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Erschienen in EasyLinux 12/2003

Festplatte einbauen und partitionieren unter Linux

Platz da!

von Elisabeth Bauer


Schien die 60-GB-Platte beim Rechnerkauf noch reichlich bemessen, platzt sie einige Monate später aus allen Nähten. Statt Zeit mit Aufräumen zu verschwenden, bauen Sie doch eine neue ein -- EasyLinux zeigt, wie Sie dazu unter Linux vorgehen.

Um heutzutage eine weitere Festplatte einzubauen, braucht es kaum handwerkliches Geschick, sondern lediglich einen Schraubenzieher und ein wenig Fingerspitzengefühl. Manche Festplatten werden bereits mit passenden Schrauben und Kabeln geliefert, ansonsten besorgen Sie sich diese im Computer-Fachhandel.

Einbau

Schalten Sie den Rechner ein und gehen Sie ins BIOS um herauszufinden, wie die IDE-Geräte in Ihrem Rechner (also Festplatte, CD- und DVD-Laufwerke oder Brenner) angeschlossen sind. Abhängig vom Mainboard müssen Sie dazu beim Start die Taste drücken, die beim BIOS-Startbildschirm dafür angegeben ist (meist die Entfernen-Taste [DEL] oder [F2]). Die meisten heutigen Mainboards besitzen zwei oder vier IDE-Anschlüsse. An jeden dieser Anschlüsse können Sie mit einem IDE-Kabel, das drei Stecker hat, zwei IDE-Geräte hängen. Zur Unterscheidung zweier Geräte, die am gleichen Kabel hängen, dient das so genannte Master-/Slave-Konzept.

Von zwei Geräten an einem Kabelstrang muss das eine als Master, das andere als Slave konfiguriert sein. Beim Booten zeigt Ihnen das BIOS, meist im Hauptschirm, welches Gerät an welchem Bus welche Rolle spielt (siehe Abbildung 1).

Abb. 1: Das BIOS des Rechners.

Notieren Sie sich diese Liste auf einem Zettel, der beispielsweise so aussehen könnte:

Primary Master: Festplatte (1. IDE-Bus, Anschluss an Kabelmitte)
Primary Slave: CD-ROM (1. IDE-Bus, Kabelende)
Secondary Master: Brenner (2. IDE-Bus, Kabelende)
Secondary Slave: -

Anschließend geht es an die eigentliche Schrauberei. Fahren Sie den Rechner herunter und ziehen Sie auch noch den Netzstecker. Für Festplatten ist der 3,5"-Einbauschacht vorgesehen.

Merken Sie sich genau -- oder besser notieren Sie sich --, an welchem Kabel und an welcher Position Ihre einzelnen IDE-Geräte hängen, und suchen Sie einen freien Kabelanschluss für die neue Platte.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, die zweite Platte nicht zusammen mit der ersten an dasselbe Kabel zu hängen. Bei IDE kann nur jeweils ein Gerät pro Kabel Daten übertragen, das Kopieren zwischen zwei Festplatten wird beim Betrieb an einem Strang langsamer.

Manchmal ist es aus Platzgründen jedoch nicht anders möglich, wenn etwa der freie Anschluss am zweiten IDE-Kabel nicht bis zum Festplattenschacht reicht.

CD-Laufwerk und Festplatte sind oft mit unterschiedlichen Kabeln angeschlossen: Die ersten sind gröber und enthalten nur 40 Leitungen, während das Festplattenkabel üblicherweise ein so genanntes UDMA-Kabel mit 80 Leitungen ist. Die zusätzlichen Leitungen dienen der Abschirmung und sorgen so für schnelleren Datentransport. Wenn Sie noch eines der 40-poligen Kabel antreffen, verzichten Sie darauf, die Festplatte daran anzuschließen, oder kaufen Sie ein UDMA-Kabel.

