claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 12/2003

Linux-Distributionen aktualisieren

Aufpoliert

von Hans-Georg Eßer


In unregelmäßigen Abständen bringen die Linux-Distributoren neue Versionen heraus: Ein Update bringt Sie auf den neuesten Stand und kann aufwändige manuelle Aktualisierungen vermeiden. Doch der Weg ist manchmal steinig.

Die Installationsroutinen der großen Distributionen erlauben nicht nur die Einrichtung eines neuen Linux-Systems, sondern können auch zum Update einer älteren Version (der gleichen! Distribution) verwendet werden.

Gegenüber einer Neuinstallation bietet das Update den Vorteil, dass zum Einen Ihre persönlichen Dateien im Home-Verzeichnis unangetastet bleiben und zum Anderen Einstellungen (wie etwa die Konfiguration des Internet-Zugangs) übernommen werden. Auch die alte Auswahl der installierten Pakete wird übernommen, soweit dies möglich ist. Haben Sie bei der damaligen Installation viel Mühe auf die Paketauswahl verwandt, ersparen Sie sich damit eine Wiederholung dieser Prozedur.

Pakete verschwunden?

Damit kommen wir zu einer ersten Hürde, die beim Update genommen werden muss: Der Installer findet das (alte) installierte System und prüft, welche Software dort vorhanden ist. Ziel ist nun, alle gefundenen Pakete durch die entsprechenden neueren Pakete der aktuelleren Distributionsversion zu ersetzen.

In der Regel ändert sich bei den Paketen von einer Distributionsversion zur nächsten nur die Paketversionsnummer, also z. B. von kdebase-3.0.0-12.i586.rpm nach kdebase-3.1.4-3.i586.rpm. Das ist die "gute" Variante, bei der das Installationsprogramm altes und neues Paket einander zuordnen kann. In seltenen Fällen ändern aber Pakete ihre Namen, werden in mehrere Pakete aufgeteilt, oder es werden Pakete zu einem zusammengefasst. Mit einer solchen Situation kann der Installer dann nicht umgehen, weil nicht klar ist, wie die Ersetzung stattzufinden hat.

Auch Fremdpakete bereiten hier Probleme: Haben Sie Software von Drittanbietern (z. B. aus dem Download-Bereich der EasyLinux-Web-Seite) eingespielt, wird diese vom Installer links liegen gelassen: Nach dem Update ist also noch die alte Version der Software installiert, und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass diese in der neuen Umgebung nicht mehr läuft. In einem solchen Fall können Sie versuchen, das Paket manuell zu aktualisieren, indem Sie im Internet nach einer neuen Version der Software suchen, die zu Ihrer neuen Distributionsversion passt.

Keine Cross-Updates

Mit dem Namen Cross-Update bezeichnet man den Versuch, von einer Linux-Distribution auf eine andere (also z. B. von SuSE Linux auf Red Hat Linux oder umgekehrt) umzusteigen. Keine der aktuellen Distributionen unterstützt dieses Feature -- der Aufbau der Distributionen ist dazu einfach zu unterschiedlich. Paketnamen sind uneinheitlich, nicht einmal die gleiche Verzeichnisstruktur wird verwendet. Ganz alte Versionen von Mandrake Linux besaßen die Fähigkeit, ein Cross-Update von Red Hat Linux auf Mandrake Linux durchzuführen -- für die aktuelle Mandrake-Version 9.2 gilt das nicht mehr, wir haben es getestet.

Bei einem Wechsel des Distributors bleibt Ihnen also nur der Weg über ein Backup der alten Daten und eine anschließende Neuinstallation, bei der das alte Linux-System gelöscht wird.

Personal- und Professional-Versionen

Viele Linux-Distributoren bieten ihre Linux-Pakete in mehreren Ausstattungsvarianten, häufig "Personal" und "Professional" genannt, an. Ein Update von einer alten Personal- auf eine neuere Professional-Version ist meist unproblematisch, weil die Professional-Version eine größere Paketauswahl bereitstellt als die Personal-Version, welche eine echte "Teilmenge" der großen Variante ist. Anders herum müssen Sie mit Problemen rechnen: Ist auf Ihrem Rechner eine ältere Professional-Version installiert und haben Sie damals auch Pakete ausgewählt, die nicht zum Auslieferungsumfang der Personal-Version gehören, ist kein vollständiges Update auf eine neuere Personal-Version möglich, weil schlicht diverse Pakete auf den neuen CDs nicht vorhanden sind.

