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von Andrea Müller
Die Hardware-Auswahl für Linux-Nutzer ist nicht leicht: Je aktueller ein Gerät ist, desto weniger darf sich der kaufwillige Pinguin-Dompteur darauf verlassen, dass es Linux-kompatibel ist. Der Händler ist meist keine Hilfe, und beim Hersteller muss man froh sein, auf Fragen nach dem freien Betriebssystem überhaupt eine Antwort zu bekommen. Bei der Suche nach einem mobilen Begleiter findet man unter [1] und [2] eine erste Entscheidungshilfe.
Ob und wie gut Linux mit einem modernen Centrino-Subnotebook zusammenarbeitet, haben wir auf einem JVC MP-XP 731 getestet (technische Daten: Tabelle 1).
"Wächst der noch?" ist das erste, das uns beim Auspacken in den Sinn kommt. Kleiner als eine DIN-A4-Seite und mit 905 Gramm ein wahres Fliegengewicht, hat das MP-XP 731 auch inneren Wert: Dank 1,0 GHz Pentium M Prozessor, Intel-855-Chipsatz und Intel-PRO/Wireless-2100-Netzwerkverbindung darf sich der Winzling mit dem Label "Centrino" schmücken. Für LAN-Verbindungen mit Kabel ist zusätzlich eine Netzwerkkarte mit an Bord. Die standardmäßig eingebauten 256 MByte RAM reichen aus, optional rüstet man den einen Steckplatz bis auf 512 MByte auf. Die Festplatte ist 40 GByte groß, im Auslieferungszustand unterteilt in eine 30-GByte-Partition mit Windows XP Professional, eine Daten- und eine Recovery-Partition. Die Windows-Partition ist mit dem Dateisystem FAT formatiert, so dass Linux sie einfach und sehr sicher verkleinern kann.
Obwohl der Hersteller nach eigener Aussage keine anderen Betriebssysteme unterstützt, hat man bei JVC mitgedacht: Die Recovery-Funktion stellt auf Wunsch nur die C:-Partition wieder her, wobei sie eine eventuell geänderte Partitionierung nicht antastet. Laut Handbuch funktioniert das Verfahren jedoch nur dann problemlos, wenn Laufwerk C: mindestens 11 GByte groß ist.
Beste Voraussetzungen also, einen Versuch mit Linux zu wagen. Wir haben SuSE Linux 8.2, 9.0 und Mandrake Linux 9.2 auf dem MP-XP 731 installiert.
Wichtig für Einsteiger sind eine gute Hardware-Erkennung und dass das Gesamtsystem einfach zu konfigurieren ist. Keine Distribution unterstützt alle Komponenten des Testgeräts -- bei der Installation und dem nachfolgenden Betrieb zeigten sich unterschiedliche Stärken und Schwächen der einzelnen Kandidaten. Am enttäuschendsten für Linux-Anfänger ist, dass weder die WLAN-Komponente noch das eingebaute Modem out of the box funktioniert. Die Einrichtung erfordert Expertenwissen und dürfte Einsteiger überfordern. Abgesehen davon läuft das Gerät schnell und flüssig; sind erst die paar Stolpersteine überwunden, die dieser Artikel beschreibt, macht es sich ausgesprochen gut als Pinguin-Gehege. Einen Überblick darüber, was mit welcher Distribution besonders gut oder gar nicht klappt, gibt Tabelle 2.
