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Erschienen in EasyLinux 08/2003

Tipps & Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

von Thomas Hümmler


Ist KDE noch etwas ungewohnt für Sie? Dann helfen Ihnen die Tipps und Tricks der folgenden Seiten zur Kontrollleiste, zum Kontrollzentrum und zum Konqueror als Datei-Manager und Web-Browser.

Audio-CDs mit dem Konqueror kopieren

Sie können mit dem Datei-Manager Konqueror Audio-CDs wie jede andere CD unter Linux einbinden. So können Sie die Daten-Tracks direkt anzeigen lassen und digital kopieren.

Dazu legen Sie eine Audio-CD in das CD-Laufwerk, geben in der Adresszeile von Konqueror audiocd:/ ein und bestätigen mit der Eingabetaste. Nach einigen Sekunden erscheint eine Liste mit den CD-Tracks und mehreren Verzeichnissen. In diesen virtuellen Verzeichnissen (die es auf Audio-CDs nicht wirklich gibt) sind jeweils die gleiche Anzahl Titel enthalten -- falls Sie mit dem Internet verbunden sind, werden in einigen sogar die Track-Titel angezeigt.

So gibt es das Verzeichnis mit dem Titel des Albums. Hierin und in den Verzeichnissen Nach Namen und Nach Titel finden Sie alle Stücke als wav-Dateien. Im Verzeichnis Ogg Vorbis finden Sie die Stücke im Ogg-Vorbis-Format; das Verzeichnis MP3 enthält entsprechende MP3-Dateien.

Um nun einen Titel im wav- oder Ogg-Vorbis-Format zu kopieren, ziehen Sie ihn aus dem entsprechenden Verzeichnis in ein anderes. Die Daten werden erst während des Kopierens vom Audio-Modul umgewandelt.


Abb. 1: Wie in der Statuszeile erkennbar ist, ist die gesamte CD im Ogg-Vorbis-Format nur etwa 75 MB groß.

Pfad zum Audio-CD-Gerät setzen

Falls eine Audio-CD eingelegt ist und mit audiocd:/ keine Titelliste erscheint oder Sie eine Fehlermeldung erhalten, das Verzeichnis / existiere nicht, sollten Sie versuchen, den Pfad zum Audio-CD-Gerät zu ändern. Das kann beispielsweise dann notwendig sein, wenn Sie mehr als ein CD-Laufwerk besitzen oder einen IDE-Brenner einsetzen, der mit SCSI-Emulation läuft.

Wechseln Sie dann zur Verzeichnisliste der CD, indem Sie audiocd:/ mit dem Namen des CD-Geräts aufrufen, zum Beispiel audiocd:/?device=/dev/sdc, audiocd:/?device=/dev/sg0 oder ähnlich. So können Sie dem Audiocd-Modul mitteilen, welches Gerät Ihr CD-ROM-Laufwerk ist.

Auslesen einer Audio-CD dauert sehr lange

Falls das Auslesen einer Audio-CD sehr langsam ist, arbeitet das digitale Abspielen in Echtzeit möglicherweise nicht korrekt. Das wird bei einem qualitativ hochwertigen CD-Laufwerk wohl nicht der Fall sein, aber bei einem schlechteren Laufwerk kann es sehr lange dauern, bis die Audiodaten einer einzigen CD ausgelesen sind.

Dem können Sie begegnen, indem Sie den so genannten paranoia_level heruntersetzen, der standardmäßig auf 2 eingestellt ist. Mögliche Werte sind:

Falls Sie also Probleme mit dem Auslesen haben, sollten Sie den Wert für paranoia_level herabsetzen, etwa auf 1 oder 0. Das geschieht zum Beispiel durch Eingabe einer Adresse der Form audiocd:/?device=/dev/scd0?paranoia_level=0, mit der das erste SCSI-Gerät angesprochen wird und außerdem die Fehlerkorrektur ausgeschaltet wird.

Internet-CD-Datenbank nicht abfragen

Das Audiocd-Modul von Konqueror fragt standardmäßig die Titeldatenbank freedb.freedb.org im Internet ab. Falls Sie keine Internet-Verbindung haben oder die Verbindung nicht korrekt eingerichtet ist, erscheinen die CD-Titel eventuell nicht.

Ist das der Fall, können Sie diese Datenbankabfrage zum Beispiel mit audiocd:/?use_cddb=0 deaktivieren oder mit audiocd:/?use_cddb=1 zumindest einschränken.

