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von Fred Andresen
Wenn's in der Wohnung zu eng wird, hilft nur ein Umzug. Die neue Hütte muss man nicht nur finden, man muss sie sich auch erst mal leisten können. Wird es dem Linux-System zu eng, hat man es viel leichter: Entweder schraubt man eine zweite Festplatte ins Gehäuse, oder -- viel praktischer und für Notebooks meist der einzige Weg -- man stöpselt einen externen Datentank an. Der ist auch noch flexibel: Das ist so, als ob man seinen Anbau mit in den Urlaub nehmen könnte.
Moderne externe Festplatten können viel und kosten wenig. Meist mit USB-Anschluss der zweiten Generation, manchmal zusätzlich oder stattdessen mit Firewire-Anschluss (auch iLink oder IEEE 1394 genannt), steckt in mehr oder weniger handtaschengerechtem Gehäuse eine 2,5-Zoll-Notebook- oder eine 3,5-Zoll-Standard-Festplatte mit Kapazitäten bis zu ein paar hundert Gigabyte.
Für unseren Test haben wir eine externe Festplatte von Maxtor mit 160 GByte Speicherplatz und USB-2.0- sowie Firewire-Schnittstelle ausgesucht. Sie ist, wie eigentlich alle Konkurrenzprodukte, mit dem Dateisystem vfat vorformatiert -- so lässt sie sich ohne weitere Vorbereitung unter Linux anstecken und benutzen. Vorausgesetzt, die Hardware-Erkennung des Betriebssystems funktioniert korrekt.
Packen Sie die Platte aus, schließen Sie sie ans Stromnetz an und schalten Sie sie ein. Erst dann verbinden Sie das USB- bzw. das Firewire-Kabel mit dem Rechner, der natürlich ebenfalls eingeschaltet sein muss.
SuSE Linux 8.2 und 9.0 erkennen die über USB angeschlossene Platte sogleich und bieten sie als zusätzliche Festplatte in einer SCSI-Emulation an. Das sehen Sie an dem Festplattensymbol, das nach dem Anschließen auf dem KDE-Desktop angelegt wird (Abbildung 1). Der Buchstabencode für die Platte, sda1 oder sdb1, zeigt eine SCSI-Festplatte. (Das Betriebssystem verwaltet USB- und Firewire-Platten, als wären sie SCSI-Geräte.) Mit dem letzten Buchstaben werden die angeschlossenen Festplatten durchgezählt, die vorderen beiden stehen für Scsi Disk, den Gegenpart zur Hard Disk, z. B. /dev/hda.
Red Hat und Mandrake Linux legen kein Desktop-Symbol an. Sie müssen daher die Platte von Hand ins Dateisystem einbinden, wie im Kasten Externe Festplatten einbinden beschrieben.
Schließen Sie die Platte über Firewire an, geht es nicht ganz so komfortabel: Weil SuSE Linux hier kein Desktop-Symbol anlegt, bleibt zunächst ungewiss, ob das System die Platte erkennt. Die Hardware-Erkennung funktioniert zwar, aber der Hotplug-Dienst erstellt die Desktopsymbole nur für USB-, nicht aber für Firewire-Geräte.
Den Desktopsymbolen ist ein Automounter zugeordnet, das heißt, Sie binden die Festplatte durch einfaches Anklicken in das System ein, ganz wie bei einer CD/DVD. Ist die Festplatte eingebunden, geht auch gleich das Konqueror-Fenster auf und zeigt den Inhalt der Festplatte, die im Neuzustand natürlich leer ist.
Ein Rechtsklick in das leere Konqueror-Fenster und die Abfrage der Eigenschaften zeigen dann auch eine reale Kapazität von gut 150 GByte (Abbildung 2).
Und schon können Sie sich weiter entfalten. So ein externer Datentank eignet sich auch perfekt als Backup-Lösung. Sichern Sie Ihre Daten durch einfaches Drag & Drop und trennen das Gerät nach der Sicherung von Strom und PC -- schon kann gar nichts mehr passieren. (fan/hge)
| Externe Festplatten einbinden |
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Externe Festplatten müssen Sie unter Red Hat und Mandrake Linux -- als Administrator root -- manuell ins System einbinden. Das gleiche gilt für Firewire-Platten unter SuSE-Systemen. Voraussetzung ist, dass die Disk über die Schnittstelle überhaupt angesprochen werden kann, dass also beim Anschließen automatisch die benötigten Treiber geladen werden. Auskunft darüber gibt eine Log-Datei, in der das System alles derartige einträgt. Tragen Sie den Mount-Vorgang einmal in die Konfigurationsdatei /etc/fstab ein, weiß Linux künftig, wie es die Festplatte behandeln soll -- auch normale Benutzer dürfen dann die Platte einbinden. |
/dev/sda1 /mnt/sda1 auto noauto,user,exec 0 0
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Last modified: 2007-01-25 17:12
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