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Erschienen in EasyLinux 06/2003   »   Ausgabe bestellen

Leserbriefe

Red Hat Starter Kit nicht komplett?

Ich habe mir, durch die Werbung in LinuxUser veranlasst, das EasyLinux Starter-Kit (Red Hat) gekauft. Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen, dass es sich wahrscheinlich nicht, wie angekündigt, um die komplette (7-CD-) Version handelt. Das ist angesichts des Preises kein Problem, hätte aber durchaus kenntlich gemacht werden können.

Auch die Inhaltsangabe der DVD entspricht nicht den Tatsachen: So kann xmms so ziemlich alles, aber definitiv nicht MP3s spielen. Es wäre gerade Linux-Einsteigern gegenüber fair, dies zu erwähnen (und vielleicht auf Heft-CD fehlende Tools nachzureichen).

Es wäre schön, wenn Sie wenigstens eine Frage beantworten können: Viele Tools habe ich schon selbst "aufspüren" können. Was mir noch fehlt, ist ein freies leistungsfähiges OCR-Programm. Gibt es eine Möglichkeit, in Kooka oder auch unabhängig davon sinnvoll Texte zu erkennen?

Samuel Vogel, per E-Mail

EasyLinux: Das Red Hat Starter Kit ist komplett. Der Umfang der DVD entspricht der DVD aus Red Hat 8.0 Professional. Es gibt sogar zusätzlich Update-Pakete, die auf der Original-DVD fehlen.

Red Hat liefert nur noch Distributionen aus, die frei von Paketen mit bedenklichem rechtlichen Status sind. Da der MP3-Codec eventuell Patente verletzt, fehlen solche Pakete ebenso wie alles, was mit DVD-Wiedergabe (DeCSS etc.) zu tun hat.

Alle bei Red Hat nicht (mehr) erhaeltlichen Pakete finden Sie unter http://psyche.freshrpms.net/. Dort ist auch das MP3-Plugin für xmms zu finden.

Die Inhaltsangabe auf dem Starter Kit zu xmms ist etwas unglücklich. xmms ist ein MP3-Player, das ist das Haupteinsatzgebiet. In der Red-Hat-Version ist nun genau dieses Feature nicht vorhanden, aber per Plugin nachrüstbar... (hge)

Vor dem Spaß kommt...

Haben Sie es sich in Ihrem Artikel "Vor dem Spaß kommt..." aus dem neuen Heft EasyLinux nicht doch etwas zu leicht gemacht? Der Hinweis am Anfang, dass wenn sich zwei Partitionen im Rechner befinden, "die Lösung des Platzproblemes einfach" sei und man "einfach alle Daten von Laufwerk D: in ein Unterverzeichnis von Laufwerk C:" kopieren sollte, ist ja wohl doch ziemlich leichtsinnig. Windows ist eben nicht Linux (zum Glück), wo man relativ straflos Daten hin- und herschieben kann (aber das wissen Sie ja sicher selbst). Auch wenn man "Daten" hier in einem engeren Sinne auffasst und wirklich nur Text-, Musik-, Bilder-Dateien usw. darunter versteht, könnte beim unbedarften Windows-User spätestens dann Verwirrung aufkommen, wenn er sein Office-Programm startet und seine zuletzt geöffneten Texte, Vorlagen usw. zu suchen anfängt. Und was mit Bildern innerhalb von Dokumenten passiert, die dort nur als Verknüpfung eingefügt sind, weiß ich auch nicht. (Sind die Quellen relativ oder gar als absoluter Pfad abgespeichert?) Sollte aber ein User nicht so genau über das Wort "Daten" nachgedacht haben und auch Programme (die ja letztlich auch Daten sind) von D: nach C:\XYZ\ verschoben haben, na dann viel Spaß beim Reparieren :-(

Aber vielleicht wollten Sie damit auch nur erreichen, dass die Leute gleich vollständig von Windows auf Linux umsteigen? Dann hätten Sie damit natürlich ein gutes Ziel erreicht ;-)

Klaus Bernstein, per E-Mail

EasyLinux: Programme werden unter Windows im Normalfall unter C:\Programme, also auf der ersten Partition installiert, so dass sie auf einem normalen System nicht von der Empfehlung betroffen sind.

