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Tipps & Tricks zu KDEBesser arbeiten mit KDEvon Thomas Hümmler |
Sie möchten wissen, mit welcher KDE-Version Sie arbeiten? Klicken Sie einfach im Hilfe-Menü einer KDE-Anwendung auf den Eintrag Über KDE. Im folgenden Dialogfenster erscheint oben die KDE-Version, zum Beispiel 3.0.3 oder 3.1.1.
Können Sie sich nach dem Windows-Umstieg nicht so recht damit anfreunden, dass schon auf einen einfachen Mausklick Dateien gestartet und Ordner geöffnet werden? Sie können das auch per Doppelklick machen (in Red Hat ist dieses Verhalten übrigens schon voreingestellt). Dazu öffnen Sie im KDE-Kontrollzentrum (zu erreichen über das K-Menü) das Menü für Angeschlossene Geräte und darin die Maus. Aktivieren Sie auf dem ersten Register im Bereich Symbole die Option Doppelklick zum Öffnen von Dateien/Ordnern (bei Einfachklick nur auswählen). Klicken Sie dann auf die Schaltfläche Anwenden, um die geänderte Einstellung zu übernehmen.
Wenn Sie schnellen Zugriff auf die von Ihnen zuletzt bearbeiteten Dokumente und Dateien haben möchten, dann schalten Sie den Menüeintrag für die zuletzt benutzten Dokumente im K-Menü ein.
In KDE 3.0 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Persönliche Einstellungen. Wechseln Sie im Bereich Kontrollleiste zum Register Menüs. Markieren Sie dort die Option Untermenü "Zuletzt geöffnete Dokumente" anzeigen und wählen anschließend OK.
In KDE 3.1 geht das so: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Kontrollleiste einrichten. Wechseln Sie im Bereich Layout zum Register Menüs. Markieren Sie im Bereich K-Menü aus der Liste Optionale Untermenüs den Eintrag Zuletzt geöffnete Dokumente und wählen anschließend OK.
Im K-Menü stehen oben die fünf am häufigsten verwendeten Programme. Das ist die Voreinstellung. Sie können KDE auch so einstellen, dass statt dessen die zuletzt verwendeten Programme dort stehen.
In KDE 3.0 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Persönliche Einstellungen. Wechseln Sie im Bereich Kontrollleiste zum Register Menüs. Markieren Sie dort im Bereich Schnellstart-Abschnitt enthält die Option Zuletzt benutzte Elemente und wählen anschließend OK.
In KDE 3.1 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Kontrollleiste einrichten. Wechseln Sie im Bereich Layout zum Register Menüs. Unter Menü-Elemente für Schnellstarter aktivieren Sie die Option Zeigt die zuletzt verwendeten Programme an. Bestätigen Sie mit OK.
In den SuSE-Distributionen 8.1 und 8.2 sehen Sie am rechten Rand der Kontrollleiste einen Ausblendknopf, nicht aber in Red Hat. Klicken Sie darauf, verschwindet die Kontrollleiste rechts aus dem Bild und Sie haben mehr Platz für die Anwendungen. Bei einem großen Monitor ist meist genug Platz für die Programmfenster und die Kontrollleiste am Bildschirmrand stört weiter nicht, so dass Sie den Ausblendknopf ausblenden können.
In KDE 3.0 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Persönliche Einstellungen. Wechseln Sie im Bereich Kontrollleiste zum Register Ausblenden. Schalten Sie dort unter Ausblendknöpfe die Option Rechten/unteren Ausblendknopf aktivieren aus und wählen anschließend OK.
In KDE 3.1 klicken hingegen klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Kontrollleiste einrichten. Wechseln Sie im Bereich Layout zum Register Ausblenden. Schalten Sie die Option Rechten Ausblendknopf für Kontrollleiste anzeigen aus und bestätigen Sie mit OK.
Wenn Ihnen die Anordnung von Umschalter, Fensterleiste und Miniprogrammen in der Symbolleiste zusagt, können Sie diese unter KDE 3.1 fixieren, indem Sie die Anfasser-Schaltflächen ausblenden. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Kontrollleiste einrichten. Wechseln Sie in den Bereich Erscheinungsbild. Dort klicken Sie auf die Schaltfläche Erweiterte Optionen. Im folgenden Dialogfenster schalten Sie die Option Anfasser für Miniprogramme ausblenden ein. Wählen Sie OK, um die Änderung zu übernehmen und verlassen mit OK das Einrichtungsprogramm für die Kontrollleiste.
