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Erschienen in EasyLinux 07/2003   »   Ausgabe bestellen

Das Strategiespiel Freeciv

Spielerisch zur Weltherrschaft


Gesucht: Hobbypolitiker und Freizeitmonarchen für verantwortungsvolle Tätigkeit als Regierungschef. Im Strategie-Klassiker Freeciv führen Sie eine Zivilisation vom Nomadenstamm zur Weltmacht.

von Elisabeth Bauer und Andrea Müller

Das bajuwarische Imperium steht auf dem Höhepunkt seiner Macht, als die Flotte der Araber an seiner Küste auftaucht. Bamberg, Passau und Regensburg fallen unter dem Ansturm der wilden Kriegerhorden und nur dank immenser Aufrüstung kann die Hauptstadt München gerettet werden und zum Gegenschlag ausholen. Wo zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Mitten im arabisch-bajuwarischen Gemetzel trifft Nachricht von den Mongolen ein, die gerade mit dem Flug nach Alpha-Centauri das Spiel auf friedlichen Wege gewonnen haben. Tja, Investitionen in die Forschung zahlen sich eben aus...

Wir befinden uns in der Welt von Freeciv, der freien Fassung des Strategie-Klassikers Civilization, der schon ganze Generationen von Welteroberern und Städtegründern in seinen Bann geschlagen hat. Von der kommerziellen Variante erschien neben einer Windows- auch eine Linux-Edition, doch auch das kostenlose Freeciv, das den Distributionen SuSE und Red Hat beiliegt, sorgt für stundenlangen Spielspaß.

Das Spielkonzept ist schnell erklärt. In Freeciv geht es um nicht geringeres als die Eroberung der Welt -- sei es auf militärischem Wege oder durch technischen Vorsprung. Dazu stehen jedem Spieler zu Spielbeginn im Jahre 4000 v. Chr. zwei Siedlertrecks, begleitet von einem Aufklärer, zu Verfügung. Mit diesem kleinen Völkchen gilt es, Städte zu gründen, eine Infrastruktur aufzubauen, Handel und Forschung zu betreiben und dabei den Mitspielern immer eine Nasenlänge vorraus zu sein.

Abb. #: Die Oberfläche des Freeciv-Clients.

Installation unter SuSE

Red-Hat-Anwender können direkt losschlagen; SuSE-Nutzer hingegen müssen als erste strategische Maßnahme freeciv nachinstallieren. Über das SuSE-Work-Menü ist das schnell erledigt.

Schritt 1

Wählen Sie aus dem WorkMenü den Punkt Administration / Software nachinstallieren / Spiele / Taktik & Strategie / CIVclient. Es gibt dort zwar auch noch den Menüpunkt CIVserver, doch es ist egal, welchen Sie wählen, da beide Programme Bestandteil des freeciv-Paketes sind. Für Hobbystrategen, die schon mit SuSE 8.2 arbeiten, heißt der Menüpunkt zur Installation Administration / Software nachinstallieren / Spiele / Taktik & Strategie / Freeciv (Strategy Game).

Schritt 2

Geben Sie im nächsten Fenster Ihr root-Passwort ein und klicken Sie auf OK.

Schritt 3

Sie werden aufgefordert CD Nr.2 einzulegen. Haben Sie das getan, starten Sie die Installation des Spiels durch Klick auf OK. Das YaST-Modul zur Software-Installation wird nach der Einrichtung des Programmes automatisch beendet.

Anschließend finden SuSE-Anwender die neu installierten Programme im KDE-Menü unter Spiele / Taktik & Strategie. Unter SuSE 8.2 wird zusätzlich noch civworld mitinstalliert. Mit diesem Programm, das es erst in der neuesten freeciv-Version gibt, kann man selbst eigene Welten für Freeciv entwerfen.

Spielstart und Ablauf

Freeciv besteht aus zwei getrennten Programmen: civserver ist für den Ablauf und die Organisation des Spiels zuständig; civclient sorgt für die grafische Oberfläche beim Spieler und übermittelt dessen Befehle und Spielzüge an den Server.