Am Anfang steht die Frage, wie man das Kleinod dazu bringt, nicht von der (Windows-) Festplatte, sondern vom am USB-Port angeschlossenen Kombolaufwerk zu booten. Wie sonst sollte Linux installiert werden? Das Handbuch schweigt sich dazu aus, doch nach einigem Ausprobieren hatten wir Glück: Drückt man beim Systemstart [F2] und danach die [Esc]-Taste, blendet das Gerät eine Liste der Modellnummern aller angeschlossenen Laufwerke ein, aus der man das Boot-Gerät auswählt. Für eine reibungslose Installation deaktivierten wir ACPI (Advanced Configuration and Power Management Interface). Die Installationsroutine von SuSE Linux bietet dafür einen eigenen Menüpunkt (Installation (ACPI disabled)), unter Mandrake Linux schaltet man zu Beginn der Installation mit [F1] auf eine Textkonsole und gibt dort linux acpi=off ein. Zu dieser Zeit arbeitet das System noch mit der amerikanischen Tastaturbelegung, der man über die Akzenttaste (') (rechts oben neben dem scharfen ß) das Gleichheitszeichen entlockt. Bleibt ACPI aktiviert, kann es passieren, dass ein Kernel-Prozess das System komplett auslastet -- in diesem Fall dauert die Installation mehrere Stunden.
Die Einrichtung verläuft ansonsten genauso wie bei einem normalen Desktop-PC im grafischen Modus. Ist ACPI bei der SuSE- oder bei der Mandrake-Installation deaktiviert, bleibt das auch im späteren Betrieb die Grundeinstellung.
Das Display hat eine optimale Auflösung von 1024x600 Pixeln. Weder SuSEs SaX noch Mandrakes XFdrake bieten diese Auflösung an. Der Vorschlag der Konfigurationsprogramme von 800x600 Bildpunkten macht wenig Freude: Die Schriften wirken verwaschen und unscharf, Bilder erscheinen seltsam gestaucht. Etwas Handarbeit, wie in Kasten 1 beschrieben, liefert aber die richtige Auflösung.
Hardware-Beschleunigung ist weder für Mandrake noch für SuSE Linux ein Problem. Mandrake aktiviert sie automatisch, unter der Nürnberger Distribution geht das über YaST. Der passende Menüpunkt verbirgt sich dort hinter Hardware / Grafikkarte und Monitor / Ändern / Anzeige / 3D-Beschleunigung. Nach einem Neustart von KDE läuft auch unter SuSE Linux das Spiel Tuxracer ruckelfrei.
Für Präsentationen eignet sich der winzige Bildschirm nicht. Über den externen Ausgang kann man mit dem mitgelieferten Adapterkabel aber einen externen Monitor anschließen. Die Grafikausgabe erfolgt dann auf den Notebook-Display und dem externen Monitor.
Vorbildliche Arbeit leistet hier Mandrake Linux: Schon bei der Installation erkennt es, dass die Grafikkarte mehrere Monitore ansteuern kann (Abbildung 2). Am besten übernimmt man die Vorgaben des Installers. Er schreibt dann eine Konfiguration mit konservativen Werten, die hier an zwei Monitoren auf Anhieb funktionierte, wenn auch nur in der falschen Auflösung von 800x600. Feineinstellungen für ein bestimmtes Monitormodell kann man später jederzeit im Hardware-Abschnitt des Mandrake-Kontrollzentrums vornehmen -- dabei sind auch höhere Auflösungen für den externen Bildschirm möglich.
Unter SuSE Linux gleicht die Einstellung des Multimonitor-Betriebs einem Hindernisrennen. Wer glaubt, über den Eintrag Multihead in SaX zu einer funktionierenden Konfiguration zu kommen, erhält nur eine Fehlermeldung (Abbildung 3). Zuerst muss man im Abschnitt Anzeige / Grafikkarte / Konfiguration ändern das eingebaute Modell noch einmal über Hinzufügen konfigurieren. Danach führt dann der Klick auf Multihead / Konfiguration ändern zu einem Dialog, der das Feature unter SuSE Linux 9.0 korrekt einrichtet. Unter Version 8.2 gelang uns das nicht -- der Mehrmonitorbetrieb im Textmodus funktionierte zwar, doch der nächste Start der grafischen Oberfläche brach reproduzierbar mit einem Speicherzugriffsfehler ab. Selbst ein Kopieren der Konfigurationsdatei von SuSE Linux 9.0 änderte daran nichts.