In früheren KDE-Versionen erschienen nur die Programme in der Fensterleiste, die auch im aktuellen Arbeitsfenster liefen. Seit KDE 3.0 stehen in der Voreinstellung zunächst alle geöffneten Programme in der Fensterleiste. Wenn Sie das ausschalten möchten, gehen Sie so vor: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Persönliche Einstellungen (in KDE 3.1 wählen Sie Kontrollleiste einrichten). Wechseln Sie zur Fensterleiste. Schalten Sie dort unter Fensterleiste die Option Die Fenster sämtlicher Arbeitsflächen anzeigen aus.
Wenn die Fensterleiste voll ist - also nach etwa sechs geöffneten Programmen - werden zusammengehörige Programme gruppiert. Eine Zahl in Klammern zeigt dann an, wie viele geöffnete Programmfenster sich hinter der Schaltfläche verbergen. Um schnell zu einem anderen Programmfenster zu wechseln, ist diese Methode denkbar schlecht. Aber Sie können das abschalten.
In KDE 3.0 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Persönliche Einstellungen. Wechseln Sie zur Fensterleiste. Schalten Sie dort unter Fensterleiste die Option Zusammengehörige Fenster gruppieren aus.
In KDE 3.1 klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Kontrollleiste einrichten. Wechseln Sie in den Bereich Fensterleiste. Dort wählen Sie aus der Auswahl-Liste neben Zusammengehörige Fenster gruppieren die Option Niemals.
Im folgenden Dialog wählen Sie auf dem Register der eingestellten Uhr unter Optionen den Eintrag Datum anzeigen und bestätigen mit OK.
Möchten Sie wissen, wie viel Uhr es in Los Angeles ist? Das ist unter KDE 3.1 kein Problem: Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf die Uhr in der Kontrollleiste, wenn dort auch das Datum angezeigt wird. Bei jedem weiteren Klick mit der mittleren Maustaste wird eine weitere Zeitzone angezeigt. In der Voreinstellung sind das Los Angeles, New York, Tokio Sydney, Berlin, London und Moskau. Wollen Sie das ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Uhr, wählen Zeitzone anzeigen und im folgenden Menü Zeitzone festlegen. Aus dem Dialogfenster können Sie nun weitere Zeitzonen markieren oder das Häkchen vor der Zeitzone entfernen.
Wollen Sie zum Beispiel OpenOffice.org-Writer mit einem Klick aus der Kontrollleiste starten? Oder das Grafikprogramm Gimp? Dann fügen Sie einfach einen entsprechenden Programmknopf in die Kontrollleiste ein. Dazu klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Hinzufügen/Programmknopf (bzw. Hinzufügen/Knopf in KDE 3.0)und wählen aus dem folgenden Menü das gewünschte Programm aus. Das wird dann als Symbol auf der Konrollleiste platziert und Sie können es mit einem Klick starten.
Wenn Sie eine Internetseite aufrufen möchten, die Sie als Lesezeichen gespeichert haben, starten Sie normalerweise zunächst den Konqueror und wählen dann aus dem Lesezeichen-Menü das gewünschte aus. Diese Vorgang können Sie verkürzen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen freien Bereich in der Kontrollleiste und wählen Hinzufügen/Spezialknopf/Lesezeichen. Daraufhin erscheint Menü in der Kontrollleiste und Sie können sehr schnell eine Seite öffnen.
"Das können wir liefern in Woche 24...". So oder ähnlich hat Ihnen bestimmt schon mal jemand den Termin einer Lieferung mitgeteilt. Und, sind Sie dann zu Hause? Wenn Sie früher nachgefragt haben, wann das genau sei, ist das nun überflüssig, wenn KDE 3.1 läuft. Klicken Sie einfach mit der linken Maustaste auf die Uhr, dann nochmal mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche mit der Woche. Tragen Sie in das leere Feld eine Zahl ein und drücken die [Eingabe]-Taste. 'Sofort wird die entsprechende Woche angezeigt.
Wenn Sie die [Umschalt]-Taste gedrückt halten, während Sie ein beliebiges Element in der Kontrollleiste verschieben, dann schiebt es die Nachbarelemente vor sich her.
