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Erschienen in EasyLinux 03/2004   »   Ausgabe bestellen

Tipps & Tricks zu KDE

Besser arbeiten mit KDE

von Thomas Hümmler


Ist KDE noch ungewohnt für Sie? Haben Sie Probleme mit der Bedienung? Dann helfen Ihnen die Tipps und Tricks der folgenden Seiten zu KMail, dem E-Mail-Programm von KDE.

Rechtschreibung in Nachrichten überprüfen

Für die Rechtschreibprüfung nutzt KMail eines der Programme aspell und ispell. Die grafische Oberfläche unter KDE, die auf beide aufsetzt, heißt KSpell. Sie starten die Rechtschreibprüfung mit Bearbeiten / Rechtschreibung im Nachrichten erstellen-Fenster (bzw. mit Extras / Rechtschreibung in KDE 3.1).

Neue deutsche Rechtschreibung in KMail einstellen

KMail prüft zunächst nach den alten Rechtschreibregeln. Das ändern Sie in einem Nachrichten erstellen-Fenster. Wählen Sie dort den Befehl Einstellungen / Rechtschreibprüfung. Im folgenden Dialog wählen Sie aus der Liste neben Wörterbuch aus, welche Regeln Sie verwenden wollen -- hier Deutsch (neue Rechtschreibung) [german] (Abbildung 1). Bestätigen Sie mit OK.

Abb. 1: Bevor Sie die Rechtschreibung prüfen, sollten Sie zunächst in diesem Dialog die richtige auswählen.

Dateien an eine E-Mail anhängen

Soll eine Datei als Attachment angehängt werden, darf man nicht Nachricht / Datei einfügen wählen: Dieser Befehl fügt den Inhalt einer Datei an der Markierung im Nachrichtentext ein. Für einen echten Mail-Anhang wählen Sie den Befehl Anhängen / Datei anhängen.

Nachrichten filtern in KMail

Egal, wie viele Mailordner Sie einrichten, neue Nachrichten landen zunächst immer im Posteingang. Von dort lassen sie sich in die entsprechenden Ordner verschieben, das geht auch automatisch: Über Einstellungen / Filter einrichten definieren Sie, wie ankommende Nachrichten behandelt werden.

Filter sind Suchmuster, die festlegen, was mit einer Mail geschieht, die dem Muster entspricht. Sie werden in der Reihenfolge der Liste Vorhandene Filter im Dialogfenster Filterregeln abgearbeitet. Nur der erste Filter, dessen Muster passt, wird ausgeführt. Sollen weitere Filter angewendet werden, schalten Sie beim Definieren der Filterregel die Option Bearbeitung hier abbrechen, falls Filterbedingung zutrifft aus.

Abb. 2: Die vorhandenen Filter werden der Reihe nach abgearbeitet.

Filter manuell anwenden

Normalerweise sind in den Filterregeln die Optionen Eingehende Nachrichten und zur manuellen Filterung eingeschaltet. Die zweite Option ist dafür vorgesehen, dass KMail neue Filter auch auf bereits vorhandene Nachrichten anwendet.

Sie können so auch Filter für die ausschließlich manuelle Anwendung einrichten, etwa zum Sichern bestimmter Mails in einen Backup-Ordner. Dazu müssen Sie lediglich die Option für Eingehende Nachrichten ausschalten.

Nachrichten, die manuell gefiltert werden sollen, wählen Sie in der Nachrichtenliste aus. Drücken Sie dann [Strg-J] oder wählen Nachricht / Filter anwenden.

Standardfilter schnell erzeugen

Es ist nicht nötig, jedesmal den Filterregeln-Dialog zu öffnen. Alternativ markieren Sie eine zu filternde Nachricht, wählen Nachricht / Filter anlegen (bzw. Extras / Filter anlegen in KDE 3.1) und aus dem folgenden Untermenü einen der Einträge:

Unabhängig von Ihrer Auswahl wird anschließend der Filterregel-Dialog mit einer neuen Filterbedingung geöffnet. Als Aktion ist bereits verschieben in Ordner gesetzt, so brauchen Sie meist nur noch einen Ordner auszuwählen, in den die Nachricht verschoben werden soll.

