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Erschienen in EasyLinux 04/2004   »   Ausgabe bestellen

Googlebar für Mozilla

Suchbalken

von Elisabeth Bauer


Wer unter Windows die Google-Toolbar schätzt, muss auch unter Linux nicht auf gewohnten Suchkomfort verzichten -- die Mozilla-Googlebar macht's möglich.

Die Open-Source-Gemeinde musste die Sache schließlich selbst in die Hand nehmen: Da Google seine beliebte Suchleiste nur in einer Windows-Version für den Internet Explorer veröffentlicht, programmierten die Mozilla-Fans das Tool einfach nach. So erreichen Sie auch in Mozilla unter Linux alle Spezialsuchmöglichkeiten bequem über eine zusätzliche Werkzeugleiste.

Damit die Installation reibungslos funktioniert, empfiehlt sich für die Googlebar mindestens Mozilla 1.4. Deutsche Versionen des Browsers, die Sie einfach nur auspacken und starten müssen, bietet die Website http://mozilla.kairo.at an, SuSE-Nutzer finden auf http://ftp.suse.com/pub/project/mozilla passende RPM-Pakete.

Einspielen

Um die Googlebar zu installieren, rufen Sie in Mozilla die Adresse http://googlebarl10n.mozdev.org/installation.html auf und suchen die deutsche Version (German (de-AT)). Klicken Sie dort auf Install.

Abb. 1: Mozilla fragt nach, ob er die Googlebar installieren darf.

Die Nachfrage von Mozilla beantworten Sie mit einem Klick auf Installieren (Abbildung 1). Bestätigen Sie alle weiteren Dialogmeldungen mit OK und starten Sie anschließend Mozilla neu. Unter Ihrer persönlichen Toolbar präsentiert sich nun die Googlebar mit vielen bunten Icons (Abbildung 2).

Abb. 2: Die Googlebar integriert Spezialsuchen wie die Bildrecherche in den Browser -- ein Tux-Portrait ist so schnell gefunden.

Bevor Sie jetzt fröhlich losgooglen, bleibt jedoch noch eine Kleinigkeit zu erledigen: Öffnen Sie über das Icon ganz links das Google-Menü und wählen Sie dort Toolbar Options. In den Einstellungen gehen Sie auf Google Site options. Dort ist in der deutschen Version aufgrund eines Bug standardmäßig die nicaraguanische Suche eingestellt (Abbildung 3). Ändern Sie das auf Germany.

Abb. 3: Da haben die Programmierer geschlampt: Die deutsche Googlebar ist auf Nicaragua voreingestellt.

Obwohl wir die deutsche Fassung installiert hatten, präsentierte sich die Toolbar beim Test in der Redaktion zunächst auf Englisch. Stoßen Sie auf das gleiche Problem, lösen Sie es folgendermaßen: Öffnen Sie über Bearbeiten die Einstellungen und navigieren dort zur Karteikarte Erscheinungsbild / Sprachen / Inhalt. Stellen Sie im oberen Feld die Sprache auf English um, klicken Sie auf OK und starten Sie Mozilla neu. Mozilla spricht nun vorübergehend Englisch, aber das gewöhnen Sie ihm gleich wieder ab. Gehen Sie auf Edit / Preferences und schalten Sie unter Appearance / Languages and Content Packs im oberen Feld wieder zurück auf Deutsch. Nach einem weiteren Neustart erscheinen sowohl Browser als auch Googlebar auf Deutsch.

Clever suchen

Übers Eingabefeld der Toolbar starten Sie jetzt jederzeit eine Suche mit Google. Außer der normalen Suche hält die Toolbar eine ganze Latte an spezialisierten Recherche-Tools parat: Mit der Site-Suche (Seiten-Icon rechts neben dem Google-Logo) durchstöbern Sie jede beliebige Website, auf der Sie gerade surfen. Wer die genaue Adresse einer Website nicht kennt, aber sicher ist, dass sie als erster Treffer erscheint, freut sich über das Kleeblatt. Es entspricht dem "I'm feeling lucky"-Button auf der Google-Homepage und bringt Sie ohne Umweg über die Anzeige der Suchergebnisse sofort zum ersten Treffer. Mit dem Sprechblasen-Button durchsuchen Sie die Diskussionsforen des Usenet, eine Fundgrube speziell für Tipps zu Linux.

Hinter dem Buch-Icon versteckt sich die Suche im von zahllosen Freiwilligen gepflegten Web-Katalog des Open-Directory-Projekts. Die kleine Maus führt zur Computer-Suche -- mit Linux-Suche beschränkt sich Google auf Linux-relevante Seiten.

Die Liste der Universitäten ist nach der Installation noch leer. Über Aktualisiere Liste ziehen Sie die neuen Daten vom Google-Server. Geben Sie dann ein Stichwort ins Textfeld ein und wählen Sie aus dem Menü die gewünschte Universität, um auf deren Website etwas zu finden.

Der erste Eintrag im Info-Menü mit dem blauen Icon zeigt die von Google gespeicherte Kopie einer Seite an (Cache-Kopie dieser Seite). Mit dieser Funktion kommt man manchmal an Informationen, die der Betreiber einer Website schon längst wieder entfernt.

Mit den Pfeil-Buttons navigieren Sie direkt von einem Treffer zum nächsten -- so müssen Sie nicht ständig ein Fenster oder einen Reiter mit den Suchergebnissen geöffnet haben.

Praktisch sind auch die beiden Stiftsymbole ganz rechts in der Toolbar. Markieren Sie Text auf einer Web-Seite im Browser-Fenster und klicken auf den linken der beiden Buttons, den grünen Stift, übernimmt die Toolbar den ausgewählten Text ins Suchfeld. Der gelbe Stift färbt auf Klick alle Vorkommen des letzten Suchbegriffs leuchtend gelb.

Welche Elemente zu sehen sind, konfigurieren Sie über das Kontextmenü, das Sie mit einem Klick der rechten Maustaste auf die Leiste öffnen. Wählen Sie einen mit Häkchen versehenen Eintrag aus, um ihn zu entfernen. Nicht angehakte Menüeinträge fügen Sie durch Auswählen der Toolbar hinzu, beispielsweise über Google-Suche / Bilder-Suche die standardmäßig nicht angezeigte Bildrecherche. (eba)

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