Manches geht im Dateimanager und Internetbroser Konqueror schneller mit einer kurzen Tastenkombination. Die Tabelle zeigt eine Übersicht der Shortcuts, wie Sie in der Voreinstellung definiert sind. Diese können Sie ändern oder weitere hinzufügen über Einstellungen/Kurzbefehle festlegen.
| Tabelle 1: Kurzbefehle im Konqueror | |
| Funktion | Tastenkombination |
| Adresse aufrufen | [Strg+O] |
| Adresse markieren | [F6] |
| Aktive Ansicht entfernen | [Strg-Umschalt-R] |
| Aktuelles Unterfenster duplizieren | [Strg-Umschalt-D] |
| Aktuelles Unterfenster schließen | [Strg-W] |
| Aktuelles Unterfenster verselbständigen | [Strg-Umschalt-B |
| Ansicht in linke und rechte Hälfte teilen | [Str-Umschalt-L] |
| Ansicht in obere und untere Hälfte teilen | [Str-Umschalt-T] |
| Aufwärts | [Alt-Nach oben] |
| Ausschneiden | [Strg-X] |
| Beenden | [Strg-Q] |
| Dateien kopieren | [F7] |
| Dateien verschieben | [F8] |
| [Strg-P] | |
| Eigenschaften | [Alt-Eingabe] |
| Einfügen | [Strg-V] |
| Erneut laden | [F5] |
| Fenster duplizieren | [Strg-D] |
| In den Mülleimer werfen | [Entf] |
| In den Reißwolf schieben | [Strg-Umschalt-Entf] |
| Kopieren | [Strg-C] |
| Löschen | [Umschalt-Entf] |
| Menüleiste ein-/ausschalten | [Strg-M] |
| Nach vorne | [Alt-Nach rechts] |
| Navigationsbereich ein-/ausschalten | [F9] |
| Neues Fenster | [Strg-N] |
| Neues Unterfenster | [Strg-Umschalt-N] |
| Neues Verzeichnis | [F10] |
| Nächstes Unterfenster aktivieren | [Strg-]] |
| Rückgängig | [Strg-Z] |
| Startseite | [Strg-Pos1] |
| Stopp | [Esc] |
| Terminal öffnen | [Strg-T] |
| Umbenennen | [F2] |
| Vollbildmodus | [Strg-Umschalt-F] |
| Voriges Unterfenster aktivieren | [Strg-[] |
| Was ist das? | [Umschalt-F1] |
| Zurück | [Alt-Nach links] |
| Alles auswählen | [Strg-A] |
| Auswahl aufheben | [Strg--] |
| Auswahl umkehren | [Strg-*] |
| Auswählen | [Strg-+] |
| Gesamte Auswahl aufheben | [Strg-U] |
Den Navigationsbereich im Konqueror öffnen Sie mit der Funktionstaste [F9]. Hier stehen in der Navigationsleiste verschiedene Symbole, über die Sie einen schnellen Zugang zu verschiedenen Verzeichnissen und Diensten haben. Nicht alle sind für jeden Benutzer interessant. Aber es ist ein Leichtes, diese Leiste anzupassen.
Standardmäßig stehen folgende Symbole in der Leiste:
Auf den Einrichtungsknopf etwa können Sie verzichten. Denn die Befehle, die sich dahinter verbergen, erreichen Sie auch über einen Klick mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich der Navigationsleiste. Entfernen können Sie den Knopf so: Klicken Sie darauf und schalten die Markierung vor dem Eintrag Einrichtungsknopf anzeigen aus (in KDE 3.0 heißt dieser Eintrag Extra-Symbole anzeigen) und bestätigen mit OK.
Auch weitere Einträge werden Sie nicht unbedingt benötigen. So können Sie zum Beispiel die KDE-Dienste und den Netzwerk-Eintrag löschen. Dazu klicken Sie jeweils mit der rechten Maustaste auf diesen Eintrag und wählen Entfernen. Auf der folgende Frage antworten Sie mit Ja.
Sie können die Navigationsleiste auch um Verzeichniseinträge erweitern. So können Sie zum Beispiel Projekte dort einordnen oder haben auf einen Klick Zugriff auf Ihre MP3-Dateien.
Dazu klicken Sie in einem leeren Bereich mit der rechten Maustaste auf die Navigationsleiste, wählen Hinzufügen und im Untermenü Ordner/Verzeichnis. Im folgenden Dialogfenster entscheiden Sie sich in der Auswahl-Liste für Verzeichnis als Typ und bestätigen mit OK.
