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Erschienen in EasyLinux 02/2004   »   Ausgabe bestellen

Tipps & Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

von Thomas Hümmler


Ist KDE noch ungewohnt für Sie? Haben Sie Probleme mit der Bedienung? Dann helfen Ihnen die Tipps und Tricks der folgenden Seiten zu KMail, dem E-Mail-Programm von KDE.

Identität in KMail einrichten

Wenn Sie KMail das erste Mal starten, erzeugt es zwar selbsttätig die entsprechenden Mail-Ordner in Ihrem persönlichen Verzeichnis, die Identität -- also Dinge wie Name und E-Mail-Adresse -- müssen Sie jedoch selbst anpassen. Wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten. Im folgenden Dialog ist bereits das Menü Identitäten (bzw. Identität in KDE 3.0) aktiv und die Standardidentität mit dem Benutzernamen markiert.

Besitzen Sie mehr als eine E-Mail-Adresse, können Sie pro Adresse eine Identität einrichten. Dann können Sie für jede einzelne Nachricht eine Identität auswählen.

Eine neue Identität erzeugen Sie über die Schaltfläche Neu; die Standardidentität bearbeiten Sie, indem Sie auf Ändern klicken. Im folgenden Dialogfenster (in KDE 3.0 muss kein weiteres Dialogfeld geöffnet werden) tragen Sie Ihre Mail-Adresse und eventuell die Firma ein (Abbildung 1). Was Sie neben Ihr Name (bzw. Name in KDE 3.0) eintragen, erscheint in Absenderfeld Ihrer E-Mails.


Abb. 1: Tragen Sie im Dialog "Identität bearbeiten" Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse ein.

Andere Antwortadresse eintragen

Mit KMail können Sie es einrichten, dass in Antworten auf Ihre Mails eine andere Adresse im Empfängerfeld erscheint. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie mehrere E-Mail-Adressen (und damit auch Identitäten) besitzen, Sie aber alle Antworten an eine Adresse haben möchten.

Wählen Sie in KMail Einstellungen / KMail einrichten. Im Menü Identitäten (bzw. Identität in KDE 3.0) klicken Sie auf die Identität, die Sie ändern wollen. Im Register Erweitert können Sie einige selten benötigte Einstellungen ändern. Geben Sie eine Antwortadresse ein, werden Antwort-Mails an diese Adresse geschickt (Abbildung 2). Technisch wird dabei dem E-Mail-Kopf die Zeile Reply-To: adresse hinzugefügt, in die Ihre Antwortadresse eingetragen wird. Diese Zeile können Sie sich in KMail in neuen Nachrichten über Ansicht / Antwort an anzeigen lassen.


Abb. 2: Möchten Sie, dass Antworten auf Ihre Mails an eine andere Adresse geschickt werden, tragen Sie diese ins Feld "Antwortadresse" ein.

Von jeder E-Mail in KDE 3.1 Blindkopien versenden

Möchten Sie jede Nachricht als Blindkopie an eine bestimmte E-Mail-Adresse, etwa an die eigene schicken, um diese gleich im Posteingang zu haben? Dann wählen Sie in KMail unter KDE 3.1 Einstellungen / KMail einrichten. Im Menü Identitäten klicken Sie auf die Identität, für die Sie dieses ändern wollen. Im Register Erweitert tragen Sie unter BCC-Adressen eine Adresse ein, die von jeder Nachricht eine Blindkopie erhalten soll.

Wenn Sie diese Funktion nutzen, sollten Sie allerdings auch in neuen Nachrichten Ansicht / Blindkopie einschalten. Dann können Sie etwa bei weniger wichtigen Botschaften die Zeile auch schnell löschen.

