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von Andrea Müller
Fünf wichtige Schritte gibt es unter Linux im Umgang mit USB-Sticks: Anstecken, Mounten, Dateien kopieren, Unmounten, Abziehen. Genau wie Disketten und CDs müssen auch die Speicherriegel gemountet, d. h. ins Dateisystem eingebunden werden -- SuSE macht das in der Regel vollautomatisch, unter Red Hat Linux sind ein paar Vorarbeiten nötig, damit das Mounten per Mausklick klappt. Vor dem Abziehen sollte man in keinem Fall den Unmount-Vorgang vergessen -- sonst droht Datenverlust.
Ginge alles so einfach wie die Nutzung eines USB-Sticks unter SuSE Linux, würde wohl niemand Computer-Zeitschriften kaufen. Kaum haben Sie das USB-Speichermodul angesteckt, ertönt ein Piepsen als Signal, dass SuSE Linux die neue Hardware bemerkt hat. Sekunden später erscheint ein neues Datenträger-Icon auf dem KDE-Desktop.

Mit einem Mausklick mounten Sie den USB-Stick und öffnen den Konqueror im passenden Verzeichnis. Nun können Sie nach Herzenlust Dateien kopieren und löschen. Benötigen Sie das Speichermodul nicht mehr, schließen Sie den Datei-Manager und klicken mit der rechten Maustaste auf das neue Icon. Wählen Sie dort den Punkt Laufwerkseinbindung lösen, um den Stick aus dem Dateisystem auszuhängen. Erst wenn das grüne Dreieck neben dem Icon verschwindet, dürfen Sie das Gerät abziehen. Das zugehörige Icon verschwindet einige Sekunden später von selbst. Trennen Sie das Gerät vorher von Ihrem Computer, sind vielleicht noch nicht alle Schreiboperationen abgeschlossen.
Auch wenn alles scheinbar automatisch geht, treten manchmal Probleme auf. Meistens sind das jedoch reine Schönheitsfehler, die Sie elegant umschiffen. SuSE Linux 8.2 fällt sporadisch durch ein unschönes Flackern des neuen Icons auf. Es verschwindet, nur um Sekunden später erneut aufzutauchen. Das Verhalten war nicht auf eines der Testgeräte beschränkt und ließ sich manchmal dadurch abstellen, dass man per Klick auf das Icon den Konqueror öffnete und gleich darauf wieder beendete. In seltenen Fällen mussten wir das USB-Gerät erneut anstecken, um wieder einen ruhigen Desktop zu bekommen.
Ärgerlicher ist es, wenn gar kein Icon auftaucht, wie es gelegentlich während unserer Tests passierte. Manchmal hilft es, das Gerät erneut anzustecken, doch es geht auch anders:
Öffnen Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie dort kwrite /etc/fstab ein. Administratorrechte brauchen Sie nicht, da Sie die Datei nur lesen müssen.
Sobald ein USB-Speicherriegel angesteckt wird, erzeugt der hotplug-Dienst, der den USB-Anschluss überwacht, einen temporären Eintrag für den mobilen Datenträger in dieser Datei. Er steht in der letzten Zeile und könnte so aussehen wie in der Abbildung. Merken Sie sich die erste Position dieser Zeile, in unserem Beispiel also /dev/sda1, und schließen Sie den Editor.
Öffnen Sie nun über den kleinen blauen Monitor mit der Muschel ein Kommandozeilenfenster. Tippen Sie dort mount /dev/sda1. Statt /dev/sda1 schreiben Sie das, was bei Ihnen in der Datei /etc/fstab an erster Stelle der letzten Zeile stand.
Öffnen Sie den Konqueror und wechseln Sie in das Verzeichnis /media/sda1. Haben Sie beim mount-Befehl /dev/sdb1 eingegeben, ist das Verzeichnis /media/sdb1 Ihr Ziel. In diesem Verzeichnis haben Sie Zugriff auf den Speicherplatz des USB-Sticks. Erledigen Sie alle notwendigen Dateioperationen und schließen Sie den Konqueror.
Geben Sie nun im eben geöffneten Eingabefenster den Befehl umount /dev/sda1 ein. Dieser Aufruf schließt alle noch offenen Schreiboperationen auf dem USB-Stick ab und hängt ihn aus dem Dateisystem aus. Jetzt dürfen Sie das USB-Gerät vom Rechner trennen und können die Kommandozeile schließen.