Filter erzeugen und verwalten

Öffnen Sie den Filterregel-Dialog über Nachricht / Filter anlegen (bzw. Extras / Filter anlegen in KDE 3.1) oder Einstellungen / Filter einrichten. Im Bereich Vorhandene Filter finden Sie die vollständige Liste. Einige Schaltflächen darunter fügen Sie Filter hinzu bzw. verschieben sie in der Liste, benennen sie um oder löschen sie. Markieren Sie einen Filter, werden rechts die Kriterien und Aktionen für diesen Filter angezeigt.

Bis zu acht Bedingungen (siehe Kasten "Filterkriterien in KMail") legen Sie über die Schaltflächen Mehr und Weniger fest, die dann für jede Nachricht untersucht werden. Trifft auf alle Folgenden zu legt fest, dass eine Nachricht alle aufgeführten Kriterien erfüllen muss, damit die Filteraktionen durchgeführt werden. Bei Trifft auf eines der Folgenden zu muss nur eine Bedingung erfüllt werden (Abbildung 3). Wählen Sie ein Kriterium, anschließend den Vergleichsoperator (enthält, enthält nicht, ...) und danach den Vergleichswert.

Legen Sie in bis zu acht Filteraktionen fest (siehe Kasten "Filteraktionen in KMail"), was mit der Mail passieren soll. Im Bereich Weitere Einstellungen bestimmen Sie, für welche Nachrichten die Filterregel gelten soll: Eingehende Nachrichten wendet den Filter auf gerade ankommende Nachrichten an, etwa nach dem Befehl Datei / Nach E-Mail sehen. Versendete Nachrichten, wendet den Filter auf Mails nach dem Versenden an. Eine Markierung bei zur manuellen Filterung wird nicht automatisch benutzt.

Abb. 3: Bis zu acht Filterkriterien können Sie definieren. Mit der Option "Trifft auf eines der Folgenden zu" reicht eine erfüllte Bedingung, damit die Regel angewendet wird.

Kasten 1: Filterkriterien in KMail
KMail kann verschiedene Bedingungen für Filter setzen. Ein Filter kann nach folgenden Einträgen innerhalb einer Nachricht suchen:
<Nachricht>durchsucht die gesamte Nachricht samt Anhängen (falls vorhanden)
<Nachrichtentext>durchsucht den Nachrichtentext
<Feld im Vorspann>sucht im Vorspann der Nachricht
<Empfänger>sucht in den Vorspannfeldern An und Kopie
<Größe>setzt die minimale oder maximale Größe für eine Nachricht fest
<Alter in Tagen>setzt die obere und untere Grenze für das Alter einer Nachricht
Subjectdurchsucht die Betreffzeile
Fromdurchsucht die Absenderzeile
Todurchsucht die Empfängerzeile
Ccdurchsucht die Kopie-Zeile
Reply-Tosucht in der Zeile, die die Antwortadresse festlegt
List-Idsucht in dem Feld, das eine Listenkennung enthält. List-Id ist kein Standard-Header und muss in einer Nachricht nicht enthalten sein
Organizationsucht in dem Feld, das normalerweise den Namen oder die Homepage einer Firma, Behörde oder Universität enthält
Resent-Fromsucht in dem Feld, das den Namen (bzw. E-Mail-Adresse) der Person enthält, die die Nachricht weitergeleitet hat
X-Loopdurchsucht das Feld, das Informationen über Mail-Schleifen enthält (kein Standard-Header)
X-Mailing-Listdurchsucht das Feld, das manche Listen für ihre Kennung hernehmen (kein Standard-Header)

Man kann dem Programm Nachrichtenteile per Parameter übergeben: So steht %0 für den Nachrichtentext, %1 für den ersten Anhang, etc.