Ordner für gesendete Nachrichten ändern

Normalerweise werden alle gesendeten Nachrichten in KMail in den Ordner Gesendete Nachrichten kopiert. Wenn Sie das nicht möchten und die Kopie einer Nachricht in einem anderen Ordner speichern wollen, wählen Sie diesen Ordner im Nachrichten-Editor aus: Wählen Sie, nachdem Sie auf Nachricht / Neue Nachricht geklickt haben, den Befehl Ansicht / Ordner für gesendete Nachrichten (bzw. Ordner für Postausgang in KDE 3.0). Darauf erscheint im Kopf des Nachrichten-Editors die gleichnamige Option. Rechts im Dropdown-Menü können Sie nun für jede Nachricht den Ordner wählen, in dem eine Kopie abgelegt wird. Möchten Sie einen gewählten Ordner dauerhaft als Ablage für gesendete Nachrichten nutzen, markieren Sie die Option Beibehalten.

Gesendete Nachrichten immer gleich löschen

Schreiben Sie überwiegend Nachrichten, die Sie nicht aufbewahren müssen, könnten Sie diese auch gleich in den Mülleimer statt in den Ordner Gesendete Nachrichten schieben. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln ins Menü Identitäten (bzw. Identität in KDE 3.0). Markieren Sie eine Identität und bearbeiten diese mit Ändern (nicht nötig in KDE 3.0). Wählen Sie auf der Karteikarte Erweitert aus der Liste neben Ordner für gesendete Nachrichten den Mülleimer und bestätigen zweimal mit OK -- bzw. einmal in KDE 3.0 (Abbildung 3).

Wichtige Mails können Sie trotzdem im Neue Nachricht-Dialog an anderer Stelle sichern. Wie das geht, beschreibt der Tipp "Ordner für gesendete Nachrichten ändern".


Abb. 3: Wählen Sie den Mülleimer für gesendete Nachrichten, sparen Sie sich das Löschen.

Signatur in KMail einrichten

Eine Signatur steht am Ende einer E-Mail und enthält unterschiedliche Dinge wie Anschrift, Adresse der Homepage oder einfach nur einen netten Spruch. Sie sollte nicht mit einer so genannten digitalen Signatur verwechselt werden, die benutzt wird, um den Absender einer E-Mail sicher auszuweisen.

Der Text einer Signatur in KMail kann aus drei verschiedenen Quellen stammen: aus einer Datei, der Ausgabe eines Befehls oder der direkten Eingabe in ein Listenfeld. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und klicken im Menü Identitäten auf Ändern, um die Identität zu bearbeiten (bzw. unter KDE 3.0 nur auf die Identität im Menü Identität).

Wechseln Sie auf die Registerkarte Signatur. Hier können Sie eine Signatur festlegen, die an jede unter dieser Identität versandte Nachricht angehängt wird. Dazu markieren Sie die Option Signatur aktivieren. Nun können Sie neben Signatur verwenden aus die Quelle Ihrer Signatur wählen.

Unter Linux wird der Signaturtext häufig aus einer versteckten Textdatei namens .signature im Home-Verzeichnis genommen. Diese Datei kann von vielen E-Mail-Programmen benutzt werden -- sie ist daher unabhängig von KMail. Die Datei können Sie mit jedem beliebigen Editor erzeugen und in KMail als Signatur auswählen, indem Sie Datei aus der Liste wählen und dann neben Datei festlegen auf die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen klicken und die Datei heraussuchen. Allerdings müssen Sie im folgenden Dialog noch die Funktionstaste [F8] drücken (bzw. Extras / Ansicht / Versteckte Dateien anzeigen unter KDE 3.0 wählen), damit auch die versteckten Dateien angezeigt werden.

Nachdem Sie die Datei ausgewählt haben, können Sie diese noch über die Schaltfläche Datei bearbeiten ändern.

KMail kann die Signatur auch mit Hilfe der Ausgabe eines Befehls erzeugen. Dazu wählen Sie neben Signatur verwenden aus den Eintrag der Befehlsausgabe. So können Sie zum Beispiel ein Programm wie fortune benutzen, um jeder E-Mail einen anderen Signaturtext anzuhängen (Abbildung 4). Alles, was das Programm bei normalen Aufruf am Bildschirm ausgeben würde, wird als Signaturtext verwendet. Sehr beliebt -- gerade in Linux-Newsgroups und Mailing-Listen -- ist eine Signatur aus der Ausgabe des Befehls uptime. Hier soll gezeigt werden, wie lange der Rechner nicht herunter gefahren wurde.

