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von Thomas Hümmler
Eine Datei suchen Sie zum Beispiel mit dem Kommandozeilenbefehl find. Der aber muss mit verschiedenen Parametern gestartet werden, die sich nicht jeder merken kann und will. Einfacher ist da die Suche mit kfind, dem Suchprogramm von KDE. Das Programm starten Sie entweder aus einem Schnellstartfenster ([Alt-F2]) über die Eingabe kfind oder aus dem K-Menü mit dem Befehl Dateien suchen.
Auf insgesamt drei Registerkarten können Sie die Suche mit KFind eingrenzen. Auf der ersten Karte Name/Pfad geben Sie den gesuchten Dateinamen und das Verzeichnis ein. Voreingestellt sind Ihr Home-Verzeichnis und das Sternchen (*) als Platzhalter für eine beliebige Zeichenanzahl im Dateinamen. An Stelle des Sternchens können Sie hier auch ein Fragezeichen eintragen: Das steht für genau ein Zeichen.
Wenn sie eine Datei suchen, von der Sie nicht mehr genau wissen, wie sie heißt, können Sie die Platzhalter in KFind nutzen. Unter Linux sind das die gleichen wie unter DOS oder Windows. Das Sternchen (*) steht dabei für eine beliebige Anzahl Zeichen -- auch gar keines. Suchen Sie etwa nach Tipp*, findet KFind beispielsweise die Dateien Tipps.html, Tipp1.png und Tippfehler. Gibt es eine Datei namens Tipp, findet das Programm auch diese, da das Sternchen auch für null Zeichen stehen kann.
Den Platzhalter können Sie auch benutzen, wenn Sie nur einen Teil aus der Mitte des Dateinamens kennen. So findet zum Beispiel *haus* die Dateien Gewächshaus und Gartenhaus.txt, aber auch Haushalt.zip und haus. Zwischen Klein- und Großschreibung unterscheidet KFind in KDE 3.1 nicht, solange Sie die entsprechende Option Groß/Kleinschreibung beachten nicht einschalten; in KDE 3.0 ist diese als Voreinstellung aktiviert.
Im Gegensatz zum Stern steht das Fragezeichen (?) für ein einzelnes unbekanntes Zeichen. Damit können Sie dann die Dateisuche noch etwas einschränken. So findet etwa der Ausdruck KDE?.png die Dateien KDE1.png, KDE2.png, nicht aber KDE23.png oder KDE.png.
Dass KFind eine bestimmte Datei nicht findet, liegt meist daran, dass das Programm ständig geöffnet war. Mehrere Einstellungen können dazu führen, dass KFind nichts findet:
Klicken Sie danach auf die Schaltfläche Suchen>, sollte KFind die entsprechenden Dateien finden. Wenn nicht, verlassen Sie KFind und starten es erneut.
Die Suche mit KFind können Sie einschränken, indem Sie das Erstellungsdatum der Dateien mit in die Suchkriterien aufnehmen.
Dazu wechseln Sie in KFind zur Registerkarte Eigenschaften (bzw. Datumsbereich in KDE 3.0) und schalten die Option Alle neu erstellten oder veränderten Daten suchen ein. Nun geben Sie entweder Anfangs- und ein Enddaten an, zwischen denen die Datei verändert wurde -- oder Sie entscheiden sich für die Option während der vorangehenden, tragen dort einen Wert zwischen 1 und 60 ein und wählen aus der Auswahlliste rechts daneben einen Zeitraum von Minuten bis zu Jahren.
Auf der Registerkarte Eigenschaften definieren Sie die Größe, die Eigentümer und die Gruppen. Unter KDE 3.0 können Sie nur die Größe (auf der Registerkarte Erweitert) festlegen. Mit Suchen starten Sie die Suche.
Im Gegensatz zu Windows sucht KFind nach Dateiinhalten, nicht nur nach Dateiendungen. So unterscheidet das Programm zwischen MP3-Audio- und -Videodateien, obwohl beide die Endung mp3 tragen.
