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Erschienen in EasyLinux 01/2004   »   Ausgabe bestellen

Die schnelle Alternative aus Norwegen

Mit Opera "browsen"

von Anja M. Wagner


So schnell wie kein anderer, sicher und mit allen wichtigen Zusatzfunktionen ausgestattet, präsentiert sich der Browser Opera aus Norwegen. Schon seit Jahren gibt es das Programm auch für Linux.

SuSE stellt in den Distributionspaketen 8.2 und 9.0 Opera bereit, für Red Hat Linux 8 und 9 kann das Programm zum Beispiel von der Web-Seite http://www.opera.com/ heruntergeladen und installiert werden. Dieser Workshop bezieht sich auf die Version 6.0 des Browsers.

Opera bietet eine Fülle von Konfigurationsmöglichkeiten. Diese sind übersichtlich angeordnet über Datei/Einstellungen in der Menü-Leiste zu erreichen. Die Themenspalte reiht alle Bereiche untereinander von Allgemein bis Sicherheit.


Abb. 1: Übersichtlich angeordnet sind die Konfigurationsmöglichkeiten im Menü Datei/Einstellungen.

Erscheinungsbild konfigurieren

Schrille Farben oder kühle Sachlichkeit, Sound bei Aktionen, Symbole oder Text-Buttons, der Gestaltung der Bedienoberfläche sind im Bereich Allgemein kaum Grenzen gesetzt.

Grundsätzliche Veränderungen an Schriftgröße und -art nehmen Sie im Abschnitt Operas Aussehen vor.

Wie die Bedienoberfläche von Opera aussehen soll, wird im Bereich Symbolleisten konfiguriert. Alle Leisten können nur als Bilder, nur als Text oder in Kombination dargestellt werden. Aktivieren Sie dazu im jeweiligen Dropdown-Menü die entsprechende Option.

Die Bestandteile der auf den ersten Blick recht vollgepackten Adress-Zeile legen Sie durch Häkchen im Fenster Adressleisteninhalt fest.


Abb. 2: Die Leisten können in Aussehen und Bestandteilen angepasst werden.

Im Abschnitt Stil können Sie das Look & Feel der gesamten Arbeitsoberfläche von Opera ändern und zum Beispiel Windows-ähnlich gestalten.

Der Browser kann auf verschiedene Weisen starten und schließen. Wie er dies tut, wird im Abschnitt Starten und Beenden eingestellt. Ist die erste Option "Dort fortsetzen, wo ich zuletzt gewesen bin" aktiviert, startet Opera eine Sitzung mit genau den Fenstern und Verlaufsprotokollen, die beim Beenden der letzten Sitzung geöffnet waren.

Eine festgelegte Startseite öffnet der Browser bei jedem Programmstart, wenn Meine Startseite zeigen aktiviert und in der Textzeile eine Web-Adresse eingetragen ist.

Zu empfehlen ist die Option Beim Start keine Seiten laden, denn dann steht der Browser am schnellsten zum Surfen bereit, und es wird nicht unnötig kostspielige Online-Zeit verbraucht.


Abb. 3: Am schnellsten startet der Browser, wenn er keine Seite laden muss.

Die kostenlose Version von Opera wird durch Werbung finanziert. Im Dialog-Fenster Werbung können Sie Angaben zur Person, zum Einkommen und zu Ihren Interessen machen. Sinn der Sache: Die eingeblendeten Werbe-Banner werden auf diese Angaben abgestimmt. Wollen Sie das Programm ohne Werbeeinblendungen nutzen, müssen Sie zur Zeit 39 US-Dollar für Opera bezahlen.

Web-Seite anpassen

Opera bietet im Bereich Dokument die Möglichkeit, das Erscheinungsbild einer geladenen Web-Seite den eigenen Bedürfnissen anzupassen, zum Beispiel die Schriftart zu wechseln, die Schrift zu vergrößern oder die Hintergrundfarbe zu ändern.


