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von Andrea Müller
Wer bereits die neue Digikam-Version und das zugehörige Plugin-Paket benutzt (siehe Artikel "Sag's mit Bildern" auf Seite ##), bringt die besten Schnappschüsse gleich aus dem Kamera-Tool heraus auf den Postweg zu Freunden und Bekannten.

Ein süchtig machender Vertreter der Gattung Desktop-Spiele ist Glines aus dem Paket gnome-games. Bei Red Hat Linux landet es per Default auf der Festplatte, alle anderen installieren es erst nach.
Unter SuSE Linux nutzen Sie dafür das Software-Modul von YaST, wo Sie in das Suchfeld gnome-games eingeben. Markieren Sie den Treffer, den ein Klick auf Suche herausfischt und wählen Sie Akzeptieren. YaST fordert CD 2 an, kümmert sich um die Abhängigkeiten und spielt die Software ein.
Wer mit Mandrake Linux arbeitet, ist im Kontrollzentrum unter Software verwalten richtig. Starten Sie das Modul zum Hinzufügen von Paketen und geben gnome-games in das Suchfeld ein. Unter Suchergebnisse markieren Sie das Paket mit den GNOME-Spielen. Ein Klick auf Installieren kopiert die Software nach einer Nachfrage, ob auch alle anderen benötigten Pakete eingespielt werden sollen, auf die Festplatte.
Sie starten die Unterhaltung für zwischendurch über ein mit [Alt-F2] geöffnetes Schnellstartfenster, in das Sie glines eingeben. Ihre Aufgabe ist es, waagerechte, senkrechte oder diagonale Reihen mit mindestens fünf gleichfarbigen Kugeln aufzubauen. Diese verschwinden dann als Belohnung vom Spielfeld. Zu Beginn liegen dort fünf Kugeln. Klicken Sie eine davon an und danach auf das Feld, wohin Sie sie verschieben wollen. Sobald Sie einen Zug gemacht haben, kommen drei neue Bälle ins Spiel. Welche das sind, sehen Sie in dem Vorschaufenster unter Die nächsten Bälle. Da Sie eine Kugel nur auf Felder bewegen können, zu denen der Durchgang nicht von anderen versperrt ist, wird es immer enger auf dem Spielfeld. Nur durch gleichfarbige Kombinationen verschaffen Sie sich ein wenig Luft (Abbildung 1).
Ist jedes Feld des Spielbereichs bedeckt, so dass kein Zug mehr möglich ist, trägt Glines Ihren Namen und die erreichte Punktzahl in die Bestenliste ein.
Als Osterei oder auch Easteregg bezeichnet man Funktionen und kleine Gimmicks, die die Programmierer in einem Programm versteckt haben. Oft handelt es sich um Fotos der Entwickler, einen lustigen Spruch oder auch um eine grafische Spielerei. Mozilla ist da keine Ausnahme: Geben Sie in der Adresszeile about:mozilla ein, um einen Spruch aus dem Book of Mozilla zu lesen. Welcher das ist, hängt von der Mozilla-Version ab. Die bei den Distributionen mitgelieferte Version meldet sich mit dem Text aus Abbildung 3, Version 1.6 der Browser-Suite hat einen anderen Spruch auf Lager.
Auch auf den SuSE-Linux-Installations-CDs waretet ein Osterei auf findige Anwender. Dafür müssen Sie SuSE Linux nicht etwa neu installieren; das Easteregg liegt kurz hinter dem Boot-Vorgang versteckt, so dass Sie es sich ansehen und danach den Rechner direkt wieder ausschalten können, ohne dass Daten auf der Festplatte verändert werden. Und so geht's:
Nach einem Druck auf [F5] scheint der Bildschirm zu zerlaufen und in der Mitte nimmt ein grafisch animiertes SuSE-Chamäleon Gestalt an. Es besteht aus sich ständig bewegenden weißen und blauen Linien, so dass das Chamäleon, wie es sich für seine Art gehört, ständig die Farbe wechselt.
Sie hätten besonders wichtige Icons auf dem Desktop gerne größer als andere? Unter GNOME haben Sie nicht nur die Wahl zwischen vordefinierten Größen, sondern jedes Icon lässt sich stufenlos auf die gewünschten Maße ziehen.
Klicken Sie dazu ein Icon mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Symbol strecken aus dem Kontextmenü. Das Minibildchen ist nun von einem Rahmen umgeben, dessen vier Ecken als Anfasser dienen. Greifen Sie einen mit einem Linksklick und ziehen Sie das Symbol mit gedrückt gehaltener Maustaste auf die gewünschte Größe (Abbildung 4). Ein weiterer Klick auf eine beliebige Stelle des Desktops dient als Bestätigung und der Rahmen verschwindet. Wollen Sie später den Originalzustand wiederherstellen, führt der Weg erneut übers Kontenxtmenü: Originalgröße des Symbols wiederherstellen reduziert die Icon-Größe auf die Standardeinstellung.
Gelegentlich benötigt man für ein Dokument Sonderzeichen, die sich über die Tastatur nicht eingeben lassen. Auf diese greifen Sie unter GNOME mit einer praktischen Minianwendung zu. Klicken Sie die GNOME-Leiste mit der rechten Maustaste an und wählen im Kontextmenü Zum Panel hinzufügen / Werkzeug / Zeichenpalette. In der Leiste erscheint nun eine kleine Zeichenauswahl mit französischen Akzenten, dem Ein-Halb- und Copyright-Zeichen und einem n mit Tilde. Klicken Sie das gewünschte Zeichen an. Mit einem Klick der mittleren Maustaste können Sie es nun in jedes beliebige Dokument einfügen. Haben Sie eine Maus mit nur zwei Tasten, drücken Sie beide gleichzeitig.
Wer andere Sonderzeichen braucht, kann sich in der Zeichenpalette seine eigene Kollektion zusammenstellen.

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Künftig haben Sie die am häufigsten benötigten Sonderzeichen per Mausklick parat. (eba)
| Infos |
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[1] Andrea Müller: "Shell-Tipps", EasyLinux 01/2004, S. 69 ff. http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2004/01/069-shell-tipps/
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Last modified: 2007-01-25 17:15
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