Unter Red Hat Linux müssen Sie den Zugriff auf USB-Speichermodule manuell konfigurieren, damit künftig alle Nutzer Ihres Systems auf den neuen Datenträger zugreifen können.
Da Sie eine systemweite Konfiguration anlegen, benötigen Sie Administratorrechte. Schließen Sie den USB-Stick an den Computer an und starten Sie über Systemtools / Hardware Browser des K-Menüs die Geräteübersicht. Geben Sie Ihr root-Passwort ein und markieren Sie den Punkt Hard Drives (Festplattenlaufwerke unter Red Hat Linux 9).
Neben Ihrer Festplatte wird dort auch das USB-Speichermodul als SCSI-Platte aufgelistet (Abbildung 2). In unserem Beispiel wird das Gerät als /dev/sda1 angesprochen, die 1 steht dabei für die erste (und einzige) Partition auf dem USB-Stick. Falls Sie schon ein anderes SCSI-Gerät eingebaut haben, wird Linux Ihr USB-Speichermodul als sdb1 ansprechen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Gerät der USB-Stick ist, hilft ein Blick in die Spalte Size (MB) (Größe (MB) unter Red Hat Linux 9) weiter, die die Speicherkapazität Ihrer Datenträger anzeigt. Merken Sie sich den Gerätenamen und schließen Sie den Hardware Browser.
Tippen Sie in einem über [Alt-F2] geöffneten Schnellstartfenster kdesu konqueror, um den Dateimanager als Administrator zu starten und geben Sie Ihr root-Passwort ein.
Navigieren Sie in das Verzeichnis /mnt und erstellen Sie über Bearbeiten / Neu erstellen / Verzeichnis einen neuen Ordner und geben Sie ihm den Namen usb1.
Ein aussagekräftiger Name wäre zwar schöner, sorgt jedoch für Ärger, wenn Sie mehrere USB-Geräte habe, die als Festplatte angesprochen werden. Der Hardware werden Gerätenamen in der Anschlussreihenfolge zugewiesen. So kann sda entweder Ihr USB-Stick oder Ihre Kamera sein, je nachdem, welches Gerät Sie zuerst einstecken. Durch den Ordnernamen usb1 wissen Sie immer, dass es sich dabei um das zuerst angeschlossene Gerät handelt.
Öffnen Sie über Systemtools / Terminal aus dem K-Menü ein Eingabefenster und geben Sie dort su und in der nächsten Zeile Ihr Administrator-Passwort ein. Um ganz sicher zu gehen, dass Sie die richtige Gerätedatei verwenden, mounten Sie den USB-Stick einmal zur Probe. Tippen Sie dafür mount /dev/sda1 /mnt/usb1. /dev/sda1 ersetzen Sie bei Bedarf durch das Gerät, das der Hardware Browser bei Ihnen angezeigt hat. Mit der zweiten Angabe (/mnt/usb1) teilen Sie Linux mit, dass der Stick in dieses Verzeichnis eingebunden werden soll.
Wechseln Sie nun im Konqueror in das Verzeichnis /mnt/usb1. Sie sollten dort die Dateien sehen, die Sie vielleicht schon unter Windows auf den USB-Stick kopiert haben. Ist das Gerät noch fabrikneu, kopieren Sie einfach ein paar Dateien per Drag & Drop in das Verzeichnis. Beobachten Sie dabei das Statuslämpchen des USB-Geräts. Es sollte durch schnelles Blinken anzeigen, dass Daten übertragen werden. Wechseln Sie danach auf eine höhere Verzeichnisebene, damit der USB-Stick für das System als unbenutzt gilt.
Kehren Sie zum Kommandozeilenfenster zurück und tippen Sie umount /dev/sda1, um den Datenträger auszuhängen.
Damit nun alle Benutzer Ihres Systems auf das Gerät zugreifen dürfen, fehlt nur noch ein Eintrag in der Datei /etc/fstab.
Navigieren Sie im mit kdesu geöffneten Konqueror in das Verzeichnis /etc und klicken Sie die Datei fstab mit der mittleren Maustaste an. Daraufhin öffnet sich die Datei im Editor kwrite.
