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Erschienen in EasyLinux 02/2004   »   Ausgabe bestellen

Instant Messenger

Quasselstrippen

von Elisabeth Bauer


Für manche die liebste Freizeitbeschäftigung, für andere ist es ein wichtiges Kommunikationsmittel im Beruf: Per Instant Messenger schicken Sie Freunden und Bekannten Nachrichten. Wir stellen drei Chat-Clients für Linux vor.

Claudia ist bei ICQ, Tanta Marga schwatzt über AIM, und den befreundeten Computer-Guru erreicht man nur im IRC-Netz. Wer sich einfach nur mit Bekannten online unterhalten will, verfängt sich schnell im Dickicht der dreibuchstabigen Abkürzungen. Doch glücklicherweise bauen die bekannten Chat-Systeme wie ICQ, MSN oder AIM alle auf den gleichen Prinzipien auf: Wer chatten will, braucht zunächst ein Benutzerkonto bei einem Anbieter und einen passenden Chat-Client, der vom Anbieter gleich mitgeliefert wird -- meist allerdings nicht für Linux. Konten gibt es in der Regel kostenlos gegen Preisgabe von mehr oder weniger vielen persönlichen Daten. Sie lassen sich entweder direkt über den Chat-Client oder über ein Anmeldeformular auf der Website des Betreibers erzeugen [1].

Haben Sie einen solchen Account eingerichtet, steht dem Chat-Vergnügen nichts mehr im Wege -- es beschränkt sich jedoch auf Leute, die denselben Anbieter nutzen. Wenn Ihnen Freunde ihren Benutzernamen geben, können Sie sie im Chat-Client in die so genannte Buddy-Liste eintragen und per Doppelklick Nachrichten schicken oder chatten. Außerdem zeigt Ihr Client in Zukunft an, wer gerade online ist -- dafür sorgt der Server des Anbieters, über den alle Chat-Clients weltweit miteinander kommunizieren.

Lernt man jemanden kennen, der einen anderen Anbieter nutzt, fängt die Prozedur jedoch von vorne an. Ein neues Konto will angelegt werden, ein weiterer Chat-Client installiert.

In solchen Situationen hat schon mancher um ein Programm gefleht, in dem Sie mit jedem reden können, egal ob er ICQ, AIM, Yahoo, MSN oder Gadu-Gadu verwendet. Unter Linux existieren mehrere dieser Multitalente, drei der beliebtesten stellt dieser Artikel vor. Der GNOME-Chat-Client Gaim ist, wie der Name schon andeutet, auf AOLs Nachrichtendienst AIM spezialisiert, beherrscht in neueren Versionen jedoch unter anderem auch IRC, ICQ, Yahoo und MSN. Das KDE-Programm Kopete unterstützt neben all diesen Diensten zusätzlich auch SMS und WinPopup.

Dass Sie all die Chat-Dienste mit einem Programm verwenden können, ist beileibe nicht selbstverständlich, unternehmen manche Anbieter doch alles, um zu verhindern, dass jemand mit fremden Programmen ihren Chat-Dienst nutzt. Die genaue Funktionsweise eines Dienstes, das Protokoll, wird vielfach geheimgehalten und lässt sich nur per so genanntem Reverse Engineering herausfinden, durch die Analyse der "offiziellen" Client-Programme. Beispielsweise Yahoo und ICQ verwenden solche nicht veröffentlichten Protokolle. So kommt es auch häufiger vor, dass freie Chat-Clients plötzlich nicht mehr funktionieren, weil der Hersteller etwas am Protokoll geändert hat oder gezielt fremden Clients den Zugriff auf den Server sperrt.

Dem setzt die Open-Source-Community das freie und offene System Jabber entgegen. Im Unterschied zu Diensten wie ICQ oder AIM, die einen zentralen Server verwenden, arbeitet Jabber verteilt. Sie brauchen nur einen Account bei einem der zahlreichen öffentlichen Jabber-Server, um mit jedem anderen Jabber-Benutzer zu chatten. Gleichzeitig löst Jabber auf ganz eigene Art das Problem, mehrere Instant-Messaging-Systeme nutzen zu müssen, um alle Bekannten zu erreichen. Statt es dem Benutzer aufzubürden, auf seinem Rechner mehrere Chat-Clients zu installieren oder in einem Multifunktionsprogramm zahlreiche Konten zu verwalten, stellt der Jabber-Server, wenn es vom Benutzer gewünscht wird, Verbindungen zu anderen Chat-Diensten her. Alle drei hier vorgestellten Programme unterstützen Jabber, das letzte darunter, Gabber, ist jedoch ein reiner Jabber-Client. Anhand dieses Programms erklären wir, wie Sie mit Jabber chatten und die Gateways zu anderen Instant-Messaging-Diensten nutzen.