Möglich ist das mit der Option Dateityp auf der Registerkarte Inhalt (bzw. Erweitert in KDE 3.0) von KFind. Hier wählen Sie aus einer Liste verschiedener Dateitpyen (siehe Kasten "Suche nach Dateitypen"). Klicken Sie anschließend auf Suchen, durchforstet KFind alle Verzeichnisse, die Sie auf der ersten Registerkarte angegeben haben.
Das Suchergebnis halten Sie in einer Datei fest, indem Sie nach dem Suchdurchlauf auf Speichern unter (bzw. Speichern in KDE 3.0) klicken. Benennen Sie die Datei und laden Sie sie anschließend in einen Editor. Dort können Sie Zeilen entfernen, die Sie nicht in der Playlist haben möchten.
Danach starten Sie XMMS und öffnen den Playlist-Editor mit einem Klick auf die Schaltfläche PL. Klicken Sie auf Load List, suchen die soeben gespeicherte Datei und öffnen diese im Playlist-Editor. Nun können Sie die Dateien abspielen.
| Suche nach Dateitypen |
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KFind bietet viele Wege, eine Datei zu suchen. Einer der interessantesten ist die Unterscheidung nach dem Dateityp. Diese Suche beherrscht Windows zum Beispiel nur -- funktionell eingeschränkt -- über die Dateiendung. Linux ist da wesentlich ausgereifter und kann eine Datei am Inhalt statt an der Endung erkennen. Die inhaltliche Suche funktioniert sowohl in KDE 3.1 als auch in KDE 3.0; allerdings sind unter KDE 3.0 zum Teil noch ältere Datei- und Dokumenttypen aufgeführt, etwa für StarOffice 5.0 (die in der folgenden Aufzählung nicht berücksichtigt wurden). Folgende Typen kann KFind in KDE 3.1 unterscheiden (bis auf die häufig verwendeten Suchtypen alphabetisch sortiert): Häufig verwendete Suchtypen: Alle Dateien und Verzeichnisse; Dateien; Verzeichnisse; Symbolische Verknüpfungen; Besondere Dateien (Sockets, Gerätedateien...); Ausführbare Dateien; SUID-ausführbare Dateien A AIFF/Amiga-Audio; ARJ-Archiv; ASF-Media; AVI-Video (Microsoft); AWK-Skript; Abgetrennte PGP-Signatur; Abgetrennte S/MIME-Signatur; AbiWord-Dokument; Ada-Quellcode; Adobe Illustrator-Dokument; Amiga-Soundtracker-Audio; Applix-Arbeitsblatt; Applix-Graphik; Applix-Words-Dokument; Ar-Archiver; Arts Builder; Autodesk-FLIC B BDF-Bitmap-Schrift; BMP-Bild; Bibliographische Daten (Bibtex); Bibliotheksdatei; Blockorientiertes Gerät; Bzip-Datei; Bzip-komprimiertes Tar-Archiv; Bzip2-Datei C C++-Headerdatei; C++-Quellcode-Datei; C-Headerdatei; C-Quellcodedatei; CCITT-G3-Fax; CD-Audio; CD-Datenbank-Datei; CDRWIN im "Cue-Sheet"-Modus (Berechnung von Daten durch das Brennerlaufwerk); CPIO-Archiv; Cascading Style Sheet; Computergraphik Metadatei D Datei des Povray-Modellierers von KDE; Datei mit Qt-Meta-Objects; Dateiliste (für Kate-Dateien-Plugin); Daten zum Programmabsturz; Datenstrom (Server Push); Dienstprogramm zur Druckerverwaltung; Dokument aus dem XHTML-Bereich; Druckaufträge; Drucker; Druckerklasse; Druckordner E E-Mail; EPS-Abbildung; Einfacher Text; Einrichtungsdatei; Elektronische Visitenkarte; Englischer Text F Filter-Skript für SIEVE-Mail G GIF-Bild; GIMP-Bild; GNUmeric-Arbeitsblatt; Gesperrtes