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von Thomas Hümmler
Wenn Sie Einstellungen geändert haben, diese aber nicht übernommen werden, kann das zwei Gründe haben: Sie haben die neuen Einstellungen nicht mit Sichern gespeichert, sondern nur mit OK bestätigt. Dann sind diese Änderungen beim erneuten Starten von Gimp hinfällig. Sichern Sie also Ihre Einstellungen, wenn Sie dauerhaft sein sollen.
Der zweite Grund: Manchmal müssen Sie Gimp neu starten, um neue Optionen zu aktivieren.
Wenn Sie mit Gimp ein neues Bild erzeugen und speichern, können Sie in vielen Dateiformaten einen Kommentar mitspeichern. Standardmäßig schlägt Gimp vor: "Created with The GIMP". Schreiben Sie hier, was Sie wollen, zum Beispiel einen Copyright-Hinweis mit Ihrem Namen oder die Adresse Ihrer Homepage.
Um diesen Kommentar dauerhaft vorzugeben, wählen Sie Datei / Einstellungen und wechseln in die Kategorie Neues Bild / Standard Kommentar. Tragen Sie rechts in das Feld den Kommentar ein, den Gimp beim Speichern neuer Bilder vorschlägt (Abbildung 1). Klicken Sie anschließend auf Sichern.
In der Voreinstellung speichert Gimp vier Bilddateien im Datei-Menü, auf Wunsch bis zu 16. Wählen Sie dazu Datei / Einstellungen und wechseln in die Kategorie Oberfläche. Im Bereich Allgemein stellen Sie neben Größe der Dokumentenliste der gewünschten Wert ein. Klicken Sie anschließend auf Sichern, um die Einstellungen dauerhaft zu ändern.
Möchten Sie nach dem Zoomen gern einen größeren Bildausschnitt sehen? Dann schalten Sie die Option Verändere Fenstergröße beim Zoomen ein. Die finden Sie, wenn Sie Datei / Einstellungen wählen und dann die Kategorie Oberfläche / Bildfenster öffnen. Die Option hat übrigens auch den umgekehrten Effekt: Wenn Sie das Bild verkleinern, wird auch das Bildfenster entsprechend verkleinert (Abbildung 2 und 2a).

"Laufende Ameisen" werden in Gimp die blinkenden Grenzen einer Auswahl genannt. Die Geschwindigkeit der laufenden Ameisen können Sie anpassen, so dass sie schneller oder langsamer laufen. Veringern Sie den Vorgabewert von 300 (minimal 50), laufen sie schneller; erhöhen Sie den Wert (maximal 32 000), werden die Tiere müde. Sie erreichen die "laufenden Ameisen" über Datei / Einstellungen / Oberfläche / Bildfenster.
In der Titelleiste eines Bildfensters stehen verschiedene Informationen über die geladene Bilddatei -- etwa der Dateiname, der Bildtyp und der Zoomfaktor. Hier erfahren Sie auch, ob die Bilddatei geändert, aber noch nicht gespeichert ist.
Den Bildtitel stellen Sie ein unter Datei / Einstellungen / Oberfläche / Bildfenster. Im Feld Format des Bildtitels steht zunächst die Zeichenkette %D*%f-%p.%i (%t) %z%%. Ändern Sie hier das kleine "f" in ein großes und Sichern die Einstellungen (Abbildung 3). Künftig wird der Dateiname samt komplettem Pfad in der Titelleiste angezeigt. Sollte sich das kleine "f" nicht in ein großes wandeln, löschen Sie eines der anderen Zeichen, zum Beispiel %p für die Bild-ID. Welche Parameter Sie hier außerdem einsetzen können, steht in der Tabelle "Formate für die Titelleiste".
| Tabelle 1: Formate für die Titelleiste | |
| Code | Bedeutung |
| %% | Prozentzeichen |
| %f | Dateiname (bzw. "Unbenannt") |
| %F | Dateiname samt Pfad (bzw. "Unbenannt") |
| %p | Bild-ID |
| %i | Bildinstanz |
| %t | Bildtyp (RGB, indexiert, Graustufen) |
| %z | Prozentuale Vergrößerungsanzeige |
| %s | Vergrößerung als Verhältnis |
| %d | Vergrößerung als umgekehrtes Verhältnis |
| %D* | das Sternchen (*) wird angezeigt, wenn die Datei geändert wurde |
Um die Werkzeuge genau zu positionieren, benutzen Sie in Gimp statt des normalen Werkzeugsymbols ein Fadenkreuz. Das erleichtert den Umgang mit Pipette oder Füllwerkzeug.