Kasten 2: Filteraktionen in KMail
Filter werden am häufigsten dazu genutzt, Nachrichten in bestimmte Ordner zu verschieben. Daher steht diese Option auch ganz oben in der Liste der Filteraktionen unter Einstellungen / Filter einrichten. Doch es gibt noch eine ganze Reihe weiterer Aktionen:
verschieben in Ordnerverschiebt Nachrichten in einen anderen Ordner
Identität setzen auflegt Ihre Identität für die Antwort auf die gefilterte Nachricht fest
markieren alskennzeichnet eine Nachricht als gelesen, wichtig, weitergeleitet, beantwortet usw.
Versandart setzen auflegt die Versandart (z. B. SMTP) für die Antwort auf diese Nachricht fest
Antwortadresse setzen aufändert das Feld Antwortadresse (Reply-To) dieser Nachricht
weiterleiten anleitet eine Nachricht an einen anderen Empfänger weiter (Forward)
umleiten nachleitet eine Nachricht an einen anderen Empfänger weiter (Bounce)
zurückschickensendet die Nachricht als unzustellbar an den Absender zurück. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Absenderadresse korrekt ist. Für Spam-Mails gilt das meist nicht
Zustellung bestätigenschickt eine Nachricht zum Absender zurück, dass die Mail angekommen ist
Befehl ausführenStartet ein Programm, ändert jedoch nicht die Nachricht. Der komplette Programmpfad muss angegeben werden. KMail wird blockiert, bis das Programm beendet ist
durch Programm leitenschickt die Nachricht durch ein Programm. Gibt das Programm etwas aus, wird die Nachricht durch die Ausgabe ersetzt. Gibt das Programm nichts aus, bleibt die Nachricht unverändert. Der vollständige Programmpfad muss angegeben werden
Vorspann entfernenentfernt die Vorspannfelder mit dem angegebenen Namen aus der Nachricht. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn man unerwünschte Antwortadressen entfernen will
Vorspann hinzufügenfügt ein Vorspannfeld hinzu, falls noch keines mit diesem Namen existiert. Anderenfalls überschreibt es den Inhalt. Bei mehreren Vorspannfeldern mit gleichem Namen (z. B. "Received") wird ein zufällig ausgewähltes überschrieben; die übrigen bleiben unverändert
Vorspann neu schreibenLiest ein vorhandenes Vorspannfeld, ändert den Inhalt und schreibt diesen geänderten Inhalt zurück. Der Suchtext ist immer ein regulärer Ausdruck; Groß- und Kleinschreibung werden unterschieden. Die Sonderzeichen \n, $n und ${nn} im Ersetzungstext (wobei n für eine ein- oder zweistellige positive Zahl oder 0 steht) verweisen zurück auf Teiltexte aus dem Suchtext, die in Anführungszeichen stehen

Filter werden nicht akzeptiert

Wenn KMail Filter nicht akzeptiert, ist meist der eingegebene Filter ungültig, beispielsweise wenn die Filterbedingungen nur leere Regeln enthalten oder keine Filteraktionen definiert sind. Diese Filterregeln werden, wenn Sie auf OK klicken, vor dem Speichern genauso entfernt wie leere Regeln und Aktionen aus den entsprechenden Listen. Eine Filterregel muss mindestens eine Bedingung und eine Aktion enthalten.

Filterregel für eine Mailing-Liste aufstellen

Der Befehl Nachricht / Filter anlegen / Nach Mailing-Liste filtern (bzw. Extras / Filter anlegen / Nach Mailing-Liste filtern in KDE 3.1) stellt Filterbedingungen für Mailing-Listen auf. Wenn das KMail-Kommando die Liste identifizieren kann, erzeugt es einen Filter mit der Bedingung X-Mailing-List gleich "Adresse der Mailing-Liste". Dann können Sie in den Filteraktionen den gewünschten Zielordner auswählen und mit OK den Filter speichern.

Klappt das nicht automatisch, müssen Sie die Filterregel manuell definieren. Dazu werden zunächst alle Mails einer Liste eindeutig identifiziert; oft über das Vorspannfeld X-Mailing-List, manchmal auch über die Felder To oder Cc. Hier hilft ein Blick in die Kopfdateien ("Header") der E-Mail über Nachricht / Nachrichtencode ansehen (bzw. Ansicht / Nachrichtencode ansehen in KDE 3.1).

Anschließend bringt Sie Einstellungen / Filter einrichten in den Filterregel-Dialog. Klicken Sie auf die Schaltfläche Neu im Bereich Vorhandene Filter, um einen leeren Filter zu erzeugen, in der Liste als <unbenannt>. Im Bereich Filterbedingungen wählen Sie X-Mailing-List (oder was Sie als eindeutiges Kennzeichen identifiziert haben) aus der ersten Auswahlliste und enthält aus der zweiten. In das Textfeld rechts tragen Sie zum Beispiel suse-linux@suse.com für die deutschsprachige SuSE-Liste ein (Abbildung 4).

Wechseln Sie in den Bereich Filteraktionen und wählen als Aktion verschieben in Ordner. Daraufhin erscheint rechts eine weitere Auswahlliste mit den vorhandenen Ordnern. Wählen Sie den, in den ankommende Nachrichten verschoben werden sollen. Mit OK wird der Filter gespeichert.

