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Erschienen in EasyLinux 07/2003   »   Ausgabe bestellen

Kontrollzentrum & Co.

Besser arbeiten mit KDE

von Thomas Hümmler


Ist KDE noch ungewohnt für Sie? Dann helfen Ihnen die Tipps und Tricks zum Kontrollzentrum und einigen KDE-Programmen auf den folgenden Seiten.

Yin und Yang in Texten

Möchten sie unter Red Hat Linux 8.0 asiatische Schriftzeichen in Ihren Texten erzeugen? Nichts leichter als das. Starten Sie die Tabelle zur Zeichenauswahl. Diese finden Sie unter Red Hat 8.0 im Zubehör-Menü. Wechseln Sie dort in eine der Tabellen 48, 49, 78 bis 159 oder 172 bis 215. Dort finden Sie eine ganze Menge asiatischer Zeichen.

Klicken Sie auf eines, um es in die Zeile unterhalb der Tabelle zu kopieren. Mit einem Klick auf die Schaltfläche In die Zwischenablage kopieren Sie den Inhalt der Zeile in die Zwischenablage. Von dort fügen Sie Zeichen problemlos in andere Anwendungen wie KWrite ein.

Abb. 1: Mit Hilfe der Zeichentabelle können Sie sogar asiatische Schriftzeichen in Programme wie KWrite einfügen.

Wann ist das Frühstücksei fertig?

Ein Frühstücksei kocht viereinhalb Minuten. Ohne Wecker und Eieruhr ist die genaue Zeit nur schwer einzuhalten. Mit KDE und KAlarm ist es allerdings unter Red Hat 8.0 Linux kein großes Problem: Damit können Sie Ereignisse festlegen, auf die Sie mit einem Signalton oder einer Nachricht aufmerksam gemacht werden.

Wenn also das Ei im Kochtopf liegt, starten Sie KAlarm und wählen Aktionen / Neu, um ein neues Ereignis einzutragen. Unter Nachricht geben Sie "Ei fertig" ein. Im Bereich Zeit markieren Sie die Option Zeit ab jetzt, um zu einer bestimmten Zeit ab diesem Zeitpunkt erinnert zu werden. Mit den Pfeiltasten links stellen Sie die Stunden ein, mit den Pfeiltasten rechts vom Auswahlfeld die Minuten -- sekundenbasiert geht es leider nicht. Das ist aber nicht weiter tragisch, denn die 30 Sekunden für das Viereinhalb-Minuten-Ei benötigen Sie eh für den Weg zum Computer und das Ausfüllen des Dialogs.

Stellen Sie also den Alarm auf vier Minuten und bestätigen mit OK. Nach Ablauf der Zeit erscheint ein Dialogfenster mit dem Nachrichtentext.

Farbige Tasten in KCalc

KCalc ist der wissenschaftliche Taschenrechner in KDE. Er hat verschiedene Funktionstasten, kann hexadezimal rechnen und beherrscht die gängigen Rechenoperationen. Das alles bringt KCalc auf 48 Tasten unter. Damit Sie dabei nicht den Überblick verlieren, können Sie die einzelnen Blöcke unterschiedlich einfärben.

Dazu klicken Sie auf die Schaltfläche Einrichten und wechseln im folgenden Dialogfenster auf das Register Farben. Hier können Sie außer der Schrift- und der Hintergrundfarbe auch die Tasten für Funktionen, Ziffern, hexadezimale und Speichertasten sowie für Rechenoperationen einfärben. Dazu klicken Sie auf einen Eintrag und suchen die gewünschte Farbe heraus. Bestätigen Sie anschließend mit OK, werden Ihre Änderungen direkt übernommen.

Falls die Änderungen nicht übernommen werden, müssen Sie eventuell im Kontrollzentrum einen anderen Stil für die Oberfläche einstellen.

Abb. 2: Mit unterschiedlichen Farben sind die Funktionen des Taschenrechners besser zu erkennen.