Der typische Windows-PC ist ja leider so vorpartitioniert, dass es nur eine C:-Partition gibt. Daneben haben wir einige Installationen gefunden, bei denen es eine zweite, leere Partition D: gibt.

Wer zahlreiche Programme auf D: installiert hat, hat hier in der Tat ein Problem: Diese Programme wird er meist neu installieren müssen, weil vermutlich auch Registry-Einträge für dieses Programm auf D: verweisen. Das ist aber immer noch besser als eine vollständige Neuinstallation von Windows und allen Programmen -- daher sollte der Tipp in den meisten Fällen eine gute Hilfe darstellen.

Zu den Dokumenten mit Bildverknüpfungen: Zumindest in Word kann man diese relativ und absolut anlegen, wobei beim normalen Weg über Einfügen/Grafik ein absoluter Pfad eingesetzt wird. Man kann diese Links aber in jedem Fall über Bearbeiten/Verknüpfen in relative umwandeln; dort lässt sich der Pfad ändern. (hge)

DVDs unter Linux?

Ich habe heute meinen Laptop mit dem Starter Kit auf SuSE Linux 8.1 umgestellt. Erst einmal danke für das Starter Kit, mit dem der Umstieg wirklich einfach war: Linux läuft ganz hervorragend! Ich habe aber doch eine klitzekleine Frage zu einem Problem: Gibt es zu Linux ein DVD-Abspielprogramm? Das scheint mit der Software nicht zu funktionieren, ich wollte heute nach der Installation einen DVD-Spielfilm abspielen, nach etwa zwei Minuten wurde die Wiedergabe leider beendet. Unter Windows hatte ich WinDVD von InterVideo -- damit konnte ich Spielfilme komplett anschauen.

Volker Mueller, per E-Mail

EasyLinux: Es gibt verschiedene Programme, mit denen Sie unter Linux Video-DVDs abspielen koennen, insbesondere eignen sich da Xine, Mplayer und Ogle. Die in SuSE Linux enthaltenen Pakete können allerdings keine CSS-kodierten DVDs abspielen (und das sind leider die meisten), weil das DVD-Konsortium keine Möglichkeit anbietet, einen Open-Source-DVD-Player legal mit einem CSS-Dekodierer auszustatten.

Es gibt trotzdem im Internet Pakete von Xine, Mplayer und Ogle, die mit beliebigen DVDs klarkommen -- deren Installation ist aber schwierig. Für Xine finden Sie auf der Homepage unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser unter http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/01/036-xine/ eine Beschreibung, die Sie aber nur mit leicht fortgeschrittenen Kommandozeilenkenntnissen nachvollziehen können.

Übrigens: Der Hersteller Ihres DVD-Players WinDVD hat auch einen Linux-DVD-Spieler im Angebot, der passenderweise LinDVD heißt (http://www.intervideo.com/jsp/LinDVD.jsp) -- leider wird dieser nur Resellern angeboten, und bisher hat sich keiner gefunden, der Komplett-PCs mit Linux und LinDVD im Paket anbieten will. (hge)

Red Hat und SuSE parallel?

Mit Ihrem Starter Kit 1 haben Sie mich neugierig auf Linux gemacht In meinen neuen PC habe ich eine zusätzliche Festplatte mit 80 GB eingebaut, um neben Windows XP das Betriebssystem Linux kennen lernen zu können. Nun haben Sie Ihrer neuen Ausgabe SuSE Linux 8.1 beigefügt. Kann ich auf dieser neuen Festplatte beide Linux-Distributionen, also Red Hat 8.0 und SuSE 8.1, parallel nebeneinander installieren, um auch beide kennen lernen und testen zu können? Wie müsste ich in diesem Fall die Festplatte partitionieren?

Für eine Antwort auf meine Fragen wäre ich Ihnen sehr dankbar, denn ich möchte auch in Zukunft die Anregungen und Tipps Ihrer Zeitschrift praktisch nachvollziehen können.

