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Erschienen in EasyLinux 06/2004   »   Ausgabe bestellen

OpenOffice 1.1.1 in deutsch

Das freie Office-Paket OpenOffice (http://www.openoffice.org) ist in der aktuellen Version 1.1.1 mittlerweile in Deutsch erhältlich. Mit dieser Version vereinfacht sich für den Anwender die nachträgliche Installation von Wörterbüchern, Thesaurus- und Silbentrennungsdateien durch einen Assistenten. Dieser war bisher über ein Makro verfügbar und ist nun direkt in die Software integriert.

Das Paket, das unter dem Release-Namen "Prag" veröffentlicht wurde, ist in den vergangenen Monaten von allen bekannten Bugs befreit worden. Die Version bietet darüber hinaus keine wesentlich neuen Funktionen gegenüber der Vorversion.

Mit einem Bundle (http://www.pro-box.de.vu) wollen Mitglieder der deutschen OpenOffice-Community dem Projekt zur weiteren Verbreitung verhelfen. Auf einem CD-Image vereinen sie neben dem Büropaket zusätzliche Cliparts, Dokumenten-Vorlagen sowie ergänzende Software. Außerdem finden sich weitere Programme, wie beispielsweise der freie Browser Mozilla auf der CD, die kostenlos über die Pro-Box-Web-Seite zur Verfügung steht.

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Abb. 1: Mit der neuen OpenOffice-Version lassen sich Wörterbücher einfacher nachinstallieren.

Fedora 2 integriert SE Linux

Mit der kommenden Version von Fedora (http://fedora.redhat.com), dem Community-Ableger von Red Hat Linux (http://www.redhat.com), können Anwender auf alle Module des Security Enhanced Linux (http://www.nsa.gov/selinux/) zugreifen, das von den Informatikern der Geheimdienstbehörde National Security Agency (NSA) entwickelt und gepflegt wird.

Die unter der GPL stehenden Kernel-Module bieten ein Zugriffskontrollsystem, das über die Standard-Unix-Mechanismen hinausgeht. Anwendern und dem Administratorroot kann über ein abgestuftes Regelsystem der Zugriff auf das System eingeschränkt werden. Bereits während der Installation wählt man, ob das System die Regeln aus den Zugriffsbeschränkungen anwendet oder nur Verstöße meldet. Wer die Funktion nicht benötigt, deaktiviert sie.

Für den ungeübten Anwender kann die Arbeit mit Fedora 2 aufgrund dieser Änderungen in Zukunft etwas komplizierter werden. Um die grundlegenden Fragen zu klären, hat Red Hat eine englischsprachige FAQ (http://people.redhat.com/kwade/fedora-docs/selinux-faq-en/) aufgesetzt, die die wichtigsten Aspekte im Umgang mit dem neuen System behandelt.

LUG-Camp 2004

Die Linux-Usergroup Flensburg richtet 2004 zum zweiten Mal das LUG-Camp aus. Das im Jahr 2000 ins Leben gerufene Camp findet in diesem Jahr erneut an der Küste statt und zwar in der Zeit vom 20. bis 23. Mai in Flensburg. Die Teilnehmerzahl ist zwar auf 200 beschränkt, derzeit sind aber noch einige Plätze frei.

Im Rahmen der Veranstaltung finden unter anderem die LPI-Prüfungen (LPI = Linux Professional Institute) in den Leveln 101 und 201 statt. Level 101 kann dabei auch in Deutsch abgelegt werden. Darüber hinaus gibt es wieder Vorträge, Workshops und Specials wie beispielsweise eine Brauereibesichtigung. Anmeldeformular und Infos findet man unter der folgenden Adresse:http://www.lug-camp.de.

Star Money mit Linux-Support?

Das Unternehmen Star Finanz (http://www.starfinanz.de) testet derzeit den Einsatz der Finanz-Software Star Money in der Version 4.0 mit einer angepassten Wine-Version unter Linux. Zahlreiche Kundenanfragen bewogen die Firma zu diesem Schritt, so ein Sprecher des Unternehmens.

Die Entwicklung soll nach Aussage des Herstellers nun weiterverfolgt werden, um die Portierung der Software auf das freie Betriebssystem zu evaluieren. Star Money bietet umfangreiche HBCI-Funktionen und ist eines der am meisten eingesetzten Produkte im Online-Banking der Sparkassen.

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Abb. 2: Der Hersteller Star Finanz testet derzeit die Möglichkeit einer Linux-Version der Finanz-Software Star Money (hier in der Windows-Version).

Gnome 2.6 fertiggestellt

Trotz eines Einbruchs auf dem Projekt-Server stellten die Entwickler der Desktop-Umgebung GNOME (http://www.gnome.org) die Pakete für die Release 2.6 am 1. April und damit vor dem geplanten Release-Termin fertig. Ein neues Bedienkonzept für den Datei- Manager Nautilus und die Umstellung auf die Grafikbibliothek GTK+ 2.0 stellen die wichtigsten Neuerungen dieser Version dar.

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Abb. 3: Mit der neuen GNOME-Version 2.6 müssen sich die Anwender auf einige Veränderungen in der Oberfläche und beim Bedienkonzept einstellen.

Mandrake 10 freigegeben

Die Firma Mandrakesoft (http://www.linux-mandrake.com) hat die Version 10.0 ihrer Distribution freigegeben. Mitglieder der Mandrake-Community ab der Stufe Silver (10 Euro pro Monat) erhalten einen bevorzugten Zugriff auf die CD, beziehungsweise die DVD. Nicht-Mitglieder müssen sich noch gedulden, bis sie die offiziellen ISO-Images aus dem Internet laden können.

Bei den Box-Versionen bietet Mandrakesoft künftig drei Varianten an: die Discovery-Edition (45 Euro), das PowerPack (80 Euro) sowie das PowerPack Plus mit acht CDs plus eine DVD (für 200 Euro). Die Angebote unterscheiden sich im Umfang und Support.

Der Mandrake-Store gibt bei Vorbestellungen 15 Prozent Nachlass, es lohnt sich aber, bei anderen Anbietern vorbeizuschauen: So verkauft LinuxLand (http://www.linuxland.de) beispielsweise das PowerPack für rund 60 Euro.

Lindows heißt Linspire

Der amerikanische Distributor Lindows (http://www.lindows.com) benennt sein Software-Produkt in Linspire um. Damit zieht das Unternehmen die Konsequenz aus dem Rechtsstreit mit Microsoft, das in mehreren europäischen Ländern wegen der Verwechselungsgefahr gegen Lindows vor Gericht zogen.

Zwar ist das Urteil in vielen Fällen noch nicht gesprochen, aber die Gerichte verboten Lindows in einigen Ländern, den Namen während der Übergangszeit weiter zu benutzen.

Mit dem neuen Namen bringt die Firma die neue Version 4.5 auf den Markt. Die als Windows-Ersatz beworbene Distribution steht zum Download zur Verfügung. (Andreas Grytz/agr)

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