| Kasten 1: Optimale Auflösung einstellen |
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Die Konfiguration der grafischen Oberfläche steht bei Mandrake Linux in der Datei /etc/X11/XF86Config-4, unter SuSE in /etc/X11/XF86Config. Enthält sie ungültige Werte, startet KDE nicht mehr. Legen Sie daher, bevor Sie etwas ändern, eine Sicherheitskopie vom Original an, die Sie im Notfall zurück kopieren [3]. Die Änderungen schreiben Sie mit einem Editor wie Kwrite hinein. Da nur der Systemverwalter root systemweite Einstellungen ändern darf, starten Sie ihn mit dem Befehl kdesu kwrite in einem Schnellstartfenster [Alt-F2] und geben das Root-Passwort ein. Öffnen Sie dann über Datei / Öffnen die für Ihre Distribution relevante Konfigurationsdatei. Anpassungen unter SuSE Linux
ModeLine "1024x600" 50 1024 1104 1176 1248 600 603 619 630
Abb. 4: X-Konfiguration für SuSE LinuxAnpassungen unter Mandrake
ModeLine "1024x600" 50 1024 1104 1176 1248 600 603 619 630
Speichern Sie danach die Konfiguration und starten die grafische Oberfläche neu. Die Schrift ist jetzt gestochen scharf, und Kreise sind nicht mehr eiförmig, sondern rund. Abb. 5: Im Screen-Abschnitt stellen Sie die richtige Auflösung ein. |
Wer den eingebauten Trackball nicht mag und auch einmal mit einer USB-Maus arbeiten will, sollte diese unter SuSE Linux schon bei der Installation anschließen. Obwohl der Trackball dann während der Installation nicht funktioniert, richtet SuSE Linux ihn für den späteren Betrieb korrekt ein. Sobald Sie wieder eine Maus anschließen, haben Sie zwei Zeigegeräte zur Verfügung.
Was Mandrake Linux bei mehreren Bildschirmen so gut gelingt, verpatzt die Distribution bei einer zusätzlichen Maus. Es funktioniert immer nur die, die der Anwender bei der Installation oder im Kontrollzentrum eingerichtet hat, aber niemals beide zusammen. Das beheben kleine Änderungen in der Datei /etc/X11/XF86Config-4 (Kasten 2).
Die Tastatur funktioniert problemlos, einzig störend ist das gewöhnungsbedürftige Layout. Wegen der geringen Größe sind viele Tasten mehrfach belegt und einige Zeichen nur in Kombination mit der [Fn]-Taste erreichbar. Besonders kompliziert ist die Eingabe der Größer-, Kleiner- und Pipe-Zeichen, die sich mit dem Y eine Taste teilen. Es ist bequemer, diese Zeichen auf die Windows-Taste zu legen, was unter Linux der Befehl
xmodmap -e "keycode 115 = less greater bar"
erledigt. Danach erzeugt [Windows] ein <, [Umschalt-Windows] ein > und [AltGr-Windows] das Pipe-Zeichen. Die Einstellung geht verloren, sobald man sich abmeldet. Um sie dauerhaft zu setzen, schreiben Sie die Zeile #!/bin/bash und den o. g. Befehl in einer neuen Zeile in eine Datei. Ausführbar gemacht und im Verzeichnis /home/benutzername/.kde/Autostart gespeichert, passt künftig KDE bei jedem Start die Tastaturbelegung an.
