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von Andrea Müller
Da wird einem das eigene System direkt unheimlich: Eigene Einträge mit dem Menü-Editor ignoriert das KDE-Startmenü einfach, oder sie tauchen erst nach Tagen oder Wochen plötzlich auf. Dieses rätselhafte Verhalten liegt am neuen Menüsystem von SuSE Linux 9.0.
Inzwischen bietet SuSE das fehlerbereinigte Paket kdelibs3 in der Rubrik KDE-Basisbibliotheken an. Ein Online-Update mit YaST [1] kuriert die Vergesslichkeit des Menü-Editors. Scheuen Sie das Download-Volumen, gibt es aber noch eine andere Lösung: Starten Sie nach Menüänderungen eine KDE-Konsole und geben Sie den Befehl kbuildsycoca --noincremental ein. Damit zwingen Sie KDE, die neuen Einträge ins Startmenü einzufügen (Abbildung 1).
Wer unter Mandrake Linux den GNOME-Desktop ausprobieren will, installiert ihn über die Software-Verwaltung bequem nach. Starten Sie rpmdrake über Einstellungen / Paketierung / Software installieren des K-Menüs und authentifizieren Sie sich mit dem Administratorpasswort. Sie müssen nun nicht etwa alle Pakete, die einen GNOME-Desktop ausmachen, einzeln auswählen; Mandrake Linux bietet seinen Anwendern einen besonderen Service. Geben Sie hinter Finden im Eingabefeld gnome2 ein und klicken Sie auf Suche.
Das Paket gnome2-2.4.0-3mdk, das in der Baumansicht unter Suchergebnisse auftaucht, enthält selbst keine Dateien -- das sehen Sie auch an seiner Größe von 0 KB (Abbildung 2). Es ist aber von allen Paketen abhängig, die zu GNOME gehören. Sobald Sie es mit einem Häkchen für die Installation vormerken, fragt rpmdrake, ob es alle benötigten Pakete ebenfalls installieren soll. Klicken Sie hier auf OK. Über Installieren spielen Sie dann alle Pakete des GNOME-Desktops ein.
Sobald Sie sich das nächste Mal anmelden, steht in der Dropdown-Box des Login-Managers auch GNOME zur Auswahl. Pakete, die eher in die Rubrik Zubehör fallen, wie die GNOME-Spiele (Paket gnome-games) oder der Text-Editor Gedit (Paket gedit), kommen mit gnome2 nicht auf die Festplatte. Am einfachsten installieren Sie solche Goodies nach, indem Sie im Paket-Manager gnome als Suchbegriff eingeben und ein wenig in der Trefferliste stöbern.
GNOME unter Red Hat mountet eingelegte CDs automatisch und öffnet ein Nautilus-Fenster im Mount-Verzeichnis. Wer auf das Einbinden des Laufwerks nicht verzichten, aber das automatische Öffnen des Datei-Managers abstellen will, erledigt das über das Hier starten-Icon auf dem Desktop. Öffnen Sie die CD-Eigenschaften und entfernen Sie den Haken vor Dateimanager-Fenster für neu eingebundene CD öffnen. Künftig öffnet Nautilus sich erst dann im Mount-Verzeichnis, wenn Sie den Dateiverwalter über einen Doppelklick auf das CD-Icon starten.
Ebenso einfach schalten Sie die Autorun-Funktion für CDs ab. Legen Sie z. B. eine der Installations-CDs ein, poppt gleich ein Fenster auf, das Sie fragt, ob Sie die Red-Hat-Paketverwaltung starten wollen. Unter Hier starten / CD-Eigenschaften deaktivieren Sie die Checkbox vor Autorun-Programm auf neu eingebundener CD starten (Abbildung 3), damit die lästigen Nachfragen in Zukunft unterbleiben.
In GNOME-Anwendungen lassen sich die Werkzeugleisten mit den Icons über einen Griff an der linken Seite vom Hauptfenster abreißen (Abbildung 4). Sie können sie danach frei an jede Stelle des Bildschirms verschieben. Zurück ins Fenster geht es genauso schnell: Ziehen Sie die Leiste per Drag & Drop an einen Fensterrand. Sobald Sie nah genug dran sind, rastet sie ein. Auf diese Weise heften Sie Werkzeugleisten auch vertikal an den rechten Fensterrand.