Tastenkombinationen in KCalc
Funktion Tastenkombination
Hyp [H]
Sin [S]
Cos [C]
Tan [T]
Ln (Logarithmus zur Basis e) [N]
Log (Logarithmus zur Basis 10) [L]
Inv (Invertierung) [I]
+/- (das Vorzeichen wechseln) [\]
x^2 [[]
x^y [^]
x! (Fakultät) [!]
Lsh (Bit-Verschiebung nach links) [<]
Und (logisches UND) [&]
X (Multiplikation) [*]
/ (Division) [/]
Dat (Dateneingabe im Statistik-Modus) [D]
Or (logisches ODER) [O]
1/x (berechnet den reziproken Wert) [R]
= [=] oder [Eingabe]
C (löschen) [Bild aufwärts] oder [Esc]
AC (alles löschen) [Bild abwärts] oder [Entf]
Hilfe [F1]
Einrichten-Dialog öffnen [F2]
Wechsel zwischen Trigonometrie- und Statistik-Modus [F3]

Das Mausklickverhalten einstellen

Unter Linux reicht normalerweise ein einfacher Klick, um Dateien zu öffnen oder in Verzeichnisse zu wechseln. Während das bei SuSE Linux genau so funktioniert, ist unter Red Hat Linux der Doppelklick eingestellt. Diese und andere Verhaltensweisen der Maus können Sie im Kontrollzentrum im Modul Angeschlossene Geräte ändern. Hier finden Sie den Bereich Maus, der das Einrichten eines Zeigegerätes wie Maus, Trackball oder Touchpad erlaubt.

Auf dem Register Allgemein stellen Sie ein, ob Sie Linkshänder sind oder ob Sie den Doppelklick zum Öffnen von Dateien/Ordnern verwenden wollen (Standard in Red Hat). Entscheiden Sie sich für Einfacher Klick zum Öffnen von Dateien und Verzeichnissen, haben Sie noch weitere Einstellmöglichkeiten: Wenn Sie Symbole automatisch auswählen aktivieren, wird ein Symbol nach Ablauf der Verzögerung ausgewählt.

Einschalten können Sie die Option Zeigerform über Symbolen verändern, denn damit erkennen Sie sofort, wann sich der Mauszeiger über einem Symbol befindet. Wenn Sie zusätzlich immer wissen möchten, ob bei einem Klick etwas passiert, können Sie die Option Optische Rückmeldung bei Aktivierung einschalten. Den Mauszeiger können Sie leichter auf dem Desktop finden, wenn Sie Großer Cursor wählen; das wird allerdings erst aktiviert, nachdem KDE neu gestartet wurde.

Löschen ohne Nachfrage

Stören Sie die Meldungen, die ständig von Ihnen wissen möchten, ob Sie eine Datei oder ein Verzeichnis auch wirklich löschen wollen? Dann unterbinden Sie diese Nachfragen doch kurzerhand. Wechseln Sie im Kontrollzentrum unter Dateianzeige / Dateimanager zum Register Mülleimer (in KDE 3.1 finden Sie diese Option unter KDE-Komponenten / Dateimanager auf der Registerkarte Verhalten). Dort schalten Sie die Optionen In den Mülleimer werfen und Löschen aus. Damit fragt KDE künftig nicht mehr nach, wenn Sie eine Datei in den Mülleimer befördern oder mit der [Entf]-Taste löschen.

Wenn Sie auch beim endgültigen Schreddern einer Datei nicht gefragt werden wollen, schalten Sie außerdem die Option In den Reißwolf schieben aus.

Verzeichnisse in anderem Fenster öffnen

Wenn Sie im Konqueror auf ein Verzeichnis klicken, wird im gleichen Fenster der Inhalt des neuen Verzeichnisses angezeigt. Sie können bei Klick auf Verzeichnisse aber auch automatisch neue Konqueror-Fenster öffnen lassen. Dieses Verhalten stellen Sie im Kontrollzentrum unter Dateianzeige / Dateimanager ein. (In KDE 3.1 finden Sie diese Option unter KDE-Komponenten / Dateimanager.) Auf der Registerkarte Verhalten müssen Sie dazu nur die oberste Option Verzeichnisse in extra Fenstern öffnen einschalten.