Wenn Sie den Signaturtext weder aus einer Befehlsausgabe noch aus einer Datei lesen wollen, können Sie auch direkt in KMail eine Signatur eingeben. Dazu wählen Sie neben Signatur verwenden aus die Option dem Eingabefeld unten, in das Sie nun den Signaturtext eintragen können.

Hinweis: Es ist üblich, den Signaturtext durch drei Zeichen in einer separaten Zeile vom E-Mail-Text zu trennen. Diese Zeichen (zwei Bindestriche, ein Leerzeichen) fügt KMail im Gegensatz zu anderen E-Mail-Programmen automatisch ein, falls sie nicht schon im Signaturtext enthalten sind; Sie müssen diese also nicht extra eingeben und brauchen nur den Signaturtext zu tippen.


Abb. 4: Nachricht mit Glückskeks: Wenn Sie die Ausgabe des Programms "fortune" als Signatur verwenden, erhält jede Nachricht eine andere Signatur.

Signatur nicht an jede Nachricht anhängen

Sie haben eine Signatur definiert, wollen diese aber nicht an jede Nachricht anhängen? Wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln im Menü Nachrichten erstellen auf die Registerkarte Allgemein. Schalten Sie die Option Signatur automatisch anhängen aus und bestätigen mit OK (Abbildung 5). Ab jetzt können Sie Ihre Signatur an eine neue Nachricht mit dem Befehl Anhängen / Signatur einfügen (bzw. Signatur anfügen in KDE 3.0) anhängen.


Abb. 5: Soll die Signatur nicht an jeder Mail hängen, schalten Sie die Automatik hier ab.

Neue Nachrichten per Ton melden

KMail können Sie so konfigurieren, dass ein Signalton ertönt, wenn neue Nachrichten eintreffen. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten. Wechseln Sie im Menü Netzwerk auf die Karteikarte Empfang. Markieren Sie im Bereich Benachrichtigung bei neuen Nachrichten die Option Signalton und bestätigen mit OK (Abbildung 6).


Abb. 6: Wenn Sie Mails automatisch abrufen, sollten Sie den Signalton einschalten, der auf neue Nachrichten hinweist.

Zeitspanne vergrößern für gelesene E-Mails in KDE 3.1

In der Normaleinstellung wird eine Nachricht als gelesen markiert, sobald Sie darauf klicken. Das gilt also auch, wenn Sie nur durch eine Mail-Liste blättern. Sie können in KDE 3.1 stattdessen aber auch eine bestimmte Zeit angeben, nach der eine Mail erst als gelesen gilt.

Wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten und wechseln ins Menü Ordner. Ändern Sie den Wert im Feld neben der Option Aktuelle Nachricht nach dieser Zeitspanne als gelesen markieren auf einen Wert zwischen 0 und 60 Sekunden, etwa auf drei oder fünf Sekunden -- so haben Sie Zeit genug, Nachrichten ohne Statusänderung zu überfliegen (Abbildung 7).


Abb. 7: Mit dieser Einstellung gelten Mails als gelesen, die länger als fünf Sekunden markiert und im Nachrichtenfenster angezeigt werden.

Mülleimer-Ordner beim Programmende leeren

Nachrichten, die Sie gelöscht haben, kommen in den Ordner Mülleimer. Daraus können Sie Mails im Notfall immer noch hervorholen. Doch nach und nach wird dieser Ordner immer voller. Das können Sie eindämmen, indem Sie diesen Ordner regelmäßig leeren -- am besten automatisch.

Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln ins Menü Ordner (bzw. Verschiedenes in KDE 3.0). Markieren Sie im Bereich Die folgenden Aufgaben sollen beim Programmende durchgeführt werden die Option Mülleimer leeren und wählen OK (Abbildung 8). Dann wird künftig der Mülleimer-Ordner in KMail geleert -- nicht zu verwechseln mit dem Mülleimer, der auf dem Desktop ruht.