Installation unter Mandrake

Unter Mandrake Linux ist Gaim schon vorinstalliert, die anderen beiden vorgestellten Chat-Programme Kopete und Gabber spielt der Mandrake-Paket-Manager ein, den Sie über K-Menü / Einstellungen / Paketierung / Software installieren starten. Geben Sie Ihr Administratorpasswort ein und bestätigen Sie den Dialog mit OK. Im Feld Finden geben Sie Gabber ein und klicken auf Suche. Markieren Sie die Checkbox neben dem gefundenen Gabber-Paket und bestätigen Sie die Meldung über zusätzliche Abhängigkeiten mit OK. Für Kopete verfahren Sie genauso: Die Suche nach Kopete fördert drei Pakete zu Tage. Markieren Sie kopete-0.7.1-7mdk, Mandrake kümmert sich um die Auflösung der Abhängigkeiten. Über den Button Installieren spielen Sie die Pakete ein. Legen Sie die geforderten CDs ein. Mit Beenden schließen Sie den Paket-Manager nach der Erfolgsmeldung.

Installation SuSE

Unter SuSE Linux installieren Sie die Chat-Clients über YaST. Öffnen Sie das Modul Software installieren oder löschen und stellen Sie den Filter links auf Suche. Im Suchfeld tragen Sie gabber, gaim bzw. kopete ein und starten mit [Eingabe] die Suche. Markieren Sie die gefundenen Pakete im rechten Feld und klicken auf Akzeptieren. Nachdem Sie YaST mit den geforderten CDs gefüttert haben, spielt er die Pakete ein. Die installierten Programme finden Sie anschließend unter SuSE Linux 8.2 im K-Menü unter Internet / Kommunikation, bei Version 9.0 unter Internet / Chatten.

Gaim und Kopete für Red Hat Linux

Gaim bringt Red Hat Linux schon von sich aus mit: Er verbirgt sich unter Red Hat Linux 9 hinter dem Eintrag Instant Messenger in der Sparte Internet des K-Menüs. Für Kopete gibt es zwar RPM-Pakete auf der Projekt-Website [2], die allerdings die nicht standardmäßig vorhandene KDE-Version 3.1.1 voraussetzen. Wer sein System auf diese oder eine neuere Version aktualisiert hat, kann das Kopete-Paket per Doppelklick installieren. Red Hat fordert Sie nun auf, Ihr Administratorpasswort einzugeben, und startet das Programm redhat-install-packages, welches das Paket einspielt.

Gabber unter Red Hat 9 und SuSE Personal 8.2

Der Jabber-Client Gabber liegt weder der Personal Edition von SuSE noch Red Hat Linux 9 bei, man findet die nötigen Päckchen jedoch im Internet. Besitzer der SuSE Linux Personal Version oder des EasyLinux-Starterkits laden folgende Dateien vom SuSE-FTP-Server[3] herunter: gabber-0.8.7-353.i586.rpm, gnomemm-1.2.2-488.i586.rpm, gtkmm-1.2.10-31.i586.rpm und libsigc++-1.0.4-131.i586.rpm.

Für Red Hat Linux 9 hat das Projekt Freshrpms RPM-Pakete geschnürt [4]. Sie benötigen gabber-0.8.8-fr1.i386.rpm, gnomemm-1.2.3-fr4.i386.rpm, gtkmm-1.2.10-fr3.i386.rpm und libsigc++10-1.0.4-fr3.i386.rpm.

Speichern Sie die Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis und öffnen Sie ein Terminal. Dort melden Sie sich mit su als Administrator an und spielen mit

rpm -iv *.rpm

die vier Pakete in einem Rutsch ein. Zu diesem Zeitpunkt sollten keine anderen RPM-Pakete in Ihrem Home-Verzeichnis liegen, da diese sonst mitinstalliert würden.

Gaim

Gaim präsentiert beim ersten Start ein schlichtes Anmeldefenster. Nutzen Sie AIM, tragen Sie dort Ihren Benutzernamen und das Passwort ein und klicken auf Anmelden.