Programm-Menü auf der Arbeitsfläche

Das K-Menü öffnen Sie, indem Sie mit der linken Maustaste auf das linke Symbol in der Kontrollleiste klicken. Sie können KDE aber auch so anpassen, dass sich das Menü per Klick auf die Arbeitsfläche öffnet. Dazu gehen Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Arbeitsfläche. Auf dem ersten Register öffnen Sie im Bereich Klicks auf die Arbeitsfläche die Auswahl-Liste für Linke Taste. Wählen Sie den Eintrag Programm-Menü und danach Anwenden. Jetzt können Sie mit einem Linksklick das K-Menü direkt an einer beliebigen Stelle der Arbeitsfläche öffnen. (Unter KDE 3.1 finden Sie diese Funktion unter Arbeitsfläche / Fensterleiste.)

Jeder Arbeitsfläche einen Namen geben

KDE kann Sie bis zu 16 Arbeitsflächen (Desktops) verwalten. Standardmäßig sind meist zwei oder vier eingestellt. Mehr erhalten Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Arbeitsfläche auf der Karte Anzahl der Arbeitsflächen (bzw. Arbeitsfläche / Virtuelle Arbeitsflächen in KDE 3.1).

Auf dieser Registerkarte können Sie die Arbeitsflächen auch umbenennen. Wenn Sie etwa Büropgramme nur auf der ersten Arbeitsfläche laufen lassen, nennen Sie diese zum Beispiel "Büro". Die zweite Arbeitsfläche könnte dann "Internet" heißen, weil Sie dort vielleicht immer den Web-Browser öffnen.

Vorschau auf der Arbeitsfläche aktivieren

Im Dateimanager werden ja bereits Texte, Bilder und PDF-Dateien als Miniaturvorschau statt als Symbol angezeigt. Sogar Sound-Dateien erklingen im Konqueror, wenn man mit dem Mauszeiger darauf verharrt.

Dieses Verhalten können Sie für die Arbeitsfläche ebenfalls für einige Dateitypen einschalten. Wählen Sie im Kontrollzentrum Erscheinungsbild / Arbeitsfläche (Arbeitsfläche / Verhalten in KDE 3.1) und markieren auf der ersten Registerkarte Arbeitsfläche unter Vorschau anzeigen für einen oder mehrere der aufgeführten Dateitypen wie Bilder, HTML-Dateien oder PostScript- und PDF-Dateien.

Passwort für den Bildschirmschoner aktivieren

Nach einigen Minuten Nichtstun startet auf Ihrem PC der Bildschirmschoner. Der verschwindet wieder, sobald Sie eine Taste drücken oder die Maus bewegen.

Möchten Sie nicht, dass jeder während Ihrer Abwesenheit Zugang zum Rechner hat, schalten Sie die Passwortabfrage ein. Das machen Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Bildschirmschoner (bzw. Erscheinungsbild & Design / Bildschirmschoner in KDE 3.1) im Bereich Einstellungen. Markieren Sie die Option Nach Passwort fragen und bestätigen mit Anwenden, wird künftig beim Beenden des Bildschirmschoners nach dem Passwort gefragt.

Aussehen wie die Windows-Oberfläche

Gefällt Ihnen die Windows-Oberfläche? Oder haben Sie sich so sehr daran gewöhnt, dass Sie sie auch unter Linux nicht missen möchten? Kein Problem: Im Kontrollzentrum können Sie KDE in weiten Teilen so einstellen, dass es wie Windows aussieht.

Dazu wechseln Sie zunächst unter Erscheinungsbild (bzw. Erscheinungsbild & Design in KDE 3.1) zu den Farben. Dort können Sie eines der drei Farbschemata Redmond 2000, Redmond 95 oder Redmond XP wählen. Hier steht Redmond, der Stammsitz von Microsoft, weil "Windows" ein eingetragenes Warenzeichen ist.