Abb. 8: Gelöschte Mails entfernt KMail automatisch, wenn Sie die Option "Mülleimer leeren" einschalten.

Postfach für den Mail-Versand einrichten

Eines der grundlegenden Dinge, die Sie in KMail vornehmen müssen, ist das Einrichten eines Postfachs für den Mail-Versand und -Empfang. Das ist in etwa das Gleiche wie das Einrichten einer DFÜ-Verbindung in Windows und dem Internet-Zugangsassistenten von Outlook Express.

In KMail wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten und wechseln ins Menü Netzwerk. In der Karteikarte Versand klicken Sie auf Hinzufügen, um ein Ausganspostfach einzurichten. Im folgenden Dialog wählen Sie die Versandart, SMTP oder Sendmail. Sendmail ist ein so genannter Mail Transfer Agent, d. h., ein Programm, das Mails vom lokalen Rechner entgegen nimmt und weiterleitet. Falls Sie einen Mail-Server (Sendmail, Exif, Postfix) richtig konfiguriert haben, wählen Sie hier diese Versandart. Im folgenden Dialog müssen Sie dann nur noch OK klicken oder gegebenenfalls den Pfad korrigieren.

Wollen Sie stattdessen eine direkte Verbindung zu Ihrem Provider einrichten, wählen Sie SMTP. Das ist zum Beispiel dann ratsam, wenn Sie KMail auf einem Einzelplatz- und nicht auf einem Netzwerkrechner verwenden. Daraufhin öffnet sich das Dialogfenster für die Versandart SMTP. Auf der Karteikarte Allgemein tragen Sie ins Feld Name einen beschreibende Bezeichnung ein, etwa T-Online.

In das Feld Server schreiben Sie den Namen des Mail-Servers Ihres Providers. Im Fall von T-Online ist das mailto.t-online.de. Im Feld Port müssen Sie meist nichts ändern, und auch der Vorverarbeitungs-Befehl entfällt.

Die Option Server verlangt Autorisierung müssen Sie in der Regel einschalten. Danach tragen Sie den Benutzernamen und das Passwort in die entsprechenden Felder ein (Abbildung 9). Für T-Online etwa setzt sich der Benutzername aus der zwölfstelligen Anschlusskennung, der T-Online-Nummer und der Mitbenutzernummer (für den Hauptbenutzer ist das meist die 0001) zusammen. Wenn Sie sich noch für SMTP-Passwort in Konfigurationsdatei speichern entscheiden, werden Sie später nicht mehr aufgefordert, es einzugeben.

Die weiteren Optionen -- auch die der Karteikarte Sicherheit -- können Sie im Normalfall vernachlässigen, so dass Sie diesen Dialog nun mit OK beenden.


Abb. 9: Hier wird der Postausgangs-Server konfiguriert.

Postfach für den Mail-Empfang einrichten

Um E-Mails empfangen zu können, müssen Sie in KMail ein Postfach für den Mail-Empfang einrichten. In KMail wählen Sie dazu Einstellungen / KMail einrichten, wechseln ins Menü Netzwerk und dort auf die Karteikarte Empfang.

Hier wählen Sie die Zugangsart zu Ihrem Provider. In den meisten Fällen ist das POP3 oder IMAP. Bei einem POP3-Postfach werden die Mails vom Server des Providers geladen und dort gelöscht; im Gegensatz dazu bleiben die Nachrichten bei einem IMAP-Postfach immer auf dem Server und werden erst beim Öffnen geladen. Der Vorteil von IMAP ist: Sie können Mails von überall einsehen. Nachteilig ist, dass Sie dazu immer eine Internet-Verbindung benötigen.

