claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 10/2003

TurboPrint konfigurieren

Den Turbo tunen

von Hans-Georg Eßer


TurboPrint ist schnell eingerichtet, und die ersten Seiten kommen aus dem Drucker. Für die Feineinstellung bietet TurboPrint ein separates Tool, das wir hier vorstellen.

Im Artikel ab Seite 22 haben Sie bereits gesehen, wie Sie mit Administratorrechten unter TurboPrint einen neuen Drucker einrichten. Um nun Details wie Druckqualität, Papiersorte und gegebenenfalls Papierschacht einzustellen, verwenden Sie ein weiteres Programm aus dem TurboPrint-Paket. Sie starten es, indem Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster öffnen und dort

xtpconfig

eingeben. Für diesen Programmstart sind keine Administratorrechte notwendig, Sie werden also nicht nach Ihrem Root-Passwort gefragt.

Entdecke die Möglichkeiten

Unmittelbar nach dem Start zeigt TurboPrint eine Informationsseite an, die bei nicht registrierten Versionen nochmals daran erinnert, dass der Einsatz nur mit einer Lizenz richtig sinnvoll ist.

Auf der Seite Drucker können Sie zunächst einen Drucker auswählen, falls Sie mehrere eingerichtet haben. Im unteren Bereich finden Sie vier interessante Dropdown-Boxen (Abbildung 1):

Abb. 1: Grundeinstellungen zum Drucker.

Über diese Einstellungen wird auch die DPI-Zahl festgelegt, also die tatsächliche Auflösung, mit der der Drucker angesteuert wird.

Papier

Auf der Seite Papier (Abbildung 2) legen Sie Papierformat (A4, US Letter etc.), Zufuhr (je nach Drucker verschiedene Schächte und manuelle Zufuhr) und weitere Einstellungen fest. Nützlich ist hier auch die Möglichkeit, den Drucker auf die verkleinerte Ausgabe von zwei oder vier Seiten auf einem Blatt einzustellen, falls Sie ein Programm verwenden, dessen Druckdialog eine solche Möglichkeit selbst nicht bietet. Über den Kopien-Regler können Sie auch einstellen, stets in größerer Auflage zu drucken.

Abb. 2: Papier-Einstellungen.

Grafik & Bild

Die beiden Seiten Grafik und Bild sind ganz dem Ausdruck von Bildern gewidmet. Auf der ersten Seite (Abbildung 3) können Sie die Methode, die TurboPrint zum Rastern verwendet, ändern und Farb- und Helligkeitseinstellungen anpassen. Erscheint ein Foto also bei einem ersten Druckversuch zu hell oder rotstichig auf dem Papier, lässt sich hier nachregeln. Solche Änderungen sollten Sie aber nur durchführen, wenn generell Farben nicht richtig gedruckt werden -- ansonsten erscheinen nach der Korrektur auch alle späteren Ausdrücke farbverändert.

Abb. 3: Auf der Seite "Grafik" können Sie die Farben nachregeln.

Die Seite Bild (Abbildung 4) ist nur für Anwender interessant, die Grafiken direkt von der Kommandozeile aus, also über Befehle der Form

lpr -P tp0 grafik.jpg
ausdrucken wollen: Für solche Fälle wird hier Position und Größe der Bilder festgelegt. Bei allen Ausdrucken aus einem Grafikprogramm erzeugt das Programm aus dem Bild zunächst eine Postscript-Datei und übergibt diese dann an TurboPrint; dabei legt das Grafikprogramm Größe und Position selbst fest.

Abb. 4: Die Bildposition und -größe legen Sie auf der Seite "Bild" fest.

Textdateien

Auch auf der Seite Text geht es um den direkten Druck von der Konsole aus. TurboPrint unterstützt es, Textdateien oder etwa die Ausgabe von Shell-Befehlen direkt zu drucken. So können Sie beispielsweise den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses mit dem Befehl

ls -l | lpr -P tp0
Auf dieser Seite legen Sie fest, welche Schriftart und -größe dafür verwendet werden soll.

Ersatz für Windows-Tools

Die letzte Seite Werkzeuge ist für Besitzer eines Tintenstrahldruckers sehr nützlich: Neben dem Ausdruck einer Testseite, der zur Prüfung der geänderten Konfiguration praktisch ist, gibt es hier die Möglichkeit, den Druckkopf auszurichten und zu reinigen, die Düsen zu testen und den Tintenstand abzufragen -- die meisten Drucker bieten etwa für den Tintenstand keine Anzeige und geben diese Information anderenfalls nur mit Hilfe eines Windows-Programmes heraus.

Konfiguration abgeschlossen

Mit Übernehmen lassen sich alle Änderungen aktivieren, um etwa eine Testseite zu drucken. Speichern sichert sie ebenfalls, beendet aber auch das Programm. (hge)

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2010 Linux New Media AG | Last modified: 2007-01-25 16:30

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]