Wenn Sie die Farben für Fenster und Hintergründe festgelegt haben, wechseln Sie unter Erscheinungsbild (bzw. Erscheinungsbild & Design in KDE 3.1) zu den Fensterdekorationen. Dort können Sie einen Stil für den Fensterrahmen festlegen. Wenn Sie Windows bevorzugen, wählen Sie hier Redmond.

Als letztes müssen Sie nur noch den Stil der Bedienelemente ändern. Dazu wechseln Sie unter Erscheinungsbild (bzw. Erscheinungsbild & Design in KDE 3.1) zu Stil. Dort wählen Sie mit Qt-Windows den Stil, der Windows am ähnlichsten ist.

Abb. 3: Wenn Sie KDE ein Aussehen wie Windows verpassen wollen, müssen Sie die Farben, die Fensterdekoration und den Stil ändern.

Doppelklick-Verhalten der Titelleiste ändern

Klicken Sie unter Linux doppelt auf die Titelleiste eines Fensters, wird dieses hochgerollt, und es ist nur noch die Titelleiste zu sehen. Unter Windows wird mit so einem Doppelklick ein Fenster maximiert. Das können Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Fenstereigenschaften (bzw. Arbeitsfläche / Fenstereigenschaften in KDE 3.1) auf der Registerkarte Aktionen ebenfalls einstellen. Wählen Sie in der Auswahlliste neben Doppelklick auf Titelleiste den Eintrag Maximieren, verhält sich KDE auch in dieser Eigenschaft wie Windows.

Programme über die Bildschirmgrenzen verschieben

Ein Programm können Sie auf eine andere Arbeitsfläche verschieben, indem Sie mit der rechten Maustaste auf die Titelleiste oder mit der linken Maustaste auf das Menü in der Titelleiste klicken, den Befehl Auf Arbeitsfläche wählen und im Untermenü eine andere Arbeitsfläche auswählen.

Sie können ein Programmfenster aber auch mit der Maus verschieben. Damit das geht, müssen Sie aber zunächst diese Funktion einschalten. Das machen Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Fenstereigenschaften (bzw. Arbeitsfläche / Fenstereigenschaften in KDE 3.1) auf der Registerkarte Erweitert. Schalten Sie hier im Bereich Aktive Arbeitsflächenränder die Option Nur beim Verschieben aktiviert ein. Danach können Sie ein Programmfenster mit gedrückter Maustaste von der aktuellen zu einer der angrenzenden Arbeitsflächen verschieben.

Pro Arbeitsfläche ein anderer Hintergrund

Möchten Sie auf jeder Arbeitsfläche einen anderen Hintergrund einstellen? Nichts leichter als das. Schalten Sie dazu im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Hintergrund (bzw. Erscheinungsbild & Design / Hintergrund in KDE 3.1) die Option Gemeinsamer Hintergrund aus. Danach können Sie die zuvor inaktiven Arbeitsflächen anwählen und für jede Arbeitsfläche einen eigenen Hintergrund gestalten.

Ständige Diaschau im Hintergrund

Sind Sie es leid, immer das gleiche Hintergrundbild zu sehen? Dann organisieren Sie doch am besten Ihre eigene Hintergrundbilderschau. Das machen Sie ganz einfach im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Hintergrund (bzw. Erscheinungsbild & Design / Hintergrund in KDE 3.1).

Wählen Sie hier zunächst die Option Mehrere Hintergrundbilder und klicken dann auf die Schaltfläche Einrichtung für mehrere. Im folgenden Dialog können Sie oben links das Intervall einstellen; das reicht von einer Minute bis zu vier Stunden. Rechts daneben stellen Sie den Modus ein -- immer schön Der Reihe nach oder Zufällig.

