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Tipps & Tricks zu KDEBesser arbeiten mit KDEvon Thomas Hümmler |
KWrite können Sie über das K-Menü starten oder über ein Symbol auf dem Desktop. Es gibt aber auch die Möglichkeit, das Programm mit einem Dateinamen von der Konsole aus zu starten. Der Befehl dazu lautet dann:
kwrite ~/Texte/Beispieltext
Damit wird die Datei Beispieltext aus dem Unterverzeichnis Texte des eigenen Home-Verzeichnisses geöffnet.Gibt es die Datei dort nicht, benutzt KWrite einen neuen Puffer, der erst dann endgültig mit dem gewählten Dateinamen geschrieben wird,wenn Sie Datei / Speichern wählen.
Der Befehl kwrite hat noch weitere Parameter: Mit dem Befehl
kwrite --caption "Mein KDE-Editor"
erscheint statt KWrite in der Titelleiste der Text Mein KDE-Editor. Wenn Sie wissen möchten, mit welcher Version von QT, KDE und KWrite Sie arbeiten, rufen Sie KWrite in der Kommandozeile mit dem Befehl
kwrite -v
auf.
| Kasten 1: Tastenbelegungen in KWrite | |
| Viele Tastenkürzel können Sie im Einstellungen-Menü festlegen. In der Grundeinstellung hat KWrite die folgenden Tastenfunktionen (unter KDE 3.0 beherrscht KWrite noch nicht alle aufgeführten Funktionen). | |
| Bewegen im Text | |
| [Pos1] | An den Zeilenanfang |
| [Strg-Pos1] | Zum Dokumentanfang |
| [Ende] | An das Zeilenende |
| [Strg-Ende] | Zum Dokumentende |
| [Bild nach oben] | Eine Seite nach oben |
| [Alt-Bild nach oben] | Zum vorherigen Lesezeichen |
| [Strg-Bild nach oben] | Zum oberen Rand der Ansicht |
| [Bild nach unten] | Eine Seite nach unten |
| [Alt-Bild nach unten] | Zum nächsten Lesezeichen |
| [Strg-Bild nach unten] | Zum unteren Rand der Ansicht |
| [Pfeil nach links] | Ein Zeichen nach links |
| [Strg-Pfeil nach links] | Ein Wort nach links |
| [Pfeil nach rechts] | Ein Zeichen nach rechts |
| [Strg-Pfeil nach rechts] | Ein Wort nach rechts |
| [Pfeil nach oben] | Eine Zeile nach oben |
| [Strg-Pfeil nach oben] | Eine Zeile nach oben, Cursor bleibt in der urpsrünglichen Zeile |
| [Pfeil nach unten] | Eine Zeile nach unten |
| [Strg-Pfeil nach unten] | Eine Zeile nach unten, Cursor bleibt in der urpsrünglichen Zeile |
| [Strg-G] | Gehe zu Zeile |
| Löschen | |
| [Entf] | Löscht das Zeichen rechts vom Cursor oder den markierten Text |
| [Strg-Entf] | Wort rechts löschen |
| [Rücktaste] | Löscht das Zeichen links vom Cursor |
| [Strg-Rücktaste] | Löscht das Wort links vom Cursor |
| [Strg-K] | Zeile löschen |
| Markieren | |
| [Umschalt-Pos1] | Bis Zeilenanfang markieren |
| [Strg-Umschalt-Pos1] | Bis Dokumentanfang markieren |
| [Umschalt-Ende] | Bis Zeilenende markieren |
| [Strg-Umschalt-Ende] | Bis Dokumentende markieren |
| [Umschalt-Bild nach oben] | Bis zum Seitenanfang markieren |
| [Umschalt-Bild nach unten] | Bis zum Seitenende markieren |
| [Umschalt-Pfeil nach links] | Zeichen links markieren |
| [Strg-Umschalt-Pfeil nach links] | Wort links markieren |
| [Umschalt-Pfeil nach rechts] | Zeichen rechts markieren |
| [Strg-Umschalt-Pfeil nach rechts] | Wort rechts markieren |
| [Umschalt-Pfeil nach oben] | Bis zur vorherigen Zeile markieren |
| [Umschalt-Pfeil nach unten] | Bis zur nächsten Zeile markieren |
