claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 03/2004   »   Ausgabe bestellen

Frozen Bubble

Seifenblasen

von Heike Jurzik
 [ Titelbild ]


Helfen Sie dem Pinguin, farbige Seifenblasen von der Decke zu schießen, bevor sie ihm auf den Kopf fällt. Frozen Bubble ist Spielspaß für Groß und Klein -- alleine oder zu zweit gegeneinander an einer Tastatur.

Ein kleiner Pinguin, eine mit Seifenblasen gefüllte Kanone, 100 verschiedene Level und ein Zwei-Spieler-Modus garantieren stundenlanges Bubble-Vergnügen -- Vorsicht, Suchtgefahr! Das Konzept ist einfach: In jedem Level hängen farbige Seifenblasen in einem Muster angeordnet von der Decke herab. In der Kanone, die Sie standardmäßig mit den Pfeiltasten steuern, befindet sich eine farbige Blase, die Sie (mit der Leertaste) nach oben schießen. Treffen mindestens drei Kugeln gleicher Farbe aufeinander, fallen sie nach unten.

Ein Level ist beendet, wenn alle Blasen abgeräumt sind. Für jeden Schuss haben Sie nur wenig Zei, bevor die Kanone von selbst feuert, und die Decke sinkt immer weiter nach unten -- schaffen Sie es nicht, die Blasen rechtzeitig abzuschießen, weint der Pinguin, und der Level startet von vorne.

Abb. 1: Loser -- der Pinguin weint bitterlich.

Frostiger Spaß

Bei SuSE Linux 8.2 und 9.0 ist das Spiel auf den Distributions-CDs dabei. Sie installieren es wie gewohnt über YaSTs Software-Modul. Auch bei Mandrake Linux 9.2 gibt es keinerlei Probleme: Das RPM-Paket ist, wenn Sie die Gruppe Unterhaltung bei der Installation ausgewählt haben, bereits auf dem System vorhanden.

Für Red Hat Linux 9 finden Sie ein passendes Paket auf http://www.rpmseek.com/. Zusätzlich benötigen Sie eine kompatible perl-SDL-Installation. Die beiden Pakete frozen-bubble-1.0.0-fr2.i386.rpm und perl-SDL-1.20.0-fr2.i386.rpm ließen sich auf dem Testrechner problemlos installieren. Am einfachsten geht das Einspielen über den Konqueror oder Nautilus, wenn Sie das RPM-Paket doppelklicken.

Nach erfolgreicher Installation starten Sie das Spiel über das K-Menü, Spiele / Arkade / Frozen-Bubble (SuSE Linux 8.2 und 9.0), Spiele / Weitere Spiele / Frozen Bubble (Red Hat Linux 9) oder Unterhaltung / Arkade / Frozen-Bubble (Mandrake Linux 9.2). Bei SuSE Linux 9.0 startet Frozen Bubble standardmäßig im Vollbildmodus. Wer das abstellen möchte, klickt mit der rechten Maustaste auf das K-Menü und startet den Menü-Editor. In der linken Baumansicht hangeln Sie sich über Spiele / Arkade bis zum Frozen-Bubble-Eintrag durch. Dort sehen Sie, dass der Befehl zum Starten frozen-bubble -fs lautet. Entfernen Sie in diesem Feld die Option -fs (für Fullscreen), klicken Sie auf Anwenden und schließen Sie den Editor.

Spielvorbereitung

Die Maus kommt außer im Level-Editor nicht zum Einsatz -- im Spiel und im Menü steuern Sie über die Tastatur. Unter dem Menüpunkt Graphics schalten Sie mit der Leertaste zwischen drei möglichen Qualitätsstufen für die Spielanimation hin und her. Falls der Computer zu langsam ist und das Bild ruckelt, schalten Sie hier einfach einen Gang zurück.

