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Erschienen in EasyLinux 09/2003

Leserbriefe

Barcodes

In Ausgabe 07/2003 haben Sie in einem kurzen Beitrag das Java-Programm DuraPrint von Durable zum Drucken von Etiketten erwähnt. Da dieses Programm weder freie Software noch Freeware (umsonst) ist, möchte ich Sie gerne auf eine sehr leistungsfähige freie Alternative zum Drucken von Etiketten, Visitenkarten und auch Barcodes hinweisen: KBarcode. Die freie KDE-Applikation ist in der stabilen Version 1.2.1 verfügbar und kann von http://www.kbarcode.net herunter geladen werden. Das Programm ist vollständig ins Deutsche Übersetzt (und auch in einige andere Sprachen) und hat eine einfach zu bedienende grafische KDE-Oberfläche.

Dominik Seichter, per E-Mail

EasyLinux: Danke für den Hinweis. Das zugrunde liegende Kommandozeilen-Tool barcode verwenden wir sogar in der Redaktion. (hge)

ISDN unter Red Hat Linux 9

Erst einmal möchte ich wie so viele andere vor mir sagen, dass sich seit Erscheinen Ihrer Zeitung Linux zur "Sucht" entwickelt hat. Trotzdem habe ich ein Problem und komme einfach nicht darauf, woran es liegen könnte: Es geht um die Einwahl ins Internet. Als ich mit Red Hat Linux 8.0 anfing, war die DFÜ-Verbindung ganz einfach einzustellen und funktionierte auch, im Gegensatz zu Windows, sofort. Als ich dann auf Red Hat Linux 9 umstieg, verfuhr ich nach demselben Schema. Doch zu meinem Erstaunen schlug das Hochfahren der Verbindung jedes mal beim Booten fehl, obwohl die ISDN-Karte von AVM erkannt wurde und auch die Treiber stimmen. Auch die Einstellungen habe ich überpüft -- alles ok. Meine Frage: Habe ich vergessen, ein Paket zu installieren?

Noch eine Frage: Ich habe mir eine zweite Platte zugelegt, um Windows 2000 und Linux getrennt laufen zu lassen. Beim Installieren von Windows 2000 wurde die Platte nur teilformatiert, und es gibt noch eine Linux-Partition auf der Platte. Gibt es eine Möglichkeit, über die Linux-Platte diese Partition zu mounten, um sie zu löschen?

Martin Seifert, per E-Mail

EasyLinux: Mit ISDN unter Red Hat Linux 9 scheint es öfter Probleme zu geben. In unserer Schwester-Publikation Linux Community finden Sie dazu eine Diskussion: http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=7750.

Zur zweiten Frage: Linux-Partitionen brauchen Sie nicht zu mounten, wenn Sie sie löschen wollen. Sie können einfach einen beliebigen Partitions-Manager, der Linux-Partitionen kennt, zum Löschen verwenden, z. B. das Partitionierungs-Tool aus der Red-Hat-Installation. (Installation starten, Partition löschen, danach Installation abbrechen). (hge)

Scheiben Allerlei, 06/2003

Ihre oben angegebenen Artikel habe ich mit großem Interesse gelesen. Wie in den Artikeln beschrieben, funktionierte sowohl mein CD-Brenner, als auch das Programm K3B. Einziger Unterschied war, dass ich entgegen Ihrem Artikel das RPM-Paket k3b-0.8.1-rh9.i386.rpm von der Homepage http://www.k3b.org laden musste. Das auf Ihrer Homepage im Download-Bereich bereitgestellte Paket ließ sich nicht installieren (Red Hat 9.0).

Leider fand ich die im Artikel "Scheiben Allerlei" gegebenen Hilfen nur für eine Erstkonfiguration hilfreich. Vor kurzem habe ich mir einen DVD-Brenner (Ricoh MP5125A) zugelegt. Das Gerät betreibe ich als einziges Gerät in meinem Rechner. Bis dato hatte ich einen älteren HP-Writer (7200 Serie) benutzt, unter diesem Gerät wurde auch die Erstinstallation vorgenommen.

