claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 07/2003   »   Ausgabe bestellen

Leserbriefe

Umsteigen und Windows mitnehmen?

Ich würde gerne auf Linux umsteigen. Dazu hätte ich einige dringende Fragen:

1. Wenn ich komplett auf Linux umsteige, nimmt mir das Betriebssystem meine ganze Hardware, wie z. B. Brenner, Multifunktionsgerät (HP d 135 Officejet), AVM FritzCard DSL/ISDN usw. genauso an wie XP?

2. Kann ich die Software anderer Hersteller oder Freeware z. B. aus dem Chip-Heft genauso anwenden wie unter XP?

3. Kann ich die gleichen Tools zum Rippen und Konvertieren von DVD ins MPEG-Format, die ich jetzt habe, verwenden oder benötige ich andere?

Ihr erstes Heft habe ich mir schon gekauft (EasyLinux Starter Kit 2). Hört sich vielversprechend an. Aber trotzdem möchte ich nochmals nachfragen, bevor ich anfange meine Festplatten zu räumen.

Jürgen Ruf, per E-Mail

EasyLinux: Zu 1.: Unterschiedlich. Das meiste (Mainboard, Platten, Grafikkarte, CD-Brenner) wird laufen, aber einige Geräte sind problematisch: Die AVM-Karte benötigt einen speziellen Treiber, dessen Installation nichts für Einsteiger ist; der Officejet läuft ohne Weiteres nur als Drucker, siehe http://www.linuxprinting.org/show_printer.cgi?recnum=HP-OfficeJet_D135. Um auch zu scannen, ist wieder Treiber-Installation nötig, die ein Einsteiger nicht bewältigen kann.

Zu 2.: Nein, absolut nicht. Windows-Programme laufen nur unter Windows. Auf Heft-CDs finden Sie vielleicht gelegentlich auch Linux-Programme (die dann nur unter Linux und nicht unter Windows laufen). Es gibt aber genügend Alternativen; die Linux-Distributionen bringen schon Etliches an Software mit.

Zu 3.: Nein, genau wie bei der Freeware: Keine Windows-Programme unter Linux. Linux ist ein eigenständiges Betriebssystem.

Mein Vorschlag: Räumen Sie die Festplatte nicht komplett, sondern installieren Sie Linux zusätzlich. Alles, was dann unter Linux nicht geht, machen Sie einfach weiter unter Windows. (hge)

Linux von der Platte entfernen

Auf der Partition C der Festplatte habe ich Windows Me und auf Partition D SuSE Linux 8.1 (Starter Kit 2) installiert. Der Rechner soll verkauft werden, und ich möchte das Betriebssystem deinstallieren. Beim Versuch via DOS-FDISK (Win-Startdiskette) erhalte ich die Fehlermeldung: "Partition D nicht löschbar". Wie muss ich vorgehen?

René Kelm, per E-Mail

EasyLinux: Sie können mit der Linux-Installations-CD (Starter Kit) booten und bei der Partitionierung manuell wählen. Dabei löschen Sie den Partitionierungsvorschlag und schreiben eine leere Partitionstabelle zurück. Damit ist sowohl Windows als auch Linux entfernt.

Das Linux können Sie aber auch auf der Platte lassen und nur Windows löschen; Sie verletzen keine Lizenz oder ähnliches, wenn Sie den Rechner mit installiertem Linux verkaufen. (Windows muss natürlich runter, es sei denn, Sie verkaufen die Windows-Lizenz/Original-CD mit dem Rechner.) (hge)

Vollversion ohne Kernel-Quelltexte

Ich habe mir das Starter Kit mit SuSE Linux 8.1 gekauft, kann die zum Kompilieren des Kernels nötigen Dateien jedoch nicht finden. Sind diese nicht im Paket enthalten? Dies würde, wie mir scheint, der Bezeichnung "Linux-Vollversion" widersprechen.

Tim Wilbert, per E-Mail

EasyLinux: Die CDs entsprechen der Version "SuSE Linux 8.1 Personal". Gegenüber der Professional-Version fehlen da einige Pakete, die fortgeschrittene Anwender für wichtig halten, die für einen Linux-Einsteiger aber irrelevant sind. Dazu gehören auch die Kernel-Sourcen.

Eine Vollversion ist das aber trotzdem; das Linux-System auf unseren CDs ist keine "Evaluationsversion", wie sie oft auf Heft-CDs vertrieben wird (und sich nicht auf Platte installieren lässt, sondern nur von CD bootet).

Dank der hohen Modularisierung, die der Kernel heute hat, ist es selbst für Profis nicht mehr so wichtig, den Kernel anzupassen, wie es das früher war. Sie können aber die Kernel-Sourcen aus dem Netz laden, auf dem SuSE-FTP-Server z. B. unter ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/8.1/suse/i586/kernel-source-2.4.19.SuSE-69.i586.rpm. (hge)

Guru-Training hilfreich, 06/2003

Jedem Linux-Einsteiger kann ich EasyLinux nur wärmstens empfehlen. Die einzelnen Artikel sind wirklich vorbildlich fuer Einsteiger gestaltet. Besonders gut gefiel mir das Guru-Training auf Seite 79!