Nun steht vor dem Verlaufs-Symbol ein neues Ordner-Symbol. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, um einerseits die Adresse (etwa /home/Benutzername/mp3 oder /home/Benutzername/OpenOffice.org Dokumente) und das Symbol für das Verzeichnis festzulegen.
Im Verlauf stehen besuchte Internetseiten und auch Dateien vom Arbeitsrechner, die Sie im Konqueror betrachtet haben, etwa lokale HTML-Dateien oder Bilder. Nicht gewünschte Einträge können Sie einzeln löschen, indem Sie mit der rechten Maustaste darauf klicken und Eintrag entfernen wählen. Alle Einträge im Verlauf entfernen Sie, wenn Sie statt dessen Verlauf leeren wählen.
Das hat noch einen weiteren Effekt: Die Vervollständigungsfunktion in der Adressleiste schlägt nur Einträge vor, die im Verlauf stehen - gelöschte Einträge erscheinen nicht mehr.
Wenn ein Eintrag im Verlaufsspeicher exisitiert, können Sie diesen Speicher weiter einrichten. Dann können Sie etwa die maximale Anzahl der Adressen festlegen oder die Schriftart ändern. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf einen Eintrag im Verlaufsspeicher und wählen aus dem Kontextmenü Persönliche Einstellungen. Im folgenden Dialogfenster legen Sie unter Beschränkungen die Maximale Anzahl Adressen fest. Die Voreinstellung für das Löschen der Adressen beträgt 90 Tage. Falls Ihnen das zu wenig ist, können Sie den Wert zum Beispiel auf 500 erhöhen. Dann bewahren Sie neue Adressen für fast eineinhalb Jahre.
Um besuchte Internetseiten noch weiter zu unterscheiden, sind benutzerdefinierte Schriften festgelegt. Ältere Adressen werden laut Voreinstellung in kursiv dargestellt, neuere in normaler Schrift.
Surfen Sie nicht so viel, sollten Sie die Schriftart der besuchten Adressen nicht so schnell wechseln. So können Sie etwa festlegen, dass neuere Adressen sieben Tage als neu zu kennzeichnen sind, ältere erst ab acht Tagen. Wenn Sie dann im Verlaufsspeicher eine aktuelle Adresse suchen, finden Sie diese schneller.
Sie nutzen den Navigationsbereich intensiv, brauchen aber mehr Platz? Kein Problem: Wenn Sie in der Baumstruktur das entsprechende Verzeichnis oder die Internetadresse gewählt haben, verstecken Sie die Struktur einfach, indem Sie nochmal auf das aktive Symbol in der Navigationsleiste klicken.
Die Datei index.html ist die Datei, nach der ein Browser standardmäßig sucht, wenn Sie eine Homepage aufrufen. Manche Handbücher und Howtos, die man aus dem Internet herunter lädt, haben ebenfalls so eine Datei im Paket. Wenn Sie ein Howto in dann ein eigenes Verzeichnis kopieren, kann Konqueror Ihnen die Startseite des Howtos direkt anzeigen, indem Sie Ansicht/index.html benutzen wählen.
Wenn Sie den Konqueror starten, ist in manchen Distributionen ein Hintergrundbild geladen. Das fällt zunächst nicht weiter auf, da es sehr diskret gestaltet ist, so etwa das Standardhintergrundbild kenwimer.png.
Statt dessen können Sie auch eine Hintergrundfarbe bestimmen. Dazu wählen Sie Ansicht/Hintergrundfarbe. Im folgenden Dialog suchen Sie in dem Farbfeld eine Farbe aus, geben unten die Farbwerte ein oder wählen eine rechts aus der Liste. Bestätigen Sie mit OK, um die Farbe zu übernehmen.
Künftig bestimmt diese Farbe den Hintergrund in der Symbol-Ansicht. Hinweis für KDE 3.1: In manchen Distributionen wechselt die neu gewählte Farbe in der Baum-, der Infolisten-, der Text- und der detaillierten Verzeichnisansicht mit einer zweiten, in bereits voreingestellten Standardfarbe (HTML-Code: #EEF6FF, ein helles Blau), ab.