Schneller Zugriff auf alle Geräte unter KDE 3.1

Wollen Sie auf die Festplatten, CD- und Diskettenlaufwerke im Rechner schnell zugreifen? Dann geben Sie in KDE 3.1 devices:/ in die Adresszeile des Konquerors ein. Daraufhin erscheinen alle im Computer vorhandenen Plattenpartitionen und sonstige Laufwerke. Per Klick können Sie hier zum Beispiel eine CD oder eine Diskette mounten.

Module als Lesezeichen speichern

Häufig benutzte Eingaben in der Adresszeile von Konqueror wie zum Beispiel print:/manager oder man:ls können Sie als Lesezeichen speichern -- dann sparen Sie sich die immer wiederkehrende Tipparbeit.

Module über die Befehlszeile starten

Um Ein-/Ausgabemodule wie print:/ und andere zu starten, müssen Sie nicht erst den Konqueror aufrufen und diese dann in die Adresszeile eingeben. Es reicht, wenn Sie mit [Alt-F2] das Programm Befehl ausführen starten und die Modulsyntax dort eintragen. Klicken Sie anschließend auf Ausführen, um das Modul im Konqueror zu öffnen.

PDF-Dateien erzeugen

Möchten Sie Texte, Tabellen oder andere Werke, statt sie auszudrucken, lieber im PDF-Format speichern? In KDE-Programmen ist das kein Problem. Wählen Sie etwa in Kwrite den Befehl Datei / Drucken. Im Druckdialog wählen Sie aus der Liste Name den Eintrag In Datei drucken (PDF). Anschließend geben Sie im Feld Ausgabedatei noch einen Namen und das Verzeichnis für die fertige Datei an. Klicken Sie danach auf Drucken, wird die PDF-Datei erzeugt.


Abb. 2: In KDE-Programmen erzeugen Sie schnell eine PDF-Datei, indem Sie hier als Druckername "In Datei drucken (PDF)" wählen.

Ein-/Ausgabemodule im Konqueror nutzen

cgi (ab KDE 3.1)

Mit dem CGI-Modul können Sie CGI-Programme ausführen, ohne dass ein Web-Server läuft. So können Sie CGI-Programme lokal testen. Das Modul verwendet den Dateinamen der angegeben URL und durchsucht eine Liste von Verzeichnissen, die vom Benutzer verwaltet wird. Eine ausführbare Datei mit dem angegeben Namen in diesen Verzeichnissen wird gestartet. Dabei werden die Argumente der URL an die ausführbare Datei weitergegeben. Außerdem werden die Umgebungsvariablen gesetzt, die das CGI-Programm benötigt.

finger

Das Modul finger liefert Informationen über Benutzer und wird normalerweise in Netzwerken in der Form finger://benutzer@rechnername verwendet. Eine Rückmeldung gibt es aber nur, wenn auf dem Zielrechner der Finger-Dienst aktiviert ist.

fish (ab KDE 3.1)

Mit fish können Sie über SSH (Secure Shell) auf Dateien anderer Rechner zugreifen, so als wären Sie auf Ihrem lokalen Rechner. fish verwendet die Shell-Befehle cat, chgrp, chmod, chown, cp, dd, env, expr, grep, ls, mkdir, mv, rm, rmdir, sed und wc. Es kann sogar auf Windows-Rechnern laufen, wenn die Cygwin-Tools installiert sind, die unter Windows eine Linux-ähnliche Umgebung schaffen.

floppy

Mit dem floppy-Modul haben Sie einfachen Zugriff auf die Diskettenlaufwerke Ihres Rechners. Wenn Sie das erste Laufwerk (unter Windows "A:" genannt) erreichen wollen, geben Sie floppy:/ oder floppy:/a ein; für das zweite Laufwerk ("B:") geben Sie floppy:/b ein.

ftp

FTP ist das Internet-Protokoll zum Übertragen von Dateien zwischen verschiedenen Rechnern und ist unabhängig von den eingesetzten Betriebssystemen.

help

Mit help: starten Sie das Hilfe-Center von KDE. Wollen Sie direkt zu den Hilfeseiten eines Programmes, geben Sie den Programmnamen mit ein, etwa help:kwrite.