| Kasten 2: Trackball und Maus unter Mandrake |
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Wenige Zeilen in der richtigen Konfigurationsdatei machen Mandrake Linux fit für eine zusätzliche USB-Maus:
Section "InputDevice"
Identifier "Mouse2"
Driver "mouse"
Option "Protocol" "IMPS/2"
Option "Device" "/dev/usbmouse"
Option "ZAxisMapping" "4 5"
EndSection
InputDevice "Mouse2" "SendCoreEvents" Nach einem Neustart der grafischen Oberfläche funktioniert auch eine zusätzliche USB-Maus parallel zum Trackball. |
ACPI, das der Steuerung von Hardware-Funktionen dient, nutzen moderne Rechner zum Energiesparen. Anders als unter dem älteren APM (Advanced Power Management) sind damit fortschrittliche Funktionen wie Suspend to RAM (Ruhezustand) und Suspend to disk (unter Windows als Hibernation bekannt) möglich. Unter Linux steckt ACPI noch in den Kinderschuhen. Suspend to disk funktioniert bislang unter keiner Distribution, und welche Features der Anwender nutzen kann, hängt stark vom verwendeten Computer ab. Schuld daran sind auch die Hardware-Hersteller; so beklagt beispielsweise Intel, dass schon viele BIOS-Hersteller den ACPI-Standard falsch implementieren. Unter Windows schießen häufig Treiber quer: Sind sie nicht sorgfältig programmiert, verhindert z. B. der Soundkartentreiber den Ruhezustand.
Keine der getesteten Distributionen kommt auf dem MP-XP 731 mit ACPI zurecht. Nach spätestens einer Stunde Laufzeit (SuSE Linux 9.0) lastet der Kernel-Prozess keventd das System zu über 90% aus (Abbildung 6). Das äußert sich in plötzlichem Ruckeln der Maus oder darin, dass es zwei Minuten dauert, bis ein Programm startet. Bei Mandrake Linux 9.2 wird das System nach ca. 15 Minuten unbenutzbar, unter SuSE Linux 8.2 ist es schon kurz nach dem Anmelden soweit.
Startet man das System dennoch mit ACPI, stellt man fest, dass es auch an anderen Ecken hapert: Die Temperaturkontrolle mit dem KDE-Programm akpi zeigt konstant 60° Celsius, egal wieviel das System zu tun hat. Ebenso ungenaue Werte liefert die Akkukontrolle, die in krassem Gegensatz zum Füllstandsanzeigelämpchen an der Frontseite des Subnotebooks steht.
Im Rahmen des Tests haben wir eine neuere Version des Linux-Kernels (2.4.24) ausprobiert. Damit überlastet ACPI nicht mehr das System, und auch die Temperaturkontrolle liefert plausible Werte zwischen 32 (direkt nach dem Start) und 49° Celsius (unter Vollast). Mit den neuen, im Frühjahr erscheinenden Versionen von Mandrake und SuSE Linux sollten die ACPI-Probleme mit dem MP-XP 731 daher der Vergangenheit angehören, selbst wenn Linux Windows XP in Sachen ACPI immer noch hinterherhinkt.
Den passenden Treiber (eepro100) für die Netzwerkkarte haben sowohl SuSE als auch Mandrake Linux mit an Bord. Beide Distributionen binden die Karte korrekt ein, so dass sie später problemlos funktioniert.
Schlechter sieht es mit der Intel-WLAN-Komponente und dem eingebauten Modem aus. Intel verspricht seit einigen Monaten, einen Linux-Treiber für die Intel-PRO/Wireless-2100-Karte bereitzustellen, erschienen ist jedoch noch nicht mal eine Betaversion. Erfahrene Linux-Benutzer können die WLAN-Karte mit Hilfe des Ndiswrapper-Projekts [4] in Betrieb nehmen. Dafür bindet man ein Kernel-Modul in das System ein, das die Funktionen der Windows-Treiber nutzt. Die neueren Versionen dieses Treibers erwarten jedoch mindestens Kernel 2.4.23, und auch das Modul selbst gibt es nicht in vorkompilierter Form. Unerfahrene Anwender sollten sich nicht daran wagen, im schlimmsten Fall führt das zu einem System, das überhaupt nicht mehr startet. Hier ist eine von Linux unterstützte WLAN-Karte für den PCMCIA-Steckplatz die bessere Lösung.
Ähnlich schlecht sieht es mit dem internen 56k-Modem aus. Es handelt sich um ein so genanntes Winmodem, das selbst keine AT-Befehle versteht -- die Modem-Funktionalität stellt erst der Treiber zur Verfügung. YaST zeigt zwar einen Asustek 828101DB AC' 97 Modem Controller in der Netzwerkkonfiguration an, die Einrichtung des Geräts gelingt jedoch nicht.