| [Strg-Umschalt-6] | Bis zur passenden Klammer markieren |
| [Strg-A] | Gesamten Text markieren |
| Suchen und Ersetzen | |
| [Strg-F] | Suchen |
| [F3] | Weitersuchen |
| [Umschalt-F3] | Früheres Vorkommen suchen |
| [Strg-R] | Ersetzen |
| Hilfe | |
| [F1] | Hilfe |
| [Umschalt-F1] | Was ist das? |
| Dateioperationen | |
| [Strg-N] | Neue Datei |
| [Strg-O] | Datei öffnen |
| [Strg-P] | |
| [Strg-S] | Datei speichern |
| [Strg-W] | Datei schließen |
| [F5] | Datei neu laden |
| Arbeiten mit der Zwischenablage | |
| [Strg-C] | Markierten Text in die Zwischenablage kopieren |
| [Strg-V] | Inhalt der Zwischenablage einfügen |
| [Strg-X] | Markierten Text löschen und in die Zwischenablage kopieren |
| Spezielle Editorfunktionen | |
| [Einf] | Wechselt zwischen Einfüge- und Überschreibemodus. Im Einfügemodus werden während des Tippens die Zeichen rechts vom Cursor nach rechts verschoben. Im Überschreibemodus werden die Zeichen rechts vom Cursor durch die neu geschriebenen Zeichen ersetzt |
| [F6] | Symbolspalte anzeigen |
| [F9] | Markierungen für Code-Ausblendungen anzeigen |
| [F11] | Zeilennummern anzeigen |
| [F12] | Automatischer Zeilenumbruch am Ende des Fensters |
| [Strg-6] | Zur passenden Klammer wechseln |
| [Strg-B] | Lesezeichen setzen oder löschen |
| [Strg-I] | Einrücken |
| [Strg-Umschalt-I] | Einrücken rückgängig |
| [Strg-M] | Bearbeitungsbefehl ausführen |
| [Strg-Q] | Beenden - Aktives Editorfenster schließen |
| [Strg-T] | Zeichen vor und hinter Markierung austauschen |
| [Strg-Z] | Rückgängig |
| [Strg-Umschalt-Z] | Wiederherstellen |
| [Strg-#] | Kommentar |
| [Strg-Umschalt-#] | Kommentar entfernen |
Über den Befehl Bearbeiten / Ersetzen oder mit der Tastenkombination [Strg-R] öffnen Sie in KWrite den Text ersetzen-Dialog.Hier tragen Sie den zu suchenden Text ein und den, durch den dieser ersetzt werden soll.
Wenn Sie nun auf OK klicken, wird jedes Vorkommen des zu suchenden Textes ersetzt. Das ist vielleicht nicht immer erwünscht -- Deshalb sollten Sie in den Optionen im unteren Bereich Vor Ersetzen nachfragen einschalten. Dann können Sie jede Änderung kontrollieren und einzeln überspringen.
Zeichendreher ("udn" statt "und") sind schnell passiert. Selbst, wenn man es gleich bemerkt, sind mindestens vier Korrekturschritte nötig: [Rücktaste] zum Löschen des falsch platzierten Zeichens, [Pfeil nach links], Zeichen nochmal tippen und [Pfeil nach rechts], um wieder in die Ausgangsposition zu gelangen.
In KWrite können Sie so etwas nicht nur schneller, sondern auch einfacher lösen: [Pfeil nach links], [Strg-T], [Pfeil nach rechts]. Die Tastenkombination [Strg-T] (siehe Kasten "Tastenbelegungen in KWrite") tauscht das Zeichen vor und hinter der Markierung gegeneinander aus.
Wenn Sie in KWrite einen längeren Text bearbeiten und Sie möchten später zu einer bestimmten Stelle zurück springen, können Sie dort ein Lesezeichen einfügen. Das geschieht mit dem Befehl Lesezeichen / Lesezeichen setzen / löschen oder der Tastenkombination [Strg-B]. Mit der Tastenkombination [Alt-Bild nach oben] gelangen Sie in KDE 3.1 dann sofort in die Zeile zurück, in der die Markierung liegt. In KDE 3.0 wählen Sie das Lesezeichen aus dem Lesezeichen-Menü.