Verwenden Sie ein IMAP-Postfach, können Sie im folgenden Dialog einen Pfad im Feld Präfix für Ordner angeben. Dieser Pfad weist auf die Verzeichnisse des Benutzers auf dem Mail-Server. Außerdem ist standardmäßig die Option Automatisch Ordner komprimieren eingeschaltet. Die Einstellung sorgt dafür, dass KMail die als gelöscht markierten Nachrichten vom Server entfernt, sobald der Benutzer das Verzeichnis verlässt. Ansonsten bleiben die Nachrichten nur zum Löschen markiert und müssen über den Befehl Datei / Alle Ordner komprimieren entfernt werden. Falls Sie die Option Versteckte Ordner anzeigen aktivieren, werden auch die Verzeichnisse angezeigt, deren Name mit einem Punkt beginnt.

Wenn Sie ein POP3-Postfach einrichten wollen, ist dort schon die Option Nachricht nach dem Abholen vom Server löschen (bzw. Nachricht vom Server löschen in KDE 3.0) eingeschaltet. Wollen Sie die Mails nach dem Herunterladen noch auf dem Server belassen, etwa zum Testen oder weil Sie von woanders auf die Mails zugreifen möchten, schalten Sie diese Option aus. Bedenken Sie allerdings, dass dann irgendwann ihr Postfach überquillt und Sie keine neuen Mails mehr erhalten.

Nach Auswahl von POP3 erscheint der Dialog Postfach hinzufügen. Tragen Sie zuerst einen Namen für das Postfach im Feld Name ein. In die Felder Benutzer, Passwort und Server müssen Sie die entsprechenden Informationen eingeben. Der Server ist z. B. bei T-Online pop.t-online.de (Abbildung 10). Den Port (Standard für POP3 ist 110, für IMAP 143) können Sie beibehalten.

Arbeit und Nachdenken erspart die Option POP-Passwort in Konfigurationsdatei speichern bzw. IMAP-Passwort in Konfigurationsdatei speichern. Schalten Sie diese Option ein, müssen Sie vor dem Herunterladen der E-Mails nicht das Passwort eingeben. Aber Achtung: KMail verschlüsselt Ihr Passwort nicht. Wer Ihre Konfigurationsdatei lesen kann (etwa ein Systemverwalter), erfährt damit auch sehr leicht Ihr Passwort.


Abb. 10: Bei der Einrichtung des POP3-Postfachs werden die Zugangsdaten erneut abgefragt -- weil Sie für Postversand und -empfang unterschiedliche Accounts verwenden könnten.

Empfangspostfach nicht automatisch überprüfen

Haben Sie Eingangspostfächer eingerichtet, können Sie eines oder mehrere von der automatischen Überprüfung auf neue E-Mails (Datei / Nach E-Mail sehen) ausnehmen.

Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten, wechseln ins Menü Netzwerk und dort auf die Karteikarte Empfang. Markieren Sie das Empfangspostfach, das Sie bearbeiten wollen, und klicken auf Ändern (bzw. Bearbeiten in KDE 3.0). Schalten Sie auf der Karteikarte Allgemein die Option Von "Nach E-Mail sehen" ausnehmen ein und bestätigen zweimal mit OK. Jetzt wird dieses Postfach nach dem Befehl Datei / Nach E-Mail sehen nicht mehr automatisch geprüft; trotzdem können Sie es noch manuell auf neue Nachrichten mit dem Befehl Datei / Nach E-Mail sehen in prüfen.

Regelmäßig auf neue E-Mails prüfen

In KMail können Sie ein Intervall einstellen, in dem das Programm nach neuen E-Mails schaut. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten, wechseln links ins Menü Netzwerk und dann auf das Register Empfang. Markieren Sie das Empfangspostfach, das Sie bearbeiten wollen, und klicken auf Ändern (bzw. Bearbeiten in KDE 3.0). Schalten Sie auf der Karteikarte Allgemein die Option Posteingang regelmäßig überprüfen ein (Abbildung 11). Nun können Sie das Prüfintervall einstellen -- von einer Minute bis 10000 Minuten (also fast einer Woche).