Gehen Sie bis ans Ende der Datei und fügen Sie folgende neue Zeile ein:
/dev/sda1 /mnt/usb1 vfat users,umask=0,noauto 0 0
Der erste Teil gibt das Gerät an, das eingehängt werden soll, hier kommt Ihr Eintrag aus dem Hardware-Browser hin. Der zweite Eintrag bezeichnet den Ort, an den das Gerät im Dateisystem einsortiert wird. vfat ist das Dateisystem, mit dem der USB-Stick formatiert ist. Die drei durch Kommata getrennten Optionen bewirken, dass normale Nutzer den USB-Stick mounten (users) und beschreiben (umask=0) dürfen. noauto weist Linux an, das Gerät nicht automatisch beim Booten zu mounten, sondern nur, wenn ein Benutzer den Befehl dazu gibt. Die beiden Nullen sorgen dafür, dass das Dateisystem nicht automatisch überprüft und bei Backups mit dump nicht beachtet wird.
Speichern Sie die Datei /etc/fstab und schließen Sie alle Anwendungen, die Sie als Administrator gestartet haben. Nun kann jeder Nutzer mit dem Kommandozeilenbefehl mount /dev/sda1 das Speichermodul ins Dateisystem einhängen und anschließend über das Verzeichnis /mnt/usb1 darauf zugreifen.
Auch ein Desktop-Icon für KDE ist schnell angelegt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Desktops und wählen Sie Neu erstellen / Festplatte. Geben Sie auf der Registerkarte Allgemein als Name usb1 ein und auf dem Reiter Gerät wählen Sie /dev/sda1 aus dem Dropdown-Menü. Legen Sie dort auch ein anderes Symbol für nicht eingebundene Laufwerke fest, damit Sie nicht versehentlich vergessen, den USB-Stick vor dem Trennen vom Rechner aus dem Dateisystem auszuhängen. In Zukunft mounten Sie das Gerät mit einem Doppelklick und öffnen den Konqueror im passenden Verzeichnis. Mit dem Punkt Laufwerkseinbindung lösen des Kontextmenüs entkoppeln Sie den Stick aus Ihrem Dateisystem.
Wie sich im Test zeigte, laufen die meisten Sticks unter Linux problemlos. Doch auch wenn es im ersten Anlauf nicht klappt, ist nicht gleich Hopfen und Malz verloren. Erkennt Linux zwar den Stick an sich, aber nicht die Partitionen, hilft oft eine Neupartitionierung. Wir beschreiben diese Operation am Beispiel des Typhoon Memory Adapters, der im Auslieferungszustand unter Linux unbenutzbar war (siehe Test auf Seite ##).
SuSE Linux bemerkte zwar, dass das Gerät wie zwei Festplatten zu behandeln ist, allerdings ist die Partitionstabelle von /dev/sdb ungültig, weshalb man nur auf die 2 MB Speicherplatz von /dev/sda1 zugreifen kann. In Abbildung 2 sehen Sie die Einträge, die Linux beim Einstecken des USB-Geräts in die Datei /var/log/messages schreibt. Es lädt den passenden Treiber (usb-storage) und erkennt die beiden Geräte sda und sdb mit der richtigen Kapazität. Der Versuch, eine der vier Partitionen von /dev/sdb zu mounten, misslingt jedoch, da Linux mit der Partitionstabelle dieser "Festplatte" nichts anfangen kann. Auch ein Neupartitionieren mit YaST ist nicht möglich, da das Programm beim Versuch, die Partitionstabelle von /dev/sdb zu lesen, einfriert. Dennoch können Sie nach ein wenig Handarbeit auf das Gerät zugreifen.
Entfernen Sie den Typhoon-Stick vom USB-Anschluss und rufen Sie über System / YaST2 des K-Menüs das SuSE-Systemverwaltungsprogramm auf. Geben Sie im Authentifizierungsfenster Ihr root-Passwort ein.
Markieren Sie den Punkt System und wählen Sie in der rechten Fensterhälfte den Punkt Partitionieren. Bestätigen Sie die Warnung von YaST mit einem Klick auf Ja.