Hinweis: Die Markierungen werden nicht mit dem Text gespeichert. Sie gelten nur, solange die Datei in KWrite geöffnet ist.
Um in KWrite zu einer bestimmten Textstelle zu gelangen, können Sie einerseits den Rollbalken rechts in der Bildlaufleiste entsprechend veschieben.
Es gibt aber noch eine weitere Möglichkeit mit Hilfe des Befehls Bearbeiten / Gehe zu Zeile. Im folgenden Dialog können Sie entweder eine Zeilenzahl eingeben, per Mausklick die Zahl ändern oder den Schieberegler nach links oder rechts verschieben, bis im Feld die gewünschte oder annähernd gewünschte Zahl erscheint. Wählen Sie anschließend OK und die Zeile erscheint im Editorfenster.
Hinweis: Wenn Sie gewohnt sind, mit Zeilenzahlen zu arbeiten, schalten Sie die Anzeige mit der Funktionstaste [F11] ein.
Die Zeilennummern von KWrite, die Sie mit [F11] ein- und ausschalten, können eine große Hilfe sein. Deshalb können Sie diese auch von vornherein einschalten. Das geschieht über den Befehl Einstellungen / Editor einrichten. Wechseln Sie links in der Symbolliste zu den Standardansichten. Markieren Sie dann rechts die Option Zeilennummern anzeigen und bestätigen mit OK.
Je nach Dateityp, den Sie in KWrite bearbeiten, wird auch der so genannte Hervorhebungsmodus gewählt. Dieser ist meist richtig eingestellt, da er eine Datei nach MIME-Typ oder nach Dateiendung einordnet. Wenn Sie eine neue Datei anlegen, kann KWrite nicht wissen, um welchen Dateityp es sich handelt. Das teilen Sie dem Programm über Extras / Hervorhebungsmodus (KDE 3.0: Einstellungen / Hervorhebungsmodus) mit.Wählen Sie dort aus einem der Untermenüs die Programmiersprache, das Skript oder die Formatierung aus, in dem Sie die aktuelle Datei schreiben. Dann werden Schlüsselwörter, Zeichenketten, Kommentare und andere Textteile entsprechend farblich gekennzeichnet.
Wenn Ihnen die voreingestellten Farben des Hervorhebungsmodus nicht gefallen, können Sie diese neu definieren. Das erreichen Sie über den Befehl Einstellungen / Editor einrichten im Menü Hervorhebungen.
Im Dialog Hervorhebungregeln stehen die beiden Register Standardstile und Hervorhebungsmodi. Auf der Seite Standardstile können Sie die Darstellung bestimmter Elemente festlegen. Das erleichtert das Erkennen verschiedener Kontexte im Quelltext, etwa Kommentare, Schlüsselwörter und Datentypen. Nicht alle Elemente müssen für jede Programmiersprache eingerichtet werden, Sie können auch nur die auswählen, die Sie brauchen. Für jedes aufgeführte Element können Sie wählen, ob es fett oder kursiv angezeigt werden soll. Außerdem legen Sie hier dessen normale Farbe fest und die Farbe für den Fall, dass das Element ausgewählt (markiert) ist.
Auf der Karteikarte Hervorhebungsmodi können Sie - abhängig von der gewählten Programmiersprache - je nach gewählter Hervorhebung verschiedene Elemente einstellen. Diejenigen, die Sie nicht einstellen, behalten die Einstellung entsprechend aus Standardstile. Im Bereich Kontextstile bestimmen Sie die Darstellung des ausgewählten Elements. Ist das Ankreuzfeld Standardstil verwenden aktiviert, gelten die Einstellungen aus dem Register Standardstile.
In KWrite erkennen Sie die aktuelle Zeile nicht nur daran, dass die Markierung darin steht, sondern auch an dem zartblauen Hintergrund, der sich nur wenig vom Weiß des restlichen Hintergrundes abhebt. Wenn Sie das ändern möchten, gehen Sie über Einstellungen / Editor einrichten in das Menü Farben. Dort können Sie die Farben für den Hintergrund, ausgewählten Text, die aktuelle Zeile und die Klammerhervorhebung einstellen. Klicken Sie einfach auf den Farbbalken und wählen im folgenden Dialog Farbauswahl eine andere Farbe.