Verzeichnis; Ghostscript-Schrift; Gzip-Datei; Gzip-komprimiertes Tar-Archiv H HTML-Seite; HancomWord-Dokument I iCalendar-Datei; ISO-Abbild; Internet-Kurzbefehl J JNG-Bild; JPEG-Bild; Java-Archiv; Java-Klasse; Java-Programm; Java-Quellcode K K3b-Projekt; KChart-Dokument; KDE-Design; KDE-Systemüberwachung; KFormula-Dokument; KPresenter-Dokument; KSpread-Dokument; KWord-Dokument; Karaoke-Datei; Karbon14-Dokument; Kivio-Dokument; Komprimierte UNIX-Datei; Komprimierte Winamp-Oberfläche; Komprimiertes Tar-Archiv; Kontour-Dokument; Krita-Dokument; Kugar-Daten L Leeres Dokument; Lha-Archiv; Log-Datei; Lotus-AmiPro-Dokument; LyX-Dokument; Lzop-komprimiertes Tar-Archiv; Lzopp-Datei M MIDI-Audio; MNG-Bild; MP3-ShoutCast-Abspielliste; MPEG-Audio (Layer 3); MPEG-Video; MS-Excel-Arbeitsblatt; MS-Office-Zeichnung; MS-PowerPoint-Dokument; MS-Word-Dokument; MS-Write-Dokument; Makefile N Nachrichtenkatalog; Netscape Shockwave Flash; Netscape Unbekanntes Plugin O Objective-C-Quellcode; Objektcode; Ogg-Multimedia P PCF-Bitmap-Schrift; PCM-Audio; PCX-Bild; PDF-Dokument; PERL-Programm; PGP/MIME-verschlüsselter Nachrichtenvorspann; PKCS#7-formatierte Daten (S/MIME); PNG-Datei; Pascal-Quellcode; Perl-Quellcode; PhotoCD-Bild; Portable-Bitmap-Bild; Portable-Greymap-Bild; Portable-Pixmap-Bild; PostScript-Dokument; Python-Bytecode; Python-Programm; Python-Quellcode Q Qt-Designer-Datei; Quattro-Pro-Dokument; Quicktime-Video R RDF-Datei; RDF-Site-Zusammenfassung; RPM-Paketdatei; Rar-Archiv; RealAudio-Sendung; Rich Text Format S S/MIME-Zertifikations-Anfrage; SGML-Dokument; SNF-Bitmap-Schrift; Schrift; Schriftpaket; Shell-Skript; Shockwave-Flashmedien; Sicherungsdatei; Skalierbare Vektorgraphiken; Socket; Speedo-Schriftart; StarOffice-Kalkulation (Calc); StarOffice-Präsentation (Impress); StarOffice-Textdokument (Writer); Streaming-MPEG-Audio (Layer 3); Synchronisierte Multimedia-Integrationssprache T TGIF-Dokument; TIFF-Bild; Tar-Archiv; Tcl-Datei; TeX-Ausgabedatei; TeX-Datei; Textdatei mit komma-getrennten Werten; Troff-Dokument; Troff-Dokument mit Handbuch-Makros; TrueType-Schrift; Truevision-Targa-Bild; Type1-Schrift U ULAW-Audio (Sun); Unbekannt; Unterschiede zwischen Dateien; Usenet-News V Verschlüsseltes KWord-Dokument; Verschlüsseltes KSpread-Dokument; vCalendar-Austauschdatei W WAV-Audiodatei; WML-Dokument; Weiterleitung (Pipe); Windows MetaFile; Windows-Programm; Windows-Symbol; Wissenschaftliche Graphik für Graphite; WordPerfect-Dokument X X-BitMap-Bild; X-PixMap-Bild; XFig-Datei; XML-Datei; XSL-Formatobjekt; XSLT-Stilvorlage Z Zeichenorientiertes Gerät; Zertifikat: DER, PEM oder Netscape Encoded X.509; Zertifikatpaket PKCS#12; Zip-Archiv; Zoo-Archiv; Zum Öffnen eines Befehlsfensters; Zusammengesetztes Dokument |
Hervorhebungsdefinitionen machen das Schreiben von Quellcode einfacher, da syntaktische Elemente der Programmiersprachen farblich unterschieden werden. Für neue Programmiersprachen -- oder neue Versionen -- müssen auch die Hervorhebungsdefinitionen angepasst, erweitert oder neu definiert werden.