Abb. 4: Hier wird geprüft, ob das in Mailing-Listen übliche Vorspannfeld "X-Mailing-List" die E-Mail-Adresse der deutschsprachigen SuSE-Linux-Liste enthält.

Reihenfolge der Filter sinnvoll ändern

Haben Sie Mailing-Listen abonniert, bekommen Sie viel Post. Die entsprechenden Filterregeln sollten deshalb nicht zuletzt, sondern möglichst am Anfang der Liste stehen; dann geht das Einsortieren der Nachrichten schneller: KMail prüft die Regeln für jede einzelne Mail von oben nach unten, bis eine zutrifft.

Filterkriterien für Nachrichten erweitern

Manchmal bekommen Sie vom gleichen Absender sowohl berufliche als auch private Mails. Sind die privaten z. B. durch das Wort Privat in der Betreffzeile gekennzeichnet, können Sie diese in einem gesonderten Ordner speichern. Sie brauchen zwei Regeln, um die Mails zu unterscheiden und entsprechend zu behandeln.

Eine erste Filterregel verschiebt die beruflichen Mails in einen eigenen Ordner. Wählen Sie Einstellungen / Filter einrichten und erzeugen mit Neu im Bereich Vorhandene Filter einen leeren Filter . Im Bereich Filterbedingungen wählen Sie From aus der ersten Auswahlliste und übernehmen enthält in der zweiten. In das rechte Textfeld tragen Sie nur noch die E-Mail-Adresse des Absenders ein.

Wechseln Sie in den Bereich Filteraktionen und wählen als Aktion verschieben in Ordner. Daraufhin erscheint rechts eine weitere Auswahlliste mit den vorhandenen Ordnern. Wählen Sie den, in den die beruflichen Mails gehören.

Erzeugen Sie eine zweite Filterregel, die das Stichwort Privat in der Betreffzeile berücksichtigt. Im Bereich Filterbedingungen wählen Sie wie zuvor From aus der ersten Auswahlliste und enthält in der zweiten Liste. In das rechte Textfeld tragen Sie abermals die E-Mail-Adresse des Absenders ein. Dann wechseln Sie eine Zeile tiefer zur zweiten Bedingung. Wählen Sie links Subject und schreiben rechts in das Textfeld Privat. Achten Sie darauf, dass die Option Trifft auf alle Folgenden zu eingeschaltet ist.

Im Bereich Filteraktionen klicken Sie auf verschieben in Ordner und wählen den für private Mails aus.

Mit den Pfeiltasten-Schaltflächen müssen Sie die Regeln nur noch in die richtige Reihenfolge bringen. Hier muss die Regel mit den zwei Bedingungen weiter oben stehen (Abbildung 5), sonst landen auch die privaten Mails im beruflichen Ordner. Mit OK werden die Filter gespeichert.

Abb. 5: Wenn diese Regel mit den zwei Bedingungen nicht vor der anderen steht, werden auch private E-Mails in den beruflichen Ordner verschoben.

Absender über Empfang einer Mail benachrichtigen

Manche Absender wüssten gerne, ob ihre Mail auch wirklich angekommen ist. In Outlook Express können Sie das als Standard-Funktion einschalten. Allerdings bestätigt das auch Spam-Versendern, dass Ihre E-Mail-Adresse existiert.

In KMail können Sie diese Option zwar ebenfalls global aktivieren, alternativ aber auch einzelne Empfangsbestätigungen verschicken. Wählen Sie dazu in den Filterbedingungen den Absender (From) aus und geben die E-Mail-Adresse rechts in das Textfeld ein. Als Filteraktion wählen Sie Zustellung bestätigen (Abbildung 6). Damit erhält der Absender eine Nachricht, dass die Mail angekommen ist.

Abb. 6: Die Filteraktion "Zustellung bestätigen" sorgt dafür, dass der Absender eine Empfangsbestätigung erhält.

POP-Filter zum Herunterladen von Nachrichten einrichten

POP3-Filterregeln werden vor den anderen Regeln für ankommende Nachrichten ausgeführt, denn Sie werden direkt auf dem Mail-Server des E-Mail-Anbieters angewandt. Allerdings funktionieren diese Regeln nur bei einem POP3-Postfach, wie es die gängigen Mail-Provider wie T-Online oder GMX bieten.