Stört Sie die Lesezeichen-Leiste im Konqueror, weil Sie zu wenig Platz haben? Dann blenden Sie diese doch einfach aus. In KDE 3.0 geht das mit dem Befehl Einstellungen/Lesezeichen-Leiste anzeigen. In KDE 3.1 wählen Sie Einstellungen/Werkzeugleisten und schalten im folgenden Untermenü die Option Lesezeichen-Leiste anzeigen ab.
Der Dateimanager Konqueror und der Internet-Browser Konqueror sind das gleiche Programm. Einzig der Bildschirm nach dem Start sieht jeweils etwas anders aus. Das können Sie ganz einfach überprüfen. Wollen Sie zum Web-Browser wechseln, wählen Sie Einstellungen/Ansichtsprofil laden/Web-Browser (in KDE 3.0: Fenster/Ansichtsprofil laden/Web Browsing). Ist hingegen der Dateimanager gefragt, wählen Sie statt dessen Einstellungen/Ansichtsprofil laden/Dateiverwaltung (in KDE 3.0: Fenster/Ansichtsprofil laden/Dateiverwaltung).
Möchten Sie beim Start des Internet-Browsers zum Beispiel direkt die Suchmaschine Google starten? Dann geben Sie die Adresse www.google.de in der Adress-Leiste ein. Anschließend speichern Sie das Ansichts-Profil über Einstellungen/Ansichts-Profil "Profil" speichern (in KDE 3.0: Fenster/Ansichtsprofil "Profil" speichern). Im folgenden Dialog markieren Sie den Profilnamen Web-Browser (in KDE 3.0: Web Browsing). Achten Sie darauf, dass die Option Adressen in Profil speichern aktiviert ist und klicken auf Speichern. Künftig startet, wenn Sie in der Kontrollleiste auf das Symbol Web-Browser Konqueror klicken, Konqueror immer mit Google als Startseite.
Nach und nach sammeln sich eine ganze Menge Informationen im Lesezeichen-Menü an. Das ist einerseits erfreulich, andererseits erschwert es die Übersicht erheblich, da die Menüliste immer größer und unübersichtlicher wird. Eine Lösung für das Problem: Speichern Sie die Lesezeichen als HTML-Seite und definieren Sie diese Datei als Start-Adresse für den Web-Browser.
So gehen Sie vor: Wählen Sie Lesezeichen/Lesezeichen bearbeiten, um den Lesezeichen-Editor zu starten. Sortieren Sie Ihre Lesezeichen, indem Sie sie zum Beispiel Verzeichnisse erzeugen und die Lesezeichen nach Sachgebieten einordnen.
Speichern Sie die Lesezeichen. Anschließend exportieren Sie diese als Mozilla-Lesezeichen mit dem Befehl Datei/Exportieren/Als Mozilla-Lesezeichen exportieren (in KDE 3.0: Datei/Als Mozilla-Lesezeichen exportieren). Legen Sie einen Dateinamen fest oder übernehmen den vorgeschlagenen. Schließen Sie anschließend den Lesezeichen-Editor wieder.
Nun öffnen Sie die zuvor gespeicherte Datei im Web-Browser Konqueror. Dann speichern Sie das Profil Web-Browser (in KDE 3.0: Web Browsing), wie im Tipp "Internet-Startseite festlegen" beschrieben.
Wenn Sie in der Adresszeile gg: gefolgt von einem oder mehreren Stichwörtern eingeben, befragt der Konqueror die Suchmaschine Google nach den angegebenen Begriffen und listet das Ergebnis auf. Das liegt daran, dass gg: ein so genannter Web-Kurzbefehl ist. Davon sind im Konqueror eine ganze Reihe definiert, wie die folgende Übersicht zeigt.