http

HTTP ist das HyperText Transfer Protocol. Dieses wird von KDE-Anwendungen genutzt, um Verbindungen zu Web-Servern herzustellen und Web-Seiten herunter zu laden.

https

HTTPS ist HTTP, eingebunden in einen SSL/TLS-Datenstrom. Das ist ein Protokoll für sichere Verbindungen im Internet, etwa für Bankgeschäfte oder Online-Kauf. Mit HTTPS wird das Abhören, Manipulieren oder Fälschen von Nachrichten verhindert.

imap

Über das IMAP4rev1-Protokoll (IMAP = Internet Message Access Protokoll) können Sie auf Nachrichten in Mail-Verzeichnissen auf einem Server zugreifen. Anders als POP3 lädt IMAP Nachrichten vom Mail-Server nicht herunter und löscht sie anschließend, sondern belässt sie dort, um dann von überall darauf zugreifen zu können.

Dieses Plugin wird hauptsächlich von KMail verwendet. Sie können aber auch im Konqueror einfach imap://Benutzer@Mailserver und nach Aufforderung Ihr Mail-Server-Passwort eingeben, um die IMAP-Verzeichnisse anzeigen zu lassen. Diese Verzeichnisse können dann wie Verzeichnisse im lokalen Dateisystem verwendet werden.

imaps

Das IMAP-Protokoll mit SSL-Verschlüsselung.

info

Mit dem Kommandozeilenprogramm info können Sie in der Shell Hilfedokumente hauptsächlich für GNU-Programme anzeigen lassen und lesen. Über das info-Modul geht das auch direkt im Konqueror. Geben Sie dazu nur info: ein, um die Hauptseite zu erhalten. Von dort aus können Sie problemlos durch die Dokumentation navigieren.

ldap

LDAP steht für Lightweight Directory Access Protocol. Damit haben Sie Zugriff auf X.500-Verzeichnisse oder LDAP-Server.

mac (ab KDE 3.1)

Mit Hilfe des Ein-/Ausgabemoduls mac können Sie Partitionen im Format HFS+ im Konqueror lesen. Dazu müssen allerdings die so genannten hfsplus-Tools auf dem Rechner installiert sein.

Geben Sie im Konqueror mac:/ ein, sehen Sie den Inhalt einer MacOS-Partition. Falls die richtige Partition nicht gefunden wurde, versuchen Sie es mit mac:/?dev=/dev/hda2 oder probieren Sie die Werte hda3, hda4 etc. durch, bis es klappt. Beim zweiten Mal ist diese Prozedur nicht nochmal erforderlich, da sich das Modul die Partition merkt.

man

Das man-Modul zeigt -- ähnlich wie das info-Modul -- die Programm-Handbücher (die so genannten man pages) an, die auf dem Rechner installiert sind. Mit man: erhalten Sie eine Übersicht über die Abschnitte in den Handbüchern.

Sie können man: auch direkt mit einem Befehlsnamen starten. So bringt man:ls die Dokumentation zum ls-Befehl auf den Schirm. man: können Sie übrigens auch durch ein Doppelkreuz (#) ersetzen; die Eingabezeile #ls erfüllt also den gleichen Zweck.

nntp

Mit dem nntp-Modul greifen Sie direkt auf News-Server zu. Dazu geben Sie nntp://IhrNewsServer/Gruppenname in der Adressleiste des Konquerors ein.

Wenn die eingegebene Gruppe existiert, sehen Sie die darin gespeicherten Nachrichten als Symbole im Konqueror. Klicken Sie auf eine Nachricht, wird diese samt Vorspann als Text dargestellt. Geben Sie keinen Gruppennamen ein, sondern nur den Server, erhalten Sie eine Liste aller verfügbaren Gruppen.

Das nntp-Modul kann nicht bei Servern genutzt werden, die den GROUP-Befehl nicht kennen.

print

Mit dem print-Modul durchsuchen Sie schnell und einfach verschiedene Bereiche von KDEPrint. Geben Sie print:/ in das Adressfeld des Konquerors ein, um Zugang zum Druck-Subsystem zu haben. Hier können Sie Einstellungen der Drucker ändern oder neue Drucker und Druckerklassen erzeugen.

rlogin

Über das rlogin-Modul können Sie eine rlogin-Sitzung auf einem Server mit rlogin-Service starten. Dazu geben Sie in der Adressleiste des Konquerors rlogin://DerServerName ein. Das öffnet eine Konsole, und Sie werden nach dem Passwort Ihres Accounts gefragt.