Das müssen Sie nicht immer selber machen: Meistens haben die Entwickler von Kate und KWrite das bereits erledigt. Sie müssen die Definitionen nur aus dem Netz holen -- ganz einfach im Einrichtungsdialog. In KWrite erreichen Sie diesen Dialog so:
Wählen Sie Einstellungen / Editor einrichten.
Öffnen Sie das Menü Hervorhebungen und wechseln auf die Registerkarte Hervorhebungsmodi.
In Kate ist die Befehlsfolge etwas anders:
Wählen Sie Einstellungen / Kate einrichten.
Öffnen Sie das Menü Editor / Hervorhebungen und wechseln auf die Registerkarte Hervorhebungsmodi.
Ab hier geht es in KWrite und Kate identisch weiter. Klicken Sie auf die Schaltfläche Herunterladen. Bei bestehender Internet-Verbindung wird nun eine Liste aller verfügbaren Hervorhebungsmodi geladen und angezeigt. Im Dialogfenster stehen der Name, die installierte Version, daneben die neueste Version und das Veröffentlichungsdatum.
Vergleichen Sie die Versionsnummern der installierten und der neuesten Version und markieren die gewünschten Hervorhebungsmodi. Klicken Sie danach auf Installieren, um die gewählten Modi herunterzuladen.
Damit Sie die neuen Hervorhebungsmodi benutzen können, müssen Sie Kate und KWrite verlassen und erneut starten.
Mit der Tastenkombination [Strg-M] öffnen Sie sowohl in Kate als auch in KWrite ein Fenster, in dem Sie einen Bearbeitungsbefehl eingeben können. Die Programme kennen drei Befehle:
Wenn Sie time in das Bearbeitungsfenster eingeben und die [Eingabe]-Taste drücken, wird an die Stelle der Markierung die aktuelle Uhrzeit in Stunden, Minuten und Sekunden geschrieben.
Mit dem Befehl char: Nummer können Sie Zeichen in den Text einfügen, die Sie entweder dezimal, hexadezimal oder oktal kodieren. char:200 erzeugt zum Beispiel ein È.
Textstellen suchen und ersetzen im Stile des Editors sed können Sie mit den Bearbeitungsbefehlen s/// und %s///. Die Variante mit vorangestelltem Prozentzeichen sucht in der gesamten Datei, die einfache nur in der Zeile, in der auch die Markierung steht. Zwischen die beiden ersten Schrägstriche schreiben Sie den Suchtext, auch als regulären Ausdruck bezeichnet (siehe Kasten "Reguläre Ausdrücke zum Suchen und Ersetzen"), zwischen den zweiten und dritten Schrägstrich kommt der Text, der neu eingefügt werden soll.
Wollen Sie zum Beispiel im gesamten Text das Wort erstellen durch erzeugen ersetzen, lautet der Bearbeitungsbefehl %s/erstellen/erzeugen/i. Der Parameter i am Ende des Ausdrucks bedeutet, dass Groß- und Kleinschreibung ignoriert werden sollen und daher alle Vorkommen ersetzt werden.