| Tabelle 2: Web-Kurzbefehle im Konqueror | |
| Name | Kurzbefehl |
| "Whatis"-Abfrage | wi, whatis |
| Acronym-Datenbank | ad, acro, acronym |
| AllTheWeb fast | atw, alltheweb |
| AltaVista | av, altavista |
| Austrian Online Telephone Book | tel_at |
| AustroNaut | austro, austronaut |
| CPAN - Umfassendes Perl-Archiv | cpan |
| CTAN - Umfassendes TeX-Archiv | ctan |
| CTAN-Katalog | ctan_cat |
| DocBook - Definitive Einführung | db, docbook |
| Erweiterte Google-Suche | ggx |
| Excite | ex, excite |
| Frag Jeeves | ask, jeeves |
| Freies Online-Lexikon der Computerbegriffe | fd, foldoc |
| Freshmeat | fm, freshmeat |
| gg, google | |
| Google ("Auf gut Glück!") | ggl, gglukcy |
| Google-Bildsuche | ggi, images |
| Google-Newsgruppen | ggg, groups, dj, deja |
| Hotbot | hb, hotbot |
| IETF Requests for Comments | rfc, rfcs |
| KDE-Problemdatenbank: Suche nach Nummer | bug, bugno, bugnr |
| KDE-Problemdatenbank: Volltextsuche | bugft |
| LEO-Übersetzung | leo |
| Lycos | lycos, ly |
| Mamma - Die Mutter aller Suchmaschinen | mm, mamma |
| Merriam-Webster Dictionary | dict, webster |
| Merriam-Webster Thesaurus | ths, thesaurus |
| MetaCrawler | mc, meta, metacrawler |
| Microsoft Developer Network Suche | msdn |
| Open Directory | dmoz, odp |
| PHP Search | php |
| Programmsuche | apps, appspy |
| Python-Handbuch | py, python |
| RPM-Suche | rf, rpmfind |
| Ruby Application Archive | raa |
| Rufzeichendatenbank QRZ.com | qrz, call |
| SourceForge | sf, sourceforge |
| Suche nach OpenPGP-Schlüssel | pgp, pgpkeys |
| Vivisimo | vi |
| Voila | voila |
| go.com | seek |
Wollen Sie einen eigenen Web-Suchbefehl definieren, etwa für die Google-Suche auf deutschen Seiten, gehen Sie am einfachsten so vor: Wählen Sie Einstellungen/Konqueror einrichten. Im Dialogfenster Einstellungen - KDE-Kontrollbereich klicken Sie links in der Symbolübersicht auf Web-Tastenkürzel (in KDE 3.0 heißt der Eintrag Erweitertes Web-Browsen). Danach wählen Sie rechts den Befehl Hinzufügen.
Im folgenden Dialogfenster tragen Sie unter Such-Provider die Bezeichnung Google deutsch ein. Als URI-Kurzbefehl schreiben Sie ins dritte Feld ggd.
Fehlt nur noch die Such-URI im zweiten Feld. Die erzeugen Sie so: Öffnen Sie den Web-Browser Konqueror und geben dort die Internetseite www.google.de ein. Als Suchbegriff tragen Sie in das Feld zum Beispiel Kurzbefehl ein und wählen die Schaltfläche Google-Suche. Anschließend markieren Sie die Adresszeile per Doppelklick und fügen Sie mit der mittleren Maustaste in das zweite Feld des Dialogfensters ein.
Die Zeile lautet nun
http://www.google.de/search?q=kurzbefehl&ie=ISO-8859-1&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=
Löschen Sie die Zeichenfolge kurzbefehl zwischen ?q= und &ie und tragen dort statt dessen \{@}. Danach sollte die Zeile so aussehen:
http://www.google.de/search?q=\{@}&ie=ISO-8859-1&hl=de&btnG=Google-Suche&meta=
Nun schließen Sie das Dialogfenster mit OK und verlassen die Einstellungen ebenfalls mit OK. Anschließend können Sie im Web-Browser mit dem Befehl
ggd: Stichwort
Google in Seiten auf Deutsch nach dem Stichwort suchen lassen.
Sie nerven auf manchen Webseiten die vielen GIF-Animationen. Dann schalten Sie diese doch aus oder lassen Sie sie nur einmal anzeigen. Dazu wechseln Sie über Einstellungen/Konqueror einrichten zum Einstellungsdialog. Klicken Sie dort links auf das Symbol Verhalten (in KDE 3.0 unter Konqueror-Browser das Register HTML), um das Verhalten von Konqueror als Web-Browser festzulegen. Wählen Sie aus der Auswahl-Liste neben Animationen den Eintrag Deaktiviert (in SuSE 8.2 lautet der Eintrag Disabled) oder Nur einmal anzeigen.
Wenn Sie KDE beenden und sich im K-Menü abmelden, erscheint in SuSE-Linux der Dialog mit dem Drachen. Dort werden Sie gefragt, ob Sie sich nur abmelden, den Rechner ausschalten oder neu starten wollen. Was Sie hier wählen, wird - sehr praktisch - ab dann zur Voreinstellung.