Damit dieser Vorgang ohne Nachfrage abläuft, sollten Sie die Option POP-Passwort in Konfigurationsdatei speichern bzw. IMAP-Passwort in Konfigurationsdatei speichern einschalten.


Abb. 11: Sie automatisieren den Posteingang, wenn Sie KMail regelmäßig auf neue Nachrichten prüfen lassen.

Kann der E-Mail-Server verschlüsseln?

KMail unterstützt verschiedene Anmeldemethoden und Verschlüsselungen beim Empfang von E-Mails. Diese wählen Sie aus auf der Karteikarte Extras im Dialogfenster Postfach ändern. Die Anmeldemethoden CRAM-MD5, DIGEST-MD5 und APOP (wird von IMAP nicht unterstützt) sind von sich aus sicher, alle anderen Optionen (Einfacher Text, PLAIN, LOGIN und ANONYM) sind nur sicher, wenn eine Verschlüsselung per SSL oder TLS verwendet wird.

Um zu prüfen, was der E-Mail-Server unterstützt, klicken Sie auf die Schaltfläche Fähigkeiten des Servers testen. So finden Sie die sicherste Methode heraus, die Ihr Server beherrscht.

Testen, ob die Verbindung funktioniert

Wenn Sie in KMail die Posteingangs- und Ausgangsfächer eingerichtet haben, sollten Sie prüfen, ob der Zugriff auch korrekt funktioniert. Dazu schicken Sie sich selbst eine Nachricht. Wählen Sie Nachricht / Neue Nachricht oder drücken die Tastenkombination [Strg-N]. Schreiben Sie ins An-Feld Ihre E-Mail-Adresse und einen beliebigen Inhalt in die Betreffzeile. Verschicken Sie die Nachricht mit dem Befehl Nachricht / Senden.

Um nachzusehen, ob diese E-Mail verschickt wurde und bei Ihnen wieder ankommt, wählen Sie einige Zeit später Datei / Nach E-Mail sehen. Unten rechts wird angezeigt, wie viele E-Mails von Ihrem Postfach geholt werden. Wenn Sie Ihre Testnachricht erhalten, klappt alles. Sollten Sie während dieses Test eine Fehlermeldung erhalten, prüfen Sie die Verbindung zum Netzwerk und die Verbindungsdaten unter Einstellungen / KMail einrichten.

Fensteranordnung für KMail in KDE 3.1 ändern

Normalerweise steht links das Ordnerfenster in KMail, rechts oben die Nachrichtenübersicht und rechts unten der Inhalt der markierten Nachricht -- falls nicht noch zusätzlich ein MIME-Baum mit Dateianhängen ganz unten gezeigt wird. Das ist die Standardeinstellung. Es gibt aber in KDE 3.1 noch vier weitere Varianten:

Wollen Sie eine dieser Varianten verwenden, wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten, wechseln links ins Menü Erscheinungsbild und dann auf das Register Layout. Im Bereich Fenster-Gestaltung wählen Sie die Form, in der KMail künftig erscheinen soll (Abbildung 12).


Abb. 12: Hier stellen Sie ein, wie das KMail-Fenster aufgebaut ist.

Datumsanzeige der Nachrichten ändern

In KMail haben Sie die Möglichkeit, die Datumsanzeige der Nachrichten zu ändern. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten, wechseln ins Menü Erscheinungsbild und dort auf die Registerkarte Vorspann.

Im Bereich Datumsanzeige haben Sie vier Einstellmöglichkeiten (drei in KDE 3.0):

Das Standard-Format ist englisch und zeigt Wochentag, Monat, Tag, Uhrzeit und Jahr an. Das Regionale Format ist das, welches im KDE-Kontrollzentrum unter Regional-Einstellungen & Zugangshilfen / Land/Region & Sprache (bzw. Persönliche Einstellungen / Land & Sprache in KDE 3.0) auf der Registerkarte Zeit & Datum eingestellt ist. Das Dekorative Format zeigt zum Beispiel statt des aktuellen Datums Heute an. Für das benutzerdefinierte Format können Sie einen Ausdruck in das Feld darunter schreiben (Abbildung 13). Welche Ausdrücke Sie verwenden können, steht im Kasten "Gültige Ausdrücke für Datums- und Zeitformat in KMails benutzerdefinierter Datumsanzeige", es stehen verschiedene Varianten aller möglichen Angaben wie Tag, Monat etc. zur Verfügung.