Stecken Sie die Kabel nicht um, sondern hängen Sie die neue Platte an einen freien Anschluss -- damit vermeiden Sie zahlreiche Probleme, die sich aus einer Änderung der Gerätereihenfolge ergeben, zum Beispiel, dass Brenner und CD-ROM nachher vertauscht sind und Sie nicht mehr brennen können.

Vor dem Einbau gilt es, die neue Platte richtig zu jumpern. Jedes IDE-Gerät hat zwischen den Anschlüssen für Strom und Bus mehrere Pins (meist 8) für die Jumper-Einstellungen (siehe Abbildung 2). Abhängig davon, wie der Jumper gesteckt ist, läuft das Gerät als Master oder Slave oder entscheidet das abhängig von der Position am Kabel (siehe Kasten Cable Select). Hängt die neue Platte alleine an einem IDE-Bus, stecken Sie die Jumper entweder in Master oder in Cable-Select-Position. Wenn schon ein Gerät am selben IDE-Bus angeschlossen ist, müssen Sie herausfinden, wie dieses gejumpert ist: Der Jumper sollte entweder auf Master oder auf Cable Select stehen. Ist die Jumper-Stelllung Master, stecken Sie den Jumper der neuen Platte auf Slave, anderenfalls belassen Sie es bei dem, was heute meist Voreinstellung ist: Cable select -- dann müssen Sie beim Anschluss des Kabels aufpassen.

Abb. 2: Zu den Jumper-Einstellungen von IDE-Geräten finden Sie meist auf dem Gehäuse eine Erklärung.

Der Einbau selbst ist unkompliziert: Platte in einen passenden Schacht im Laufwerkskäfig schieben und an beiden Seiten mit je zwei Schrauben befestigen. Je nachdem, wieviel Platz im Gehäuse ist, empfiehlt es sich, schon vorher das IDE- und Stromkabel anzuschließen (siehe Abbildung 3).

Abb. 3: Links: Zwei Anschlüsse für IDE-Geräte auf dem Mainboard. Rechts: Zwei Festplatten an einem IDE-Kabelstrang.

Booten Sie nun den Rechner und gehen Sie ins BIOS. Überprüfen Sie, ob alle Geräte noch unter der gleichen Position erkannt werden. Notieren Sie sich die Position der neuen Festplatte, die dort jetzt erscheinen sollte. Falls keine neue Platte auftaucht oder die Laufwerke durcheinandergewürfelt sind, stimmen Verkabelung und/oder Jumper-Einstellungen nicht -- in diesem Fall heißt es zurück zum Ausgangspunkt und diese richtig stellen.

Linux ordnet die angeschlossenen Geräte nach folgendem Schema den Device-Dateien zu.

Wenn Sie nach erfolgreichem Einbau Linux starten, sollten Sie wissen, zu welchem Device (/dev/hdX) die neu eingebaute Festplatte gehört. Um sie auch tatsächlich unter Linux zu nutzen, muss sie in Partitionen aufgeteilt werden, und letztere müssen ein Dateisystem erhalten. Wieviele Partitionen Sie anlegen, bleibt Ihnen überlassen. Am einfachsten erzeugen Sie eine einzige, große Partition.

Wer nebenher noch ein Windows-System laufen hat, sollte aufpassen: Wenn Sie auf der neuen Platte Partitionen mit Windows-Dateisystemen wie FAT anlegen, würfelt Windows die Laufwerksbuchstaben durcheinander. Eventuell müssen Sie dann Programme neu installieren oder Pfade anpassen.

Abschaffung der Sklaverei -- Cable Select

Die modernere Alternative zum Jumpern nennt sich Cable Select. Dazu sehen Festplatten und CD-Laufwerke eine weitere Jumper-Position vor. Die Reihenfolge der angeschlossenen Geräte wird hier durch den Anschluss am Kabel bestimmt. Um Cable Select zu nutzen, müssen beide Geräte an einem Strang die Funktion unterstützen und auf Cable Select gejumpert sein. Außerdem brauchen Sie ein spezielles Cable-Select-Kabel.