Einige Installationsprogramme erkennen eine solche Situation und schlagen vor, die alten (und nicht ersetzbaren) Pakete zu entfernen. Das ist ein vernünftiger Vorschlag, weil die alte Software sehr wahrscheinlich ohnehin nicht mehr in der neuen Umgebung laufen wird.

Warum all der Ärger?

Wer aus der Windows-Welt kommt, ist es gewohnt, dass Software unter (fast) allen Windows-Versionen läuft, so dass Programme auch nach einem Windows-Update (etwa von Windows 2000 auf XP) noch benutzbar ist.

Hier ist einer der Unterschiede zwischen Linux und Windows deutlich spürbar: Windows-Programme bringen typischerweise einen Satz Bibliotheken (dort als DLL-Dateien bekannt) mit. Diese Bibliotheken enthalten alles, was das Programm an zusätzlichen Hilfsmitteln benötigt. Bei Linux hingegen erwarten die meisten Programme, dass die benötigten Bibliotheken vom Linux-System zur Verfügung gestellt werden. Deswegen gibt es für einen Großteil der Software separate Programmpakete für jede Distributionsversion: Es wird nicht nur zwischen den Distributionen (SuSE, Red Hat, Mandrake, Debian etc.), sondern auch zwischen den Versionen (z. B. SuSE Linux 8.1, 8.2, 9.0) unterschieden.

Dazu kommt noch, dass Linux-Entwickler innovationsfreudiger sind: Zwischen zwei Versionen einer Distribution liegen mehrere Monate, in denen von den hunderten oder gar tausenden Einzelpaketen fast jedes verändert wurde und das eine oder andere vielleicht vollständig überarbeitet wurde und nun ganz andere Bibliotheken benötigt als die ältere Version.

Mit welcher Version arbeite ich?

Vor einem Upgrade sollten Sie überprüfen, mit welcher Linux-Distributionsversion Sie derzeit arbeiten. Für die EasyLinux Starter Kits gilt diese Zuordnung:

Generell können Sie über die Kommandozeile herausfinden, mit welcher Distributionsversion Sie arbeiten:

Abb. 1: Die Versionsnummer Ihres SuSE oder Red Hat Linux erfahren Sie über die Kommandozeile.

Bei einem Upgrade sollten Sie einen Versionssprung auf die "übernächste" oder noch weiter entfernte Versionen vermeiden. Zwar geben die Distributoren an, dass dies möglich ist, der Versuch schlägt aber oft fehl und hinterlässt dann ein unvollständiges oder nicht richtig funktionierendes Linux-System. Gute Chancen hat ein Update, wenn Sie

umsteigen wollen. Ein "zu großer" Schritt ist beispielsweise der Sprung von SuSE Linux 8.1 auf 9.0 oder der von Red Hat Linux 8.0 auf die bald erscheinende Red-Hat-Nachfolgerversion 10 bzw. Fedora Linux. Als Faustregel kann man sagen: Es ist erfolgversprechend, von einer DVD-Version auf die nächste DVD-Version und von einer Nur-CD-Version auf die nächste Nur-CD-Version zu aktualisieren.

KDE-Einstellungen weg?

Wenn das Distributions-Update auch eine Umstellung auf eine wesentlich neuere KDE-Version mit sich bringt, gehen dabei eventuell Ihre alten Einstellungen für die Oberfläche KDE verloren -- es ist aber auch möglich, dass die neue KDE-Version Sie fragt, ob Sie die alten Einstellungen konvertieren wollen. In vielen Fällen ist es aber vorteilhafter, mit einem frischen neuen Desktop zu starten und auf dem alten System geänderte Einstellungen erneut anzupassen. Ansonsten gibt es eventuell Probleme mit dem Menüsystem und Icons auf dem Desktop.