| Reguläre Ausdrücke für Suchen und Ersetzen |
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In KWrite und Kate können Sie sich zum Suchen und Ersetzen bestimmter Textstellen regulärer Ausdrücke bedienen. Diese sind unter Linux ein weit verbreitetes Hilfsmittel. Reguläre Ausdrücke nutzen Metazeichen, etwa für den Zeilenanfang und das Zeilenende. Einige wichtige Metazeichen sind:
Möchten Sie zum Beispiel mit Kate oder KWrite jedes Vorkommen des Wortes wenn am Anfang einer Zeile durch falls ersetzen, lautet der entsprechende Bearbeitungsbefehl %s/^wenn/falls/ Suchen Sie statt dessen wenn am Ende der Zeile, um es zu ersetzen, lautet der Befehl %s/wenn$/falls/ Der reguläre Ausdruck s/Po?st/Stille/ ersetzt die Worte Post und Pst durch Stille in der aktuellen Zeile. Das Fragezeichen bedeutet, dass das vorangehende Zeichen (in diesem Beispiel das o) erscheinen kann oder nicht. Das ist bei dem Ausdruck s/Hi+lfe/Hilfe/ nicht der Fall. Hier muss das i vor dem Pluszeichen mindestens einmal vohanden sein -- aber auch mehrere hintereinander deckt dieser reguläre Ausdruck ab. Und s/R[a-z]st.*/Irgendwas/ ersetzt in der aktuellen Zeile Rast, Rest, Rist und Rost -- aber auch Rasthof, Resturlaub, Rostlaube und Rustika -- durch Irgendwas. Das erste Metazeichen, der Zeichensatz a bis z, lässt einen beliebigen Kleinbuchstaben zu. Die Metazeichen Punkt und Stern stehen für beliebig viele Zeichen, also auch für keines. |
Die Dateien, die Kate im Dateiauswahldialog anzeigt, können Sie filtern, um einen besseren Überblick zu bekommen. Dazu müssen Sie lediglich eine Filterregel in das Feld am unteren Rand eingeben. So zeigt der Filter *.html nur HTML-Dateien an. (Die Verzeichnisse werden nach wie vor dargestellt.)
Soll Kate zum Beispiel alle Dateien mit der Endung html und txt anzeigen, so erweitern Sie die Regel entsprechend zu *.html *.txt.
Den Filter können Sie durch Klick auf die Trichter-Schaltfläche wieder ausschalten. Da sich Kate die Filter merkt, können Sie aus der Auswahlliste jederzeit einen bestimmten Filter wieder ansetzen.

Wenn Sie Kate starten, stehen links zunächst die Dateiliste und die Dateiauswahl und unten ein Terminal-Fenster (nicht in KDE 3.0). Die Dateiliste und das Auswahlfenster sind ineinander verschachtelt und können durch Klick auf die jeweiligen Reiter hervorgeholt werden. Alle drei Fensteransichten können Sie mit dem Schließen-Symbol entfernen, um so mehr Platz für das Editor-Fenster zu haben.
Hervorholen können Sie die Fenster in KDE 3.1 wieder mit dem Befehl Einstellungen / Dienstprogramm-Ansicht. Im Untermenü wählen Sie dann einen der Einträge Dateiliste anzeigen, Auswahl anzeigen oder Terminal anzeigen.
In KDE 3.0 hingegen geht es schneller: Hier wählen Sie im Menü Einstellungen ohne weiteren Zwischenschritt einen der Einträge Dateiliste anzeigen, Dateiauswahl anzeigen oder Terminal-Emulator anzeigen.
Das Editor-Fenster in Kate können Sie mit dem Ansicht-Menü sowohl senkrecht als auch waagerecht teilen. Dadurch erhalten Sie zwei oder auch mehr Ansichten der gleichen Datei. Damit haben Sie verschiedene Abschnitte einer Datei im Blick. Ändern Sie nun in einem Fenster etwas, wird das in allen anderen auch angezeigt.
Sie können statt dessen auch eine andere Datei in einer Ansicht laden, aus der Sie eventuell Textpassagen übernehmen wollen. Um zur jeweils nächsten Ansicht zu gelangen, drücken Sie [F8]; mit der Tastenkombination [Umschalt-F8] wechseln Sie zurück ins vorherige Teilfenster.
Wollen Sie eine Ansicht wieder entfernen, wechseln Sie in diese und wählen Ansicht / Aktuelle Datei schließen.
Etwas anders funktioniert der Befehl Ansicht / Neue Ansicht in KDE 3.1. Falls Sie auf den ersten Blick keine Wirkung erkennen: Dieser Befehl öffnet kein weiteres Teilfenster, sondern startet Kate ein zweites Mal mit der gleichen Datei.