Festplatte einrichten mit YaST

Schritt 1

Unter SuSE Linux begrüßt Sie die Hardware-Erkennung beim Neustart mit der Meldung "Neue Festplatte gefunden" und bietet Ihnen an, das Partitionierungsmodul von YaST zu starten. Nach Wegklicken einer Warnmeldung kommen Sie dorthin. Haben Sie die automatische Hardware-Erkennung abgeschaltet, starten Sie das Modul über Administration / YaST Module / System / Partitionieren.

Schritt 2

In der Übersicht des Moduls finden Sie eine Liste all Ihrer Festplatten mit den darauf liegenden Partitionen. Jetzt ist es wichtig, nicht die falsche zu erwischen! Einen Anhaltspunkt bietet der Modellname, den YaST anzeigt.

Schritt 3

Um eine neue Partition zu erstellen, klicken Sie auf Anlegen. YaST fragt Sie nun, auf welcher Festplatte Sie die neue Partition anlegen wollen. Wählen Sie hier die neue Festplatte aus und klicken auf OK.

Schritt 4

Als nächstes stellt YaST die Frage, ob es eine primäre oder erweiterte Partition erzeugen soll. Den Unterschied erklärt der Kasten Primäre und erweiterte Partitionen. In den meisten Fällen dürfte primär die richtige Wahl sein.

Schritt 5

Im folgenden Dialog bestimmen Sie nun, welches Dateisystem die neue Partition erhalten soll und unter welchem Mountpoint Linux sie ins Dateisystem einbinden soll. Achtung: Wählen Sie bei Mountpoint auf keinen Fall einen Eintrag aus dem Dropdown-Menü, sondern tragen Sie dort von Hand einen selbst gewählten Namen ein, der keinem Verzeichnisnamen unter SuSE Linux gleicht, beispielsweise /meineplatte. Ordnungsliebende, die sich an den Linux Filesystem Standard halten wollen (siehe Artikel auf Seite ##), können den Mountpoint auch in das Unterverzeichnis /media legen, also /media/meineplatte. Unter Dateisystem offeriert SuSE eine breite Auswahl: Für eine Datenpartition unter Linux eignen sich besonders die Journaling-Dateisysteme Ext3 und ReiserFS. Im Feld Größe hat YaST bereits den passenden Startzylinder eingetragen, Sie selbst müssen nur noch im Feld Ende die Größe der Partition bestimmen. Übernehmen Sie den voreingestellten Wert, füllt die Partition den gesamten freien Platz aus. Mit +ZahlGB geben Sie die Größe in GB an.

Schritt 6

Über den Button Fstab-Optionen kommen Sie zu den Mount-Einstellungen: Soll die Partition nicht bereits beim Systemstart gemountet werden, normale Benutzer aber darauf zugreifen dürfen, haken Sie hier unter SuSE Linux 9.0 Durch Benutzer mountbar und Nicht beim Systemstart mounten an. Bei SuSE Linux 8.2 fehlt letztere Checkbox, hier tragen Sie dafür in das Feld Beliebige Optionen noauto ein.

Schritt 7

Mit OK gelangen Sie zurück in den Partitionsdialog, ein weiteres OK bringt Sie zum Hauptfenster, das Ihre neue Partition bereits in der Liste anzeigt. Erstellen Sie nun auf die gleiche Art gegebenenfalls weitere Partitionen. Prüfen Sie genau, ob alles richtig eingestellt ist -- bei den neuen Partitionen (und bei keiner anderen!) sollte in der dritten Spalte ein F für Formatieren stehen. An den bestehenden sollte sich nichts geändert haben. Klicken Sie dann auf Anwenden. YaST präsentiert eine grüne Warnmeldung, die Sie ebenfalls mit Anwenden bestätigen.