sftp

SFTP ist ein geschütztes Dateitransfer-Protokoll. Es arbeitet ähnlich wie das ftp-Modul, allerdings über einen verschlüsselten ssh-Transportweg. Dazu verwendet es einige Funktionen der Secure Shell ssh wie die Authentifizierung mit öffentlichem Schlüssel und Datenkompression. Geben Sie sftp://Rechnername ein, erscheint ein Anmeldedialog für diesen Rechner.

smb

Mit dem smb-Modul können Sie auf Ressourcen in Windows-Netzwerken zugreifen. Dazu muss allerdings das Samba-Paket installiert sein.

Um die Arbeitsgruppen anzuzeigen, geben Sie smb:/ ein. smb:/arbeitsgruppe zeigt alle Rechner in der Arbeitsgruppe an.

Um sich bei Windows-NT-Domain-Controllern anmelden zu können, benötigen Sie mindestens Samba 2.0. Wollen Sie auf Ressourcen von Windows-2000-Rechnern zugreifen, brauchen Sie mindestens Samba 2.0.7.

telnet

Über Telnet, das so genannte Network Terminal Protocol, können Sie sich auf jedem Netzwerkrechner anmelden, der Telnet unterstützt. Geben Sie dazu telnet://Netzwerkrechner ein, um eine Konsole zu öffnen, an der Sie sich einloggen können.

webdav

WebDAV ist ein Distributed-Authoring-and-Versioning-Protokoll für das Internet. Mit Hilfe dieses Protokolls können Sie Dokumente und Skripte auf einem HTTP-Server verwalten. Durch Zusatzfunktionen erleichtert es das Koordinieren verschiedener Versionen zwischen mehreren Autoren.

Um WebDAV zu benutzen, tragen Sie das Protokoll vor der Web-Adresse ein, etwa webdav://www.Domain.de/Verzeichnis/. Geben Sie einen Verzeichnisnamen ein, werden alle Dateien und Unterverzeichnisse angezeigt, und Sie können mit diesen arbeiten, als wären sie auf Ihrem Rechner.

webdavs

WebDAVS ist die mit SSL verschlüsselte Variante des WebDAV-Protokolls.

Schneller Weg aus dem Konqueror zum Druckmodul

Wenn Sie in der Adresszeile des Konqueror print:/ eingeben, gelangen Sie in das virtuelle Wurzelverzeichnis des Druckmoduls. Von hier können Sie in die Unterverzeichnisse Andere Geräte, Druckaufträge, Drucker, Klassen und Verwaltung wechseln.

Das Verzeichnis Andere Geräte listet alle speziellen Druckmöglichkeiten. Das können Faxprogramme wie Hylafax oder efax oder Programme, mit denen Sie PDF- und Postscript-Dateien aus einer KDE-Anwendung heraus erzeugen können, sein. Im Verzeichnis Drucker werden alle vorhandenen Drucker angezeigt. Klicken Sie auf einen, werden Informationen wie Adresse, Status und Schnittstelle dieses Druckers angezeigt. Unter Druckaufträge sehen Sie, welche Druckjobs gerade in der Warteschlange sind, und im Verzeichnis Klassen werden Druckerklassen angezeigt, sofern Sie das Drucksystem CUPS benutzen.

In der Verwaltung schließlich können Sie die einzelnen Drucker und speziellen Geräte einstellen oder auf ein anderes Drucksystem wechseln. Die Druckerverwaltung erreichen Sie auch direkt mit dem Befehl print:/manager.


Abb. 3: In der Druckverwaltung richten Sie Drucker oder spezielle Druckprogramme ein oder wechseln das Drucksystem.

Wie viel Speicher steckt in Ihrem Computer?

Wollen Sie wissen, wie Linux mit den Speicherressourcen Ihres PCs umgeht? Dann öffnen Sie doch mal das Infozentrum und klicken links auf Speicher (in KDE 3.0 finden Sie diese Informationen im Kontrollzentrum unter Information / Ein-/Ausgabe-Module). Daraufhin erscheinen rechts drei Balkengrafiken und mehrere Zahlen, die über die Speicherverhältnisse informieren.

Die linke Grafik Gesamtspeicher gibt an, wie viel physischen und Auslagerungsspeicher Sie im Rechner haben. Der mittlere Block informiert über die Aufteilung des physischen Speichers. Die rechte Grafik zeigt, wie viel Auslagerungsspeicher noch frei ist.