Über die Schaltflächen Hinzufügen und Entfernen suchen Sie nun Bilddateien oder ganze Verzeichnisse aus oder löschen diese aus der Liste. Nach zwei Klicks auf OK und Anwenden geht die Hintergrundbilder-Gala auch schon los.

Abb. 4: In diesem Dialog wählen Sie Bilder oder ganze Verzeichnisse für die Hintergrund-Bilderschau aus.

Bunte Schaltflächen und Hintergründe in der Kontrollleiste

Um die Schaltflächen für das K-Menü, die Anwendungen, Schnellanzeiger und andere besser auseinander halten zu können, können Sie diese auf verschiedenfarbige Kacheln legen.

Dazu wechseln Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Kontrollleiste auf das Register Erscheinungsbild. Hier schalten Sie die Option Hintergrundkacheln aktivieren ein und bestätigen mit Anwenden. Gefällt Ihnen eine der Kacheln nicht, wählen Sie aus der jeweiligen Liste eine andere aus. Sie können auch die Darstellung einzelner Kacheln abschalten, indem Sie die Option Aktiviert ausschalten.

In KDE 3.1 finden Sie diese Funktion unter Erscheinungsbild & Design / Kontrollleisten. Allerdings müssen Sie hier zuvor keine Option aktivieren, sondern können die Kacheln gleich aus den Auswahllisten wählen.

Zusätzlich können Sie auf dieser Registerkarte ein Hintergrundbild für den restlichen Bereich der Kontrollleiste aussuchen. Dazu schalten Sie unter Hintergrundbild (bzw. Hintergrundbild der Kontrollleiste in KDE 3.1) die Option Hintergrundbild aktivieren ein und wählen eines über die Datei-öffnen-Schaltfläche.

Symbole mit erklärendem Text

Wirkt Linux für Sie noch ungewohnt und kennen Sie nicht immer die Funktion, die sich hinter einem Symbol verbirgt? Zwar können Sie mit der Maus darüber fahren und den Info-Tipp anzeigen lassen -- allerdings ist das nicht immer die schnellste Lösung.

Flotter geht es, wenn Sie sich die Symbole mit Text anzeigen lassen. Dazu wechseln Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Stil (bzw. Erscheinungsbild & Design / Stil in KDE 3.1) ins Register Verschiedenes. Unter Div. Einstellungen für Werkzeugleisten klappen Sie die Auswahlliste neben Symbole in Werkzeugleisten (Textposition in KDE 3.1) herunter. Wählen Sie dort den Eintrag Text neben Symbolen oder Text unter Symbolen, steht später bei jedem Symbol auch der Text auf der Schaltfläche. Wollen Sie auf die Symbole ganz verzichten, können Sie statt dessen auch den Eintrag Nur Text wählen.

Menüleiste am Bildschirmrand wie beim Mac

Mögen Sie das Betriebssystem MacOS? Einen Hauch davon können Sie auch unter Linux spüren: Einerseits können Sie die Fensterdekoration, den Stil und die Farben anpassen. Dann fehlt aber noch etwas Wichtiges: die Menüleiste am oberen Bildschirmrand.

Die stellen Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Stil (bzw. Erscheinungsbild & Design / Stil in KDE 3.1) im Register Verschiedenes ein. Schalten Sie dort die Option Menüleiste am oberen Bildschirmrand wie bei Mac OS ein und bestätigen mit Anwenden. Anschließend erscheint im jedem KDE-konformen Programm die Menüleiste ganz oben, und in den Programmfenstern selbst stehen unter der Titelleiste direkt die Symbolleisten.

Abb. 5: In KDE können Sie die Menüleiste wie auf einem Macintosh-Rechner am oberen Bildrand plazieren.

Anderes Symbol-Design wählen

Gefallen Ihnen die Symbole auf dem KDE-Desktop nicht mehr? Dann wählen Sie doch ein anderes Symbol-Design aus. Das geht unter Erscheinungsbild / Symbole (bzw. Erscheinungsbild & Design / Symbole in KDE 3.1) im Kontrollzentrum. Klicken Sie auf eines der dargebotenen Designs, und Sie sehen darüber anhand dreier Symbole, wie das Design ausfällt. Bestätigen Sie Ihre Wahl mit Anwenden.