Linux-Profis können das Modem mit dem Smartlink-Treiber [5] in Version 2.9.4 in Betrieb nehmen. (Es sollten alle Versionen ab 2.9.2 funktionieren, Version 2.7.10 und älter laufen nicht.) Da man auch diesen Treiber selbst übersetzen muss, ist eine Modem-PCMCIA-Karte für Linux-Einsteiger auch hier die bessere Wahl.
Musikliebhaber, die die eigene MP3-Sammlung auch auf dem Notebook hören wollen, sollten zu SuSE Linux greifen. Die Nürnberger Distribution konfiguriert die Soundkarte korrekt, und wen der etwas blecherne Klang der eingebauten Lautsprecher stört, der greift zu den mitgelieferten Kopfhörern.
Schlechter schaut es bei Mandrake Linux aus: Obwohl der richtige Sound-Treiber vorhanden ist, führt das Initialisieren der Audio-Hardware beim Systemstart zu einem Fehler. Den Teiber manuell nachzuladen, gelingt ebenfalls nicht. Der Versuch, im Mandrake-Kontrollzentrum statt des ALSA-Soundsystems den OSS-Treiber des Kernels zu verwenden, ändert nichts. Schuld ist der Systemstart ohne ACPI: Gibt man im Bootmenü von GRUB acpi=on als Startoption ein, funktioniert der Sound ebenso gut wie unter SuSE Linux. Das System ist dann jedoch, wie im Abschnitt Power Management beschrieben, nach wenigen Minuten unbenutzbar. Eine Meldung in der Datei /var/log/syslog, rät, es mit dem Boot-Parameter pci=biosirq zu versuchen (Abbildung 7) -- doch auch das führt nicht zum Erfolg. Mit einer neueren ACPI-Implementierung, wie sie Mandrake Linux 10 mitbringen wird, sollte der Sound auf dem Gerät keine Probleme mehr machen.
Weder Mandrake noch SuSE Linux haben Probleme mit den Schnittstellen des Notebooks. Daran angeschlossene, von Linux unterstützte Geräte erkennt der Hardware-Scan beider Distributionen beim Systemstart. Das über USB angeschlossene Kombo-Laufwerk muss man nicht konfigurieren; da von dort die Installation erfolgte, ist es bereits korrekt in das System eingebunden. Lesenden Zugriff hat man über das passende Desktop-Symbol, k3b kümmert sich um die beschreibbaren Medien. Im PCMCIA-Steckplatz nahmen wir auf dem Testgerät eine Modem-Karte erfolgreich in Betrieb.
Angenehm überrascht die völlig problemlose Installation aller drei getesteten Distributionen. Dass ACPI nicht funktioniert, ist gerade bei einem mobilen Gerät schade, dieses Problem hat man unter Linux aber auch mit anderen Modellen. Das MP-XP 731 ist aufgrund seiner geringen Maße extrem mobil und passt im Notfall sogar in eine große Handtasche. Da das BIOS die CPU automatisch heruntertaktet, wenn das Notebook nicht ans Stromnetz angeschlossen ist, sind im mobilen Betrieb Laufzeiten von über vier Stunden mit dem zusätzlichen Standardakku möglich. Etwas mager bemessen ist die Anzahl von nur zwei USB-Schnittstellen, die unglücklicherweise direkt nebeneinander liegen. Ein etwas rundlich gebauter USB-Stick blockiert die zweite Schnittstelle gleich mit.