Abb. 13: Wenn Sie möchten, können Sie hier eine eigene Darstellung der Datumsanzeige wählen.

Gültige Ausdrücke für Datums- und Zeitformat in KMails benutzerdefinierter Datumsanzeige
d Tag als Zahl ohne führende Null (1 -- 31)
dd Tag als Zahl mit führender Null (01 -- 31)
ddd abgekürzter Tagesname (Mon -- Son)
dddd ausgeschriebener Tagesname (Montag -- Sonntag)
M Monat als Zahl ohne führende Null (1 -- 12)
MM Monat als Zahl mit führender Null (01 -- 12)
MMM abgekürzter Monatsname (Jan -- Dez)
MMMM ausgeschriebener Monatsname (Januar -- Dezember)
yy Jahr als zweistellige Zahl (00 -- 99)
yyyy Jahr als vierstellige Zahl (0000 -- 9999)
h Stunde ohne führende Null (0 -- 23 bzw. 1 -- 12 bei AM/PM-Anzeige)
hh Stunde mit führender Null (00 -- 23 bzw. 01 -- 12 bei AM/PM-Anzeige)
m Minute ohne führende Null (0 -- 59)
mm Minute mit führender Null (00 -- 59)
s Sekunde ohne führende Null (0 -- 59)
ss Sekunde mit führender Null (00 -- 59)
z Millisekunden ohne führende Null (0 -- 999)
zzz Millisekunden mit führender Null (000 -- 999)
AP Umschalten auf AM/PM-Anzeige; AP wird durch AM (vormittags) oder PM (nachmittags) ersetzt
ap Umschalten auf AM/PM-Anzeige; ap wird entweder durch am oder pm ersetzt
Z Zeitzone in numerischer Anzeige (-0500)

Verschlüsselungssymbole im Header anzeigen (KDE 3.1)

Wenn Sie öfter signierte oder verschlüsselte Nachrichten erhalten, können Sie sich das von KMail in KDE 3.1 anzeigen lassen. Wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln unter Erscheinungsbild auf die Registerkarte Vorspann.

Schalten Sie im Bereich Allgemeine Einstellungen die Option Verschlüsselungssymbole anzeigen ein und bestätigen mit OK. Nun werden künftig in der Betreff-Spalte des Vorspannbereichs weitere Statusinformationen -- falls vorhanden -- angezeigt: Jede signierte Nachricht erhält vor dem Betreff ein kleines Signiert-Symbol, und jede verschlüsselte Nachricht erhält ein Verschlüsselt-Symbol. Die Symbole erscheinen jedoch erst, wenn die Nachricht einmal ausgewählt wurde -- zuvor stehen dort nur Fragezeichen.

Nachrichten nach Threads sortieren

Gerade, wenn Sie viele Nachrichten aus Mailing-Listen erhalten, ist die Standardgruppierung der Nachrichten nicht immer ideal. Hier wäre es übersichtlicher, wenn die Mails nach dem Betreff sortiert würden. Dies beherrscht KMail; so stellen Sie das Programm um: Wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln unter Erscheinungsbild auf die Karteikarte Layout. Markieren Sie im oberen Bereich, dass KMail Nachrichten nach Betreff gruppieren soll und bestätigen mit OK (Abbildung 14). Nun wird der Vorspannbereich in einer Art Baumstruktur sortiert, und alle Antworten auf eine Nachricht werden direkt unter dieser Nachricht angezeigt.


Abb. 14: Wenn Sie viel in Mailing-Listen lesen, sollten Sie die "Nachrichten nach Betreff gruppieren".