Effekte für Symbole festlegen

Schaltflächen haben gemeinhin drei Zustände: Entweder sind sie normal, aktiviert oder können nicht angeklickt werden. Um diese Zustände voneinander zu unterscheiden, arbeitet KDE mit Effekten. So hat die Standardschaltfläche keinen Effekt. Bei der aktivierten ist ein Gammawert gesetzt; damit wird sie bei Berührung heller. Die deaktivierten Symbole haben wiederum keinen Effekt, unterscheiden sich aber von den Standardsymbolen dadurch, dass sie halbtransparent gesetzt sind.

Diese Effekte können Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Symbole (bzw. Erscheinungsbild & Design / Symbole in KDE 3.1) auf der Registerkarte Erweitert anpassen. Zunächst wählen Sie dort unter Verwendung des Symbols den Bereich, für den Sie die Symbole anpassen wollen, also beispielsweise Werkzeugleiste. Dann klicken Sie unterhalb eines Symbols auf die Schaltfläche Effekt festlegen. Im folgenden Dialog wählen Sie einen der Effekte Kein Effekt, Nach Grau, Einfärben, Gamma oder Sättigung vermindern. Außer beim ersten können Sie für alle Effekte zudem den Grad des Effekts einstellen. Darüber hinaus können Sie mit Hilfe der Option Halbtransparent ein Symbol zusätzlich durchsichtig erscheinen lassen.

Möchten Sie bei jedweder Verwendung den gleichen Effekt einstellen, kommen Sie allerdings nicht umhin, diesen für jede Verwendung einzeln auszuwählen.

Abb. 6: Sie haben die Wahl zwischen fünf verschiedenen Effekten für die KDE-Symbole.

Tastenkombinationen definieren

Verschiedene Befehle und Funktionen von Arbeitsfläche und Kontrollleiste in KDE erreichen Sie auch mit Hilfe von Tastenkombinationen. Diese definieren Sie im Kontrollzentrum unter Erscheinungsbild / Tastenkürzel (bzw. Regional-Einstellungen & Zugangshilfen / Tastenkürzel in KDE 3.1) auf der Registerkarte Tastenkombinationen.

Dazu markieren Sie die Aktion, für die Sie ein Tastenkürzel definieren wollen. Anschließend klicken Sie unten auf die Schaltfläche Bentuzerdefiniert. Daraufhin öffnet das Dialogfenster Kurzbefehl festlegen. Drücken Sie nun einfach die gewünschte Tastenkombination. Wenn diese Kombination noch nicht existiert, wird sie der Aktion zugewiesen und das Dialogfenster direkt geschlossen. Gibt es das Kürzel bereits, weist eine Meldung darauf hin, und Sie können es nochmal mit einer anderen Kombination versuchen.

Einzelne Kombinationen können Sie zurücksetzen auf den Standardwert, indem Sie auf die Option Standard oder Keine klicken. Wollen Sie alle Werte mit einem Mal auf die Standardeinstellungen zurücksetzen, klicken Sie statt dessen auf die Schaltfläche Voreinstellungen. In den Kästen "Allgemeine KDE-Tastenkombinationen" und "Tastenkürzel für Einzelprogramme" sind alle Standard-Tastenkombinationen aufgeführt.

