohl Erfolgsmeldungen als auch Probleme) zu den Starter Kits interessiert, können aber keine Detailfragen zu Installation, Hardware-Inkompatibilitäten oder sonstigen Problemen beantworten.

EasyLinux-Support

Es gibt jedoch die Möglichkeit, unseren kostenpflichtigen EasyLinux-Support in Anspruch zu nehmen. Dafür gibt es zwei Modelle:

Andere Support-Formen bietet EasyLinux nicht an. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie auf Anfragen an die Redaktion eine automatische Antwort erhalten. Da wir eine sehr große Anzahl von E-Mail-Anfragen erhalten, ist es leider unmöglich, alle Mails persönlich zu beantworten.

Davon ausgenommen sind natürlich Reklamationen: Wenn Sie ein Starter Kit mit beschädigter CD/DVD gekauft haben, schicken wir Ihnen Ersatz. Schreiben Sie dazu bitte an info@easylinux.de (und nicht an die Redaktion). Bitte prüfen Sie vorher, ob die CD/DVD wirklich einen Materialschaden hat, sich also z. B. unter Windows nicht lesen lässt. Ist die CD/DVD nicht an sich beschädigt, sondern verweigert nur die Installation, dann liegt eine Hardware-Inkompatibilität vor. Hier würde Ihnen eine neue (identische) CD/DVD nicht weiter helfen.

Hilfe im Internet

Das Internet bietet zahlreiche Hilfsangebote. An erster Stelle sind da die Support-Datenbanken der Linux-Distributionen zu nennen, die Sie nach Stichworten durchsuchen können.

Abb. 3: Ergebnisse einer Suchanfrage an SuSEs Support-Datenbank.

Abb. 4: http://google.de/linux liefert nur Linux-relevante Suchergebnisse.

Ein Ansatz, der oft zu Lösungen führt, ist die Verwendung einer normalen Suchmaschine (Google, Altavista, Yahoo etc.). Google bietet sogar eine spezielle Linux-Suche (bei der einfach immer der zusätzliche Begriff "Linux" verwendet wird): http://google.de/linux.

Nicht zu unterschätzen sind auch die Artikel-Datenbanken unserer beiden Schwesterzeitschriften LinuxUser und Linux-Magazin. Unter http://www.linux-user.de und http://www.linux-magazin.de finden Sie Suchmasken, mit denen Sie in tausenden archivierten Artikeln suchen können.

Newsgroups, Foren, IRC

Auch Linux-Foren wie http://www.linux-community.de und http://www.pro-linux.de enthalten viel Wissen, da hier auch Anwender ihre Erfahrungen mit bestimmter Soft- oder Hardware posten.

Im Usenet gibt es zahlreiche Linux-Newsgroups. Zum Lesen dieser Beiträge benötigen Sie einen News Reader, unter Linux kann das zum Beispiel Netscape oder Mozilla sein. Diese Programme bieten einen Dialog zum "Abonnieren" von Newsgroups. Geben Sie dort "Linux" als Suchbegriff ein, werden eine ganze Reihe von Newsgroups angezeigt. Unter den englischsprachigen Gruppen ist die Hierarchie comp.os.linux.* am interessantesten; deutschsprachige Linux-Gruppen sind zum Beispiel maus.computer.linux und fido.ger.linux. Wer keinen News-Client verwenden will, kann auch über http://groups.google.de die Newsgroups durchsuchen.

IRC (Internet Relay Chat) ist ein interaktives Diskussionssystem, bei dem man sich auf themenbezogenen "Channels" live mit anderen Teilnehmern austauschen kann. Dazu wird ein IRC-Client benötigt, unter Linux z. B. Ksirc oder X-Chat. Es gibt verschiedene IRC-Netze mit unterschiedlichen Channels; interessant sind z. B.

Linux User Groups

Wem das alles zu anonym ist, dem bleibt noch eine deutlich geselligere Alternative: In allen größeren (und auch vielen kleineren) Städten haben sich Linux User Groups ("LUGs") gegründet, die regelmäßige Stammtische, Installationsparties oder andere Events veranstalten. Hier kann man sich mit Gleichgesinnten austauschen und sicher auch die eine oder andere Problemlösung finden. Eine Übersicht der uns bekannten LUGs finden Sie regelmäßig im Heft; in dieser Ausgabe auf Seite 88/89. (hge)

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