Nach dem Wechsel des CD-Brenners in einen DVD-Brenner wird das neue Gerät überhaupt nicht in dem Programm K3B berücksichtigt. Im Red-Hat-Hardware-Browser wird allerdings das Ricoh-Gerät erkannt. Alle Schritte des "Scheiben-Allerlei"-Artikels (Verknüpfung auf DVD-Laufwerke) habe ich nachvollzogen, wie zum Beispiel den Verweis von /dev/cdrom1 auf den Pfad /dev/dvd. CD-ROMs brennt K3B auch auf dem DVD-Brenner, DVDs werden mit einer Fehlermeldung ausgeworfen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass K3B auch nur CD-R-Optionen zulässt (Größe der CD in Minuten).

Ich würde mich freuen, wenn Sie vielleicht noch einmal zu diesem Problem Stellung nehmen könnten. Bestimmt haben auch andere Leser in letzter Zeit ihre Laufwerke gewechselt oder planen diesen Schritt.

Als Anregung für Ihre Zeitschrift würde ich mir ohnehin vermehrte Hardware-Berichte wünschen -- Wie binde ich z. B. einen neu erworbenen Scanner ein, wie kann ich überhaupt neue Hardware einbinden, wie kann alte Hardware aus dem Betriebssystem entfernt werden? (Welche Dateien werden nicht mehr benötigt und wie kann ich so etwas überhaupt herausfinden...?)

Dies betrifft auch neue Software. So kann auf der K3B-Homepage eine neue Version heruntergeladen werden. Meine Frage, wie deinstalliere ich das "alte" K3B-Programm, um die neue Version installieren zu können? Oder kann ich das neue Paket einfach "drüber installieren"?

Carsten Helberg, per E-Mail

EasyLinux: k3b ist ein Front-End fuer das Programm cdrecord, das keine DVDs brennen kann. Es gibt zur Zeit zwei Projekte, mit denen sich DVDs brennen lassen; das sind die Textmodus-Programme cdrecord-proDVD (ftp://ftp.berlios.de/pub/cdrecord/ProDVD/README) und dvdrecord (http://www.nongnu.org/dvdrtools/), beide von cdrecord abgeleitet. Ersteres ist der kommerzielle Ableger von cdrecord (zur Zeit gratis für private Nutzung verfügbar), letzteres ein freies Projekt, das aber noch Schwierigkeiten macht. Es wird bei Red Hat Linux 9 mitgeliefert. k3b unterstützt aber nicht den Wechsel auf dvdrecord (und damit kein Brennen von DVDs). Es gibt auch erhebliche Unterschiede in der Unterstützung von DVD-R- und DVD+R-Medien.

Das alternative GUI xcdroast (http://xcdroast.org/) beherrscht in seiner aktuellen Alpha-Version das Brennen von DVDs, allerdings offenbar nur mit cdrecord-proDVD, nicht mit dvdrecord. Auch xcdroast gehört bei Red Hat Linux 9 zum Lieferumfang.

Die DVD-Software ist noch nicht so weit, dass sie problemlos mit GUIs bedient werden kann. Wenn Sie bereit sind, sich in die Verwendung des Kommandozeilen-Programms cdrecord-proDVD bzw. dvdrecord einzuarbeiten, können Sie damit experimentieren. Als Thema in EasyLinux sehe ich DVD-Brennen im Moment noch nicht, da es zu viele Schwierigkeiten gibt.

Wir werden weiter regelmäßig über Hardware berichten. Den Umfang der Rubrik können wir allerdings derzeit nicht vergrößern, da die Tests sehr komplex sind; wir müssen ja mit vier Distributionsversionen testen -- man kann nichts von einer Version auf die andere übertragen.

Zur letzten Frage: Wenn ein Paket für Red Hat Linux 9 gebaut wurde, können Sie es "drüber installieren". Über den Konqueror geht das nicht, mit dessen Kontextmenüpunkt Install packages lassen sich nur neue Pakete installieren aber keine Updates durchführen. Wechseln Sie daher auf die Kommandozeile, werden Sie mit su zum Administrator und geben Sie den Befehl

rpm -Uvh Paketname

ein. "U" steht für Update, "v" für verbose (ausführliche Infos), "h" zeigt einen Fortschrittsbalken an. (hge)

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