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Das Red Hat Paket-ManagementSoftware nachinstallieren unter Red Hatvon Andrea Müller |
Von den über 1000 Paketen auf der Red-Hat-DVD wurde bei der Installation nur ein Bruchteil auf die Festplatte kopiert. Obwohl die installierte Software-Auswahl kaum Wünsche offen lässt, schlummern noch viele weitere untentdeckte Schätze auf der DVD. Wie Sie im Software-Angebot Ihres Distributors stöbern und andere Pakete nachinstallieren, beleuchtet dieser Artikel.
Dabei steht Ihnen das Paket-Management von Red Hat hilfreich zur Seite, welches Ihnen die Pakete nicht nur nach Kategorien sortiert anzeigt, sondern sich auch allein um die Auflösung der Abhängigkeiten kümmert. Das heißt, dass Sie selbst nicht wissen müssen, ob ein Programm noch andere Komponenten benötigt, sondern der Paket-Manager nimmt Ihnen diese Arbeit ab und installiert alle benötigte Software automatisch. Außerdem bewahrt er Sie vor unbedachten Deinstallationsorgien, indem er die Entfernung von jenen Paketen verweigert, die für die Funktionalität anderer Programme unverzichtbar sind.
Nun aber genug der grauen Theorie und die ganze Sache in der Praxis ausprobiert!
| Warnung: Vorsicht Falle |
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Das grafische Paket-Management ist in der Version 8.0 erstmals Bestandteil von Red Hat und daher noch nicht so ausgereift wie andere Paketverwaltungs-Software. Falls Sie versehentlich eine Paketgruppe ankreuzen und danach dieses Kreuzchen wieder entfernen, bekommt der Paket-Manager das manchmal nicht mit. Wählen Sie danach andere Programme zur Installation aus und starten die Installation, werden die Standardanwendungen der zuvor deselektierten Gruppe trotzdem installiert. Ein wie oben beschrieben vorheriger Blick auf die Detailansicht ist daher Pflicht. Hat der Paket-Manager einige Ihrer Wünsche nicht berücksichtigt, beenden Sie die Anwendung und starten sie erneut. |
| Tipp: Paket-Management für Faultiere |
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Die einfachste Art die Software-Verwaltung zu starten, besteht darin, einfach die Red Hat-DVD ins Laufwerk zu legen. Es öffnet sich automatisch ein Dialogfenster, in dem Sie Ihr root-Passwort eingeben müssen und durch Klick auf Vor im nächsten Fenster (Abbildung 4) startet der Installer. |
| Tipp: Dem Paket-Manager ein Kuckucksei unterschieben |
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Doppelklicken Sie ein RPM-Paket, das nicht von Ihrer Distributions-DVD stammt im Dateimanager, startet nach der Abfrage Ihres root-Passwortes das Hilfsprogramm redhat-install-packages. Dieses prüft im Unterschied zu RPM nicht nur, ob alle Voraussetzungen für die Installation erfüllt sind, sondern es schaut darüber hinaus in einer internen Datenbank nach, ob die Voraussetzungen für die Installation nicht durch ein Paket auf der DVD hergestellt werden können. Ist die Installation des Pakets möglich, wird es eingespielt, ggf. nachdem der Installer die Distributions-DVD angefordert hat. Können die Abhängigkeiten nicht erfüllt werden, teilt der Installer Ihnen das mit und verweigert die Installation, so dass Ihr System in einem konsistenten Zustand bleibt. Wer die Kommandozeile nicht scheut, kann das Programm auch darüber aufrufen. Der Befehl könnte so aussehen: redhat-install-packages tolles_paket.rpm |
Nach der Installation steht die neu eingespielte Software zur Nutzung bereit; anders als bei Windows ist kein Reboot nötig. Falsch machen können Sie beim Nachinstallieren von Programmen, die auf Ihrer Distributions-DVD liegen fast nichts. Gefällt Ihnen ein Programm nicht, wird es bei einer Deinstallation restlos entfernt und es bleiben, von Ihrer persönlichen Konfiguration abgesehen, keinerlei Rückstände des Programms auf der Festplatte zurück, die möglicherweise die Systemstabilität beeinträchtigen. Erhalten Sie bei einem Paket Warnungen, ist es für unerfahrene Nutzer am besten, den Vorschlägen des Paket-Managers zu folgen.
Haben Sie nun Lust bekommen, die Paketinstallation an einem konkreten Beispiel nachvollziehen, lesen Sie sich den Artikel auf Seite .
Es ist ein großer Nachteil, dass der Paket-Manager fast keine Optionen bietet, wie z. B. die Möglichkeit, nach einzelnen Paketen zu suchen. Mehr Informationen als der Name, der benötigter Festplattenplatz und die Kurzbeschreibung eines Pakets erhält der Benutzer nicht. Lediglich die recht kurze Gruppenbeschreibung gibt dem Anwender eine ungefähre Vorstellung, was für Programme ihn in der jeweiligen Gruppe erwarten. Hier leisten die Paket-Manager anderer Distributionen deutlich mehr. Auch die Benutzung alternativer Frontends, wie kpackage, ist nicht ohne weiteres möglich, da Red Hat alle grafischen Paketverwaltungsprogramme aus seiner Distribution entfernt hat. Unschön auch, dass das Red Hat Tool in einigen Dialogen nur englisch spricht.
Wollen Sie sich also vor der Installation die Kurzbeschreibung eines Pakets durchlesen, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als im Internet zu recherchieren oder aber auf die Paketverwaltung RPM direkt zurückzugreifen -- das ist jedoch eher für fortgeschrittene Linux-Nutzer interessant.
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Last modified: 2007-01-25 16:16
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