Wer die mitgelieferte Musik und die Sound-Effekte nicht mag, kann diese (ebenfalls mit der Leertaste) im Menüpunkt Sound abschalten. Leider gibt es hier nicht die Möglichkeit, zwischen Musik und allgemeinen Sound-Effekten zu unterscheiden -- dieses lässt sich nur über den Start mit Kommandozeilenparametern regeln (Kasten 1: "Noch mehr Features -- Kommandozeilenparameter").

Im Menüpunkt Keys legen Sie die Tastenbelegung für den Zwei-Spieler-Modus fest. Gehen Sie auf Keys und drücken Sie die Leertaste. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie der Reihe nach die Tasten für beide Spieler definieren. Zuerst geben Sie die Rechtssteuerung für den rechten Spieler ein, z. B. Pfeil nach rechts, usw. Das Programm erkennt dabei die Taste, die Sie drücken, und fügt den Eintrag selbständig hinzu. Als letztes in der Liste definieren Sie, welche Taste in den Vollbildmodus und zurück schaltet.

Kasten 1: Noch mehr Features -- Kommandozeilenparameter zum Start

Auch wenn sich viele Dinge über das Menü einstellen lassen -- bessere Kontrolle erhalten Sie, wenn Sie das Spiel aus der Konsole heraus starten. Dazu öffnen Sie zunächst eine Konsole ([Alt-F2] und konsole eingeben) und tippen am Prompt frozen-bubble und eine/mehrere dieser Optionen gefolgt von [Return] ein:

  • -fs -- steht für Fullscreen und startet das Spiel im Vollbildmodus
  • -ns -- "no sound", schaltet alle Klangeffekte (Sound und Musik) ab
  • -nm -- "no music", schaltet nur die Musik ab, die anderen Sound-Effekte bleiben
  • -nfx -- die Musik läuft weiter, die anderen Klänge sind aus
  • -sl -- "slow machine": Wenn der Computer nicht schnell genug ist und das Spiel ruckelt, können Sie hier die Animation eine Stufe runterschalten
  • -vs -- "very slow", schaltet die Animation eine weitere Stufe herunter (für sehr langsame Computer)
  • -so -- startet direkt ein Spiel im Single-Player-Modus
  • -di -- startet Frozen-Bubble direkt für zwei Spieler
  • -l[nummer] -- startet direkt in Level mit der Nummer [nummer]
  • -cb -- "colour blind", die farbigen Bubbles sind zusätzlich mit Mustern zur besseren Unterscheidung gefüllt

Allein gegen den Frost

Um allein zu spielen, gehen Sie im Menü auf Start 1P Game und drücken die Leertaste. Unten im Bild finden Sie die Kanone, die der Pinguin für Sie abfeuert. Dabei sehen Sie nicht nur die aktuelle Farbe, sondern auch, welche Seifenblase als nächstes kommt. Mit den rechten und linken Pfeiltasten bringen Sie die Kanone in Position, und mit der Pfeiltaste nach oben schießen Sie die Kugel ab. Mindestens drei Blasen gleicher Farbe fallen nach unten. Dabei haben Sie nur begrenzte Zeit zur Verfügung bis der Pinguin sich beschwert: "Hurry!" -- und dann feuert er selbst, egal ob die Position günstig ist oder nicht.

Manchmal empfiehlt es sich, über die Seitenwände zu schießen -- wie beim Billard. Durch den richtigen Winkel treffen Sie so eventuell Blasen, die sich hinter anderen Farben verstecken und nicht direkt erreichbar sind. Die Decke sinkt dabei immer tiefer, und die Wege zu den Kugeln werden kürzer -- und schwieriger. Sinken die noch hängenden Kugeln unter die untere Linie an der Kanone, ist das Spiel vorbei -- der Pinguin weint herzzerreißend, und Sie erhalten eine zweite Chance, den kleinen Helfer glücklich zu machen.