Normalerweise rückt KWrite acht Zeichen ein, wenn Sie die Tabulatortaste drücken. Da kann in den verschachtelten Anweisungen eines Programmcodes schon mal etwas nicht mehr rechts auf den Bildschirm passen. Das umgehen Sie, indem Sie die Tabulator / Einrückungs-Breite zum Beispiel auf sechs oder vier Zeichen stellen. Die Einstellung finden Sie unter Einstellungen / Editor einrichten im Symbol-Menü Bearbeitung (bzw. Bearbeiten unter KDE 3.0).
Einen Autostart-Ordner wie den von Windows hat auch KDE. Es ist das im Home-Verzeichnis eines jeden Nutzers versteckte Verzeichnis .kde/Autostart/. Wenn Sie daraus ein Programm starten wollen, müssen Sie dort zunächst eine ausführbare Datei erzeugen und da hinein den Startbefehl des Programms schreiben.
Das ist ein wenig umständlich. Vor allem, da geöffnete Programme auch beim nächsten Start von KDE wieder geladen werden, sofern Sie die Sitzung sichern. Schließen Sie während der Arbeit ein Programm, das Sie sonst eigentlich immer benötigen, können Sie es auch ohne Autostart-Ordner mit einem Trick automatisch beim KDE-Start wieder öffnen.
Dazu bedienen Sie sich der Systemnachrichten. Öffnen Sie das Kontrollzentrum und wechseln in das Menü Sound & Multimedia / Systemnachrichten. Wählen Sie oben aus der Auswahl-Liste den Eintrag KDE-Systemnachrichten. Markieren Sie nun KDE startet und klicken auf die Schaltfläche Weitere Optionen. Markieren Sie die Option Programm ausführen und suchen über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen das gewünschte Programm heraus: Es wird künftig bei jedem KDE-Start ebenfalls geladen.
Wenn Sie in KDE-Programmen eine Datei öffnen oder speichern wollen, wird Ihnen zunächst das Home-Verzeichnis als Standardverzeichnis vorgeschlagen. Das ist aber nicht immer gewünscht. Liegt in Ihrem Home-Verzeichnis zum Beispiel ein Unterverzerzeichnis Dokumente können Sie das für den Dateidialog vorgeben.
Im Kontrollzentrum wechseln Sie in die Gruppe Systemverwaltung / Pfade und wählen Sie über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen neben dem Feld Dokument-Pfad das gewünschte Verzeichnis. Bestätigen Sie mit OK und schließen das Kontrollzentrum. Künftig ist in KDE-Programmen wie Kwrite das von Ihnen gewählte Verzeichnis voreingestellt.
KDE kennt drei Arten, eine Datei oder ein Verzeichnis zu entfernen:
Die Unterschiede zwischen diesen drei Löschvarianten: Wenn Sie eine Datei oder ein Verzeichnis in den Mülleimer werfen, können Sie es von dort zurückholen, indem Sie auf das Mülleimer-Symbol klicken. Dann öffnet Konqueror mit dem Inhalt des Mülleimers. Von hier können Sie die Dateien überall hin kopieren oder verschieben.
Weg sind die Dateien erst, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf dem Mülleimer klicken und Mülleimer leeren wählen. Das entspricht dem Befehl Löschen; die Dateien sind weg - wie von der Müllabfuhr abgeholt und zur Kippe gefahren. Daten dann noch zurückzuholen, ist nur mit entsprechenden Tools möglich. Die Dateien oder Verzeichnisse, die Sie in den Reißwolf schieben, werden so gelöscht, dass sie nicht wiederherzustellen sind.
Im Kontextmenü (rechte Maustaste) einer Datei oder eines Verzeichnisses stehen Ihnen nur die ersten beiden Löschvorgänge zur Verfügung. Den Reißwolf erreichen Sie mit der Maus nur über den Befehl Bearbeiten / In den Reißwolf schieben im Konqueror. Alle drei Löschvorgänge können Sie allerdings auch mit Hilfe von Tastenkombinationen auslösen: In den Mülleimer werfen Sie eine Datei oder ein Verzeichnis mit [Entf], löschen tun sie mit [Umschalt-Entf] und in den Reißwolf kommt eine Auswahl mit [Strg-Umschalt-Entf].