Abb. 4: Opera stellt die Web-Seite auf Wunsch mit anderer Schrift und in anderen Farben dar.

Sollte eine Web-Seite, die zum Beispiel arabische oder chinesische Schriftzeichen verwendet, nicht korrekt dargestellt werden, wählen Sie im Abschnitt Internationale Zeichensätze den richtigen aus.

Im Abschnitt Seitenlayout konfigurieren Sie eine sehr praktische Einrichtung des Browsers, den Zoom. Voreingestellt liegt der Zoomfaktor bei 100%. Sollen die Web-Seiten immer größer oder kleiner dargestellt werden, legen Sie den Faktor im Dropdown-Menü fest. Ganz rechts in der Adressleiste finden Sie ebenfalls den Zoom. Hier können Sie während des Surfens bequem den Zoomfaktor, je nach Web-Seitenlayout, einstellen. Er liegt zwischen 20 und 1000 Prozent. Manuell kann auch jede andere Prozentzahl eingetippt werden, außerdem lässt sich der Zoomfaktor auch mit der dem Mausrad (bei gedrückter [Strg]-Taste) ändern.


Abb. 5: Nie mehr Probleme mit zu kleiner Schrift: Komfortabler Zoom vergrößert die Seite.

In welcher Sprache die Bedienoberfläche von Opera nach der Installation erscheinen soll, legen Sie im Abschnitt Sprache fest.

Füllt der Anwender die Eingabemaske Persönliche Daten aus, kann darauf für jedes auszufüllende Formular im Web zugegriffen werden. In ein freies Feld in einer solchen Maske klickt man dann mit der rechten Maustaste und wählt aus dem Kontextmenü, welchen Eintrag Opera einsetzen soll.

Der Browser lädt alle Bilder, animierten Grafiken, Video- und Sound-Dateien. Schneller surfen Sie, wenn die Option Keine Bilder zeigen oder Nur bereits gepufferte Bilder anzeigen im Abschnitt Multimedia aktiviert ist. Die letztgenannte Option bewirkt, dass Opera nur Bilder darstellt, die im Cache gespeichert sind. Das Einschränken der Bilder ist allerdings nur sinnvoll, wenn Sie über eine langsame Modem-Verbindung online sind, da der optische Genuss deutlich eingeschränkt wird.


Abb. 6: Schnell geladen, aber nüchtern -- eine Web-Seite ohne Bilder.

Bei welchem Ereignis welches akustische Signal ertönen soll, konfigurieren Sie ebenfalls im Abschnitt Multimedia, ebenso wie das Einbinden von Plug-ins.

Im Bereich Anwendungen legen Sie einerseits fest, wohin Opera aus dem Netz geladene Dateien standardmäßig speichern soll. Zum anderen können Sie Standardanwendungen für E-Mail- und Newsgroups auswählen. Soll zum Beispiel KMail Ihr Standard-E-Mail-Client sein, legen Sie den Pfad zum Programm über den Button Auswählen fest, in der Regel /opt/kde3/bin/kmail.

Im Auswahlfenster Dateitypen sind die Mime-Typen (MIME steht für Multipurpose Internet Mail Extensions) mit ihren Dateierweiterungen aufgelistet. Die Dateitypen sind in Opera mit bestimmten Programmen verknüpft, und der Web-Browser behandelt die Dateien entsprechend der eingestellten Optionen. Diese erreichen Sie über den Button Bearbeiten.

Im Abschnitt Lesezeichen legen Sie fest, wohin Opera Bookmarks anderer Browser importieren soll. Opera kann Lesezeichen von Netscape, Konqueror (KDE) und Internet Explorer importieren.

