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von Andrea Müller
Im Verzeichnis /tmp legen Programme temporäre Dateien ab. Mit dem Sysconfig-Editor von SuSE Linux sorgen Sie dafür, dass dort bei jedem Boot-Vorgang aufgeräumt wird.
Starten Sie das YaST2 Kontrollzentrum aus dem Untermenü Administration des SuSE-Work-Menüs.
Markieren Sie den Punkt System in der linken Seitenleiste und starten Sie den Editor für /etc/sysconfig (Editor für /etc/sysconfig-Dateien unter SuSE Linux 8.2).
Navigieren Sie in der Baumansicht auf der linken Seite zum Punkt Base-Administration / Common-Basics / Clear_tmp_dirs_at_bootup. Falls Sie SuSE Linux 8.2 einsetzen, heißt der richtige Eintrag System / Cron / CLEAR_TMP_DIRS_AT_BOOTUP.
Wählen Sie im Dropdown-Feld auf der rechten Seite den Eintrag yes (Abbildung 1).
Klicken Sie auf Speichern. Unter SuSE Linux 8.2 wählen Sie stattdessen die Schaltfläche Beenden. YaST zeigt Ihnen nun an, was er ändern wird. Bestätigen Sie die Änderungen mit Klick auf OK. Nachdem YaST die Konfigurationsdateien auf den neuesten Stand gebracht hat, beenden Sie das Programm über den Schließen-Button.
Zukünftig werden alle temporären Dateien beim nächsten Boot-Vorgang gelöscht. Anders als unter Windows, das im temp-Verzeichnis manchmal Dateien für Software-Installationen zwischenlagert, ist es unter Linux ungefährlich, dort noch liegende Dateien beim Systemstart zu löschen. Natürlich müssen Sie darauf achten, in /tmp nicht versehentlich private Dokumente zu speichern.
Wer Red Hat Linux benutzt, braucht keine besonderen Einstellungen vorzunehmen. Hier kümmert sich das Programm tmpwatch um die temporären Dateien. Es läuft standardmäßig einmal pro Tag und entfernt alles aus dem /tmp-Verzeichnis, was nicht mehr benötigt wird.
Wenn Ihnen die blaue Boot-Grafik von SuSE Linux zu verspielt ist, schalten Sie sie einfach ab.
Starten Sie YaST über den Punkt Administration / YaST2 (YaST2 Kontrollzentrum) des Work-Menüs.
Wechseln Sie auf der linken Seite zum Eintrag System und starten Sie über den Eintrag Editor für /etc/sysconfig den Systemkonfigurationseditor von SuSE. Bei SuSE Linux 8.2 heißt der Punkt Editor für /etc/sysconfig-Dateien.
Die gesuchte Option verbirgt sich hinter dem Eintrag etc / splash in der Baumansicht. Anwender, die die neue Version 8.2 verwenden, sind bei System / Boot / SPLASH an der richtigen Adresse. In der rechten Fensterhälfte legen Sie nun fest, ob Sie die blaue Boot-Grafik sehen möchten. Um sie abzuschalten, tragen Sie unter SuSE Linux 8.1 no in das Eingabefeld ein. Unter SuSE Linux 8.2 können Sie die Option im Dropdown-Menü auswählen.
Klicken Sie auf Speichern (bei SuSE Linux 8.2 auf Beenden) und quittieren Sie die Nachfrage, ob Sie die Änderungen wirklich sichern wollen, mit einem Klick auf OK. YaST passt nun die Konfigurationsdateien an, beenden Sie ihn danach über einen Klick auf Schließen.
Beim nächsten Boot-Vorgang startet das System nicht mit der blauen Hintergrundgrafik, sondern in klassischer Schwarz-Weiß-Optik.
Kaum legen Sie unter Red Hat Linux eine CD ein, röhrt das Laufwerk schon los: Red Hat bindet die CD automatisch ins Dateisystem ein, und als ob das nicht reichte, poppt zusätzlich noch ein Fenster des CD-ROM-Verzeichnisses auf. Wollten Sie erst noch eine andere Aufgabe beenden, ist dieses nach vorne drängelnde Fenster sehr lästig. Das automatische Einhängen von CDs können Sie jedoch unterbinden. Bedenken Sie aber, dass Sie dann die eingelegten Silberscheiben entweder von Hand oder über Klick auf das entsprechende Desktop-Icon mounten müssen. Wie Sie den Autostart abstellen, hängt von Ihrer Desktop-Umgebung ab. Haben Sie die Desktop-Umgebung KDE erst nachträglich installiert, ist der Autostart standardmäßig nicht eingerichtet. Wer dieses Feature praktisch findet, erfährt hier auch, wie man es nachträglich aktiviert.