Wenn Sie löschen, fragt KDE nach, ob Sie das auch wirklich tun wollen. Wenn Sie diese Frage künftig unterbinden wollen, markieren Sie vor dem Löschen die Option Diese Nachfrage nicht mehr anzeigen.
Klipper, die KDE-Zwischenablage, kennt drei Tastenkombinationen:
Wenn Sie innerhalb eines Textes eine Internetadresse wie zum Beispiel http://www.easylinux.de markieren, öffnet im Normalfall das Aktionen-Menü der Klipper-Zwischenablage. Sie können sich dann zwischen mehreren Möglichkeiten entscheiden: Entweder öffnen Sie die Internetadresse dann in einem Browser, senden die Seite oder die Adresse.
Unten im Menü haben Sie die Möglichkeit, die Aktion abzubrechen; Sie können auch einfach etwas warten, bis das Menü nach einigen Sekunden wieder selbst verschwindet. Wenn Sie dieses Verhalten stört, schalten Sie es ab: Klicken Sie dazu mit der linken Maustaste auf das Klipper-Symbol im Systembereich der Kicker-Leiste und entfernen dann per Klick das Häkchen vor dem Eintrag Aktionen aktiviert oder drücken die dazugehörige Tastenkombination (gewöhnlich [Strg-Alt-X]).
Sollten Sie die Aktionen der Zwischenablage ausgeschaltet haben, können Sie das entsprechende Menü bei Bedarf auch manuell öffnen. Dazu markieren Sie die Internetadresse oder eine andere Zeichenkette, die von der Zwischenablage erkannt wird. Danach drücken Sie die Tastenkombination für manuelles Starten von Aktionen (in der Voreinstellung [Strg-Alt-R]). Das öffnet -- genauso wie bei der automatischen Erkennung -- das Aktionen-Menü, das fragt, was mit dem markierten Text geschehen soll.
Wenn Sie eine Internetadresse markieren und das Aktionen-Menü der Zwischenablage öffnet sich, dann beginnt in manchen KDE-Versionen die oberste Zeile dieses Menüs mit Web URL, bei JPEG-Bildern steht dort Jpeg-Image. Darunter werden die zugehörigen Aktionen angeboten wie Open with Mozilla oder Send URL. Diese englischen Begriffe stören in einer sonst deutschen Desktop-Umgebung.
Das ändern Sie, indem Sie statt der englischen Begriffe die deutschen einfügen: Öffnen Sie mit einem Klick der linken Maustaste auf das Klipper-Symbol die Zwischenablage, klicken auf Klipper einrichten (bzw. Persönliche Einstellungen in KDE 3.0) und wechseln in das Register Aktionen. Vergrößern Sie das Fenster auf Bildschirmgröße, indem Sie auf das Maximieren-Symbol in der Titelleiste klicken. Dann öffnen Sie alle Aktionen, indem Sie auf die Pluszeichen vor den Listeneinträgen klicken.
Rechts steht jeweils die Beschreibung der einzelnen Aktionen. Um die zu ändern, markieren Sie zunächst die Aktion und und klicken dann noch einmal auf die Beschreibung. Nun können Sie diese editieren und durch den deutschen Ausdruck ersetzen. Beachten Sie: Vor manchen Buchstaben steht ein Kaufmans-Und (&). Im Menü erscheint dieser Buchstabe dann unterstrichen. Die Menübefehle können Sie dann entweder per Klick oder durch Drücken des jeweiligen Buchstabens oder Zeichens aufrufen. Achten Sie daher darauf, dass in jedem Menü die Zuordnung der Kurzbefehle eindeutig ist. Eine Liste mit Übersetzungsvorschlägen für verschiedene Aktionen finden Sie im Kasten "Klipper-Aktionen eingedeutscht".