Maskerade

Voreingestellt maskiert sich Opera als Internet Explorer 5.0. Diese Einstellung sollte beibehalten werden, denn es kann passieren, dass ein Server den Zugang verwehrt oder die Web-Seite nicht korrekt geladen wird, da er den Browser weder als Netscape Communicator noch als Internet Explorer erkennt. Getarnt als IE 5.0 wird in aller Regel der Zugang zu allen Web-Seiten möglich sein.

Die voreingestellten Werte zur Geschwindigkeit des Browsers sollten beibehalten werden, denn zu hohe Werte können den Browser verlangsamen.

Meldet ein Server einen Fehler an den Browser, kann dies angezeigt werden. Standardmäßig ist im Bereich Verhalten bei Server-Fehlermeldungen die Option Server-Antwort zeigen, wenn zweckmäßig aktiviert.

Im Bereich Namensvervollständigung können mehrere Prä- und Suffixe, wie "www", "com" oder "de", eingetragen werden. Opera versucht, eine von Ihnen eingetippte Web-Adresse zu erahnen und zu vervollständigen.

Wie viele Zeilen für den Vor- und Zurückverlauf, die direkte Adresseneingabe und den globalen Verlauf gespeichert werden sollen, stellen Sie im Bereich Verlauf und Puffer ein. Eine Zeile entspricht einer Adresse, das heißt 200 Zeilen im Fensterverlauf ermöglichen es, 100 Schritte im Verlauf zurück und 100 Schritte vorwärts zu navigieren. Wenn Sie diese Option deaktivieren, funktioniert die Navigation über die Schaltflächen Zurück und Vorwärts in der Symbol-Button-Leiste nicht mehr.

Die Größe des Festplatten-Caches, Opera nennt ihn Puffer, legt fest, wie viele Web-Seiten im Cache gespeichert werden können. Je mehr Speicherplatz auf Ihrer Festplatte zur Verfügung steht, desto größer können Sie den Cache wählen. Was alles in den Cache gespeichert werden soll, legen Sie durch Häkchen vor den Optionen Dokumente puffern, Bilder puffern und Andere Dateien puffern fest. Wollen Sie den Cache beim Beenden Ihrer Internet-Sitzung automatisch löschen, aktivieren Sie das Kästchen vor Leeren beim Beenden. Dann ist aber ein Offline-Surfen nicht möglich.

Gleiches gilt für den Cache im Arbeitsspeicher: Bei 64 MB RAM sollte der Cache zwischen 6000 und 10000 KB groß sein, bei 128 MB RAM zwischen 10000 und 16000 KB. Achtung: Je größer Sie den RAM-Cache einstellen, desto langsamer wird Opera.

Hat Opera eine Web-Seite im Cache gespeichert, greift der Browser bei erneutem Aufrufen der Seite zunächst auf den Cache zu. Das Laden aus dem Cache geht schneller als das Laden aus dem Netz. Allerdings verändern sich Web-Seiten, und die Seite im Cache kann schon nicht mehr aktuell sein.

Wie häufig Opera eine Web-Seite auf Veränderungen überprüfen und eventuell neu laden soll, legen Sie für Dokumente, Bilder und Anderes gesondert fest. Wählen Sie die Option Immer, Nie oder tragen Sie Zahlenwerte für Tage, Stunden und Minuten ein.

Falls Sie einen Proxy-Server verwenden, konfigurieren Sie ihn im Abschnitt Proxyserver.

Das Suchen-Feld im Hauptfenster ermöglicht den direkten Zugriff auf eine Suchmaschine. Google ist voreingestellt, eine andere Suchmaschine stellen Sie im Abschnitt Suchen ein.

Klicken Sie auf den Namen der Suchmaschine im Auswahlfenster und bestätigen mit Übernehmen/OK. Jede Suchmaschine hat ein Kürzel. Dies können Sie statt im Suchen-Feld als Eintrag in die URL-Zeile benutzen. Wollen Sie zum Beispiel die Suchmaschine Google Linux aktivieren, geben Sie in die URL-Zeile ein kleines "x" ein und nach einem Leerzeichen den Suchbegriff.