Der Menüpunkt freeciv startet den Freeciv-Client, der gleich als erstes die Verbindung zu einem Server fordert. An dieser Stelle gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie verbinden sich mit einem Spiele-Server im lokalen Netz oder im Internet, oder Sie starten einen auf dem eigenen Rechner. Wir beschreiben hier zuerst die Variante, wie Sie Freeciv gegen Computergegner auf einem einzelnen Computer betreiben, später erklären wir das Spiel im Netzwerk.

Anders als der Menü-Eintrag Freeciv-Server suggeriert, sollten SuSE-Nutzer den Server nicht übers Menü starten, da SuSE diesen Eintrag falsch konfiguriert hat -- der Server startet zwar, Sie erhalten jedoch keine Möglichkeit, auf ihn zuzugreifen und ein Spiel zu beginnen. Öffnen Sie stattdessen ein Terminal und geben Sie dort den Befehl civserver ein. Mit der Return-Taste schicken Sie diesen und die folgenden Befehle ab. Der veränderte Prompt und der Begrüßungstext zeigen an, dass Sie sich jetzt in der Kommandozentrale des Freeciv-Servers befinden. help gibt eine Übersicht der verfügbaren Befehle aus.

Mit dem Kommando set aifill=4 erzeugen Sie drei Computer-Gegner -- "Künstliche Intelligenzen" (kurz AI für Artificial Intelligence), die gegen Sie antreten. Wenn Sie alleine spielen wollen, um sich ohne Konkurrenzdruck erstmal mit der Bedienung des Spiels vertraut zu machen, lassen Sie diesen Befehl weg.

Jetzt kommt der Client zum Zuge. Starten Sie über das K-Menü den Freeciv-Client und klicken in der Dialogbox auf Verbinden. Die Einstellungen für Server sollten auf localhost, die für Port auf 5555 stehen.

Abb. #:Mit den Befehlen set aifill und start beginnen Sie ein Spiel gegen Computer-Gegner.

Im Server geben Sie jetzt start ein (siehe Abbildung #). Der Client fordert Sie nun noch auf, eine Nationalität und einen Herrschernamen zu wählen und schon befinden Sie sich mitten im Spiel. Mit den Tasten des Ziffernblocks steuern Sie die Einheiten -- zwei Siedlertrecks und einen Aufklärer --, um das unbekannte Terrain zu erkunden und einen geeigneten Platz für die Hauptstadt des zukünftigen Reichs zu finden. In Tabelle 1 sind die wichtigsten Tastaturkürzel aufgelistet, die man natürlich alle auch aus dem Menü aufrufen kann.

Das Spiel ist aufgeteilt in Runden, in denen jede Einheit einmal zum Zuge kommt. Mit Blinken wird angezeigt, wer gerade dran ist. Finden Sie keine blinkende Einheit mehr, klicken Sie auf Fertig. Im Hintergrund machen nun die Computer-Gegner ihre Züge.

Städte

Städte bilden in Freeciv das Zentrum der Zivilisation. Sobald ein passender Platz gefunden ist, ist es Zeit für Ihre Zivilisation, vom Nomadenstadium zur Sesshaftigkeit überzugehen. Mit b oder über das Menü Befehle/Stadt gründen lässt sich ein Siedlertreck häuslich nieder.

Mit Klick auf Ihre Stadt erhalten Sie eine Übersicht, die die Zahl der Bürger, das von der Stadt regierte Gebiet, Produktion und Einkommen und vieles mehr anzeigt. Mit dem Knopf Ändern rechts oben bestimmen Sie, was die Stadt in den nächsten Runden produzieren soll. Alle Gegenstände erfüllen dabei einen bestimmte Funktion: Kasernen erhöhen die Schlagkraft von Kriegern, Kornspeicher helfen, Hungersnöte zu vermeiden und mit Siedlern können Sie die umliegenden Felder bewässern oder neue Städte gründen.