Allgemeine KDE-Tastenkombinationen
Funktion Tastenkombination
Arbeitsfläche:
Abmelden [Alt-Strg-Entf]
Befehl ausführen [Alt-F2]
Bildschirm sperren [Alt-Strg-L]
Fensterliste anzeigen [Alt-F5]
Ohne Bestätigung abmelden [Alt-Strg-Umschalt-Entf]
Prozessmanager anzeigen [Strg-Esc]
Rechner anhalten [Alt-Strg-Bild nach unten]
Rechner neu starten [Alt-Strg-Bild nach oben]
Kontrollleiste:
Arbeitsfläche anzeigen an/aus [Alt-Strg-D]
Aufklapp-Menü [Alt-F1]
Fenster:
Fenster-Aktionen-Menü [Alt-F3]
Fenster schließen [Alt-F4]
Navigation:
Zwischen Einträgen der Arbeitsflächenliste wechseln [Strg-Tab]
Zwischen Einträgen der Arbeitsflächenliste wechseln (Gegenrichtung) [Strg-Umschalt-Tab]
Zwischen Fenstern wechseln [Alt-Tab]
Zwischen Fenstern wechseln (Gegenrichtung) [Alt-Umschalt-Tab]
Verschiedenes:
Bildschirmfoto (Arbeitsfläche) [Strg-Druck]
Bildschirmfoto (Einzelfenster) [Alt-Druck]
Fenster beseitigen [Alt-Strg-Esc]
Maus-Emulation [Alt-F12]
Tastatur:
Zum nächsten Tastaturlayout wechseln [Alt-Strg-K]
Zwischenablage:
Aktionen der aktuellen Zwischenablage manuell aufrufen [Alt-Strg-R]
Klipper-Menü anzeigen [Alt-Strg-V]
Zwischenablage-Aktionen an/aus [Alt-Strg-X]
Zur Arbeitsfläche 1 wechseln [Strg-F1]
Zur Arbeitsfläche 2 wechseln [Strg-F2]
Zur Arbeitsfläche 3 wechseln [Strg-F3]
Zur Arbeitsfläche 4 wechseln [Strg-F4]

Tastenkürzel für Einzelprogramme
Funktion Tastenkombination
Bearbeiten:
Alles auswählen [Strg-A]
Ausschneiden [Strg-X]
Auswahl aufheben [Strg-Umschalt-A]
Einfügen [Strg-V]
Ersetzen [Strg-R]
Kopieren [Strg-C]
Letzte Wörter löschen [Strg-Rücktaste]
Nächste Wörter löschen [Strg-Entf]
Rückgängig [Strg-Z]
Suchen [Strg-F]
Vorherige suchen [Umschalt-F3]
Weitersuchen [F3]
Wiederherstellen [Strg-Umschalt-Z]
Datei:
Beenden [Strg-Q]
Drucken [Strg-P]
Neu [Strg-N]
Öffnen [Strg-O]
Schließen [Strg-W]
Speichern [Strg-S]
Hilfe:
Hilfe [F1]
Was ist das? [Umschalt-F1]
Navigation:
Dateianfang [Strg-Pos1]
Dateiende [Strg-Ende]
Erneut laden [F5]
Gehe zu Zeile [Strg-G]
Kontextmenü [Menü]
Lesezeichen hinzufügen [Strg-B]
Menüleiste anzeigen [Strg-M]
Nach oben [Alt-Nach oben]
Nach vorne [Alt-Nach rechts]
Vergrößern [Strg-+]
Verkleinern [Strg--]
Vorherige [Bild aufwärts]
Weiter [Bild abwärts]
Zurück [Alt-Nach links]
Text-Ergänzung:
Nächste Ergänzung [Strg-Nach unten]
Nächstes Listenelement [Nach unten]
Text-Ergänzung [Strg-E] oder [Strg-T]
Vorherige Ergänzung [Strg-Nach oben]
Nächstes Listenelement [Nach oben]

Informationen für den Support bereithalten

Wenn Sie die EasyLinux-Support-Hotline anrufen, weil Sie ein Hardware-Problem haben, sollten Sie zuvor schon das Kontrollzentrum geöffnet haben. Hier finden Sie nämlich im Bereich Information Details zu Partitionen, Prozessor, PCI-Steckplätzen und anderen Systemkomponenten. In KDE 3.1 ist der Bereich unter dem Namen Infozentrum aus dem Kontrollzentrum heraus gelöst worden. Anhand dieser Informationen können Ihnen die Support-Mitarbeiter bei der Problemlösung helfen.