Abb. 7: Über die Adresszeile des Browsers hat man direkten Zugriff auf eine Suchmaschine.

Im Dropdown-Menü wählen Sie die gewünschte Anzahl der Suchergebnisse aus, die pro Seite angezeigt werden sollen. 10, 25, 50, 75 und 100 stehen zur Wahl. Belassen Sie es bei der voreingestellten Option Voreinstellung, zeigt die jeweilige Suchmaschine ihre standardmäßigen Ergebnisse pro Seite.

Sicherheitseinstellungen verbessern

Um die Sicherheit vor unliebsamen oder gefährlichen Dateien und den persönlichen Datenschutz zu erhöhen, sollten einige Voreinstellungen nachgebessert werden.

Opera unterstützt die Sicherheitsprotokolle SSL v2 und v3 (Secure Socket Layer) und deren Nachfolger TLS 1.0 (Transport Layer Security). Alle drei Protokolle sind im Bereich Sicherheit aktiviert. Welcher Verschlüsselungsgrad bei der Übermittlung von Daten aber verwendet wird, bestimmt der angewählte Server, nicht der Browser.

Den Zugriff auf Opera können Sie mit einem Passwort vor Unbefugten schützen. Um das Passwort festzulegen, klicken Sie auf die Schaltfläche Passwort ändern. Der Browser kann das Passwort einmal pro Sitzung abfragen, immer wenn es nötig ist, also zum Beispiel zu Beginn einer Sitzung, oder im Minutentakt. Aktivieren Sie eine der drei Optionen.

Soll Opera Sie warnen, wenn Sie im Begriff sind, unverschlüsselte Daten zu senden, aktivieren Sie die Option Warnung anzeigen.

Um beim Surfen so weit wie möglich die Privatsphäre zu schützen, sollten Sie im Bereich Datenschutz einige Einstellungen vornehmen.

Deaktivieren Sie die Option Protokollierung der URL-Referenzen ermöglichen. So verhindern Sie, dass dem Server der von Ihnen besuchten Web-Seite übermittelt wird, von welcher anderen Web-Seite Sie dorthin gelangt sind.

Der Punkt Automatische Weiterleitung ermöglichen lässt zu, dass Sie von einer aufgerufenen Web-Seite automatisch an eine andere weiter geleitet werden. Wollen Sie dies nicht, deaktivieren Sie auch diesen Punkt.

Alle Cookies werden in einem bestimmten Verzeichnis gespeichert. Aktivieren Sie den Punkt Beim Beenden von Opera alle neuen Cookies löschen. Vor Cookies mit nicht erlaubter Domain oder nicht erlaubten Pfaden warnt der Browser, wenn die entsprechenden Optionen aktiviert sind.

Nicht jeden Keks essen

Cookies sind nicht gefährlich, aber ein Eingriff in die Privatsphäre, weil sie Ihre Surf-Gewohnheiten verfolgen und an den Server zurückschicken. Die Einstellung Alle Cookies ohne Nachfrage annehmen im Abschnitt Cookiefilter ist zwar bequem, aber man sollte sich die Cookies entweder anzeigen lassen, um so von Mal zu Mal entscheiden zu können, ob man sie akzeptieren will, oder die Server auswählen, die man für vertrauenswürdig hält. Dies sind vor allem jene, die ein Cookie nicht an Dritte weiterleiten.


Abb. 8: Detaillierte Cookie-Regeln verbessern den Datenschutz und machen das Surfen bequemer.

Wollen Sie Cookies von bestimmten Servern generell akzeptieren, gelangen Sie über die Schaltfläche Hinzufügen im Bereich Serverfilter zum Eingabefenster. In die Textzeile geben Sie die Web-Adresse des vertrauenswürdigen Servers ein, setzen ein Häkchen vor Cookies von Server/Domain annehmen und bestätigen mit OK. Die Adresse erscheint dann im Textfeld.