Die Zahlen darüber geben noch an, was die Prozentangaben in den Grafiken in MB ausmachen.


Abb. 4: Noch lange nicht an die Grenzen stößt dieses System mit 100 Prozent freiem Auslagerungsspeicher.

Per Stichwort auf Informationssuche

Suchen Sie Informationen zu einem bestimmten Thema, kennen aber nicht genau die Kategorie, zu der es gehört? Kein Problem, wechseln Sie im Infozentrum (bzw. unter KDE 3.0 im Kontrollzentrum) auf die Registerkarte Suchen. Geben Sie dort Ihren Suchbegriff ein oder wählen Sie ein Stichwort aus der Liste. Sobald Sie das Stichwort markieren, erscheint unter Ergebnis die gesuchte Kategorie. Klicken Sie darauf, um die Werte im Feld rechts anzuzeigen.

KDE 3.1: Nachrichten vom System mit Klängen versehen

Wie unter Windows können Sie auch in KDE bestimmten Ereignissen feste Klänge zuordnen. Das machen Sie im Kontrollzentrum im Bereich Sound & Multimedia / Systemnachrichten. Wählen Sie dazu zunächst eine der Kategorien Bildschirmlineal, KDE-Fenstermanager, KDE-Systemnachrichten oder KDE-Systemüberwachung. Darauf erscheinen die diesen Kategorien zugeordneten Ereignisse.

Im Gegensatz zu Windows können Sie jedem Ereignis in KDE mehrere Aktionen zuordnen: Außer Klang abspielen können Sie über In Logdatei schreiben eine Datei wählen, in der die Aktion protokolliert wird. Wählen Sie Programm ausführen, müssen Sie ein Programm in das Feld eintragen oder eines per Dateidialog wählen, das jedes Mal abläuft, sobald dieses Ereignis stattfindet. Wollen Sie bei bestimmten Ereignissen -- etwa bei Fehlern -- benachrichtigt werden, kreuzen Sie Nachricht in extra Fenster anzeigen an. Ist die Mitteilung weniger bedeutend, markieren Sie außerdem Passives Fenster verwenden, das keine anderen Abläufe unterbricht. Schließlich können Sie noch die Nachricht an Standard-Fensterausgabe senden.

Wollen Sie ganz schnell alle Klänge ein- oder ausschalten, klicken Sie auf die Schaltfläche Alle aktivieren bzw. Alle deaktivieren. Soll sich das außerdem auf alle Kategorien auswirken, schalten Sie zusätzlich die Option Auf alle Programme anwenden ein.

Über die Wiedergabe-Einstellungen können Sie noch die Lautstärke der Systemklänge einstellen. Das ist vorteilhaft, denn so begrüßt Sie KDE nicht in Fortissimo, wenn Sie die Boxen zur CD-Wiedergabe vielleicht ein wenig höher aufgedreht haben.

Welchen Aktionen Sie Ereignisse zuordnen können, lesen Sie im Kasten Aktionen, denen Sie bestimmte Ereignisse zuordnen können.


Abb. 5: Mit einem Klick auf "Klang abspielen" ordnen Sie einer Aktion einen Systemklang zu.

KDE 3.0: Nachrichten vom System mit Klängen versehen

In KDE 3.0 funktioniert die Zuordnung von Klängen und anderen Ereignissen ein wenig anders. Wählen Sie im Kontrollzentrum im Bereich Klänge / Systemnachrichten ein Programm bzw. Ereignis. Danach können Sie diesem wie in KDE 3.1 mehrere Aktionen zuordnen. Für die Benachrichtungsfunktion (Fehler etc.) kreuzen Sie Benachrichtigungsfeld anzeigen an. Schließlich können Sie noch die Nachricht an Standard-Fensterausgabe senden.