Sie können aber den Abmeldedialog sowohl unter SuSE wie auch unter Red Hat umgehen. Einstellen können Sie das im Kontrollzentrum. Öffnen Sie links die KDE-Komponenten (unter KDE 3.0 Persönliche Einstellungen) und gehen zur Sitzungsverwaltung. Schalten Sie hier die Option Abmeldung bestätigen aus.
Wenn Sie ein Passwort eingeben müssen, wird dieses natürlich nicht im Klartext angezeigt, sondern durch Sternchen angedeutet. So weiß jemand, der Ihnen über die Schulter sieht, aber immer noch, aus wie vielen Zeichen Ihr Passwort besteht.
Noch sicherer ist es daher, die Passwort-Zeichen überhaupt nicht anzeigen zu lassen. Die entsprechende Einstellung können Sie im Kontrollzentrum ändern. Gehen Sie dazu über das K-Menü ins Kontrollzentrum. Öffnen Sie links das Menü Sicherheit & Privatsphäre (unter KDE 3.0 Persönliche Einstellungen) und klicken darunter auf die Passwörter. Im Bereich Zeichen anzeigen als wählen Sie die Option Ohne Anzeige und bestätigen mit OK. So ist später nichts mehr in den Passwort-Eingabefeldern innerhalb von KDE zu sehen.
Wenn Sie sich an Ihrem Rechner einloggen, machen Sie das eventuell im KDM, dem K-Desktop-Manager. Hier sehen Sie links alle Benutzer, einen Begrüßungstext und mehrere Optionen.
Diesen Bildschirm können Sie sehr individuell gestalten. Das reicht von einem anderen Hintergrundbild bis zur automatischen Anmeldung eines bestimmten Benutzers. Da Sie hier sehr weitreichend Kompetenzen vergeben können, müssen Sie diese Einstellungen als Administrator durchführen.
Zum Anmeldungsmanager gelangen Sie über das Kontrollzentrum. Öffnen Sie die Systemverwaltung (unter KDE 3.0 System) und klicken auf den Eintrag Anmeldungsmanager. Klicken Sie unten auf die Schaltfläche Systemverwaltungsmodus und geben Sie das Administratorkennwort ein. Anschließend haben Sie freien Zugang zu den Optionen.
In SuSE 8.1 sind die Menüs des Anmeldungsmanager übrigens englisch. Das weist zusätzlich zum roten Rahmen darauf hin, dass Sie hier als Administrator arbeiten. Im Register Erscheinungsbild (Appearance) können Sie den Begrüßungstext des KDM ändern. Als Variablen akzeptiert KDM
Außerdem können Sie hier Logo oder Uhr einschalten, das Erscheinungsbild über den GUI-Stil (GUI-Style) festlegen und die Sprache (Language) wählen.
Das Register Sitzungen (Sessions) im Anmeldungsmanager birgt weitere interessante Einstellmöglichkeiten. Hier können Sie das Herunterfahren erlauben (Allow shutdown) von KDE auf der Konsole - sprich: Ihren Rechner - oder von einen anderen Rechner innerhalb eines Netzwerks. Wer das System herunterfahren darf, legen Sie in dem jeweiligen Auswahl-Menü fest: Alle (Everybody), Nur Systemverwalter (Only root) oder Niemand (Nobody).
Im Register Benutzer (Users) des Anmeldungsmanagers legen Sie fest, welche und wie Benutzer in KDM angezeigt werden. Die Werte unter Benutzerkennungen (UIDs) ( Hide UIDs) sollten Sie nicht ändern. Hier stehen jeweils für die Distribution die richtigen Werte. Unter Benutzer anzeigen (Show users) definieren Sie, welche Benutzer im KDM namentlich zu sehen sind. Voreingestellt ist hier die Option Nicht versteckt (Allow but no-show). Es werden also alle die angezeigt, die nicht speziell versteckt sind. In KDE 3.0 sind das die Benutzer, die in der Liste unter Nicht anzuzeigende Benutzer (No-show users) stehen. In KDE 3.1 werden Benutzer versteckt, indem Sie in das Kästchen davor ein Häkchen setzen.