Dieses schwierige Thema für Einsteiger ist mit der Aufgabenstellung und der ausführlichen Lösung des Problems gut gelungen. Die Bedeutung der eingegebenen Shell-Befehlskette lässt sich in dieser Reihenfolge gut nachvollziehen.

Meine Frage, gibt es ein entsprechendes Trainingsbuch über die Shell-Befehle, mit Aufgabenstellung und der ausführlichen Lösung des Problems?

Karl Deuschle, per E-Mail

EasyLinux: Ein Trainingsbuch kennen wir nicht, es gibt aber zahlreichende einführende Bücher, die sich intensiv mit Shell-Themen befassen. Vielleicht sind auch die etwas älteren Shell-Workshops unserer Schwesterzeitschrift LinuxUser interessant, die größtenteils online sind. (mdö/hge)

Endlich was für Anwender

Wer sich soweit wie möglich auf die Anwendung von Linux beschränkt und die Beschäftigung mit dem "Innenleben" auf das absolut notwendige Maß beschränkt, ist deshalb nicht unbedingt ein "Idiot". Deshalb freue ich mich, dass sich endlich ein Linux-Magazin der Anwender annimmt.

Was nützen die vielen tausend Programme bei Linux, wenn nur ein kleiner Kreis von Gurus deren Anwendungsmöglichkeiten kennt?

Die reine Lehre von Open Source ist die Kostenfreiheit; der Verbreitung von Linux, gerade im Bereich Mittelstand und Freiberufler, dienen aber auch die käuflichen Programme. Ich habe mein Büro z. B. erst auf Linux umgestellt, als die Portierung von Textmaker auf Linux angekündigt wurde.

Karl-Friedrich Weiß, per E-Mail

EasyLinux: Open Source muss übrigens nicht kostenfrei bedeuten. Es gibt Software, die man bezahlen muss, die aber unter einer Open-Source-Lizenz steht, und es gibt auf der anderen Seite kostenlose Software, die aber mit einer restriktiven Lizenz versehen ist (z. B. Microsoft Internet Explorer). (hge)

OpenOffice-Vorlagen, 06/2003

In Ihrem Artikel "Vorlagen in OpenOffice" schreiben Sie, dass die Office-Suite von Haus aus keine Vorlagen mitbringt. Nun hat aber das deutsche OpenOffice-Team einen Vorlagenkatalog erarbeitet, der unter folgender Adresse herunterzuladen ist: http://de.openoffice.org/vorlagen/vorlagen.zip

Dieses Archiv entpackt man in das Verzeichnis /pfad_zur_Installation/share/template/german/ (bei SuSE unter /opt/OpenOffice, bei anderen unter /usr/local/OpenOffice) und hat nach einem Start von fromtemplate die Vorlagen beim Start von OpenOffice zur Verfügung.

Tipp: Ich Starte mein OpenOffice grundsätzlich mit einem Desktop-Icon, das den Befehl fromtemplate (gelinkt auf /opt/OpenOffice/program/fromtemplate), durch den das Verzeichnis ~/OpenOffice.org1.X in den Suchpfad mit aufgenommen ist. Das hat den Vorteil, dass ich sofort mit einer Vorlage beginnen kann.

Christoph Schultz, per E-Mail

KOnCD, 06/2003

Unter SUSE 8.1 funktioniert mein KonCD nicht, da es keinen Treiber für meinen CD-Brenner (AOpen 241040) findet. Komischerweise ging es unter SuSE 7.3 perfekt. Ich habe auch schon mal eine neue Treiberliste heruntergeladen, aber es ging trotzdem nicht.

Die andere Frage betrifft CDs, die ich mit Linux gebrannt habe und unter Linux auch wieder richtig kopieren kann. Nur unter Windows kürzt der Kopiervorgang die Dateinamen, so dass die (zugegeben recht langen) Namen ohne Endung und teilweise sehr kurz auftauchen. Liegt das an Windows?

Johannes Kastl, per E-Mail

EasyLinux: Probieren Sie mal die Einstellung generic-mmc statt auto bzw. die zweite Generic-Einstellung. Bei den Dateinamen kommt es darauf an, wie die CD erstellt wurde: Windows unterstützt nur die Joliet-Extension, wenn eine CD aber ohne Joliet erstellt wurde, kann Windows nur die kurzen Dateinamen (nach ISO-9660) anzeigen. Für Linux wird meist die Rock-Ridge-Extension benutzt, zudem beherrscht Linux auch Joliet. CDs, die unter Windows und Linux benutzt werden sollen, sollten beide Extensions enthalten (was kein Problem darstellt, sie kollidieren nicht miteinander). (mdö)

Nachvollziehbar

Darauf hat die Welt gewartet: Endlich mal eine PC-Zeitschrift, die man von vorne bis hinten lesen kann -- und dazu noch über Linux. Spitzenmäßig!