Wissenschaft und Forschung

Wie man an den wenigen Produktionsoptionen der Stadt sieht, befindet sich Ihr Volk noch im Frühstadium der Zivilisation. Aber keine Sorge, es wird fleissig geforscht. Über [F6] oder den Menüpunkt Berichte/Forschung sehen Sie, über was sich Ihr Volk gerade die Köpfe zerbricht. Natürlich können Sie als absoluter Herrscher Forschungsvorhaben und Ziele diktieren. Die Entdeckungen bauen aufeinander auf und ermöglichen den Bau neuer Gebäude oder Einheiten. Eine Seefahrernation, die Ihre Triremen durch hochseetüchtige Karavellen ersetzen will, sollte sich der Erforschung der Navigation widmen und wer Ritter haben will, muss zunächst die Kunst des Reitens entdecken.

Der Konkurrenzdruck zwischen den einzelnen Zivilisationen ist riesig -- wer sich hervortun will, muss sich da schon etwas besseres einfallen lassen als simple Tempel zu bauen. Ein Weltwunder, aufwendig und schwierig im Bau, ist bestens geeignet, um den Gegner vor Neid erblassen zu lassen. Freeciv bietet hier eine breite Auswahl -- von den Hängenden Gärten bis zu den Vereinten Nationen.

Spielstände sichern und Spiel beenden

Rom wurde nicht in einem Tag erbaut -- und auch Freeciv lässt sich kaum in einem Tag durchspielen. Alle paar hundert Jahre sichert der Freeciv-Server den Spielstand automatisch, sodass sich das Spiel mit jedem dieser Spielstände wieder aufnehmen lässt. Mit save spielstandname (spielstandname beliebig wählbar) können Sie aber auch jederzeit selbst einen Spielstand speichern und mit quit den Server beenden. Um ein begonnenes Spiel später weiterzuspielen, rufen Sie im Terminal civserver --file spielstandname auf, verbinden sich wie oben beschrieben mit dem Server und geben start ein.

Kampf der Kulturen im Netz

Auch wer lieber gegen menschliche Gegner antritt, ist mit Freeciv gut bedient. Freeciv ist wie sein kommerzieller großer Bruder netzwerkfähig und das Spiel mit Freunden im lokalen Netz oder übers Internet ist nur wenig aufwendiger als das Spiel allein. Als Vorraussetzung sollte jeder Mitspieler einen Freeciv-Client (den es übrigens nicht nur für Linux, sondern auch für Windows und MacOS X gibt) mit gleicher Versionsnummer installiert haben. Anschließend müssen Sie sich darüber einig werden, wer den Server betreiben soll. Ist das geklärt, gehen Sie folgendermaßen vor:

Schritt 1

Der Server-Betreiber baut eine Internetverbindung auf und startet wie oben beschrieben civserver im Terminal.

Schritt 2

Der Spieler, der den Server gestartet hat, teilt allen Mitspielern z. B. telefonisch, per E-Mail oder Chat seine IP-Adresse mit. Um Ihre IP-Adresse herauszufinden, starten Sie im K-Menü das KDE-Infozentrum. Dort finden Sie im Reiter Information/Netzwerkschnittstellen -- je nachdem, ob Sie über Modem,DSL oder ISDN ins Netz gehen neben ppp0 oder ippp0 -- Ihre aktuelle IP-Adresse. Schneller geht es in der Shell mit dem Befehl /sbin/ifconfig.

Schritt 3

Nachdem Sie sich ins Internet eingewählt haben, starten alle Mitspieler wie auch der Serverbetreiber selbst Ihre Freeciv-Clients.

Schritt 4

Im Dialog Mit Freeciv-Server verbinden geben alle (bis auf den Serverbetreiber selbst, der die Voreinstellung übernehmen kann) die übermittelte IP-Adresse ein und klicken auf Verbinden.

Schritt 5

Der Server zeigt an, welche Spieler sich verbunden haben. Ist die Runde komplett, gibt der Servermeister mit start das Startsignal. Vorher kann er noch mit dem Befehl set Spieloptionen setzen.

Schritt 6

Jetzt kann's losgehen. In der untersten Zeile des Hauptfenster können Sie den anderen Spielern Nachrichten zukommen lassen (siehe Abbildung #)

Abb. #:Kleine Nettigkeiten unter Freunden: über die Eingabezeile unten können Sie mit Ihren Mitspielern chatten.