Drucker-Unterstützung

Bei einem Upgrade kann ein Wechsel des Drucker-Subsystems von LPR zu CUPS stattfinden. Ist das der Fall, muss eventuell der Drucker neu konfiguriert werden.

Update im Test

Wir haben einige Update-Tests durchgeführt, um Ihnen unsere Eindrücke vermitteln zu können. In allen Fällen haben wir ein Standardsystem mit KDE und einem eingerichteten Benutzer-Account verwendet und das Update auf die jeweils nächste Version durchgeführt. Zudem haben wir vor dem Update einige Programmpakete von der EasyLinux-Download-Seite eingespielt um zu prüfen, wie die Update-Routine damit umgeht. Im Detail waren das die Pakete zu lbreakout, kpackage und xzgv. Wo dies möglich war, haben wir auch die Entwicklungsumgebung mitinstalliert, die benötigt wird, um Software aus den Quellen zu übersetzen.

Red Hat Linux 8.0 nach 9

Für diesen Test kam in beiden Fällen die Professional-Version von Red Hat Linux 8.0 bzw. 9 zum Einsatz, da unser erstes Starter Kit Red Hat Linux 8.0 Professional enthält. Das Installationsprogramm sieht in der Version 9.0 ("Shrike") noch genauso aus wie in der Vorgängerversion 8.0. Der Installer erkannte nach der Auswahl von Sprache, Tastatur und Maus die vorhandene Red-Hat-Version und schlug automatisch ein Update vor. Was den Boot-Loader angeht, schlägt der Installer dessen Aktualisierung vor, was ebenfalls die richtige Wahl ist. So einfach macht es Spaß: Nur zweimal bestätigen, und schon beginnt die Aktualisierung.

Die Prüfung der Pakete (der alten Red-Hat-Version) benötigt auf langsamen Systemen durchaus mehrere Minuten -- keine Sorge: Das System hat sich an dieser Stelle nicht aufgehängt. Leider gibt es keine Fortschrittsanzeige, die hier ein wenig Übersicht verschaffen würde. Die drei Fremdpakete von der EasyLinux-Web-Seite werden vom Installer nicht bemängelt.

Die üblichen Konfigurationsfragen nach der Paketinstallation bleiben beim Update aus: All diese Fragen haben Sie ja bereits bei der Installation der Vorversion beantwortet. So wird nach Abschluss der Paketaktualisierung nur die DVD ausgeworfen; danach startet der Rechner neu.

Die drei EasyLinux-Pakete sind bei der Prozedur unangetastet geblieben. Alle drei funktionierten noch: Wackeligster Kandidat war dabei sicher KPackage, das für KDE 3.0.x übersetzt wurde -- es hat mit der neueren KDE-3.1-Version keine Schwierigkeiten. Auch die Voreinstellung von KDE als Standard-Desktop ist beim Update erhalten geblieben (Red Hat Linux stellt bei einer Neuinstallation GNOME als Standard ein).

Red Hat Linux 9 nach 10

Der Name für die neue Red-Hat-Version ist noch nicht klar. Red Hat hat die Standard-Desktop-Distribution in ein Open-Source-Projekt mit dem Namen "Fedora" umgewandelt; der Nachfolger von Red Hat Linux 9 wird also Fedora Linux heißen -- ob Version 10, 1 oder vielleicht ganz ohne Versionsnummer, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Der Einfachheit halber verwenden wir hier den Namen Red Hat Linux 10. Wir haben das Update von Red Hat 9 auf die aktuelle Beta-Version getestet.

Abb. 2: Nur wenige Klicks, und das Red-Hat-System ist aktualisiert.

Das Upgrade auf die 10er Beta verläuft genau wie das Update von Red Hat Linux 8.0 auf 9 -- oberflächlich fallen hier keine Unterschiede auf. Daher an dieser Stelle nur das Ergebnis des Updates: Eine unschöne Überraschung gab es beim Booten -- das Dateisystem ReiserFS wurde als nicht unterstützt gemeldet, deswegen konnte die /home-Partition, die in diesem Format angelegt war, nicht eingebunden werden. Dies ist vermutlich auf den Betastatus der Version zurückzuführen, zudem legten alte Red-Hat-Versionen standardmäßig nur Ext2- und Ext3-Partitionen an, so dass nur wenige Anwender von diesem Problem betroffen wären. Die drei EasyLinux-Pakete funktionierten nach dem Update problemlos.