Im Partitionierungsmodul sehen Sie alle an Ihr System angeschlossenen Festplatten. Die Einträge, hinter denen in der Spalte Typ eine Produktbezeichnung steht, ist die Festplatte, und darunter stehen die einzelnen Partitionen, die Sie angelegt haben. Notieren Sie sich die Einträge, die in der Spalte Gerät stehen, der erste Eintrag wird vermutlich /dev/hda lauten: Das ist die erste Festpaltte am ersten IDE-Controller Ihres Rechners. Durch dieses Notizen wissen Sie, welche Geräte fest mit Ihrem System verbunden sind.
Schließen Sie nun das Partitionierungsprogramm, ohne etwas zu ändern, und beenden Sie YaST.
Klicken Sie auf das Terminal-Symbol (den blauen Monitor mit der Muschel), um eine Eingabeaufforderung zu starten. Geben Sie dort su und in der nächsten Zeile Ihr Administrator-Passwort ein.
Tippen Sie tail -f /var/log/messages, um die Systemmeldungen Ihres Linux in Echtzeit mitzuverfolgen, und schließen Sie den USB-Stick von Typhoon an den Rechner an. Falls die Meldungen zu schnell vorbeihuschen, blättern Sie mit dem Scroll-Balken zurück. Sehen Sie nach, welche SCSI-Geräte Linux dem USB-Stick zuordnet. In Abbildung 3 sind die entsprechenden Zeilen markiert.
Dort spricht Linux das Speichermodul als sda und sdb an. Das problematische Gerät ist sdb mit den vier Partitionen. Um dort eine Partition anzulegen, die Linux in das Dateisystem einbinden kann, muss zunächst die ungültige Partitionstabelle dieses Geräts mit Nullen überschrieben werden. Dadurch gehen alle Daten, die Sie eventuell unter Windows auf dem Gerät gespeichert haben, verloren. Führen Sie den folgenden Befehl daher nur aus, wenn keine wichtigen Dateien auf dem Gerät gespeichert sind. Wir haben nicht getestet, ob das Gerät nach der Neupartitionierung noch unter Windows nutzbar ist -- falls Sie den Memory Stick unter Windows benötigen, sollten Sie auf die Nutzung unter Linux verzichten und die folgenden Schritte nicht ausführen.
Unterbrechen Sie die Anzeige der Log-Datei mit der Tastatenkombination [Strg-C]. Tippen Sie nun
dd if=/dev/zero of=/dev/sdb bs=512 count=1
Damit überschreiben Sie den Boot-Sektor von /dev/sdb mit Nullen. Der Parameter if=/dev/zero sagt Linux, was die Eingabedatei (input file) sein soll -- hier bedient sich Ihr System aus dem unerschöpflichen Vorrat von Nullen aus /dev/zero, einem virtuellen Spezialgerät, das nur dazu da ist, bei Bedarf Nullen auszugeben. of=/dev/sdb legt fest, was überschrieben werden soll, in unserem Fall ist dies das Gerät /dev/sdb. Sie schreiben dort das Gerät hin, das als zweites erkanntes Gerät in der Log-Datei erwähnt wurde. Werfen Sie zuvor einen Blick auf die Liste der vorhandenen Festplatten, die Sie im Partitionierungsmodul von YaST abgeschrieben haben. Der dd-Befehl darf unter keinen Umständen auf ein Gerät angewendet werden, das als Festplatte permanent mit Ihrem System verbunden ist -- Sie machen damit das betroffene Gerät unbrauchbar, und die Rekonstruktion einer überschriebenen Partitionstabelle ist nur mit Spezialprogrammen möglich. Lesen Sie sich den dd-Befehl dreimal durch, bevor Sie ihn durch Druck auf [Enter] abschicken, und vergleichen Sie ihn mit der Liste der aus YaST abgeschriebenen Geräte. Keines dieser Geräte darf in dem dd-Befehl stehen.
Das Programm dd erledigt seine Arbeit und meldet Ihnen am Ende 1+0 Records ein und 1+0 Records aus. Das heißt, dass das Programm, wie befohlen, einen Block (count=1) aus /dev/zero auf das Gerät /dev/sdb geschrieben hat. /dev/sdb ist jetzt in einem ebenso jungfräulichen Zustand, wie eine neu gekaufte Festplatte. Nun legen Sie mit YaST eine Partition auf dem Gerät an.