Das aktive Dokument können Sie aus Kate heraus ganz einfach als HTML-Datei exportieren. Dazu dient der Befehl Datei / Exportieren / HTML. Im folgenden Dialogfenster wählen Sie ein Verzeichnis und vergeben einen Dateinamen. Die Dateiendung sollten Sie nicht vergessen, Kate fügt sie nicht automatisch hinzu. Die so erzeugte HTML-Datei zeigt die Ursprungsdatei mit ähnlichen Formatierungen an, wie Sie diese auch im Editor sehen, also in verschiedenen Farben, kursiv und fett etc. Die Darstellung hängt vom Typ der Ursprungsdatei ab.
Die Dienstprogramm-Ansichten (Dateiliste, Dateiauswahl und das Terminal) stehen in Kate anfangs links und unten. Sie können diese aber auch ganz einfach an jede andere Seite des Kate-Fensters ziehen. Dazu klicken Sie auf die kleine Titelleiste einer Dienstprogramm-Ansicht und ziehen diese mit gedrückter linker Maustaste an eine andere Stelle. Um die Ansichten übereinander zu legen, ziehen Sie einfach eine auf eine weitere.
Unter KDE 3.1 steht in der Titelleiste der Dienstprogramm-Ansichten außerdem ein Pfeil-Symbol. Wenn Sie darauf klicken, wird dieses Dienstprogramm zu einem eigenen Fenster mit Titelleiste, das Sie unabhängig vom Hauptfenster auf der KDE-Arbeitsoberfläche positionieren können. Das neue Fenster können Sie dann sogar über das Menü in der Titelleiste auf eine andere Arbeitsfläche verschieben -- in der Fensterliste der Kontrollleiste wird das Kate-Dienstprogramm jedoch nicht angezeigt.
In der Dateiliste merkt sich Kate die Dokumente, die Sie in letzter Zeit geöffnet und bearbeitet haben. Zwischen diesen können Sie schnell per Tastenkombination umschalten: [Alt-Pfeil nach links] wechselt zum vorhergehenden, [Alt-Pfeil nach rechts] schaltet zum nächsten Dokument um und zeigt es sofort im aktiven Teilfenster an.
Möchten Sie ein Dokument aus der Kate-Dateiliste entfernen, haben Sie dazu zwei Möglichkeiten: Entweder wechseln Sie zu dem Dokument und wählen Datei / Schließen, oder Sie klicken in der Dateiliste mit der rechten Maustaste auf die Datei und wählen den Befehl Schließen aus dem Kontextmenü.
Sie können Kate auch so einstellen, dass es nicht bei jedem Start die in früheren Sitzungen geöffneten Dateien in der Dateiliste lädt. Dazu wählen Sie Einstellungen / Kate einrichten, um zu den allgemeinen Einstellungen zu gelangen. Hier schalten Sie im Bereich Programmstart die Option Daten bei Programmstart erneut öffnen ab (Dateien erneut öffnen im Bereich Beim Start unter KDE 3.0). Bestätigen Sie mit OK, werden Sie künftig keine Dateien mehr in der Dateiliste sehen.
Eine Datei, die Sie in Kate bearbeiten, können Sie direkt aus dem Editor heraus mit einem beliebigen anderen Programm öffnen. HTML-Dateien können Sie so beispielsweise im Konqueror oder in Mozilla überprüfen.
Dazu wählen Sie den Befehl Datei / Öffnen mit. Abhängig vom Typ der bearbeiteten Datei erscheint eine Liste mit Programmen, aus der Sie eines wählen können. Oder Sie klicken auf Sonstige, um über ein Dialogfeld ein anderes Programm auf Ihrem System auszusuchen.
Wenn Sie in Kate mehrere Dateien bearbeiten, erscheint in der Dateiliste neben jedem Dokument ein Disketten-Symbol, sobald Sie darin etwas ändern. Das deutet darauf hin, dass die Datei noch nicht gesichert ist. Sobald Sie auf das Speichern-Symbol in der Menüleiste klicken, wird die Datei gesichert, und das Disketten-Symbol verschwindet bis zur nächsten Änderung.