Schritt 8

YaST erstellt nun die Partitionen und Dateisysteme -- waren vorher noch Daten auf der Festplatte, sind sie jetzt unwiederbringlich verloren. Danach beenden Sie das YaST-Modul über Verlassen. Die neue Partition erscheint unter dem Namen des Mountpoints auf dem Desktop.

Festplattensymbole auf dem Desktop

SuSE Linux legt normalerweise Festplattensymbole für die neuen Partitionen auf dem Desktop an. Falls der Schreibtisch jedoch nach dem Beenden von YaST unerwarteterweise leer bleibt, behelfen Sie sich so:

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Schreibtisch und wählen Sie im Kontextmenü Neu erstellen / Festplatte. Tragen Sie im Feld Allgemein den Namen ein, unter dem das Symbol zu sehen sein soll.

Unter Gerät tragen Sie die Partition ein, also zum Beispiel /dev/hdb1. Klicken Sie auf OK, um den Dialog zu schließen. Das Laufwerk binden Sie ein, indem Sie auf das neu erschienene Plattensymbol auf dem Desktop klicken. Wollen Sie es wieder unmounten, wählen Sie im Kontextmenü Laufwerkseinbindung lösen. Damit das Mounten klappt, muss in den Fstab-Optionen in YaST die Option Von Benutzer mountbar angekreuzt sein.

Primäre und erweiterte Partitionen

PC-Betriebssysteme (wie Linux und Windows) kennen verschiedene Typen von Partitionen: primäre, erweiterte und logische. Auf einer Festplatte können Sie nur vier primäre Partitionen anlegen; mit Hilfe von erweiterten Partitionen umgehen Sie jedoch diese Beschränkung. Legen Sie statt einer der vier primären Partitionen eine davon als erweitert an, können Sie darin weitere -- so genannte logische -- Partitionen definieren. Das könnte so aussehen:

/dev/hda1 / (Systempartition)

/dev/hda2 swap (Auslagerungsbereich fürs RAM)

/dev/hda3 /daten (Weitere, Datenpartition)

/dev/hda4 erweitert

/dev/hda5 1. logische Partition

/dev/hda6 2. logische Partition

Eine erweiterte Partition ist im Prinzip also nicht anderes als ein Container für weitere Partitionen -- auf /dev/hda4 selbst können Sie in diesem Beispiel nichts speichern.

Partitionieren mit Red Hat

Red Hat Linux bietet keine so schöne grafische Konfigurationsoberfläche wie SuSE, hier müssen Sie selbst mit dem interaktiven Kommandozeilen-Tool fdisk die neue Festplatte partitionieren und anschließend ein Dateisystem anlegen. Aber keine Sorge -- es sind nur wenige Schritte, die Sie erledigen müssen. Die folgende Anleitung ist nicht Red-Hat-spezifisch, auch SuSE-Nutzer, die die Partitionierung lieber über die Kommandozeile erledigen wollen, können ihr folgen. Im Hintergrund erledigt das YaST-Modul genau diese Schritte, die Sie hier von Hand ausführen. Im Kasten QTParted stellen wir ein alternatives Partitionierungs-Tool vor, das Sie unter Red Hat Linux 9 ebenfalls einsetzen können -- andere Werkzeuge wie das benutzerfreundlichere cfdisk gibt es leider für die aktuellen Red-Hat-Versionen nicht als RPM-Paket.

Schritt 1

Starten Sie ein Terminal über [Alt-F2] und die Eingabe von konsole. Dort geben Sie su - und anschließend Ihr Root-Passwort ein, um sich als Administrator anzumelden.

Rufen Sie

/sbin/fdisk /dev/hdX

auf, wobei Sie durch den Laufwerksbuchstaben der neuen Festplatte ersetzen -- auf keinen Fall den der alten. Das Programm fdisk bedienen Sie mit einbuchstabigen Kürzeln: m gibt die möglichen Aktionen aus (siehe Abbildung 4), mit q beenden Sie fdisk, ohne zu sichern -- nur wenn Sie fdisk mit Eingabe von w verlassen, schreibt es wirklich Änderungen auf die neue Platte.