Wer Gaim mit einem anderen Dienst verwenden will, öffnet über Konten die Konfiguration der Benutzer-Accounts und klickt dort auf Hinzufügen (Abbildung 1). Über das Drop-Down-Menü (Abbildung 2) wählen Sie das gewünschte Protokoll aus und tragen Ihre Benutzereinstellungen ein. Mit Speichern verlassen Sie den Dialog. Wenn Sie nun in der Kontenübersicht die Checkbox unter online bzw. Auto-online anhaken, startet Gaim den Login-Vorgang und präsentiert danach die noch leere Buddy-Liste -- wenn alles gut läuft. Im Test verzeichneten wir vor allem an dieser Stelle des Öfteren Hänger und Abstürze.

Abb. 1: In der Kontenübersicht bearbeiten Sie Accounts und melden sich bei einem Dienst an.

Abb. 2: Gaim unterstützt die bekanntesten Instant-Messaging-Systeme.

Neue Kontakte tragen Sie über den Punkt Buddy hinzufügen im Buddies-Menü ein, diese erscheinen dann im Hauptfenster (Abbildung 3). Wer selbst von jemand angesprochen wurde, den er in die Buddy-Liste übernehmen möchte, klickt dazu einfach im Chat-Fenster auf Hinzufügen.

Abb. 3: Gaims Buddy-Liste besticht mit großen Icons.

Mit einer Minute etwas kurz eingestellt ist die ständig aufpoppende automatische Abwesenheitsschaltung. Über das Menü Werkzeuge erreichen Sie Gaims reiche Palette an Einstellungen. Unter Abwesend / Untätig lässt sich das lästige Popup-Fenster auf einen längeren Zeitraum einstellen und die automatischen Antworten abschalten.

Nützlich sind auch viele der standardmäßig deaktivierten Plugins. Markieren Sie die Checkbox neben Kontrolleisten-Icon, um ein Gaim-Icon im Systemabschnitt der Kontrollleiste zu plazieren, das bei neuen Nachrichten blinkt. Mit der linken Maustaste holen Sie die Buddy-Liste wieder hervor, mit der rechten erreichen Sie das Kontextmenü. Versuchen Sie dann jedoch Gaim über den Schließen-Knopf seiner Fensterleiste zu beenden, bleibt das Icon in der Kontrollleiste und Gaim läuft fröhlich weiter. Erst beim Aufruf des entsprechenden Eintrags im Menü Buddies verabschiedet sich Gaim tatsächlich.

Kopete

Kopete nistet sich nach dem ersten Start im Systemabschnitt der Kontrollleiste ein. Wie in Gaim öffnet auch hier ein Klick der linken Maustaste auf das Icon das Hauptfenster mit der Kontaktliste, mit der rechten erreichen Sie das Kontextmenü, mit dem Sie schnell auf die wichtigsten Funktionen zugreifen. Zunächst ist ein Streifzug durch die Einstellungen gefragt, die Sie über den Eintrag Kopete einrichten im Kontextmenü erreichen. Im Reiter Module markieren Sie oben rechts die Chat-Dienste, die Sie nutzen wollen. Klicken Sie auf Anwenden, damit Kopete eventuelle neue Einstellungsreiter für diese Dienste ergänzt (Abbildung 4).

Abb. 4: Für zahlreiche Dienste bringt Kopete Module mit, die Sie im Einstellungsdialog aktivieren.

Als nächstes kommen die Konten an die Reihe: Mit Neu starten Sie den Account Wizard. Im ersten Schritt wählen Sie Ihr Chat-System, im nächsten Dialog tragen Sie Benutzername und Passwort ein -- die Server-Einstellungen können Sie in den meisten Fällen unverändert übernehmen. Klicken Sie auf Nächster und dann auf Abschließen, um die Einstellungen zu speichern. Besitzen Sie noch andere IM-Accounts, erstellen Sie auf die gleiche Art weitere Konten. Mit OK schließen Sie nun den Einstellungsdialog.

Für alle Konten legt Kopete einen Eintrag im Kontextmenü des Systray-Icons an. Darüber melden Sie sich bei den betreffenden Diensten an (Online) und stellen ein, ob Sie gerade zu einem Schwätzchen aufgelegt sind. Über Verbindung / Alle verbinden erledigen Sie das für alle in einem Rutsch.

Abb. 5: Über das Kopete-Icon in der Kontrollleiste steuern Sie den Instant-Messenger.

