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Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel zum Thema gpg in Ausgabe 09/2003 ab Seite 21 gelesen. Ein sehr komplexes Thema, aber Sie haben das sehr gut und veständlich beschrieben. Auch für mich war das Thema gpg bisher absolutes Neuland, an das ich mich nie so richtig heran gewagt habe.
Nun zu meiner Frage: Sie erklärten, wie man einzelne Dateien auf der lokalen Festplatte verschlüsseln kann -- gibt es auch eine Möglichkeit, dies mit ganzen Verzeichnisssen zu tun? Das wäre für mich eine große Erleichterung, anstatt jede Datei mühsam einzeln zu kodieren..
Thorsten Hohmann, per E-Mail
EasyLinux: Nein, gpg kann leider keine ganzen Verzeichnisse verschlüsseln. Wenn Sie nicht sehr oft auf die zu verschlüsselnden Daten zugreifen müssen, können Sie sich die Sache dennoch vereinfachen.
Erstellen Sie mit einem Archivierungsprogramm wie ark (KDE) oder Fileroller (GNOME) ein Archiv des Verzeichnisses im Tar-Format. Die Programme haben eine ähnliche Oberfläche wie das unter Windows sehr bekannte WinZip, und Sie können einem Archiv mehrere Verzeichnisse hinzufügen. Die so erzeugte Datei mit der Endung .tar verschlüsseln Sie dann, wie in dem Artikel beschrieben. Nun müssen Sie nur noch das Originalverzeichnis löschen.
Sofern Sie nur lesenden Zugriff auf die Dateien in dem Verzeichnis benötigen, müssen Sie das Archiv nach dem Entschlüsseln noch nicht einmal auspacken. Der Konqueror kann sowohl komprimierte als auch unkomprimierte Archive wie Verzeichnisse betreten und bietet Ihnen lesenden Zugriff auf alle enthaltenen Dateien.
Falls Sie das Verzeichnis nicht nur in ein Archiv packen, sondern zusätzlich komprimieren wollen (die Datei hat dann die Endung .tar.gz), sollten Sie eine Sicherungskopie des Originalverzeichnisses auf einem externen Datenträger ablegen. Hat eine komprimierte Archivdatei einen Fehler, ist die Wiederherstellung der Originaldaten meistens unmöglich -- und solche Fehler treten erfahrungsgemäß nur dann auf, wenn man ausnahmsweise kein Backup hat. (Andrea Müller/hge)
In Eurer neuen EasyLinux 10/2003 habt Ihr dem Leser Georg Wagner bzgl. seiner Anfrage, welches Notebook er kaufen könnte, unter anderem geraten, er solle durch einfaches Booten von einer Knoppix-CD testen, ob Linux auf dem gewünschten Notebook läuft.
Dies möchte ich so nicht stehen lassen, da dieser Test allein nicht ausreichend ist um festzustellen, ob Linux läuft oder nicht. Ich selbst besitze zwei Notebooks, eines von LION und eines von Elitegroup. Auf beiden Notebooks bringe ich eine Knoppix-CD nicht zum Laufen (habe schon diverse Versionen ausprobiert), beide Male wird während der Hardware-Erkennung abgebrochen, ich erhalte den schwarzen Bildschirm mit dem Pinguin oben links in der Ecke, und das Notebook lässt sich nur noch mit der Power-Off-Taste runterfahren. Im übrigen passiert das gleiche, wenn ich im Failsafe-Modus starten möchte oder noch weitere Erkennungsroutinen ausschalte.
Dennoch läuft auf beiden Notebooks ein SuSE Linux, auf dem LION-Notebook SuSE 8.1 und auf dem Elitegroup Desknote SuSE 8.2. Natürlich haben Sie in Ihrer Antwort noch andere Tipps gegeben, was die Suche nach einem "Linux-Notebook" erleichtern kann, dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass der Test mit einer Knoppix-CD keinesfalls ausreichend ist.
Julia Bayrhammer, per E-Mail
EasyLinux: Der Test reicht nicht, wenn Knoppix nicht läuft, das ist richtig. Wenn aber Knoppix läuft, sind die Chancen sehr gut, auch eine andere Distribution zum Laufen zu bekommen.
Verkäufer in einem Computer-Discounter oder anderen Shop werden sich leichter dazu bewegen lassen, "mal kurz mit Knoppix zu booten" als eine vollständige SuSE- oder andere Installation mit Neupartitionierung etc. durchzuführen.
Ein Knoppix-Negativtest sagt nichts über die Tauglichkeit für andere Distributionen, aber es ist immer noch besser, sich beim Kauf auf den Knoppix-Test zu verlassen als ganz ohne Test auf Verdacht ein Gerät zu kaufen und dann zu Hause festzustellen, dass sich kein Linux installieren lässt. In diesem Sinne war unsere Empfehlung gemeint. (hge)
Ich wollte mir Scribus herunterladen. Habe aber Mandrake Linux 9.1 installiert. Welches Paket kann ich da nehmen?
Josef Rath, per E-Mail
EasyLinux: Wir stellen nur Pakete für SuSE und Red Hat Linux zur Verfügung. Am ehesten verwandt mit Mandrake 9.1 dürfte Red Hat Linux 9 sein -- Sie können das Red-Hat-9-Paket ausprobieren, eine Funktionsgarantie übernehmen wir aber nicht. (hge)
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Last modified: 2007-01-25 16:31
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