Abb. 4: Mit "m" erreichen Sie die interne Hilfe von fdisk.

Schritt 2

Lassen Sie sich mit p ("print") die bisherige Partitionstabelle ausgeben: Manche Festplatten kommen schon vorformatiert mit Windows-Partitionen. In diesem Fall löschen Sie diese mit d ("delete") und Angabe der Partitionsnummer.

Schritt 3

Mit n ("new") legen Sie eine neue Partition an. Als erstes können Sie nun entscheiden, ob Sie eine primäre (p) oder erweiterte (e) Partition wollen (siehe Kasten Primäre und erweiterte Partitionen), danach gilt es, die Größe zu bestimmen. fdisk schlägt hier ganz hilfreich Default-Werte vor, die Sie mit [Eingabe] übernehmen können. Geben Sie zweimal Return ein, erstreckt sich die Partition über die komplette Festplatte. Wer mehrere Partitionen anlegen will, gibt bei Endpunkt mit einem Pluszeichen die gewünschte Größe, gefolgt von M (für MB) an, zum Beispiel +20000M für ungefähr 20 GB. Nach Bestätigen mit der Eingabe-Taste landen Sie wieder in der Übersicht und können weitere Partitionen mit n anlegen (fdisk zählt dabei mit, Sie können also die vorgeschlagenen Werte für den Startpunkt beruhigt übernehmen), sich die erstellten Partitionen mit p anzeigen lassen und mit d wieder löschen.

Abb. 5: Für eine neue Partition will fdisk allerhand wissen.

Schritt 4

Haben Sie alles zu Ihrer Zufriedenheit eingestellt, verlassen Sie fdisk durch Eingabe von w: Erst jetzt schreibt es tatsächlich die Daten für die neuen Partitionen auf die Festplatte.

Schritt 5

Die Partitionen sind nun da -- was noch fehlt, ist das Dateisystem, gewissermaßen das Inhaltsverzeichnis, anhand dessen das System die Dateien auf der Platte verwaltet. Unter Linux können Sie aus einer Vielfalt von Dateisystemen wählen, wir verwenden hier das Journaling-Dateisystem Ext3, das bei Red Hat Linux Standard ist. Geben Sie

/sbin/mke2fs -j /dev/hdxn

und ersetzen Sie hier hdx durch die richtige Platte und n durch die Partitionsnummer.

Schritt 6

Linux generiert nun ein Dateisystem auf dieser Partition. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Partitionen, die Sie mit fdisk angelegt haben.

Mount-Punkte festlegen

Nach dem Partitionieren melden Sie sich als normaler Nutzer ab und loggen sich als Benutzer root grafisch ein. Navigieren Sie ins Verzeichnis /mnt. Dort legen Sie für jede neue Partition über den Eintrag Neu erstellen / Verzeichnis ein Verzeichnis mit dem Namen an, unter dem Sie sie ansprechen wollen, zum Beispiel daten, bildersammlung. Der Name sollte keine Sonder- oder Leerzeichen enthalten.

Damit die Partition beim Systemstart automatisch gemountet wird, tragen Sie sie in die Datei /etc/fstab ein. Öffnen Sie dazu mit [Alt-F2] und Eingabe von kwrite /etc/fstab die Datei im Text-Editor Kwrite und ergänzen Sie dort folgende Zeile:

/dev/hd<I>xn<I>  /mnt/<I>dickeplatte<I>   ext3  defaults  0 2

Abb. 6: Die Mount-Punkte werden in /etc/fstab gespeichert.

x,n und dickeplatte passen Sie wie schon vorher an Ihre Werte an. Zur Erklärung: Mit dieser Zeile weisen Sie Linux an, die Partition in Spalte 1 unter dem Mount-Punkt /mnt/dickeplatte einzuhängen. In der dritten Spalte geben Sie das Dateisystem an (hier das Journaling-Dateisystem ext3, das Sie vorher erstellt haben). Die vierte Spalte ist für besondere Optionen gedacht, in diesem Fall soll Linux einfach die Standardwerte nehmen. Speichern Sie die Änderungen, schließen Sie Kwrite und starten Sie den Computer neu.