POP3-Regeln bieten fast dieselben Bedingungen wie normale Filterregeln. Das Dialogfenster POP3-Filterregeln listet links die vorhandenen Filter auf. Mit einem Klick auf Neu fügen Sie einen Filter hinzu. Dann können Sie rechts die Bedingungen definieren, nahezu identisch mit denen der anderen Filterregeln. Sie können zwischen drei Aktionen wählen:

Damit die Filter greifen, müssen Sie einstellen, dass die Nachrichten auf dem Mail-Server gefiltert werden. Wie das geht, zeigt der folgende Tipp "POP3-Filter funktionieren nicht".

Abb. 7: Zumindest einige Spam-Nachrichten löscht diese POP3-Regel bereits auf dem Mail-Server.

POP3-Filter funktionieren nicht

Wenn Sie Nachrichten erhalten, die eigentlich einer POP3-Regel entsprechend schon auf dem Mail-Server gelöscht werden sollten, ist vermutlich das POP3-Filtern nicht aktiviert.

Den Einrichtungsdialog des POP-Kontos erreichen Sie über Einstellungen / KMail einrichten / Netzwerk und die Registerkarte Empfang. Klicken Sie auf Bearbeiten, um den Postfach ändern-Dialog zu öffnen. Schalten Sie auf der Registerkarte Allgemein die Option Nachrichten auf dem Server filtern ein (Abbildung 8). Danach können Sie die Größe der zu filternden Nachrichten festlegen. Die Vorgabe beträgt 50000 Byte. (In KDE 3.1 sind diese beiden Optionen zusammengefasst zu Nachrichten filtern, falls sie die angegebene Größe überschreiten.) Nachrichten, die größer sind, werden mit den POP3-Filterregeln gefiltert. Trifft keine der Regeln auf eine größere Nachricht zu, fragt ein Dialog nach dem weiteren Vorgehen.

Achtung: Zwar können Sie durch geschickte Filterregeln alle größeren Nachrichten automatisch herunterladen, löschen oder auf dem Server belassen. Beim Löschen sollten Sie allerdings die Regeln besonders pingelig prüfen. Denn was auf dem Mail-Server gelöscht wurde, bekommen Sie nicht wieder.

Abb. 8: Nachdem Sie "Nachrichten auf dem Server filtern" eingeschaltet haben, greifen auch die POP3-Filter.

Bestätigungsdialog für vorgehaltene Nachrichten einschalten

In den POP3-Filterregeln im Bereich Globale Einstellungen lassen Sie sich Für das 'spätere Herunterladen' markierte Nachrichten im Bestätigungsdialog immer anzeigen (Abbildung 9). Das sollte dann geschehen, wenn Nachrichten auf dem Mail-Server per Filter für das spätere Herunterladen markiert wurden, aber anschließend lange Zeit keine zu große Nachricht mehr empfangen wird.

Ohne diese Option erscheint der Bestätigungsdialog nicht, und es gibt keine Möglichkeit, die Aktion für diese Nachrichten jemals zu ändern.

Abb. 9: Wenn Sie die Option "Für das 'spätere Herunterladen' markierte Nachrichten im Bestätigungsdialog immer anzeigen" einschalten, können Sie später immer noch entscheiden, was mit den zurückgehaltenen Nachrichten geschehen soll.

Nachrichten mit Hilfe des Bestätigungsdialogs herunterladen

Der Bestätigungsdialog erscheint immer dann, wenn die POP3-Filter aktiviert und wenn Nachrichten auf dem Mail-Server vorhanden sind, die die eingestellte Nachrichtengröße überschreiten. Dann haben Sie drei Möglichkeiten: die Nachrichten herunterladen (grün), später herunterladen (gelb mit Eieruhr) oder vom Server entfernen (rotes X).

Gibt es Nachrichten, die per Filterregel für eine bestimmte Aktion markiert wurden, können Sie außerdem die Option Zeige Nachrichten, die von einer Filterregel betroffen sind einschalten. Im folgenden Dialog ändern Sie die Aktion für diese Nachrichten.

Dieser Dialog erscheint allerdings nur in zwei Fällen: wenn eine zu große Nachricht nicht von einer Filterregel verarbeitet wurde oder wenn die Option Für das 'spätere Herunterladen' markierte Nachrichten im Bestätigungsdialog immer anzeigen nicht markiert ist.