Hindernisse überwinden

Falls Sie Probleme haben, eine Verbindung zum Server herzustellen, liegt dies unter Umständen an dessen Firewall-Einstellungen. In diesem Fall sollte der Server-Betreiber seine Konfiguration für die Dauer des Spiels entsprechend ändern. Wer dagegen Sicherheitsbedenken hat, kann auch einen der Freeciv-Metaserver (zweite Registerkarte des Startdialogs) nutzen. Da man dort nicht immer auf andere Spieler trifft, die gerade auf einen Spielbeginn warten, sollte man sich auch hier besser mit Freunden verabreden. (eba/amü)

Kasten 1: Freeciv und Sound

Die Entwicklung von Open Source Programmen geht schnell voran und in den neuesten Versionen verfügt freeciv auch über Sound-Unterstützung. Bewegungen von Siedlern und Schiffen werden mit den passenden Geräuschen untermalt und die Erfindung des Schießpulvers mit Kanonenschüssen gefeiert. Auf Sound verzichten müssen allerdings Anwender von SuSE 8.1. Die dort mitgelieferte freeciv-Version 1.12.0 ist der letzte ruhige Vertreter seiner Art.

Die bei Red Hat mitgelieferte Version verfügt zwar schon über Sound-Unterstützung, allerdings lauert hier ein anderes Problem. Red-Hat-Nutzer, die mit KDE arbeiten können die Spielgeräusche nicht auf Anhieb hören. Denn derenfreeciv-Version arbeitet nicht mit dem Soundserver artsd von KDE zusammen. Bleibt auch bei Ihnen freeciv stumm, lösen Sie das Problem so:

  • Öffnen Sie über Systemtools / Terminal des K-Menüs ein Eingabefenster und geben Sie dort killall artsd ein. Damit beenden Sie den KDE-Soundserver.
  • Starten Sie nun den Freeciv-Client durch Eingabe von civclient. Sie sollten nun die Freeciv-Musik hören und im Eingabefenster aus dem Sie das Programm gestartet haben sollte 2: Plugin 'esd' ausgewählt stehen.
  • Haben Sie die Freeciv-Partie beendet, öffnen Sie über [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben dort artsd ein. Dadurch starten Sie den eben beendeten KDE-Soundserver. Ansonsten müssten Sie für den Rest der Sitzung in allen KDE-Programmen auf Sound verzichten.

Tabelle 1: Die wichtigsten Tastatur-Shortcuts
Shortcut Aktion Effekt
[Return]Runde beendenReturn oder Enter beenden eine Runde -- und zwar auch dann, wenn Ihre Einheiten noch ziehen könnten.
b Stadt gründen Felder mit Städten erhalten automatisch eine Straße und verfügen daher über mindestens einen Handelspunkt.
g Figur zu einem bestimmten Punkt schicken Man kann mit der Maus ein Ziel für die Spielfigur auswählen, wohin diese sich innerhalb der nächsten Runden automatisch begibt.
[Shift-d] Einheit auflösen Bevölkerungspolitik per Tastatur. Die Einheit verursacht Ihrer Heimatstadt keine Kosten mehr.
Leertaste keine Aktion für die aktive Einheit Die Einheit setzt für diese Runde aus -- praktisch, wenn Einheiten auf etwas warten sollen, z. B. auf die Fertigstellung eines Transportschiffes.
wwarten Die Einheit kommt später in der Runde zum Zug.
[Shift-f] Stadtliste anzeigen Durch Doppelklick zentriert sich die Ansicht auf diese Stadt
s Bewachen (nur für militärische Einheiten) Die Einheit bewacht diesen Punkt und stellt sich automatisch angreifenden Truppen zum Kampf
r Straße bauen, auf Feldern, wo schon Straße ist: Schienen verlegen (sofern Eisenbahn schon erfunden ist) Das Feld erhält einen zusätzlichen Handelspunkt
i Bewässerung anlegen, auf bewässerten Feldern kann später Ackerland angelegt werden Das Feld produziert eine Einheit Nahrung mehr
m Auf einem Bergfeld eine Mine bauen, bzw. Gelände zu Wald ändern Das Feld erhält 3 Produktionspunkte zusätzlich. Allerdings wird durch den Bau eines Bergwerkes eine Nahrungseinheit weniger produziert. Ein Waldfeld erhält einen zusätzlichen Produktionspunkt

