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von Andrea Müller
Selbst mancher Linux-Profi verzweifelt daran, TrueType-Schriften in das System einzubinden [1]. Warum, fragen nicht nur Anfänger, geht das nicht so einfach wie unter Windows? Schriften in einen Ordner ziehen und fertig. Die relativ neue fontconfig-Bibliothek lässt bei der Installation von Schriften Windows-Feeling aufkommen. Die kopierten Fonts bieten Ihnen allerdings nur die Anwendungen an, die diese Bibliothek schon nutzen: Hauptsächlich sind das alle KDE- und GNOME-Programme, doch auch die bei SuSE Linux 9.0 mitgelieferte Gimp-Version nutzt die neuen Schriften. Zur Installation brauchen Sie nicht einmal root-Rechte.
Standardmäßig speichert Sylpheed [1] alle Mails, die Sie verschicken, im Ordner Gesendet. Nutzen Sie mehrere Accounts, können Sie aber auch jedem einen eigenen Gesendet-Ordner zuweisen. Dazu markieren Sie in Einstellungen / Accounts bearbeiten ein Konto und klicken auf Bearbeiten. Den Speicherort für gesendete Nachrichten legen Sie auf dem Registerreiter Speziell im Abschnitt Ablage fest. Dazu setzen Sie ein Häkchen vor Gesendete Nachrichten ablegen in (Abbildung 2) und klicken auf den Button hinter dem Eingabefeld, damit Sylpheed die Ordnerauswahl öffnet. Markieren Sie dort das Speicherverzeichnis und bestätigen die Auswahl mit Ok. Ein nochmaliger Klick auf Ok in den Account-Einstellungen macht die Sache perfekt.
Für alle weiteren Konten stellen Sie ebenso eine neue Standardablage ein. Selbst verfasste Mails speichert Sylpheed künftig nicht mehr im Ordner Gesendet, sondern dort, wo Sie es wollen -- zum Beispiel im Posteingang. Dort sortiert Sylpheed Ihre Antworten dann sauber unter den E-Mails ein, auf die sie sich beziehen.
Mandrake Linux bringt im Kontrollzentrum einen komfortablen Betrachter für Log-Dateien mit, der sogar eine Suchfunktion bietet. Um dorthin zu gelangen, öffnen Sie über Einstellungen / Configure your computer das Systemverwaltungsprogramm. Authentifizieren Sie sich als Administrator und wechseln Sie zum Punkt System. Dort sind Sie bei LogDrake ... an der richtigen Stelle.
Haben Sie zum Beispiel Probleme mit einem USB-Gerät, filtern Sie im Handumdrehen die relevanten Einträge im System-Logbuch heraus. Geben Sie dazu hinter Matching den Suchbegriff usb ein. Über Groß- oder Kleinschreibung müssen Sie sich keine Gedanken machen. Als zu durchsuchendes Protokoll kreuzen Sie SysLog an. Dieser Punkt ist immer die richtige Wahl, da Mandrake Linux alle Meldungen, ob vom Kernel oder von startenden Servern, in die Datei /var/log/syslog schreibt. Damit die Suche schneller geht, setzen Sie noch ein Häkchen vor Nur für diesen Tag zeigen und klicken auf Suche. Im unten liegenden Vorschaubereich zeigt LogDrake die Treffer an (Abbildung 3).
Über den Button Speichern bannen Sie die Suchergebnisse in eine Textdatei, die Sie z. B. bei einer Support-Anfrage mitschicken. Mit etwas Glück führt Sie eine Suche im Internet nach markanten Fehlermeldungen aus dem Logfile zu einem Linux-Hilfeforum, in dem Linux-Anwender mit dem gleichen Problem vielleicht schon eine Lösung beschrieben haben. Auch den kompletten Inhalt einer Log-Datei können Sie ansehen. Lassen Sie dafür das Eingabefeld für den Suchbegriff leer und klicken auf Suche.
Wenn man bei einem Text auf die Länge achten muss, ist eine Textstatistik praktisch, die den Anwender über die Zeichenzahl informiert. Gedit bringt dafür ein Plugin mit. Per Default finden Sie es nicht im Menü, doch mit wenigen Mausklicks aktivieren Sie den praktischen Helfer. Öffnen Sie über Bearbeiten / Einstellungen den Konfigurationsdialog des Editors. Markieren Sie in der Baumansicht auf der linken Seite den Punkt Plugins / Verwalten. In der rechten Fensterhälfte listet Gedit alle verfügbaren Plugins auf. Kreuzen Sie den Eintrag Statistik zum Dokument an. Mit Klick auf Schließen speichern Sie die Änderung. Über Werkzeuge / Statistik zum Dokument verrät Gedit nun, wieviele Zeilen, Wörter und Zeichen ein Text hat und wie groß die Datei ist (Abbildung 4). Das Info-Fenster können Sie offen lassen. Sobald Sie dort auf Aktualisieren drücken, berechnet Gedit die Textstatistik neu.

Über die Plugin-Verwaltung von Gedit binden Sie auch eine Kommandozeile in den GNOME-Editor ein. Öffnen Sie den Konfigurationsdialog, wie in Tipp ## beschrieben. Damit Gedit externe Kommandos ausführt, setzen Sie ein Häkchen vor Plugins / Verwalten / Shell-Befehl (unter Mandrake Linux 9.2 Plugins / Verwalten / Befehlszeilenbefehl).
Unter Werkzeuge / Befehl ausführen greifen Sie auf das Plugin zu. Gedit öffnet ein Dialogfenster, in das Sie Befehl und Arbeitsverzeichnis eintragen. Voreingestellt ist das Heimatverzeichnis des Benutzers. Um z. B. eine ausführliche Liste aller dortigen Dateien und Verzeichnisse zu bekommen, geben Sie im Feld Befehl das Kommando ls -la ein und klicken auf Ausführen. Gedit stellt die Ausgabe des Befehls dann am unteren Fensterrand in einem Extrabereich dar.
Einzelne Zeilen der Ausgabe markieren Sie mit der Maus und übertragen sie per Klick auf das Klemmbrettsymbol am linken Rand in die Zwischenablage. Von dort aus fügen Sie sie mit Bearbeiten / Einfügen oder [Strg-V] in die geöffnete Textdatei ein. Wird es im Ausgabefenster zu unübersichtlich, weil Sie sehr viele Befehle ausgeführt haben, löschen Sie den Inhalt per Klick auf das Pinsel-Icon.
Der Bildbetrachter GQview bietet im Menü Bearbeiten die Option, ein geöffnetes Bild in einem externen Programm zu öffnen. Voreingestellt ist unter anderem Electric Eyes, das bei keiner Distribution standardmäßig installiert ist. Über den Einstellungsdialog ändern Sie den Eintrag auf ein Programm Ihrer Wahl:
Sobald Sie die Konfiguration mit einem Klick auf Ok schließen, übernimmt GQview die Änderungen und bietet die neuen Programme im Bearbeiten-Menü an. (eba)
| Infos |
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[1] Martin Loschwitz: "Schrift-Verkehr", EasyLinux 03/2004, S. 29 ff.
[2] Andrea Müller: "Schnell wie der Wind", EasyLinux 03/2004, S. 42 ff. |
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Last modified: 2007-01-25 17:12
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