Melden Sie sich ein weiteres Mal als root an und navigieren im Konqueror zu Ihrer neuen Partition in /mnt, die jetzt gemountet ist. Legen Sie darin für die einzelnen Benutzer Verzeichnisse an.

Im Kontextmenü öffnen Sie Eigenschaften und schalten darin auf den Reiter Berechtigungen. Für Verzeichnisse, auf die alle Benutzer zugreifen dürfen, setzen Sie die Häkchen in der Spalte Einträge schrieben auch in der Zeile Gruppe und Sonstige (Abbildung 7).

Abb. 7: Im Eigenschaftendialog kann der Administrator einzelnen Benutzern Zugriffsrechte auf ein Verzeichnis geben.

Für ein Verzeichnis, das ein Benutzer exklusiv verwenden soll, ändern Sie im unteren Feld Eigentümer den Eintrag Benutzer und Gruppe jeweils zu dessen Benutzernamen.

Loggen Sie sich nun als root aus und als normaler Benutzer grafisch wieder ein. Im Verzeichnis /mnt/ finden Sie dann die neue Partition. (eba/hge)

QTParted -- ein grafisches Partitionsfrontend

Wem die Fummelei mit fdisk und mke2fs zu kompliziert ist, der kann unter Red Hat Linux 9 auch auf das grafische Partitionierungswerkzeug QTParted [1] zurückgreifen, das derzeit jedoch erst in der Beta-Version 0.4 erhältlich ist. Ein per Doppelklick installierbares RPM-Paket finden Sie unter [2]. Sie starten QTParted über die Eingabe von kdesu qtparted im Schnellstarter ([Alt-F2]).

QTParted erstellt Partitionen und bestückt diese auch gleich mit einem Dateisystem.

Abb. 8: QTParted hilft bei der Plattenverwaltung.

Schritt 1

Markieren Sie in der linken Spalte das Gerät, das Sie bearbeiten wollen. QTParted sucht jetzt die vorhandenen Partitionen und zeigt sie in der rechten Spalte an. Ist dort nichts zu sehen, wählen Sie mit einem Rechtsklick auf die Festplatte in der linken Spalte Erstelle neue Partitionstabelle.

Nun können Sie in der rechten Spalte ebenfalls per Rechtsklick auf Erstellen neue Partitionen anlegen.

Schritt 2

Ganz wie in YaST wählen Sie auch hier zwischen primären und erweiterten Partitionen (siehe Kasten). Unter Partitions-Typ bestimmen Sie das Dateisystem: Lassen Sie hier am besten das voreingestellte ext3.

Schritt 3

Die Größe geben Sie entweder links in absoluten MB- oder GB-Zahlen an oder rechts in Prozent des freien Platzes.

Schritt 4

Schließen Sie den Dialog mit OK und erstellen Sie bei Bedarf weitere Partitionen.

Schritt 5

Über das grüne Pfeilsymbol lassen sich Änderungen jetzt noch zurücknehmen. Um die Partitionierungsinformationen tatsächlich auf die Platte zu schreiben (und damit eventuell noch auf der Festplatte vorhandene Daten endgültig ins Nirvana zu schicken) klicken Sie auf das Diskettensymbol oder wählen im Datei-Menü Durchführen.

Schritt 6

QTParted warnt nun noch einmal vor Datenverlusten und erzeugt nach dem Klick auf Yes Partition und Dateisystem. Schließen Sie QTParted über Datei / Beenden.

Infos
[1] http://qtparted.sourceforge.net
[2] http://erkan.geleceklinux.org/2.0/kararsiz/qtpated_libs/qtparted-0.4.0-3.i386.rpm

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