Jetzt fehlen nur noch die passenden Chat-Partner. Auch hierfür bietet Kopete einen Assistenten, den Sie mit einem Klick auf den gelben Stern in der Werkzeugleiste oder über Kontakt hinzufügen im Kontextmenü starten. Falls Sie mehrere Konten besitzen, fragt Kopete Sie im ersten Schritt, über welche Sie mit Ihrem Bekannten chatten wollen. Falls dieser zum Beispiel bei AIM und ICQ ist, markieren Sie diese beiden Dienste. Die folgenden Schritte unterscheiden sich je nach Protokoll: Für ICQ erhalten Sie beispielsweise eine Suchmaske, in der Sie die ICQ-Nummer Ihres Bekannten über den vollen Namen oder die E-Mail-Adresse herausfinden können, bei AIM und Yahoo müssen Sie dagegen den genauen Benutzernamen kennen.

Kontakte, die online sind, erscheinen im Hauptfenster farbig (Abbildung 6). Hinter dem Namen zeigt ein Symbol den Anbietertyp an. Per Doppelklick auf einen Kontakt eröffnen Sie einen Chat (Abbildung 7). Verwirrenderweise schickt man Chat-Nachrichten in Kopete nicht wie allgemein üblich mit der Eingabe-Taste ab. Diese produziert im mehrzeiligen Nachrichtenfenster nur einen Zeilenumbruch. Um eine Nachricht abzuschicken, klicken Sie auf Senden oder drücken [Strg-Eingabe].

Neue Nachrichten meldet Kopete standardmäßig mit einer Sprechblase in der Kontrollleiste (Abbildung 8). Wer ein unaufdringlicheres blinkendes Symbol bevorzugt, entfernt in den Kopete-Einstellungen im Reiter Verhalten das Häkchen bei der Checkbox Bei neuer Nachricht Sprechblase anzeigen.

Abb. 6: Über Kopetes Buddy-Liste halten Sie Kontakt mit allen Chat-Bekannten, egal ob diese ICQ, AIM, Yahoo oder Jabber nutzen.

Abb. 7: Ein Chat in Kopete artet leicht in eine Farborgie aus.

Abb. 8: In Sprechblasen meldet Kopete neue Nachrichten.

Gabber

Beim ersten Start präsentiert Gabber einen Assistenten, mit dem Sie ein Benutzerkonto für Jabber anlegen können.

Schritt 1

Im ersten Schritt geben Sie Ihre persönlichen Informationen ein. Wenn Sie nicht im Jabber-Benutzerverzeichnis erscheinen wollen, deaktivieren Sie die Checkbox.

Schritt 2

Ein Klick auf Weiter bringt Sie zu den Einstellungen für das Benutzerkonto. Der Benutzername muss eindeutig sein -- kurze Namen sind jedoch häufig schon belegt, so dass sich Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben bewährt haben. Sonderzeichen wie Doppelpunkte, Anführungszeichen oder das @-Zeichen sind allerdings nicht erlaubt. Das Benutzerkonto ist Server-spezifisch: im Jabber-Netz erscheint es unter benutzername@servername. Im Feld Server bietet Gabber eine Auswahl im Dropdown-Menü an, unter [5] finden Sie eine Liste mit weiteren Servern. Die Port-Einstellungen können Sie in der Regel übernehmen.

Schritt 3

Im dritten Schritt wählen Sie Ihr Passwort und geben es zweimal ein.

Schritt 4

Der nächste Dialog fragt nach der Ressource: Übernehmen Sie auch hier die Voreinstellung Gabber. Ressourcen ermöglichen es, mit mehreren Programmen -- oder von mehreren Computern aus -- gleichzeitig das Jabber-Netz zu nutzen.

Schritt 5

Der letzte Dialog sollte die Angaben zusammenfassen, blieb im Test jedoch öfter leer -- klicken Sie auf Weiter, um einen Account zu erzeugen.

Schritt 6

Bestätigen Sie die Nachfrage von Gabber, ob die Registrierung abgeschickt werden soll, mit Ja. Gabber legt nun einen Account auf dem ausgewählten Server an. Sollte der Benutzername schon vergeben sein, erhalten Sie eine Fehlermeldung.