Wenn Sie mehrere Dateien sichern wollen, brauchen Sie allerdings nicht jede zu aktivieren und einzeln zu sichern. Schneller geht das mit dem Befehl Datei / Alles speichern oder mit der Tastenkombination [Strg-L].
Trotz großer Monitore und hoher Auflösung kann man nie genug Platz zum Bearbeiten von Dateien haben. Im KDE-Editor Kate schaltet der Befehl Ansicht / Vollbildanzeige auf den Vollbildmodus um. Damit werden nicht nur die Titelleiste und die Fensterrahmen ausgeschaltet, sondern auch die Kontrolleiste überdeckt. (Um noch mehr Platz zu schaffen, können Sie außerdem die Werkzeugleiste ausblenden. Der Befehl dazu lautet Einstellungen / Werkzeugleiste anzeigen.)
Das Befehlsmenü von Kate wird aber auch im Vollbildmodus weiter angezeigt. So ist es auch ein Leichtes, mit dem gleichen Befehl Ansicht / Vollbildanzeige wieder zurück in den normalen Modus zu gelangen.
Im Kate-Dienstprogramm Dateiauswahl navigieren Sie ebenso über die Werkzeugleiste wie etwa im Konqueror. Sie können ein Verzeichnis nach oben wechseln, zur letzen Ansicht zurückkehren oder schnell in das Verzeichnis des aktiven Dokuments springen.
Sie können die Werzeugleiste um einige Funktionen erweitern oder auch nicht benötigte daraus entfernen. Dazu wechseln Sie mit dem Befehl Einstellungen / Kate einrichten in den Einrichtungsdialog. Öffnen Sie links in der Leiste das Menü Programm mit einem Klick auf das Plus-Zeichen. Im Untermenü klicken Sie auf Dateiauswahl.
Nun können Sie im Bereich Werkzeugleiste links eine der Aktionen markieren und sie mit Hilfe der Pfeil-Schaltfläche den ausgewählten Aktionen hinzufügen. Auf dem gleichen Weg entfernen Sie auch eine Aktion aus den derzeit aktiven.
Normalerweise wechselt das Verzeichnis im Terminal-Emulator von Kate immer in das Verzeichnis, aus dem Sie gerade eine Datei öffnen. So können Sie auf der Befehlszeile ohne Eingabe des Pfades direkt in diesem Verzeichnis arbeiten.
Dieser Wechsel lässt sich abschalten: Sie finden die Option dazu im Einrichtungsdialog von Kate, den Sie mit Einstellungen / Kate einrichten erreichen. Entfernen Sie unter den allgemeinen Einstellungen das Häkchen vor Konsole mit aktivem Dokument in Übereinstimmung bringen und bestätigen mit OK. Dann wird künftig nicht mehr automatisch das Verzeichnis gewechselt.
Eine feine Sache in Kate ist die so genannte Blockauswahl. Die schalten Sie mit Bearbeiten / Blockauswahl an/aus oder mit der Tastenkombination [Strg-Umschalt-B] (bzw. [F4] in KDE 3.0) ein.
Mit der Blockauswahl können Sie -- in der Art eines Rahmens -- eine Auswahl über mehrere Zeilen treffen, zum Beispiel eine Spalte aus einer Tabelle markieren. Die Auswahl können Sie dann mit den üblichen Mitteln bearbeiten, also etwa löschen ([Strg-X]), an beliebiger Stelle als Kopie einfügen ([Strg-C] oder mittlere Maustaste) oder per Drag & Drop verschieben.
Sie bearbeiten in Kate mehrere Texte und kopieren Textpassagen mittels Markieren und mittlerer Maustaste von einer Ansicht in den Text einer anderen Ansicht? Wird die Passage nicht richtig übernommen, kann das daran liegen, dass die Blockauswahl noch eingeschaltet ist. Das erkennen Sie an der Zeichenfolge BLK in der Statuszeile der Ansicht. Die Blockauswahl schalten Sie mit [Strg-Umschalt-B] (bzw. [F4] in KDE 3.0) aus. (fan)
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Last modified: 2007-01-25 16:30
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