SuSE Linux 8.1 nach 8.2

Basis für den Update-Versuch war die Personal-Variante von SuSE Linux 8.1, wie sie in unserem EasyLinux Starter Kit 2 enthalten ist. Auch als Update-Ziel haben wir ein Starter Kit (Nummer 3) mit der Personal-Version von SuSE Linux 8.2 verwendet. Vor dem Update wurden wieder drei Fremdpakete von der EasyLinux-Web-Seite installiert. Da kpackage bei SuSE Linux ohnehin enthalten ist, haben wir dieses Paket durch kgpg 1.0 ersetzt.

Nach dem Start erkennt der Installer, dass sich bereits ein Linux-System auf der Festplatte befindet, und bietet ein Update an. YaST fragt dann nach, ob neben der Aktualisierung der vorhandenen alten Pakete auch ein Mindest-Standardsystem eingespielt werden soll -- die Vorgabe, das SuSE-Standardsystem zu verwenden, ist vernünftig. Daneben werden auch alle Pakete aktualisiert, die in der alten Version installiert und in der neuen noch vorhanden sind (Abbildung 3).

Abb. 3: YaST schlägt neben der Aktualisierung auch die Installation eines SuSE-8.2-Standardsystems vor.

Probleme, beispielsweise unbekannte Pakete, zeigt YaST in einer Übersicht an, im Beispiel in Abbildung 4 sind auch die EasyLinux-Pakete zu erkennen: Sie sind mit einem Schlosssymbol als unveränderbar gekennzeichnet, weil YaST weiß, dass sie nicht zur alten SuSE-Version gehören. An dieser Stelle können Sie selbst entscheiden, ob Sie diese Pakete erhalten oder entfernen wollen; wir haben uns für das Beibehalten entschieden. Für einige alte Pakete aus SuSE Linux 8.1 schlägt YaST das Löschen vor; diesem Vorschlag sind wir gefolgt.

Abb. 4: YaST findet alte SuSE-Pakete, die nicht mehr benötigt werden, und Fremdpakete.

Danach beginnt das Update, das genauso abläuft wie das normale Einspielen der Pakete bei einer regulären Installation. Nach Abschluss der Aktion war im Test das neue SuSE-8.2-System ohne Probleme boot-fähig; alle drei EasyLinux-Pakete waren noch vorhanden und ließen sich problemlos starten. Auch hier hatte die kgpg-Version, die ursprünglich für KDE 3.0.x gedacht war, mit KDE 3.1.1 keine Schwierigkeiten.

SuSE Linux 8.2 nach 9.0

Auch für diesen Upgrade-Versuch war der Ausgangspunkt ein EasyLinux Starter Kit -- die aktuelle Nummer 3 mit SuSE Linux 8.2 Personal. Diese Version haben wir mit einer SuSE Linux 9.0 Professional DVD aktualisiert.

Genau wie beim Update von Version 8.1 auf 8.2 erkennt YaST gleich nach der Sprachauswahl, dass eine ältere Linux-Version installiert ist. Anders als beim vorherigen Update wird nicht explizit danach gefragt, ob ein Standardsystem installiert werden soll -- diesmal ist das eine Vorgabe, die auf Wunsch angepasst werden kann; die möglichen Optionen sind dabei aber die gleichen. Das spart einige unnötige Klicks, denn nach einem einfachen Bestätigen nimmt das Update seinen Lauf. Nachfragen zu einzelnen unbekannten Paketen hat es bei diesem Update nicht gegeben.

Abb. 5: Bei SuSE Linux 9.0 erspart der Update-Prozess dem Anwender einige unnötige Mausklicks.