Wer Linux auf dem JVC-Subnotebook installieren will, sollte derzeit zu SuSE Linux 9.0 greifen. Die Hardware-Unterstützung ist besser als bei Mandrake, und man muss nur bei der Konfiguration der Auflösung von 1024x600 selbst Hand anlegen. Kann man ohne Modem und WLAN leben, hat man mit dem Testgerät ein schnelles und zuverlässiges Linux-System (fan).
| Tabelle 1: Technische Daten des JVC MP-XP 731 | |
| Prozessor | Intel Pentium M ULV 1GHz |
| Arbeitsspeicher | 256 MByte (1) |
| Festplatte | 40 GByte |
| Display | 8,9 Zoll Wide-SVGA, Auflösung: 1024x600 |
| Netzwerkkarte | Intel 82801BD PRO/100 VM (MOB) Ethernet Controller |
| WLAN | Intel PRO/Wireless 2100 |
| Modem | intern, 56Kbps/V.90 |
| Sound | Sound Blaster Pro kompatibel, on-board |
| Eingabegeräte | Trackball, Tastatur, 88 Tasten |
| Schnittstellen | 2 x USB 2.0, Firewire, PCMCIASteckplatz (Typ II), Anschluss für externen Bildschirm, Modem, LAN, Mikrofon, Kopfhörerausgang |
| Stromversorgung | eingebauter Akku (2), Standardakku (3), Netzteil |
| Zubehör | Kopfhörer, Modem-Kabel, Standardakku, Netzteil, Adapterkabel für externen Monitor, Anwendungs-CD für Windows |
| optionale Komponenten | DVD ROM & CD-R/RW Kombolaufwerk, JVC CD-ROM-Laufwerk, Hochleistungsakku (4) |
| Abmessungen in Millimeter (B x T x H) | 225 x 152 x 29,5 |
| Gewicht in Gramm | ca. 905 |
| Preis | 1899,- Euro |
| Hinweise: (1) erweiterbar auf 512 MByte, (2) 1,5-2,5 Stunden Laufzeit, (3) 3,5-5,5 Stunden Laufzeit (zusammen mit eingebautem Akku), (4) 5,5-9,5 Stunden Laufzeit (zusammen mit eingebautem Akku) | |
| Tabelle 2: Kompatibilität mit den Distributionen | |||
| SuSE Linux 8.2 | SuSE Linux 9.0 | Mandrake Linux 9.2 | |
|---|---|---|---|
| Grafikkarte | ja | ja | ja |
| optimale Auflösung | ja (1) | ja (1) | ja (1) |
| gleichzeitiger Betrieb von Trackball und USB-Maus | ja | ja | ja (1) |
| Externer Monitor | nein | ja | ja |
| DMA-Modus der Festplatte | ja | ja | ja |
| USB-DVD-CD/RW-Kombolaufwerk (Medien lesen und brennen) | ja | ja | ja |
| Netzwerkkarte | ja | ja | ja |
| Modem | nein (2) | nein (2) | nein (2) |
| Powermanagement | nein (3) (4) | nein (3) (4) | nein (3) (4) |
| Sound | ja | ja | nein (5) |
| PCMCIA-Steckplatz (6) | ja | ja | ja |
| WLAN | nein (7) | nein (7) | nein (7) |
| Firewire | ja | ja | ja |
| Hinweis: (1) Handarbeit nötig, (2) mit Expertenwissen möglich; erfordert das Kompilieren eines Kernel-Moduls und Handarbeit bei der Einwahlkonfiguration, (3) ACPI funktioniert nur eingeschränkt und führt, wenn aktiviert, zu einer über 90%igen Auslastung des Rechners durch einen Kernel-Prozess, (4) mit Expertenwissen eingeschränkt möglich; erfordert ein Kernel-Update, (5) Bei deaktiviertem Power Management lässt sich der Sound-Treiber nicht laden, (6) getestet mit einer D-Link-WinConnect-Modem-Karte, (7) nur mit Expertenwissen möglich | |||
| Infos |
|
[1] http://www.linux-laptop.net
[2] http://www.tuxmobil.de [3] Mirko Dölle, "Die dritte Dimension", Kasten: "Was tun, wenn der Bildschirm schwarz bleibt", EasyLinux 03/2004, S. 69 [4] http://ndiswrapper.sourceforge.net [5] ftp://smlink.com/linux/unsupported/ |
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Last modified: 2007-01-25 17:13
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