| Kasten 2: Klipper-Aktionen eingedeutscht | |
| Die Beschreibungen der Klipper-Aktionen sind in manchen KDE-Versionen auf Englisch. Hier eine Liste mit möglichen Einträgen und deren Übersetzungen. Achten Sie darauf, dass die Buchstaben nach dem Kaufmanns-Und (&) pro Menu eindeutig sind. | |
| ftp URL | FTP-Adresse |
| Gopher URL | Gopher-Adresse |
| Jpeg-Image | JPEG-Bild |
| Launch | Starte |
| Local File URL | Lokale Datei |
| Mail-URL | Mail-Adresse |
| Open with | Öffne mit |
| Page | Internetseite |
| Send | Sende |
| Text File | Textdatei |
| URL | Adresse |
| Web URL | Internetadresse |
Das Aktionen-Menü der Zwischenablage öffnet sich bei unterschiedlichen Dateitypen: bei JPEG-Bildern, Web-, Mail-, Gopher- und FTP-Adressen, Textdateien und lokalen URLs. Dann bietet es alternative Aktionen, die auf die jeweiligen Dateitypen angwendet werden, etwa sie in einem Browser zu öffnen oder als Internetadresse per E-Mail zu versenden.
Das mag den meisten Benutzern ausreichen -- möchten Sie weitere, spezielle Aktionen ausführen, können Sie die zusätzlich in das Aktionen-Menü aufnehmen.
Um einen neuen Befehl hinzuzufügen, gehen Sie wie folgt vor: Öffnen Sie die Klipper-Zwischenablage mit einem linken Mausklick auf das Programmsymbol in der Kicker-Leiste. Dort wählen Sie Klipper einrichten (bzw. Persönliche Einstellungen in KDE 3.0) und wechseln in das Register Aktionen.
Klicken Sie dort mit der rechten Maustaste auf eine Aktion, der Sie einen Befehl hinzufügen möchten. Kaum haben Sie im Kontextmenü den Eintrag Befehl hinzufügen gewählt, schon erscheint unterhalb der Aktion der neue Eintrag Klicken Sie hier, um den Befehl festzulegen. Markieren Sie diesen Eintrag und klicken zum Bearbeiten abermals darauf. Dann löschen Sie die gesamte Zeile. Um zum Beispiel eine HTML-Datei direkt in KWrite öffnen zu können, tragen Sie unter der Aktion ^https?://. den Befehl
kwrite %sein. Der Wert %s auf der Befehlszeile wird später durch dem Inhalt der Zwischenablage ersetzt. Nun müssen Sie noch die Beschreibung eintragen. Klicken Sie rechts auf die Beschreibung <Neuer Befehl> und löschen den Eintrag. Schreiben Sie
&Bearbeitenhinein. Bestätigen Sie mit der [Eingabe]-Taste und anschließendem OK. So erscheint später im Aktionen-Menü der Eintrag Bearbeiten (mit dem "B" als Kurzbefehl), wenn Sie eine HTTP-Adresse markieren.
In der Voreinstellung öffnet die Tastenkombination [Strg-Alt-V] das Aufklappmenü. Sie können die Kombination natürlich durch eine eigene ersetzen. Dieses Aufklappmenü mit den Inhalten der Zwischenablage öffnet sich in der Voreinstellung direkt oberhalb des Klipper-Symbols in der Kicker-Leiste.
Öffnen Sie das Aufklappmenü statt dessen an der aktuellen Mausposition -- das geht so: Klicken Sie mit der linken Maustaste auf das Klipper-Symbol im Systembereich der Kicker-Leiste und dort auf Klipper einrichten (KDE 3.0: Persönliche Einstellungen). Wechseln Sie ins Register Allgemein, markieren die Option Kontextmenü an Mausposition öffnen und bestätigen mit OK.
Wenn Sie einen Text aus der Zwischenablage in ein Dokument einfügen wollen, machen Sie das normalerweise über den Befehl Bearbeiten / Einfügen oder mittels der Tastenkombination [Strg-V]. Damit wird aber immer nur der zuletzt in die Zwischenablage kopierte oder gelöschte Text eingefügt.
Möchten Sie hingegen einen früheren Eintrag aus der Zwischenablage einfügen, dann gehen Sie so vor: Öffnen Sie mit [Strg-Alt-V] das Aufklappmenü der Zwischenablage. Anschließend markieren Sie mit der Maus den Inhalt, den Sie einfügen möchten. Alternativ können Sie auch mit den Pfeiltasten den Eintrag wählen und diesen dann mit der [Eingabe]-Taste markieren. Danach können Sie den Inhalt der Zwischenablage wie gewohnt mit dem Befehl Bearbeiten / Einfügen oder mittels der Tastenkombination [Strg-V] in den Text einfügen.
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
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Last modified: 2007-01-25 16:26
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