So stellen Sie auf das Fadenkreuz um: Wählen Sie Datei / Einstellungen / Oberfläche / Bildfenster. Im Bereich Zeigerbewegung wählen Sie aus der Liste Cursor-Modus den Eintrag Werkzeugicon mit Fadenkreuz oder Nur Fadenkreuz.
Gimp braucht viel Speicher -- hat Ihr System nur wenig, lassen Sie das Programm nicht so verschwenderisch damit umgehen. Wählen Sie Datei / Einstellungen / Umgebung und schalten dort die Option Zurückhaltende Speicherausnutzung ein.
In der Voreinstellung können Sie die letzten fünf Aktionen rückgängig machen. Meist ausreichend, können aber im Einzelfall -- etwa, wenn Sie viel mit Filtern arbeiten -- auch mehr sinnvoll sein. Wählen Sie Datei / Einstellungen / Umgebung und stellen dort unter Ressourcenverbrauch die Schritte der Rückgängigmachung ein (Abbildung 5). Maximal können Sie in Gimp 255 Schritte zurücknehmen; der kleinste Wert ist 0.
Erhöhen Sie den Wert nicht unnötig. Zwar ist auch auf einem System mit wenig Arbeitsspeicher egal, welchen Wert Sie hier einstellen: Die Schritte zum Rückgängigmachen sind nur durch den Festplattenplatz begrenzt. Aber wenn auf einmal der Platz knapp wird, können Sie möglicherweise nicht mehr speichern. Jederzeitigen Überblick über die Platzauslastung gibt Ihnen in einer Konsole das Kommando df.
Die Größe des Datenspeichers standardmäßig auf 32 MByte eingestellt. Das ist für professionelle Bildbearbeitung zu wenig. Änderen Sie den Wert über Datei / Einstellungen / Umgebung im Bereich Ressorucenverbrauch (Abbildung 5). Nach oben ist keine Grenze gesetzt: Geben Sie Gimp also so viel, wie es braucht.
Allerdings sollten Sie nicht mehr als den tatsächlich vorhandenen physikalischen Speicher zur Verfügung stellen. Wie viel Sie noch frei haben, prüfen Sie im Infozentrum von KDE: Öffnen Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster, geben dort Kinfocenter ein und drücken die [Eingabe]-Taste. Klicken Sie links im Menübaum auf Speicher, um diesen rechts angezeigt zu bekommen. Wichtig ist für Sie die zweite Zeile Freier physischer Speicher (Abbildung 4). Bis zu dieser Menge können Sie Gimp problemlos Speicher zuteilen. Wie viel Sie Gimp letztlich gönnen, finden Sie durch Ausprobieren heraus. Lassen Sie darum das Infozentrum geöffnet und beobachten den Speicherbedarf.
Um ein Bild zu skalieren, fügt Gimp zwischen vorhandene Pixel neue ein, die möglichst gut zwischen die alten passen. Dafür gibt es drei verschiedene Berechnungsmethoden: Pixelverdopplung, lineare oder kubische Interpolation. Voreingestellt ist die lineare Interpolation. Um beste Ergebnisse zu erzielen, sollten Sie auf die kubische Interpolation umschalten (Abbildung 5). Das Berechnen dauert dabei etwas länger, fördert aber die Qualität der Bilder. Wählen Sie dazu Datei / Einstellungen / Umgebung und im Bereich Skalierung die Option Kubisch (langsam).
Wenn Sie ein neues Bild anlegen, sollte Gimp es in Originalgröße auf dem Bildschirm darstellen, das heisst, das Länge und die Breite auf dem Bildschirm den tatsächlichen Werten entsprechen. Ist lediglich eine Standardauflösung von 72 dpi eingestellt, kann das Programm das nicht. Dann sollten Sie den Bildschirm entsprechend kalibrieren. Wählen Sie Datei / Einstellungen / Bildschirm und klicken auf die Schaltfläche Kalibrieren. Nehmen Sie ein Lineal zur Hand und messen im folgenden Bildschirm die horizontale und die vertikale Strecke. Wählen Sie als Maßeinheit Millimeter und tragen die Messwerte dann in die Felder ein. Klicken Sie anschließend auf OK und die entsprechende Bildschirmauflösung wird in die Felder eingetragen.
Ob Ihre Werte richtig sind, können Sie mit einem neuen Bild schnell feststellen: Erzeugen Sie eines mit 100 Millimeter Breite und 100 Millimeter Höhe, klicken dann mit der rechten Maustaste in das Bild, wählen Ansicht und schalten die Option Punkt für Punkt aus. Jetzt sollte das Bild auf dem Bildschirm genau 100 Millimeter breit und 100 Millimeter hoch sein. (fan)
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Last modified: 2007-01-25 17:15
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