Tipps und Besonderheiten

Über die Menü-Leiste aktivieren Sie Fähigkeiten des Browsers, die das Surfen im Internet vereinfachen. Einige besonders nützliche werden hier vorgestellt.

Menü Datei: Wenn der Browser eine Web-Seite lädt, speichert er sie im Cache. Nach dem Laden der Seite können Sie Offline arbeiten und haben so Zugriff auf die gespeicherten Seiten, ohne dass der Gebührenzähler tickt. Besonders komfortabel ist diese Option, wenn Sie im Menü Fenster/Spezialfenster den Eintrag Verlauf aktivieren. Opera zeigt dann alle gespeicherten Web-Seiten, die Sie per Klick offline lesen können.


Abb. 9: Das Spezialfenster "Verlauf" ermöglicht ein komfortables Offline-Surfen.

Persönliche Daten, die während einer Online-Sitzung gespeichert wurden, können Sie über den Eintrag Private Informationen löschen beseitigen. Dazu gehören zeitbegrenzte Cookies, Passwörter, die für verschlüsselte Datenübertragung gesendet, sowie Dokumente im Cache, die verschlüsselt oder mit Passwort geladen wurden.

Menü Ansicht: Starten Sie Opera, erscheint links neben dem Hauptfenster das so genannte Karteifenster mit gespeicherten Lesezeichen und Web-Adressen. Wählen Sie im Menü Ansicht/Karteifenster den Eintrag Aus, steht der geladenen Web-Seite mehr Platz zur Verfügung.

Über Ansicht/Vollbild oder die Taste [F11] starten Sie den Vollbildmodus des Browsers. Zurück gelangen Sie über erneutes Drücken von [F11].

Menü Navigation: Haben Sie Opera so eingestellt, dass der Browser Web-Seiten ohne Bilder lädt, und wollen Sie diese nun doch anzeigen lassen, klicken Sie auf Alle Bilder laden. Rechts neben der Adresszeile bewirkt ein Klick auf den Symbol-Button mit der Kamera dasselbe.

Die Option Startseite festlegen öffnet Eingabezeilen, in die Sie die URL einer Web-Seite eintragen können, damit Opera immer mit dieser Seite startet.

Menü Fenster: Sie können ein verknüpftes Fenster erstellen. Wenn Sie auf den Link einer Web-Page klicken, öffnet sich die verlinkte Seite in einem Fenster, und das ursprüngliche bleibt daneben stehen. Sie haben also die Ursprungsseite im Blick, während Sie einen Link öffnen.

Arbeiten Sie mit vielen gleichzeitig geöffneten Fenstern, können Sie diese mit einem Klick minimieren, schließen, speichern oder wiederherstellen.

Die Spezialfenster zeigen Datentransfer und Verlauf der Online-Sitzungen. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich die Download-Manager-Funktion des des Browsers. Im Hauptfenster der Transfers erscheint der Verlauf eines Downloads. Über den Button Fortsetzen nimmt Opera bei Abbruch eines Downloads diesen an der entsprechenden Stelle wieder auf.

Lesezeichen

Im Laufe eines Surfer-Daseins sammeln sich schnell schier unübersehbare Mengen von gespeicherten Bookmarks. Und das ist auch gut so, denn die Rekonstruktion des Weges über unzählige Klicks kostet Zeit und Nerven. Eine übersichtliche Verwaltung all der Lesezeichen gehört zur Grundausstattung eines komfortablen Browsers.

Die Bookmarks erreicht man über das Menü Lesezeichen, über das geöffnete Karteifenster, den Button in der Symbolleiste oder die Taste [F4].

Opera enthält bereits ab Werk eine große Menge Lesezeichen. Da kann es schnell unübersichtlich werden, wenn man selbst viele Bookmark-Ordner angelegt und importiert hat. Um Ordnung zu schaffen, kann man einen neuen Ordner anlegen, in den die Opera-Bookmarks verschoben werden.