Kasten 2: Taktik-Tipps
  • Standardmäßig geht eine Freeciv-Partie nur bis zum Jahr 2000. Können Sie gar nicht genug von dem Spiel bekommen, setzten Sie die Laufzeit hoch, indem Sie im Fenster des Freeciv-Servers vor dem Start set endyear=5000 eingeben. Das ist der höchste mögliche Wert.
  • Ebenso wie das Endjahr können Sie auch andere Parameter des Spiels über die Kommandozeile des Servers ändern. Durch Eingabe von show erhalten Sie eine Liste aller konfigurierbaren Werte. Wissen Sie nicht genau, was Sie durch einen Schalter ändern können, nutzen Sie die Hilfefunktion des Servers. Mit help settlers erfahren Sie, dass Sie die Anzahl der zu Beginn vorhandenen Siedler mit diesem Parameter heraufsetzen können. Um das Spiel mit fünf Siedlern zu beginnen, geben Sie einfach set settlers=5 ein.
  • Die künstliche Intelligenz der Computergegner ist eher schwach ausgeprägt. Es geht den Computergegnern nur ums Gewinnen, daher ist ihre Taktik fast immer gleich. Teilen Sie sich eine Insel mit dem Gegner, wird dieser versuchen, Ihre Hauptstadt einzunehmen und so das Spiel zu gewinnen -- sorgen Sie also in diesem Fall für eine starke Verteidigung. Leben Sie auf getrennten Inseln, setzt der Computergegner seine ganze Kraft in die Erforschung des SETI-Programms, um nach Alpha Centauri zu fliegen und so den Sieg zu erringen. Konzentrieren Sie in diesem Fall Ihre Aktivitäten ebenfalls auf dieses Ziel, oder bringen Sie sich in den Besitz der Atombombe -- diese hat schon manch' reiselustigem Gegner die Stimmung verhagelt.
  • Überlegen Sie sich genau, wo Sie eine Stadt gründen. Bedenken Sie, dass Ihre Städte im Spielverlauf größer werden und die Bewohner mehr Nahrung brauchen. Gute Stellen zur Stadtgründung sind solche in der Nähe vieler Sonderfelder. Das sind die Spielquadrate, die mit einem kleinen Symbol versehen sind. Klicken Sie mit der mittleren Maustaste auf ein Feld, wird in einem Popup-Fenster eine Statistik zu den dort vorhandenen Ressourcen abgebildet. Als Nahrungslieferanten sind die Felder mit Obst, Fischen oder Weizen am besten geeignet. Hohe Produktion versprechen Torf, Kohle oder Büffel und mit den Exportschlagern Wein und Seide kurbeln Sie Ihre Wirtschaft an.
  • Fangen Sie nicht zu früh an, Siedler zu bauen. Siedler sind zwar das Fundament Ihrer Zivilisation (irgendwer muss ja schließlich die ganze Arbeit machen), doch das Produzieren und Unterhalten eines Siedlers geht über die Kräfte einer Stadt hinaus, die nur die Größe 1 hat. Wird dort ein Siedler fertiggestellt, führt das zur Auflösung der Stadt.
  • Klicken Sie eine Stadt an, gelangen Sie in den Stadtbildschirm. Auf der linken Seite sehen Sie, welche angrenzenden Felder von Ihren Einwohnern genutzt werden und welche Bereiche der Stadtentwicklung besonders von den einzelnen Feldern profitieren. Die drei Zahlen, die in den Bewirtschaftungskästchen auftauchen, stehen von links nach rechts für Nahrung, Produktion und Handel. Planen Sie gerne alle Aspekte Ihres Weltreiches selbst, verteilen Sie die Ressourcen durch Klicks mit der linken Maustaste um. In Abbildung # und # sehen Sie zwei Stadtpläne mit jeweils anders verteilten Ressourcen. Im rechten Bild wurde die Nahrungsgewinnung zugunsten des Handels heruntergefahren.