Haben Sie den Login erfolgreich absolviert, präsentiert Gabber sein Hauptfenster mit der noch leeren Kontaktliste. Über das Smiley-Icon links in der Werkzeugleiste stellen Sie Ihre Kontaktliste zusammen. Von Freunden mit Jabber-Accounts tragen Sie einfach deren ID in die Eingabezeile des Assistenten ein und klicken auf Weiter: Wenn die Jabber-ID existiert, finden Sie die Angaben der betreffenden Person im nächsten Dialogfeld. Bleiben die Felder leer, behebt oft kurzes Warten oder ein Klick auf Zurück und erneut auf Weiter das Problem. Verpassen Sie dem Kontakt noch einen Spitznamen, Weiter führt Sie ins dritte Dialogfeld, in dem Sie den Kontakt in eine Gruppe einordnen. Haben Sie noch keine Gruppen erstellt, können Sie das auch nachträglich erledigen. Als letztes geben Sie noch eine Nachricht für Ihren Chat-Partner ein, der die Aufnahme autorisieren muss. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Gabber anzeigt, wann Ihr Kontakt online ist -- eine Information, die man schließlich nicht jedem Wildfremden geben will, sondern nur guten Freunden. Ihr Bekannter erhält bei seinem nächsten Login Ihre Anfrage (Abbildung 9). Autorisiert er Sie, zeigt Gabber künftig den Online-Status in der Kontaktliste mit einem gelben Lämpchen an (Abbildung 10). Im Menü am unteren Rand der Kontaktliste stellen Sie Ihren eigenen Status ein: Sind Sie online, ist automatisch Verfügbar eingestellt -- sehen können das natürlich nur die, die Sie dazu autorisiert haben.

Abb. 9: Ihren Online-Status sehen in Gabber nur Anwender, die Sie selbst autorisiert haben.

Abb. 10: Die Gabber-Kontaktliste zeigt die Chat-Partner und "Netzübergänge", Verbindungen zu anderen IM-Systemen, an.

Jabber unterscheidet zwischen Chats und Nachrichten, die eher E-Mails ähneln. In der Voreinstellung öffnet Gabber mit Doppelklick auf einen Kontakt ein Chat-Fenster, über einen Klick mit der rechten Maustaste erhalten Sie ein Kontextmenü mit weiteren Funktionen, Kontaktinformationen betrachten etwa zeigt persönliche Informationen des Kontakts an. Über Chronik greifen Sie auf alte Gesprächsprotokolle zu.

Neue Nachrichten und Chats meldet Gabber mit einer blinkenden Sprechblase im Systemabschnitt der Kontrollleiste. Ein Klick darauf öffnet das Fenster mit der Nachricht.

Gateways mit Gabber einrichten

Eine Spezialität des Jabber-Protokolls sind die Gateways zu anderen Instant-Messaging-Systemen. Im Internet finden Sie eine Aufstellung der verfügbaren Gateways auf öffentlichen Jabber-Servern [5]. Um einen so genannten Netzübergang zu einem anderem IM-Dienst einzurichten, wählen Sie Actions / Agenten/IM-Systeme durchsuchen. Unter auswählen ist der Server angezeigt, auf dem Sie Ihr Konto eingerichtet haben. Tragen Sie dort eine Adresse aus der Server-Liste ein -- der Jabber-Hauptserver auf jabber.org wird von AOL und den meisten anderen IM-Diensten geblockt, aber über amessage.de oder jabber.freenet.de erreichen Sie die wichtigsten IM-Systeme. Gabber zeigt Ihnen nun die auf diesem Server angebotenen Gateways (siehe Abbildung 11). Markieren Sie den gewünschten Dienst, z. B. Netzübergang: ICQ und klicken Sie auf Registrieren, um sich dort einzuloggen. Dazu brauchen Sie ein Benutzerkonto dieses Dienstes. Für ICQ beispielsweise geben Sie im folgenden Dialog Ihre ICQ-Nummer und das Passwort ein, mit Weiter starten Sie die Anmeldung bei ICQ und schließen dann den Dialog.

Abb. 11: Über Gateways ist Jabber mit anderen Instant-Messaging-Systemen verbunden.

Im Hauptfenster erscheint nun der Eintrag Netzübergang ICQ. Über Beim Transport anmelden und Abmelden beim Transport im Kontextmenü verbinden Sie sich mit dem Dienst und trennen die Verbindung wieder. Im Kontaktassistenten können Sie nun auch ICQ-Benutzer in Ihre Kontaktliste aufnehmen, indem Sie Kontakt hinzufügen, der ein anderes IM-System benutzt auswählen und in den folgenden Dialogen deren Daten eintragen. Der Chat funktioniert genauso wie mit anderen Jabber-Nutzern. (eba)

Infos
[1] ICQ: http://go.icq.com/register/, AOL Instant Messenger: http://aol.de/instantmessenger/download/index.jsp, Yahoo: http://login.yahoo.com/config/login?.slogin=&.intl=de
[2] http://kopete.kde.org/index.php?page=downloads
[3] ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/8.2/suse/i586
[4] http://www.freshrpms.net
[5] http://www.jabber.org/user/publicservers.php

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