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Erschienen in EasyLinux 04/2004   »   Ausgabe bestellen

Kurz notiert
  • Der freie Mail-Client ist ein Ableger aus dem Mozilla-Projekt. Die neue Version bringt dem Anwender größere Flexibilität bei der Anpassung der Oberfläche und einen verbesserten Hot-Sync-Support mit einem Palm-Handheld.

  • Einfaches Skript, das einen Index von lokal gespiegelten Web-Seiten erstellt. So lassen sich die Ausgangsdaten für mehrere Domains auf einen Schlag in einer Übersicht darstellen.

  • Ein Instant-Messaging-Client für den KDE-Desktop, der mit allen gängigen Protokollen zusammenarbeitet. In einer Baumansicht lassen sich die verschiedenen User in Gruppen zusammenfassen. Über kleine Icons kann der Anwender die Art der Kommunikation mit dem jeweiligen Partner identifizieren.

  • Mit dem Frontend K3b lassen sich auf einfache Weise CDs mastern und brennen. In der aktuellen Version sind diverse Probleme behoben, darunter Schwierigkeiten in Zusammenhang mit Plextor-Brennern, Kompatibilitätsprobleme mit KDE 3.2 sowie Probleme, die beim On-the-fly-Kopieren von CDs auftraten.

KDE 3.2 startet schneller

Die Release einerKDE-Version ist in der Open-Source-Welt ein vielbeachtetes Ereignis: Ist es doch der Desktop, der noch vor GNOME am häufigsten eingesetzt wird. Daher schauten Entwickler und Anwender mit Spannung auf die neuen Version 3.2, die Ende Januar freigegeben wurde.

Obwohl die KDE-Entwickler mit dieser Release eigentlich mehr Fehler beheben und nur kleinere Änderungen durchführen, hat sich aus Sicht des Anwenders doch einiges getan: Zum Beispiel startet das Programm schneller, und die einzelnen Teilanwendungen laufen stabiler als in der Vorversion.

Die Rendering-Engine des Konqueror ist durch die Zusammenarbeit mit dem Entwicklerteam des BrowsersSafari schneller und besser geworden. Safari ist der Browser, den Apple für das Betriebssystem MacOS X entwickelt.

Rund 10000 Fehler wurden seit der ersten KDE-3-Version behoben. Mit KSVG gibt es nun einen Bildbetrachter, der mit XML-basierten Scalable Vector Graphics (SVG) klarkommt. Darüber hinaus erhält der Anwender mit Kontact eine einheitliche Oberfläche für Kalendereinträge, Kontaktdaten und E-Mail-Verkehr.

Nahezu alle Distributoren werden diese Version der Desktop-Umgebung in die kommenden Neuauflagen der eigenen Produkte einbinden. Da die manuelle Installation für den Ungeübten schwierig ist und das System mitunter unbenutzbar macht, empfiehlt es sich hier, auf fertig gepackte Archive vom Distributor zu warten.

Longplayer für musikalische Nachmittage

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Abb. 1: Mit Longplayer lassen sich lange Nachmittage musikalisch untermalen.

Andrew Wils hat ein Programm geschrieben, mit dem der Anwender aus großen MP3- oder Ogg-Sammlungen Play-Listen erstellen kann. Die Software bietet über einen Dialog die Möglichkeit, mehrere Verzeichnisse als Datenquellen aufzunehmen. Die Songs spielt es anschließend in zufälliger Reihenfolge im voreingestellten Player ab.

Ein witziges Feature ist die Genre-Zuordnung, die eigentlich eine assoziative Kategorisierung der einzelnen Songs ist. Jedem Lied kann über eine zweidimensionale Auswahl-Matrix eine Farbe zugeordnet werden. In einer zweiten Matrix lässt sich dann eine Playlist nach Farbwerten zusammenstellen.

Der Programmautor stellt auf seinerWeb-Seite leider nur Debian-Pakete und den Sourcecode für Linux-Anwender zur Verfügung. Er verweist allerdings auf eine andere Web-Seite, auf der es Pakete für Red Hat Linux gibt.

Feuervogel in Feuerfuchs umbenannt

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Abb. 2: Mit Firefox bekommt der freie Browser nun schon den dritten Namen verpasst.

Das Team des Standalone-BrowsersFirebird kämpfte seit dem ersten Tag mit der Schwierigkeit der Namensgleichheit zu anderen Programmen oder Produkten. So erwies sich schon der ersten Name "Phönix" als Debakel, denn kurz darauf drohte ein Markenrechtsstreit.

Also versenkten die Entwickler den Namen wieder, und aus der Asche stieg der Firebird (deutsch: Feuervogel) auf. Da es aber bereits eine gleichnamige, freie Datenbank gibt, war die Community mit dieser Entscheidung ebenfalls nicht sehr glücklich. Verwechslungsgefahr lag in der Luft.