  • Errichten Sie nicht gleich jedes neue Bauwerk oder Wunder, das verfügbar ist. Der Unterhalt der Gebäude kostet in der Regel Geld, so dass man genau überlegen sollte, was man braucht. Markieren Sie im Produktion ändern-Fenster ein Bauwerk und klicken auf Hilfe, wird automatisch die richtige Stelle der Online-Dokumentation angezeigt. Eine gute Wahl bei den Weltwundern sind die, mit denen man gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlägt. So zählt die große Mauer als Stadtmauer für jede Ihrer Städte.
  • Die ersten Schiffe, die Sie bauen können, sind Triremen. Diese müssen am Rundenende an der Küste vor Anker gehen -- lassen Sie eine Trireme auf offener See, besteht immer das Risiko, dass sie untergeht.
  • Vernachlässigen Sie die Zufriedenheit Ihrer Bürger nicht. Kommt es in einer Ihrer Städte zu Aufständen, wird dort nichts produziert. Sie werden der Lage dann nur durch Steuersenkungen oder mehr Unterhalter Herr. Lassen Sie es gar nicht erst so weit kommen und errichten Sie frühzeitig Gebäude, die Ihre Einwohner glücklich machen (Tempel, später Kathedralen oder auch Wunder wie z. B. die Hängenden Gärten.
  • Wachsen Ihre Städte auf eine Größe über 10 droht schnell einmal eine Hungersnot. Schicken Sie einen Siedler, der das Umland der bedrohten Stadt bewässert. Lassen Sie die Arbeit nicht von einem Siedler aus der Mitte der Hungerleider verrichten -- externe Arbeiter sind unserer leidvollen Erfahrung nach die ersten Bürger einer Stadt die der Hungertod dahinrafft. Im späteren Spielverlauf bekommen Sie die Möglichkeit, bewässertes Land in Ackerland umzuwandeln. Bauen Sie dann noch zusätzlich Supermärkte, erhalten Sie für jedes Feld Ackerland zwei Nahrungseinheiten mehr.
  • Im Laufe des Spiels werden Sie andere Regierungsformen erforschen. Einen Wechsel erzielen Sie über den Menüpunkt Königreich / Revolution. Jede Regierungsform hat Ihre Vor- und Nachteile, so dass eine solche Entscheidung gut überlegt sein will. Zu Beginn des Spiels sind Sie Herrscher einer Diktatur, was den Vorteil hat, dass Sie Ihre militärischen Einheiten nicht mit Produktionspunkten entlohnen müssen. Unter einer monarchistischen Regierung und im Kommunismus trifft das nur noch für drei Einheiten pro Stadt zu und wählen Sie gar die Demokratie oder Republik, wünscht jeder Soldat, für seine Dienste entlohnt zu werden. Der Vorteil liegt darin, dass gut bezahlte Kräft natürlich loyaler sind und sich nicht von feindlichen Spionen dazu anstiften lassen, Aufruhr in Ihren Städten anzuzetteln. Den eher liberalen Regierungsformen gemein ist der Nachteil, dass Ihre Bürger wesentlich anspruchsvoller sind und daher schnell unzufrieden werden. Eine wenig Umweltverschmutzung und Hungersnot reichen aus -- schon geht das Genörgel los. Als guter Kompromiss kann der Kommunismus gelten. Für die militärische Grundausstattung müssen Sie keinen Pfennig dazuzahlen und zufriedene Bürger bekommen Sie noch als Bonus obendrauf, da im Kommunismus Kriegsrecht gilt. Und wer wäre nicht guter Laune, wenn die Alternative "Urlaub in Sibirien" heißt?

Abb. #: Ressourcenverteilung im Umkreis einer Stadt. Die Schildchen zeigen, welche Felder bewirtschaftet werden.

Abb. #: Hier wurde durch Umverteilung das Handelsaufkommen optimiert.

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