OpenOffice abschießen

Ab und zu kommt es vor, dass Programme nicht mehr auf Eingaben reagieren. Das geschieht zum Beispiel hin und wieder bei OpenOffice. Wenn Sie dann beispielsweise ein Dokument öffnen wollen, erscheint zwar die Schaltfläche in der Fensterleiste, aber nach einiger Zeit verschwindet sie wieder, und die Datei wird nicht geladen.

Das liegt daran, dass ein Teil von OpenOffice noch als Prozess im Speicher vorhanden ist. Diesen müssen Sie löschen, um anschließend wieder normal weiterarbeiten zu können. Dazu öffnen Sie mit [Strg-Esc] den Prozessmanager.

Dieser zeigt eine Liste aller Prozesse (also vereinfacht gesagt, der laufenden Programme). Suchen Sie in der Liste nach einem Eintrag mit dem Befehl soffice.bin. Dieser Prozess deutet auf OpenOffice hin. Markieren Sie ihn und klicken auf die Schaltfläche Beenden (kill). Wenn kein soffice.bin-Eintrag mehr in der Prozessliste steht, können Sie OpenOffice wieder normal starten.

Abb. 7: Im Prozessmanager wählen Sie einen oder mehrere Prozesse, die Sie beenden wollen.

Fein-Tuning für die Maus

Im Kontrollzentrum unter Angeschlosse Geräte / Maus nehmen Sie im Register Erweitert das Maus-Fein-Tuning vor. Zur Rennmaus wird das Zeigegerät, wenn Sie die Zeigerbeschleunigung erhöhen. Zwar können Sie die 20-fache Geschwindigkeit einstellen, aber ein Wert bis maximal dreifach ist meist die bessere Wahl. Einfluss auf die Geschwindigkeit hat auch der Schwellenwert für Zeiger. Hier stellen Sie ein, wieviele Pixel die Maus zurücklegen muss, bevor sie richtig in Fahrt kommt. Vorteilhaft ist diese Einstellung zum Beispiel zum genauen Positionieren in Grafik- und CAD-Programmen.

Der Doppelklick-Abstand legt fest, wie viel Zeit zwischen zwei Klicks verstreichen darf, damit sie noch als Doppelklick interpretiert werden.

Mit der Startzeit für Ziehen (Drag) und dem Startbereich für Ziehen (Drag) legen Sie die Bedingungen für das Verschieben von Objekten fest. Wenn Sie auf etwas klicken und innerhalb der gewählten Startzeit den Zeiger mindestens über den festgelegten Startbereich bewegen, wird das Objekt verschoben.

Unter Mausrad erzeugt Bildlauf um stellen Sie schließlich den Bildlauf des Mausrads ein. Gültige Werte sind hier von einer bis zu zwölf Zeilen.

Abb. 8: Das Fein-Tuning der Maus geschieht auf der Registerkarte "Erweitert".

Numlock-Taste beim KDE-Start einschalten

In Programmen wie dem Taschenrechner geht das Tippen der Zahlen wesentlich schneller, wenn Sie diese über den Zahlenblock rechts auf der Tastatur eintippen. Standardmäßig ist aber die Zahlenblocksperre (Numlock-Taste) ausgeschaltet, so dass stattdessen die Navigationsfunktionen aktiviert sind.

Wollen Sie dieses Verhalten ändern, wechseln Sie im Kontrollzentrum unter Angeschlossene Geräte / Tastatur (in KDE 3.0 müssen Sie noch ins Register Erweitert wechseln). Dort markieren Sie im Bereich Zahlenblocksperre bei KDE-Start die Option Einschalten und bestätigen mit Anwenden. Künftig ist beim Start der grafischen Oberfläche die Zahlenblocksperre eingeschaltet, und Sie können direkt Zahlen eintippen. (hge)

Abb. 9: Wenn Sie die Zahlenblocksperre standardmäßig einschalten, können Sie direkt Zahlen eintippen.

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