  1. Aktivieren Sie zuerst im Menü Ansicht des Karteifensters die Option Ordnerstruktur zeigen.

  2. Klicken Sie dann auf den Button Neuer Ordner in der Symbolleiste der Karteifensters.
  3. Im Dialogfeld geben Sie dem Ordner einen aussagekräftigen Namen, einen Kurznamen und bei Bedarf eine Beschreibung des Inhalts. Im Verzeichnis der Bookmarks taucht der neue Ordner nicht etwa mit seinem Kurznamen, sondern mit dem Namen auf. Fassen Sie sich also auch hier kurz.

  4. Sie müssen darauf achten, dass der Ordner Lesezeichen (opera6.adr) aktiv ist, bevor Sie einen neuen Ordner erstellen. Sonst legen Sie einen Unterordner in einem schon bestehenden Lesezeichen-Ordner an.

  5. Welcher Ordner gerade aktiv ist, zeigt auch das Dialogfeld zur Erstellung eines neuen Ordners an.

Surfen Sie im Netz auf der Suche nach Lesezeichen zu einem bestimmten Thema, können Sie den angelegten Ordner Ihrer Sammlung per Klick aktivieren. Fügen Sie nun während der Recherche Bookmarks hinzu, indem Sie auf den Button Hinzufügen im Karteifenster klicken. Das Lesezeichen wird automatisch im aktiven Ordner gespeichert.

Opera bietet die Möglichkeit, alle in einem Ordner abgelegten Lesezeichen gleichzeitig zu öffnen.

  1. Wählen Sie dazu in der Menüleiste Lesezeichen.
  2. Navigieren Sie zum gewünschten Ordner und aktivieren dann Alle Elemente des Ordners öffnen.

  3. Der Browser stellt alle Lesezeichen in eigenen Fenstern dar, die als Buttons unter dem Hauptfenster aufgereiht erscheinen, so dass bequem zwischen ihnen per Klick navigiert werden kann.

Eine weitere sehr komfortable Eigenschaft der Bookmark-Verwaltung von Opera ist das Erstellen einer Link-Liste. Solche eine Liste speichert automatisch alle Links einer Web-Seite in einem Lesezeichen-Ordner.

Sie finden eine Webpage im Internet mit vielen Links, die Sie interessieren und die Sie in die Bookmark-Verwaltung aufnehmen wollen. Eine solche Seite könnte zum Beispiel die Seite des Deutschen Historischen Museums in Berlin sein. Auf der Web-Page http://www.dhm.de/links.html finden Sie aufgereiht viele Links zu nationalen und internationalen Museen.

  1. Mit der Tastenkombination [Strg+J] aktivieren Sie die Link-Liste. In einem kleinen Fenster werden alle Links der betreffenden Seite aufgelistet.

  2. Die Links können Sie in alphabetischer Reihenfolge und/oder nach der Web-Adresse speichern. Aktivieren Sie die entsprechende Option. Klicken Sie auf den Button Alle kopieren.
  3. Die Link-Liste kann auch als Text- oder HTML-Dokument gespeichert werden. Um die Links zu Ihren Bookmarks hinzuzufügen, wählen Sie Als Lesezeichen kopieren.
  4. Öffnen Sie das Karteifenster und aktivieren Sie den Ordner, in den der neue Ordner mit der Link-Liste gespeichert werden soll, zum Beispiel einen Ordner museum.
  5. Öffnen Sie mit einem Rechtklick das Kontextmenü des Ordners und wählen Einfügen. Im aktivierten Ordner steht nun ein neuer Ordner mit dem Namen der Web-Seite, in diesem Fall "Deutsches Historisches Museum Berlin". Sie können ihn natürlich auch umbenennen. Dieser neue Bookmark-Ordner enthält alle Links der Web-Page. (hge)

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