Ich arbeite schon seit SuSE 5.3 mit Linux, bin aber nie so richtig in die Tiefe gegangen, da ich einfach nur damit arbeiten möchte. Ihre Artikel sind absolut praxisbezogen, lassen sich leicht nachvollziehen und beschränken sich aufs Wesentliche. Dass keine unnötige CD dabei, die nur den Heftpreis erhöht, gefällt mir sehr gut. Die meisten Programme, über die Sie schreiben, sind ohnehin bei den Distributionen dabei.

Weiter so! Einzig die Abriebfestigkeit der Druckfarbe auf dem Deckblatt könnte noch verbessert werden.

Stefan Keicher, per E-Mail

Mandrake Linux?

Euer Heft ist gut... Nur: Vielleicht solltet Ihr nicht ganz alle anderen Distributionen vergessen. Warum nicht neben SuSE und Red Hat auch alternativ eine Distribution nutzen, die gern von Einsteigern/Umsteigern genutzt wird? Mein vorschlag wäre, zumindest eine kleine Rubrik für Mandrake Linux einzurichten. Das wäre auch besser, um ein paar mehr Leser anzusprechen.

Beim Studium Eures ersten Heftes ist mir schon aufgefallen, dass es recht gut beschrieben ist, jedoch nicht immer wirklich auch für einen Newbie nachvollziehbar scheint. Sehr geholfen hat mir die kleine Einführung in die Konsole, wobei mich weniger der Befehl mv interessierte, sondern mehr das allgemeine. [...]

Heiko Schulze, per E-Mail

EasyLinux: Wir bekommen eine Reihe Anfragen zur Unterstützung anderer Distributionen, das ist aber zur Zeit nicht geplant. EasyLinux richtet sich an Linux-Einsteiger, und das Ziel der Zeitschrift ist, dass alle Artikel am Rechner daheim 1:1 nachvollziehbar sind.

Im Moment bedeutet das für uns, dass wir jeden Artikel an vier Distributionen (SuSE 8.1/8.2 und Red Hat 8.0/9.0) nachvollziehen: Jeder Redakteur (und auch jeder freie Autor) muss diese vier Systeme parallel installiert haben und dort alles testen.

Wenn wir noch Mandrake hinzunehmen würden, müssten wir das vollständig machen. "Nur ein bisschen Mandrake" würde den Mandrake-Benutzern nicht helfen, weil das dann eine Art Distribution zweiter Klasse wäre, was die Unterstützung durch EasyLinux angeht. Es gilt also "ganz oder gar nicht". Das Ausweiten auf eine weitere Distribution bedeutet den Sprung von vier auf sechs Distributionsversionen, und derzeit ist eine solche Ausdehnung nicht möglich. (hge)

EasyLinux und Starter Kits

Um unseren Lesern beim Einstieg in Linux zu helfen, verwenden wir ein zweistufiges Konzept:

EasyLinux Starter Kits

In unregelmäßig erscheinenden Sonderhefte (wir nennen sie "EasyLinux Starter Kits") bringen wir aktuelle Linux-Distributionsversionen auf CDs oder DVD mit ausführlichen und leicht nachvollziehbaren Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Installation und die ersten Schritte. Im Moment sind zwei Starter Kits auf dem Markt:

  • Linux Starter Kit 1 enthält Red Hat Linux 8.0 auf einer DVD,
  • Linux Starter Kit 2 enthält SuSE Linux 8.1 auf einer Doppel-CD.

In der praktischen CD-/DVD-Box haben Sie die Linux-Software aus den Starter Kits immer griffbereit und können sie später auch zur Installation bei Freunden oder Bekannten verwenden.

Beide Starter Kits können noch beim Verlag nachbestellt werden; Informationen finden Sie unter http://www.easylinux.de/DVD und in den Starter-Kit-Anzeigen in dieser Ausgabe (Seiten 2, 91).

EasyLinux-Monatsheft

Dies ist ein EasyLinux-Monatsheft. Ausgabe für Ausgabe beschäftigen wir uns mit brennenden Fragen, die gerade beim Ein- oder Umstieg auftauchen. Wir beschränken uns auf die wichtigsten und meist verbreiteten Linux-Versionen (darunter natürlich die Distributionen von unseren Starter Kits), und daher können wir Schritt für Schritt erklären, wie die Einrichtung von Soft- und Hardware und die sonstigen täglichen Aufgaben unter Linux auf Ihrem Rechner funktionieren.

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2017 COMPUTEC MEDIA GmbH | Last modified: 2007-01-25 16:18

Nutzungsbasierte Onlinewerbung

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Smart Developer] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Smart Developer] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]