Beim Programmstart automatisch neue Mails abrufen

Soll KMail beim Programmstart sofort nach neuen Mails suchen? Dann starten Sie KMail aus einem Schnellstartfenster ([Alt-F2]) mit dem Befehl kmail --check.

Abb. 10: Starten Sie KMail mit der Option "--check", wird gleich beim Programmstart auf neue Nachrichten geprüft.

Zitieren mit der Maus

Ein praktische Funktion bietet KMail beim Antworten auf eine Nachricht. Um nur auf einen Teil der Mail zu antworten, markieren Sie diesen mit der Maus und klicken dann auf Antworten: Nur der markierte Text wird zitiert (Abbildung 11).

Abb. 11: Markieren Sie einfach den Text, auf den Sie erwidern wollen, mit der Maus und klicken danach auf "Antworten".

Ordnergröße wächst, obwohl man Nachrichten löscht

Wächst der KMail-Ordner stetig, obwohl Sie fleißig Nachrichten löschen, ist möglicherweise die Komprimier-Option abgeschaltet: Die sorgt dafür, dass beim Beenden von KMail über Datei / Beenden die Ordner komprimiert werden und der bislang belegte Platz freigegeben wird.

Die Komprimier-Option schalten Sie über Einstellungen / KMail einrichten / Verschiedenes (bzw. Einstellungen / KMail einrichten / Ordner in KDE 3.1) im Bereich Die folgenden Aufgaben sollen beim Programmende durchgeführt werden ein. Hier können Sie auch festlegen, dass der Mülleimer geleert wird -- das spart zusätzlich Platz.

Mail-Ordner aus Outlook Express oder Pegasus Mail importieren

Mit Datei / Importieren (bzw. Extras / Importieren in KDE 3.1) können Sie Mail-Ordner aus Outlook Express 4 und 5 sowie aus Pegasus Mail übernehmen. Wählen Sie im folgenden Dialog (Abbildung 12) aus der Aufklappliste das Mail-Programm, aus dem die Ordner importiert werden sollen. Im nächsten Dialog wählen Sie das Verzeichnis mit den Daten aus Outlook Express beziehungsweise Pegasus Mail.

Eine verzweigte Ordnerstruktur wird nicht beibehalten, es werden lediglich die einzelnen Ordner importiert. Sie erhalten -- je nach Mail-Programm -- ein OE-4, OE-5 oder pmail- vorangestellt.

Hinweis: Sie sollten vor dem Import der Ordner diese bereits unter Outlook Express oder Pegasus Mail komprimieren, um Datenverlusten vorzubeugen. (fan/hge)

Abb. 12: Mit Hilfe des Importprogramms vom KMail können Sie Ordner von Outlook Express und Pegasus Mail übernehmen.
Kasten 3: Tastenkombinationen in KMail
Die folgenden Tastenkürzel können Sie im KMail-Hauptfenster benutzen:
TastenkombinationAktion
[Leertaste]Scrollt in der aktuellen Nachricht nach unten; falls Sie den unteren Rand erreicht haben, wird die nächste ungelesene Nachricht geöffnet.
[Pfeil nach rechts]Zur nächsten Nachricht im aktuellen Ordner wechseln.
[Pfeil nach links]Zur vorhergehenden Nachricht im aktuellen Ordner wechseln.
[+]Zur nächsten ungelesenen Nachricht in diesem Ordner wechseln.
[-]Zur vorhergehenden ungelesenen Nachricht in diesem Ordner wechseln.
[Strg-+]Zum nächsten Ordner mit ungelesenen Nachrichten wechseln.
[Strg--]Zum vorigen Ordner mit ungelesenen Nachrichten wechseln.
[Strg-Pfeil nach links]Geht aufwärts in der Ordnerliste. Um in einen Ordner zu wechseln, drücken Sie [Strg-Leertaste].
[Strg-Pfeil nach rechts]Geht abwärts in der Ordnerliste. Um in einen Ordner zu wechseln, drücken Sie [Strg-Leertaste].
[Strg-Leertaste]Wechselt in den aktuellen Ordner, der mit Hilfe der Tastenkombinationen [Strg-Pfeil nach links] bzw. [Strg-Pfeil nach rechts] ausgewählt wurde.
[Umschalt-Pfeil nach links] und [Umschalt-Pfeil nach rechts]Wählt ab der aktuellen Nachricht Nachrichten in der Nachrichtenliste aus.

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