Da Sie sehen können, welche Blase als nächstes geladen ist, können Sie manchmal zu einem Trick greifen, wenn keine passenden Blasen erscheinen: Ordnen Sie zwei gleiche Farben nebeneinander an und schießen Sie die nicht passenden Kugeln nacheinander nach oben, so dass diese nur Kontakt zu der Zweierkette haben. Lassen Sie genug Platz für die dritte Kugel, die alles abräumen kann. Lädt die Kanone endlich diese Farbe, schießen Sie sie an den richtigen Platz -- dann fällt die ganze anhängende Kette mit herunter (Abbildung 2).

Abb. 2: Mit einer Seifenblase zum Ziel.

Wer eine Spielpause einlegen möchte, drückt die [Pause]-Taste, um den Pinguin schnarchen zu hören. Ein Spiel und das Programm selbst lassen sich jederzeit mit [Esc] beenden. Haben Sie einen Highscore erzielt, geben Sie Ihren Namen ein, um sich in der Bestenliste zu verewigen.

Gegeneinander

Wenn Sie den Zwei-Spieler-Modus gewählt haben, werden Sie zunächst gefragt, ob Sie die Kettenreaktion einschalten wollen ("enable chain-reactions?"). Dieses Feature bietet Frozen Bubble seit Version 1.0. Fallen nach einem Schuss mehrere Kugeln herunter, die an einer Kette hängen, lädt die Kanone diese eventuell selbst nach. Das hängt davon ab, ob die Farbe eine weitere Kette abräumen könnte. Das Schießen übernimmt in dem Fall der Pinguin -- so räumen Sie durch einen geschickten Zug per Kettenreaktion jede Menge Seifenblasen aus dem Weg.

Die Taktik, möglichst viele Blasen in einer Kette herunterzuholen, kann im Zwei-Spieler-Modus den Gegner wirklich zur Verzweiflung treiben. Alle angehängten Blasen, die herunterfallen, erscheinen im gegnerischen Spielfeld -- zufällig angeordnet. Wenn Sie den Mitspieler also schnell ausschalten wollen, bilden Sie eine lange Reihe, räumen sie ab und freuen sich an den Bemerkungen oder Ausrufen des Mitspielers.

Abb. 3: The Winner takes it all -- Zwei-Spieler-Modus.

Neue Level, neue Welten...

Die 100 Level im Ein-Spieler-Modus werden zwar nicht so schnell langweilig, dennoch gibt es einen Level-Editor, in dem Sie Ihre eigenen Szenarien bauen können. Nach dem Start präsentiert der Editor standardmäßig das Default-Level-Set zum Bearbeiten. Wenn Sie dieses nicht überschreiben möchten, klicken Sie mit der Maus im rechten oberen Feld zunächst auf New. Geben Sie einen Namen ein und klicken Sie auf OK.

Mit der Maus wählen Sie links oben (Choose Bubble) die Farbe aus. Jetzt können Sie so viele Kugeln, wie Sie wollen, im Spielfeld platzieren. Halten Sie die linke Maustaste gedrückt und ziehen Sie über das Feld, um mehrere Blasen zu positionieren.

Abb. 4: Seien Sie kreativ -- mit dem Level-Editor.

Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, klicken Sie im rechten Feld auf Append, um einen weiteren Level zu bauen. Links befindet sich ein Navigationsfeld, in dem Sie sich per Klick auf Prev ("previous", voriger), Next (nächster), first (erster) und last (letzter) in den schon erstellten Levels hin und her bewegen. Wollen Sie im Level-Set eine Stufe einfügen, baut ein Klick auf insert im rechten Feld an der aktuellen Stelle einen Level ein.

Zum Schluss sollten Sie noch speichern (save) und den Editor mit [Esc] verlassen. Wenn Sie jetzt ein neues Einzelspiel starten, wählen Sie aus der Liste entweder das Default-Level-Set oder ein selbst erstelltes Szenario aus. (hge)

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2012 Linux New Media AG | Last modified: 2007-01-25 17:00

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Smart Developer] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Smart Developer] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]