Aktionen, denen Sie bestimmte Ereignisse zuordnen können

Bildschirmlineal (in KDE 3.1)

  • Das Lineal wurde durch die Cursortasten um einige Pixel verschoben

KDE-Fenstermanager

  • Die Größenänderung eines Fensters hat begonnen
  • Die Größenänderung eines Fensters ist abgeschlossen
  • Die Verschiebung eines Fensters hat begonnen
  • Die Verschiebung eines Fensters ist abgeschlossen
  • Die virtuelle Arbeitsfläche 1, 2, ... ist ausgewählt
  • Ein anderes Fenster ist aktiviert
  • Ein (Dialog-) Fenster erscheint
  • Ein (Dialog-) Fenster wird entfernt
  • Ein Fenster "haftet" nicht mehr
  • Ein Fenster ist auf Symbolgröße verkleinert
  • Ein Fenster wird auf "Haften" gestellt
  • Ein Fenster wird auf seine ursprüngliche Größe zurückgestellt
  • Ein Fenster wird eingefahren, so dass nur noch die Titelleiste sichtbar bleibt
  • Ein Fenster wird geschlossen
  • Ein Fenster wird herausgefahren und ist wieder voll sichtbar
  • Ein Fenster wird maximiert
  • Ein Fenster wird unter Maximalgröße gebracht
  • Fenster löschen (mit "Totenkopf-Cursor")
  • Neues Fenster

KDE-Systemnachrichten

  • Es ist ein schweres Problem aufgetreten, das zum Abbruch des Programms geführt hat
  • Beim Drucken ist ein Fehler aufgetreten
  • Es ist ein Fehler im Programm aufgetreten, der zu Problemen führen kann
  • Es ist ein schwerer Fehler aufgetreten, der mindestens zum Abbruch des Programms geführt hat
  • Das Ende der Übereinstimmungsliste ist erreicht
  • Die gewählte Datei kann nicht zum Lesen oder Schreiben geöffnet werden
  • Es gibt mehr als eine mögliche Übereinstimmung
  • Im Programm ist ein besonderes Ereignis aufgetreten
  • KDE startet
  • KDE wird beendet
  • Keine passende Ergänzung gefunden

KDE-Systemüberwachung

  • Sensor zeigt Überschreitung der kritischen Grenze an
  • Übereinstimmende Suchmuster

Anderes Tastatur-Layout einstellen

In KDE ist normalerweise ein deutsches Tastatur-Layout eingestellt. So erscheinen die Umlaute auch korrekt, wenn Sie darauf drücken, und das Z und das Y sind nicht so angeordnet wie auf amerikanischen Tastaturen.

Sie können das Tastatur-Layout jedoch im Kontrollzentrum anpassen. Dazu wählen Sie unter Regional-Einstellungen & Zugang den Eintrag Tastaturlayout (bzw. unter KDE 3.0 "Angeschlossene Geräte / Tastatur").

Damit es funktioniert, müssen Sie mit Tastaturlayouts aktivieren diese zunächst einschalten. Anschließend wählen Sie die Primäre Belegung -- zum Beispiel Deutsch -- und Ihren Tastaturtyp (etwa Generic 105-key (Intl) PC oder Microsoft Natural). Außerdem können Sie noch eine Primäre Variante aussuchen, die das Verhalten bei einigen Sonderzeichen betrifft.

Danach markieren Sie in der Liste Zusätzliche Belegungen die zweite Belegung der Tastatur, also zum Beispiel Englisch (US) mit toten Tasten. (Das ist eine schlechte Übersetzung der "dead keys", mit denen Akzent- und ähnliche Tasten gemeint sind, die zunächst wirkungslos bleiben und erst in Verbindung mit einer weiteren Taste ein Zeichen wie zum Beispiel "é" erzeugen.) Auch hier können Sie eine Variante aussuchen, sobald Sie eine Belegung markiert haben. Zusätzlich können Sie noch den Geltungsbereich für die Tastaturbelegung festlegen: entweder Global, für ein Programm oder in einem Fenster.

Klicken Sie danach auf Anwenden, erscheint im Systembereich der Kontrollleiste das KDE-Dienstprogramm für die Tastatur. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche, wird zum jeweils nächsten Tastatur-Layout gewechselt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, erscheint ein Kontextmenü, über das Sie das Programm einrichten oder beenden können.


Abb. 6: Wenn Sie die Tastatur-Layouts einschalten, können Sie zwischen vielen vorhandenen Tastaturbelegungen wählen.

Einzelnes Programm mit KDE 3.1 "autostarten

Einen Autostart-Ordner wie in Windows, der bestimmte Programme gleich mit startet, hat KDE auch. Es ist das im Home-Verzeichnis eines jeden Nutzers versteckte Verzeichnis .kde/Autostart/. Wenn Sie daraus ein Programm starten wollen, müssen Sie dort zunächst eine ausführbare Datei erzeugen und da hinein den Startbefehl des Programms schreiben.