Toni Hümmer, per E-Mail

EasyLinux: Die Parallelinstallation von SuSE und Red Hat Linux ist prinzipiell kein Problem. Lassen Sie einfach bei der Installation der ersten Distribution noch ausreichend freien, unpartitionierten Platz für eine zweite Linux-Partition. Eine zusätzliche Swap-Partition ist nicht erforderlich; beide Linuxe können sich eine Swap-Partition teilen.

Sie können dann nur bei der ersten Installation nicht auf das automatische Partitionieren zurückgreifen, da sonst der gesamte Plattenplatz belegt wird. Eine Parallelinstallation von zwei Linux-Versionen auf einer einzigen Partition ist nicht möglich.

In unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser haben wir in Ausgabe 03/2003 eine fortgeschrittenere Version der Parallelinstallation beschrieben, bei der sich mehrere Linux-Distributionen eine gemeinsame /home-Partition teilen -- das ist allerdings schon eine etwas anspruchsvollere Aufgabe. Der Artikel ist online: http://www.linux-user.de/ausgabe/2003/03/070-multidistri/ (hge)

Nvidia-Treiber für SuSE Starter Kit

Ich habe SuSE Linux 8.1 von Ihrem Starter Kit 2 installiert. Hat so weit funktioniert. Leider konnte die Grafikkarte beim Einrichten des Grafiksystems nicht installiert werden. Bei diesem Rechner habe ich eine Grafikkarte von Verto (Nvidia/Geforce4 MX 440 SE 64MB AGP). Also habe ich dann unter ftp://download.nvidia.com/XFree86/Linux-x86/1.0-4349 folgende Dateien geholt: NVIDIA_GLX-1.0-4349.suse81.i586.rpm und NVIDIA_kernel-1.0-4349.suse81.i586.rpm. Ich habe dann diese zwei Pakete mit rpm installiert und konnte anschließend über SaX2 die Grafikkarte ohne Probleme einbinden. Mit den Paketen in Version 0.8-293 auf der CD war dies leider nicht möglich. Darum wäre es doch möglich, dass noch andere User das gleiche Problem haben.

An einem anderen Rechner, in dem eine Geforce2 MX/MX 400 eingebaut ist, gab es unter SuSE 8.0 mit den mitgelieferten Treibern keine Schwierigkeiten, so dass ich davon ausgehe, dass es mit dem Starter Kit 2 (SuSE 8.1) auch keine Schwierikeiten geben dürfte.

Erich Scheuch, per E-Mail

EasyLinux: Vielen Dank für diesen Hinweis, den wir natürlich gerne an unsere Leser weiter geben. (hge)

EasyLinux und Starter Kits

Um unseren Lesern beim Einstieg in Linux zu helfen, verwenden wir ein zweistufiges Konzept:

EasyLinux Starter Kits

In unregelmäßig erscheinenden Sonderhefte (wir nennen sie "EasyLinux Starter Kits") bringen wir aktuelle Linux-Distributionsversionen auf CDs oder DVD mit ausführlichen und leicht nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Installation und die ersten Schritte. Im Moment sind zwei Starter Kits auf dem Markt:

  • Linux Starter Kit 1 enthält Red Hat Linux 8.0 auf einer DVD,
  • Linux Starter Kit 2 enthält SuSE Linux 8.1 auf einer Doppel-CD.

In der praktischen CD-/DVD-Box haben Sie die Linux-Software aus den Starter Kits immer griffbereit und können sie später auch zur Installation bei Freunden oder Bekannten verwenden.

Beide Starter Kits können noch beim Verlag nachbestellt werden; Informationen finden Sie unter http://www.easylinux.de/DVD und in den Starter-Kit-Anzeigen in dieser Ausgabe (Seiten 2, 91).

EasyLinux-Monatsheft

Mit dieser Augabe erscheint EasyLinux erstmals als Monatsheft. Ausgabe für Ausgabe beschäftigen wir uns mit brennenden Fragen, die gerade beim Ein- oder Umstieg auftauchen. Wir beschränken uns die wichtigsten und meist verbreiteten Linux-Versionen (darunter natürlich die Distributionen von unseren Starter Kits), und daher können wir Schritt für Schritt erklären, wie die Einrichtung von Soft- und Hardware und die sonstigen täglichen Aufgaben unter Linux auf Ihrem Rechner funktionieren.

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