Nach dem Update gelang die Anmeldung unter KDE nicht: Nach Eingeben der alten, automatisch übernommenen Zugangsdaten blieb der Rechner aus ungeklärten Gründen stehen. Mit einem neuen, frisch angelegten Benutzer-Account trat dieses Problem nicht auf. Der alte Account ließ sich durch Löschen des KDE-Konfigurationsverzeichnis ~/.kde/ "wiederbeleben", danach war der Spuk vorbei. Offenbar stört sich die neue KDE-Version 3.1.4 an alten Einstellungen von KDE 3.1.1.

Abb. 6: Das Einspielen der Pakete läuft bei allen Distributionen (hier SuSE 9.0) wie bei einer Neuinstallation ab.

Die drei EasyLinux-Fremdpakete liefen dafür aber ohne Probleme, und bis auf den ungewöhnlichen Stolperstein mit der KDE-Anmeldung unter dem alten Account war auch dieser Update-Versuch erfolgreich.

Ein Überblick

Zusammenfassend lief das Update auf die jeweils nächste Version in allen getesteten Fällen erfolgreich. Dabei ist aber zu beachten, dass die Ausgangssysteme nur geringfügig von Standardinstallationen abwichen (die jeweils drei fremden EasyLinux-Software-Pakete) -- eine Distribution, die bereits mehrere Monate lang benutzt und umfangreich angepasst wurde, könnte andere Effekte bewirken.

Da Sie ein Backup der privaten Daten auch beim Update unbedingt durchführen sollten, können wir einen Update-Versuch in einer der hier beschriebenen Konstellationen uneingeschränkt empfehlen. Klappt es dennoch nicht -- verhält sich das System nach dem Update beispielsweise eigenartig --, bleibt Ihnen immer noch die Möglichkeit einer richtigen Neuinstallation (mit Löschen der alten Linux-Partitionen) und die anschließende Rücksicherung des Backups. Viel Erfolg beim Aktualisieren Ihres Systems! (hge)

Datensicherung

Wenn Sie sich für eine Neuinstallation entscheiden, müssen Sie vorher Ihre privaten Daten sichern, weil die Linux-Partitionen bei der Neuinstallation gelöscht werden. Auch vor einem Update empfiehlt sich ein Backup, da bei jedem Eingriff in das Betriebssystem unerwartete Probleme auftreten könenn -- und sei es, dass in einer kritischen Phase der Strom wegen eines Kurzschluss ausfällt.

Wenn Sie auch Windows verwenden, empfiehlt sich zusätzlich ein Backup Ihrer privaten Dateien unter Windows, weil jede Installation eines Betriebssystems prinzipiell das Risiko des Datenverlustes auf der ganzen Festplatte birgt.

Was ist zu sichern?

Unter Linux sollten Sie in jedem Fall Ihr Home-Verzeichnis /home/benutzername bzw. bei mehreren Benutzern das gesamte Verzeichnis /home sichern. Systemweite Konfigurationsdateien liegen in /etc -- deren Wiederverwendung im neuen System ist aber problematisch, außerdem wird bei der Neuinstallation das System ohnehin neu konfiguriert, so dass Sie in der Regel auf diese Daten verzichten können. Falls Sie selbst Programme aus dem Quelltext übersetzt haben, ist auch das Verzeichnis /usr/local/ ein Kandidat für das Backup: Dort landen nämlich die meisten selbst kompilierten Tools.

Wenn die Datenmenge unter 650 MB liegt, eignet sich ein CD-Rohling für das Backup. Einen von Linux erkannten und korrekt eingerichteten CD-Brenner vorausgesetzt, bringen alle Distributionen die nötigen Tools mit, die eine solche Datensicherung auf CD zu erlauben.

Im Windows-System sind auch in erster Linie die privaten Dateien wichtig, diese liegen gewöhnlich unter C:\Dokumente und Einstellungen\; bei älteren Windows-Systemen unter C:\Eigene Dateien\. Hier müssen Sie gegebenenfalls auf Backup- oder CD-Brenn-Software von Drittanbietern zurückgreifen; Windows XP hat die Brennfunktionen schon eingebaut.

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2018 COMPUTEC MEDIA GmbH | Last modified: 2007-01-25 16:33

Nutzungsbasierte Onlinewerbung

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Smart Developer] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Smart Developer] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]