Das ist ein wenig umständlich. Vor allem, da geöffnete Programme auch beim nächsten Start von KDE wieder geladen werden, sofern Sie die Sitzung sichern. Schließen Sie während der Arbeit ein Programm, das Sie sonst eigentlich immer benötigen, können Sie es auch ohne Autostart-Ordner mit einem Trick automatisch beim KDE-Start wieder öffnen.

Dazu bedienen Sie sich der Systemnachrichten. Öffnen Sie das Kontrollzentrum und wechseln in das Menü Sound & Multimedia / Systemnachrichten. Wählen Sie oben aus der Auswahl-Liste den Eintrag KDE-Systemnachrichten. Markieren Sie nun KDE startet und klicken auf die Schaltfläche Weitere Optionen. Markieren Sie die Option Programm ausführen und suchen über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen das gewünschte Programm heraus. Dieses wird künftig bei jedem KDE-Start ebenfalls geladen.

Dokument-Pfad in KDE 3.1 ändern

Wenn Sie in KDE-Programmen eine Datei öffnen oder speichern wollen, wird Ihnen zunächst das Home-Verzeichnis als Standardverzeichnis vorgeschlagen. Das ist aber nicht immer gewünscht. Sollten Sie zum Beispiel ein Verzeichnis Dokumente in Ihrem Home-Verzeichnis stehen haben, wäre es schöner, wenn auch dieses im Dateidialog immer eingestellt wäre.

Das können Sie im Kontrollzentrum vornehmen. Wechseln Sie in die Gruppe Systemverwaltung / Pfade und suchen Sie über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen neben dem Feld Dokument-Pfad das gewünschte Verzeichnis heraus. Bestätigen Sie mit OK und schließen das Kontrollzentrum wieder. Künftig ist in KDE-Programmen wie Kwrite und anderen das von Ihnen gewählte Verzeichnis voreingestellt.


Abb. 7: Das Verzeichnis, das Sie als Dokument-Pfad angeben, erscheint als erstes beim Öffnen und Speichern in KDE-Programmen.

Löschen in KDE

KDE kennt drei Arten, eine Datei oder ein Verzeichnis zu entfernen:

Die Unterschiede zwischen diesen drei Löschvarianten: Wenn Sie eine Datei oder ein Verzeichnis in den Mülleimer werfen, können Sie es von dort zurückholen, indem Sie auf das Mülleimer-Symbol klicken. Dann öffnet Konqueror mit dem Inhalt des Mülleimers. Von hier können Sie die Dateien überall hin kopieren oder verschieben.

Weg sind die Dateien erst, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf dem Mülleimer klicken und Mülleimer leeren wählen. Das entspricht dem Befehl Löschen; die Dateien sind weg - wie von der Müllabfuhr abgeholt und zur Kippe gefahren. Daten dann noch zurückzuholen, ist nur mit entsprechenden Tools möglich. Die Dateien oder Verzeichnisse, die Sie in den Reißwolf schieben, werden so gelöscht, dass sie nicht wiederherzustellen sind.

Im Kontextmenü (rechte Maustaste) einer Datei oder eines Verzeichnisses stehen Ihnen nur die ersten beiden Löschvorgänge zur Verfügung. Den Reißwolf erreichen Sie mit der Maus nur über den Befehl Bearbeiten / In den Reißwolf schieben im Konqueror. Alle drei Löschvorgänge können Sie allerdings auch mit Hilfe von Tastenkombinationen auslösen: In den Mülleimer werfen Sie eine Datei oder ein Verzeichnis mit [Entf], löschen tun sie mit [Umschalt-Entf] und in den Reißwolf kommt eine Auswahl mit [Strg-Umschalt-Entf].

Wenn Sie löschen, fragt KDE nach, ob Sie das auch wirklich tun wollen. Wenn Sie diese Frage künftig unterbinden wollen, markieren Sie vor dem Löschen die Option Diese Nachfrage nicht mehr anzeigen (bzw. Diese Meldung nicht mehr anzeigen in KDE 3.0). (hge)


Abb. 8: KDE fragt vor dem Löschen einer Datei nach. Das können Sie künftig unterbinden, wenn Sie die Option "Diese Nachfrage nicht mehr anzeigen" markieren.

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