Anderen Nachrichten-Editor benutzen

An Stelle des normalen Nachricht erstellen-Fensters können Sie in KMail auch einen externen Editor für das Schreiben von Nachrichten bestimmen. Diesen stellen Sie ein über Einstellungen / KMail einrichten im Menü Nachrichten erstellen auf der Karteikarte Allgemein. Markieren Sie die Option Externen Editor benutzen und tragen in die Zeile darunter den Befehl für diesen Editor ein. Möchten Sie zum Beispiel KWrite verwenden, lautet der Befehl kwrite %f. Der Parameter %f muss immer angefügt werden; er steht für die zu bearbeitende Datei (Abbildung 15). Es kann auch sein, dass der externe Editor nicht automatisch wieder beendet wird. Für gvim etwa müssen Sie den Befehl gvim -f %f benutzen.

Trotz dieser Einstellung wird zunächst immer das Neue Nachricht-Fenster geöffnet. Sobald Sie allerdings das erste Zeichen der Nachricht tippen, wird der externe Editor gestartet. Darin schreiben Sie dann Ihre Nachricht, speichern den Text und schließen den Editor. Darauf wird der Text in das Neue Nachricht-Fenster geladen und kann von dort abgeschickt werden.


Abb. 15: Vergessen Sie bei einem externen Editor nie den Parameter "%f", sonst wird die Datei nicht als Nachricht gespeichert.

Redewendungen für Englisch hinzufügen

Wenn Sie in KMail auf eine Nachricht antworten, wird diese in Ihrer Mail zitiert; außerdem stehen oben der Name des Absenders und das Datum der Mail. Dass dies so ist, wird von den Einstellungen unter Einstellungen / KMail einrichten / Nachrichten erstellen auf der Registerkarte Redewendungen bestimmt.

Hier können Sie Textzeilen definieren, die automatisch in Antworten, weitergeleitete Nachrichten und zitierten Text eingefügt werden. Dabei werden die Platzhalter durch bestimmte Texte ersetzt (siehe Kasten "Platzhalter für Redewendungen"). Das funktioniert auch in anderen Sprachen, etwa dem Englischen, wenn deren i18n-Paket installiert ist.

Um die englischen Redewendungen hinzuzufügen, klicken Sie auf Hinzufügen, wählen im folgenden Dialog die Sprache aus und bestätigen mit OK (Abbildung 16). Damit sind die neuen Redewendungen aktiviert.


Abb. 16: Im Dialogfenster "Neue Sprache" wählen Sie Redewendungen in weiteren Sprachen.

Platzhalter für Redewendungen
%D Datum
%S Betreff
%e Absenderadresse (nicht in KDE 3.0)
%F Absendername
%f Absenderinitialen (nicht in KDE 3.0)
%T Empfängername (nicht in KDE 3.0)
%t Empfängername und -adresse (nicht in KDE 3.0)
%% Prozentzeichen
%_ Leerzeichen
%L Zeilenumbruch

Zur ersten ungelesenen Nachricht springen (KDE 3.1)

Standardmäßig springt KMail, sobald Sie einen Ordner öffnen, zur letzten gewählten Nachricht in diesem Ordner. Das Verhalten können Sie in KDE 3.1 so ändern, dass KMail immer zur ersten ungelesenen Mail springt. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln ins Menü Ordner. Markieren Sie die Option Beim Öffnen eines Ordners zur ersten ungelesenen Nachricht springen und bestätigen mit OK.

Mails löschen ohne Nachfrage

Wenn Sie alle Nachrichten eines Ordners in den Mülleimer schieben, fragt KMail nach, ob Sie diese löschen möchten. Da die Nachrichten auch im Papierkorb zunächst nicht verschwunden sind, können Sie diese Sicherheitsabfrage auch abschalten. Dazu wählen Sie Einstellungen / KMail einrichten und wechseln zum Menü Ordner. Schalten Sie die oberste Option Vor Leeren der Ordner nachfragen ab und bestätigen mit OK (Abbildung 17). (hge)


Abb. 17: Lästiges Nachfragen verhindern Sie, indem Sie die oberste Option einschalten.

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