Öffnen Sie den Datei-Manager Konqueror über einen Doppelklick auf das Desktop-Symbol Persönliches Verzeichnis.
Wählen Sie aus dem Menü Ansicht den Punkt Versteckte Dateien anzeigen, damit auch die mit einem Punkt beginnenden Konfigurationsdateien sichtbar werden.
Wechseln Sie in das Verzeichnis .kde und dort in Autostart (Abbildung 3). Dieser Ordner heißt nicht nur so wie bei Windows, sondern erfüllt unter KDE auch dieselbe Funktion. Je nachdem, was Sie unter KDE schon konfiguriert haben, ist dieser mehr oder weniger gut bestückt.
Verantwortlich für die Überwachung des CD-Laufwerks ist die Datei Autorun.desktop. Sie sorgt dafür, dass das Programm autorun zusammen mit KDE gestartet wird. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen Sie im Kontextmenü den Punkt Löschen. Beantworten Sie die Sicherheitsabfrage von Konqueror ebenfalls mit Klick auf Löschen.
KDE bindet CDs jetzt nicht mehr automatisch in das Dateisystem ein. Um auf eine eingelegte CD-ROM zuzugreifen, reicht ein Doppelklick auf das CD-Symbol auf Ihrem Desktop. Die CD entnehmen Sie, indem Sie mit der rechten Maustaste auf das CD-Icon klicken und Laufwerk-Einbindung lösen wählen.
Wollen Sie den Ursprungszustand wiederherstellen, ist auch das kein Problem: Sie holen sich einfach die Vorlagendatei, die auch Red Hat Linux verwendet, wenn ein neuer Benutzer angelegt wird. Navigieren Sie mit Konqueror in das Verzeichnis /etc/skel/.kde/Autostart und markieren Sie dort die Datei Autorun.desktop. Wählen Sie aus dem Kontextmenü den Punkt Kopieren und wechseln Sie in Ihr eigenes KDE-Autostartverzeichnis. Klicken Sie mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich des Fensters und wählen Sie Einfügen.
GNOME-Benutzer gehen einen anderen Weg:
Öffnen Sie die Red-Hat-Einstellungen mit einem Doppelklick auf das Hier-starten-Symbol auf Ihrem Desktop.
Wählen Sie zunächst Präferenzen und danach Extras (in Red Hat Linux 9.0 heißt der Punkt Weitere Präferenzen). Starten Sie dort den Sitzungsmanager über den Punkt Sitzungen.
In dieser Anwendung verwaltet GNOME die Programme, die zusammen mit der Desktop-Umgebung gestartet werden. Markieren Sie aus der Liste auf der Registerkarte Aktuelle Sitzung den Eintrag magicdev (Abbildung 3).
Dieses Programm läuft permanent im Hintergrund und überwacht Ihr CD-ROM-Laufwerk. Sobald es eine CD findet, bindet es diese in das Dateisystem ein und startet den Datei-Manager Nautilus. Ein Klick auf Entfernen macht dem "Autostart" von CDs ein Ende. Klicken Sie nun noch auf Anwenden und danach auf Schließen. Unter Red Hat Linux 8.0 behauptet der Sitzungsmanager hierbei steif und fest, es gäbe noch ungespeicherte Änderungen. Das ist jedoch nicht der Fall: Bestätigen Sie seine Nachfrage, ob Sie das Programm wirklich beenden wollen, mit einem Klick auf Ok.
Damit GNOME Ihre Änderung speichert, setzen Sie im Abmeldedialog ein Häkchen vor Aktuelle Einstellungen speichern.
Ab jetzt werden CDs erst dann gemountet, wenn Sie es wollen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf die Arbeitsfläche und wählen Sie aus dem Menü Platten den Eintrag CD-ROM. Nautilus startet im passenden Verzeichnis, und auf dem Desktop erscheint ein CD-ROM-Icon. Um die CD wieder auszuhängen, klicken Sie erneut auf den Eintrag CD-ROM aus dem Kontextmenü der Arbeitsfläche.
Wollen Sie CDs später doch wieder automatisch einhängen lassen, erledigen Sie auch das über den Sitzungseditor. Wählen Sie auf der Registerkarte Startprogramme den Punkt Hinzufügen aus und tragen Sie dort magicdev ein. (eba)
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Last modified: 2007-01-25 16:26
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