Sie können auch mit jedem Benutzer ein Bild oder ein Symbol verbinden, das dann neben dem Namen im KDM angezeigt wird. In KDE 3.0 etwa klicken Sie dazu auf den Benutzernamen und anschließend auf die Schaltfläche mit dem Kopf. Daraufhin wird ein Dialogfenster mit Symbolen angezeigt, aus denen Sie eines heraussuchen können. In KDE 3.1 wählen Sie zunächst den Benutzer aus dem Auswahl-Menü oberhalb des Kopf-Symbols. Anschließend können Sie durch Klick auf den Kopf eine Bilddatei für diesen Benutzer heraussuchen. Aber nicht, dass Sie nun denken, in KDE 3.0 könnten Sie den Benutzern nur Symbole zuweisen: Denn sowohl in KDE 3.0 als auch in 3.1 können Sie ein Bild per Drag&Drop auf die Kopf-Schaltfläche ziehen.
Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, schalten Sie diese Optionen allerdings generell aus und wählen statt dessen unter Benutzer anzeigen (Show users) die Option Keine (None).
Im letzten Register Vereinfachung (Convenience) des Anmeldungsmanagers können Sie Ihr System so einstellen, dass Sie automatisch angemeldet werden. Das ist vielleicht in der Firma nicht wünschenswert, aber besonders praktisch für den Computer, der zu Hause steht.
Wenn Sie die Automatische Anmeldung erlauben (Enable auto-login), hat jede Person, die den Rechner einschaltet, Zugang zu diesem Benutzerkonto, ohne sich amelden zu müssen. In KDE 3.0 gibt es außerdem noch die Echte automatische Anmeldung (Truly automatic login). Wenn Sie die einschalten, startet KDM und meldet den festgelegten Benutzer automatisch ohne irgendwelche Eingaben seitens des Benutzers an. Unter KDE 3.1 ist diese Option verschwunden, und die Anmeldung geschieht automatisch.
Wenn Sie die automatische Anmeldung nutzen, sollten Sie aber unbedingt die Abmeldebestätigung in der Sitzungsverwaltung unter KDE-Komponenten (bzw. Persönliche Einstellungen in KDE 3.0) einschalten. Denn wenn Sie dort noch die Option Als anderer Benutzer anmelden eingeschaltet haben, kann es passieren, dass Sie den Rechner gar nicht mehr herunterfahren können, weil Sie automatisch wieder angemeldet werden.
Unter Ausgewählte Benutzer (Preselect User) können Sie einstellen, welcher Benutzer bereits eingestellt ist, wenn Sie den Rechner starten. Das kann Keine (None) sein, der Vorige (Previous) oder einer, den Sie Bestimmen (Specify) und aus der Liste auswählen.
Im Bereich Anmeldung ohne Passwort (Password-less login) erlauben Sie bestimmten Benutzern, dass sie sich ohne Passwort anmelden. Aktivieren Sie zunächst die Option. Dann können Sie unter KDE 3.1 die Benutzer mit Häkchen markieren, für die diese Funktion gilt. Unter KDE 3.0 markieren Sie die Benutzer links in der Liste und kopieren Sie über die Doppelpfeil-Schaltfläche nach rechts in die Liste Skip password check.
Die unterste Option Nach Absturz des X-Server automatisch wieder anmelden (Automatically log in again after X server crash) überspringt die Anmeldung nach einem Absturz des X-Servers.
Wenn Sie CDs abspielen, greifen Programme wie KsCD auf die freie CD-Datenbank freedb.org zu, um von dort die Informationen über die eingelegten Scheiben zu holen. Das funktioniert allerdings nur dann, wenn eine Internetverbindung besteht.
Dabei verwenden viele Abspielprogramme die vielfach voreingestellte Adresse freedb.freedb.org, um auf einen zufällig ausgewählten Server zuzugreifen. Sie können statt dessen aber auch auf einen Server in Deutschland oder Österreich wählen. Das sollte eigentlich einen Geschwindigkeitsvorteil bringen, da die Datenpakete nicht erst um die ganze Welt müssen.
Die CDDB-Server tragen Sie im Kontrollzentrum ein. Öffnen Sie links das Menü Sound & Multimedia (bzw. Klänge) und klicken dort auf den Eintrag Audio-CDs. Wechseln Sie unter KDE 3.1 ins Register CDDB-Einstellungen (bzw. CDDB unter KDE 3.0). Im Bereich CDDB-Server tragen Sie nun einen lokalen CDDB-Server ein, und zwar freedb.freedb.de in Dortmund, de.freedb.org in Berlin oder at.freedb.org in Wien. Hinter dem Eintrag muss - getrennt durch einem Doppelpunkt - der CDDB-Port 8880 stehen.
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Last modified: 2007-01-25 16:17
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