Mit Firefox (deutsch: Feuerfuchs) nehmen die Developer nun einen dritten Anlauf, um dem Projekt, das sich aus demMozilla-Projekt abgespalten hat, endlich zu einem angemessenen Namen zu verhelfen.

Mozilla ist eine integrierte Software, die Mail-Client, Browser und weitere Internet-Software unter einem Dach vereint. Mit Firefox bekommt der Anwender nur den Browser, der im Umfang schlanker, aber dafür auch Ressourcen-schonender ist.

Die aktuelle Version 0.8 ist schon recht recht ausgereift und baut die Web-Seiten sehr schnell auf. Ein Vorteil von Firefox ist: Es gibt ihn nicht nur für alle wichtigen Linux-Versionen als leicht installierbare Pakete, sondern auch für Windows und MacOS X.

Knoppix mit Kernel 2.6

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Abb. 3: Knoppix bietet jedem Anwender die einfache Möglichkeit, Linux einmal auszuprobieren.

Technische Neuerungen wie der aktuelle Kernel 2.6 gehören zu den Dingen, von denen ein Linux-Neuling tunlichst die Finger lässt. MitKnoppix tut sich aber eine Möglichkeit auf, mit der unerfahrene Anwender einen Eindruck von den Fähigkeiten der neuesten Linux-Generation bekommen können. Zudem eignet sich die CD, die ein Live-System bootet, zum Testen neuer Hardware vor dem Kauf.

Die aktuelle CD aus der 3.3-Reihe, die im Februar entstanden ist, bootet in erster Linie zwar einen Kernel 2.4, es gibt aber Boot-Optionen, mit denen der Benutzer Kernel 2.6 starten kann. Damit lässt sich unter anderem Hardware auf Kompatibilität mit dem neuen Linux-Kernel testen.

Wer sich dazu entschließt, Knoppix auszuprobieren, der sollte sich in den einschlägigen User-Foren umhören, welche Erfahrungen andere Anwender mit der CD gemacht haben. Es treten mitunter Probleme auf, die sich aber mit kleinen Handgriffen einfach lösen lassen.

Mandrake 10 in den Startlöchern

Eine der wichtigsten Neuerungen im kommendenMandrake Linux 10: Die alten XFree86-3.3-Pakete fliegen ersatzlos raus. Damit stellt sich für alle Anwender, die eine Uralt-Grafikkarte betreiben, die Frage, ob sie Hardware oder Distribution wechseln.

Ansonsten weist die Beta 2, die Anfang Februar auf dem Server zum Testen freigegeben wurde, viele Neuerungen auf, die den aktuellen Entwicklungen in der Open-Source-Welt Rechnung tragen: KDE 3.2 und XFree86 4.4 sind integriert, und damit ist die Distribution wieder mal topaktuell.

Mittlerweile hat die Menüstruktur eine endgültige Form. Sie wurde komplett überarbeitet, wobei die Entwickler auf die Anregungen aus der Anwendergemeinde eingingen und auch Vorschläge aus dem Cooker-Team einflossen. Mandrake Cooker ist ein Programm, bei dem Freiwillige sehr frühe Entwicklungsversionen der Distribution testen und Feedback geben.

Mit dieser Release ändert der französische Distributor seinen Entwicklungszyklus: So kommt nach der Testphase Ende Februar oder Anfang März eine Community-Version heraus, und parallel wird ein neuer Zweig eröffnet, der in eine offizielle Version münden soll.

Alle Sicherheits-Updates werden aber weiterhin für beide Varianten verfügbar sein. Aus der stabilen Version entstehen in der Folge dann die Boxprodukte.

Virtueller Weinkeller

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Abb. 4: Mit Xcave herrscht Ordnung im Weinkeller.

Das ProgrammXcave kommt, wie könnte es anders sein, aus Frankreich. Die Software hilft beim Katalogisieren des heimischen Weinkellers und ermöglicht gleichzeitig noch eine genaue geografische Verortung der guten Tropfen im Regal, so dass auch bei vorgerückter Stunde der Griff zur richtigen Flasche nicht daneben geht.

Jean-Philippe Hergott programmierte den elektronischen Kellermeister mit der gleichen Liebe, mit der seine Landsleute für den Inhalt der Flaschen schwärmen. So können nicht nur Jahrgang, Herkunftsort und Rebsorte, sondern noch viele weitere Merkmale des edlen Traubensaftes eingegeben werden.

Nicht fehlen darf natürlich die Möglichkeit, den Wein nach persönlichen Kriterien zu benoten. Hier kann sich der kleine Sommelier dann so richtig austoben. A votre santé (Akzent nach rechts). (Andreas Grytz/uwo)

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