Starten Sie YaST erneut und rufen Sie wieder das Partitionierungsmodul auf. Neben Ihren Festplatten erscheinen nun zusätzlich die zwei SCSI-Geräte des USB-Sticks. Auf /dev/sda1 befindet sich schon eine Partition, /dev/sdb ist leer (Abbildung 4).
Klicken Sie auf Anlegen, markieren Sie im Auswahlfenster das noch nicht partitionierte SCSI-Gerät, in unserem Beispiel /dev/sdb, und klicken Sie auf OK.
Das nächste Fenster fragt, was für eine Partition Sie anlegen wollen. Setzen Sie ein Häkchen vor Primäre Partition. Nach einem Klick auf OK gelangen Sie zum Einstellungsfenster.
Ändern Sie den Eintrag im Dropdown-Menü Dateisystem auf FAT und suchen Sie im Menü unter Mountpunkt (Mountpoint unter SuSE Linux 8.2) den leeren Eintrag heraus. Um den Einhängepunkt kümmert SuSE Linux sich automatisch, sobald Sie den USB-Stick anschließen. Sehen Ihre Einträge aus wie in Abbildung 5, klicken Sie auf OK.
Wählen Sie die Schaltfläche Anwenden im Paritionierungsmodul. YaST zeigt Ihnen in einem Hinweisfenster an, welche Änderungen er vornehmen wird. Ist alles ok, klicken Sie dort auf Anwenden.
Das Konfigurations-Tool erledigt seine Arbeit und zeigt Ihnen danach schon die neue Partition in der Festplattenübersicht an. Mit einem Klick auf Verlassen beenden Sie das Programm. Schließen Sie YaST ebenfalls.
Trennen Sie den USB-Stick vom Computer und stecken Sie ihn erneut ein. Nachdem der USB-Stick erkannt wurde, erscheinen zwei neue Icons namens /media/sda1 und /media/sdb1 (unter SuSE Linux 8.2 heißen die Icons sda1 und sdb1) auf Ihrem KDE-Desktop. Per Klick auf /media/sdb1 greifen Sie auf den größten Teil der Speicherkapazität Ihres Memory-Sticks zu.
Ein weiterer Sonderfall sind USB-Sticks, die nicht mit einer oder mehreren Partitionen daherkommen, sondern als so genannte Superfloppy formatiert sind. Gerade bei älteren Modellen, unter anderem denen der Firma Transcend, treffen Sie auf solche Vertreter.
Ähnlich wie eine Diskette, haben diese Geräte keine Partitionstabelle, so dass Sie direkt auf die neue SCSI-Festplatte zugreifen, also auf /dev/sda statt auf /dev/sda1. Anwender von SuSE Linux müssen sich um solche Feinheiten nicht kümmern, da auch diese Geräte automatisch eingebunden werden. Wird wider Erwarten kein passendes Icon auf Ihrem Desktop eingeblendet und fehlt sogar der temporäre Eintrag in der Datei /etc/fstab müssen Sie nicht gleich aufgeben. Starten Sie einfach ein Terminalfenster und werden Sie dort durch Eingabe von su und Ihrem root-Passwort in der nächsten Zeile zum Administrator. Tippen Sie nun
mount /dev/sda /media/floppy -o umask=0
Gibt der Befehl keine Fehlermeldung aus, hat alles geklappt und Sie finden die Daten Ihres USB-Speichermoduls im Verzeichnis /media/floppy und können als normaler Nutzer darauf zugreifen. Haben Sie alles erledigt hängen Sie das Gerät als Administrator mit dem Befehl umount /dev/sda wieder aus dem Dateisystem aus.
Red-Hat-Nutzer erkennen die als Superfloppy formatierten USB-Sticks im Hardware Browser daran, dass nur das Gerät selbst erscheint. Der kleine Ausklapppfeil, der die einzelnen Partitionen anzeigt, fehlt. Haben Sie ein solches Speichermodul, lautet der Befehl zum probeweisen Mounten
mount /dev/sda /mnt/usb1
Das im Hardware Browser erkannte Gerät schreiben Sie auch in das erste Feld der Zeile, die Sie in die Datei /etc/fstab eintragen, also z. B.
/dev/sda /mnt/usb1 auto users,umask=0,noauto 0 0 Die spätere Nutzung des USB-Sticks unterscheidet sich danach nicht von der anderer Modelle, die über Partitionen verfügen.
(eba)
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Last modified: 2007-01-25 16:32
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