Finden Sie die abtrennbaren Werkzeugleisten nicht praktisch, sondern verwirrend und wollen eine versehentliche "Amputation" ausschließen, stellen Sie das Feature ab.

GNOME nutzende Linkshänder vertauschen ganz bequem die Funktion der linken und rechten Maustaste. Geben Sie in die Adresszeile von Nautilus preferences:/// ein und öffnen Sie den Dialog Maus. Aktivieren Sie die Option Mit links bediente Maus auf dem Registerreiter Knöpfe. Die Maustasten tauschen auf der Stelle ihre Funktion, was Sie direkt an der Schließen-Schaltfläche ausprobieren können.
Mit der Taste [Druck] ein Foto des Bildschirms zu schießen, ist praktisch. Manchmal will man jedoch erst noch einige Menüs ausklappen, die mit ins Bild sollen. Hier brauchen Sie eine verzögerte Aufnahme. Das GNOME-Screenshot-Programm gnome-panel-screenshot hat sie gut versteckt: Öffnen Sie ein Schnellstartfenster [Alt-F2] oder ein Terminal und geben dort gnome-panel-screenshot --delay=5 ein, um in fünf Sekunden eine Aufnahme zu machen. Hinter --delay= folgt die gewünschte Verzögerung in Sekunden.
Wollen Sie statt des ganzen Desktops nur das aktive Fenster aufnehmen, packen Sie zusätzlich ein --window in den Befehlsaufruf, z. B. gnome-panel-screenshot --window --delay=5.
Nach diesem Befehl haben Sie fünf Sekunden Zeit, alle Fenster und Menüs passend zu arrangieren. Dann öffnet sich der Screenshot-Dialog, über den Sie das Bild wie gewohnt speichern.
Wer GQview als Bildbetrachter nutzt, ärgert sich vielleicht, dass die Dreifenster-Darstellung des Programms zu wenig Platz für die Bilder lässt. Per Mausklick kommen Sie an schwebende Kontrollelemente, wie Sie sie von Gimp kennen. Klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Pin-Symbol (Abbildung 5), um das Kontollfenster von der Bildansicht zu separieren. Jetzt können Sie es beliebig verschieben und haben Ihre Bilder richtig im Blick. Ein erneuter Klick auf den Pin dockt das Kontrollfenster wieder an.
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Besonders komfortabel stellen Sie die Lautstärke des Players XMMS mit dem Mausrad ein. Bewegen Sie den Mauszeiger über das XMMS-Hauptfenster und drehen Sie das Mausrad nach oben, um die Lautstärke zu erhöhen. Hämmert ihr Nachbar wutentbrannt gegen die Wände, geht es mit einer Drehung nach unten wieder in Richtung Zimmerlautstärke.
Um wieviel Prozent XMMS die Lautstärke beim Drehen ändert, bestimmen Sie in den Optionen. Öffnen Sie diese über [Strg-P] und wechseln Sie zum Reiter Optionen. Hinter Mausrad ändert Laustärke um (%) stellen Sie mit den Pfeil-Buttons eine höhere oder niedrigere Schrittweite ein.
Klickt man in Mozilla einmal in die Adresszeile, setzt der Browser den Cursor an die entsprechende Position. Soll Mozilla stattdessen wie der Internet Explorer den kompletten Text der Adresszeile markieren, stellen Sie das in der Datei user.js ein. Falls die Datei noch nicht existiert, legen Sie sie im Verzeichnis /home/.mozilla/default/xxxxxxx.slt an. Die x stehen als Platzhalter für den zufälligen Namen des Mozilla-Profilordners. Öffnen Sie die Datei user.js mit einem Editor und tragen die Zeile
user_pref("browser.urlbar.clickSelectsAll",true);
ein. Nach einem Neustart markiert Mozilla nun auf Mausklick den gesamten Text in der Adresszeile. So können Sie sofort eine neue Adresse eingeben. Wollen Sie die alte Adresse doch nur ändern und nicht überschreiben, klicken Sie einfach ein zweites Mal. (eba)
| Infos |
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[1] Achim Leitner: "Selbstverteidigung", EasyLinux 09/2003, S. 14 ff. (Kasten "Online-Update bei SuSE")
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Last modified: 2007-01-25 17:09
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