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Erschienen in EasyLinux 07/2004   »   Ausgabe bestellen

Leserbriefe

Autostart von Programmen

Wie kann man unter Linux -- ähnlich wie bei der Autostartfunktion bei Windows -- den Start von Programmen (z. B. knotes) automatisieren, so dass diese gleichzeitig mit dem Hochfahren des Systems gestartet werden?

Übrigens: Ich (relativ erfahrener DOS und Windows-Benutzer, aber kein "Computerfreak") finde die Konzeption der Zeitung ausgesprochen gelungen. Eine gute Mischung aus praktischen Tipps, Hinweisen zur Einrichtung und zu nicht ganz so bekannten Programmen. Weiter so!

Egbert Osterwald, per E-Mail

EasyLinux: Bei Anwendungen für normale Nutzer ist das unter KDE sehr einfach. Entweder nutzen Sie die KDE-Sitzungsverwaltung: Sobald Sie sich über den K-Button abmelden, speichert sie, welche Programme gerade laufen, und ruft diese beim nächsten KDE-Start automatisch auf.

Starten Sie einfach alle Anwendungen, die Sie brauchen und melden Sie sich ab und wieder an. Dann empfängt KDE Sie künftig mit allen Programmen, die Sie regelmäßig verwenden.

Alternativ gibt es, ebenso wie unter Windows, einen Autostart-Ordner. Aktivieren Sie im Konqueror die Ansicht versteckter Dateien und wechseln Sie in das Verzeichnis .kde in Ihrem Home-Verzeichnis. Dort liegt ein Ordner namens Autostart. Wenn Sie hinein wechseln, können Sie über Neu erstellen / Verknüfung mit Programm einen neuen Autostart-Eintrag anlegen. In die folgende Dialogbox gehört der Name der Anwendung, also z. B. knotes in das Feld Befehl auf der Registerkarte Ausführen. (amü)

Welche Distribution?

Ich würde gerne auf Linux umsteigen. Leider bieten Sie drei verschiedene Distributionen an: SuSE, Red Hat und Mandrake. Für welche Variante soll ich mich entscheiden? Welche Unterschiede sind zu beachten? Was ist für einen Umsteiger bzw. Neueinsteiger die beste Lösung?

Alles Fragen, auf die ich keine Antwort in Ihrer Zeitschrift gefunden habe. Können Sie helfen?

Ludger Kuppens Groot, per E-Mail

EasyLinux: Die einzelnen Distributionen unterscheiden sich hauptsächlich durch die mitgelieferten Konfigurations-Tools, eine anders aussehende Installationsroutine und einige Programme in unterschiedlichen Versionen.

Die Frage nach der "besten Distribution" ist Geschmackssache. Wenn Sie jemand kennen, der schon mit Linux arbeitet, verwenden Sie einfach dieselbe Distribution. Falls dann Fragen aufkommen, haben Sie gleich einen Ansprechpartner, der sich auch mit den "Eigenheiten" der Distribution auskennt.

Hier in Deutschland ist SuSE Marktführer, so dass Sie zu dieser Distribution erfahrungsgemäß viele deutschsprachige Anleitungen im Internet finden.

Die "beste Distribution" gibt es leider nicht, deshalb können wir im Heft auch keine klare Empfehlung aussprechen. Im Zweifelsfall probieren Sie einfach mehrere Distributionen aus und nehmen die, die Ihnen am besten gefällt. (amü)

Mandrake Linux 10, 06/2004

Vielen Dank für den gut recherchierten Artikel über Mandrake Linux 10 Community. Eure Erfahrungen mit Installation und täglicher Arbeit kann ich fast komplett reproduzieren. Zusätzlich hatte ich ein anderes Problem:

Ich gehe über einen Hardware-Router/Switch per DSL ins Internet. Aus bestimmten Gründen muss ich das System mit einer festen IP-Adresse ausstatten. Nach jedem Neustart habe ich dann festgestellt, dass in der Konfiguration der Nameserver immer als erstes die Loopback-Adresse aufgeführt wurde und dann noch zwei der drei Nameserver, die ich selbst angegeben hatte, obwohl ich eine andere Konfiguration mit dem Mandrake-Kontrollzentrum abgespeichert hatte:

Manuell wurden die Nameserver xxx.xxx.xxx.xxx, yyy.yyy.yyy.yyy und zzz.zzz.zzz.zzz eingetragen; nach dem Neustart finde ich 127.0.0.1, xxx.xxx.xxx.xxx und yyy.yyy.yyy.yyy.

Das Problem habe ich dadurch behoben, dass ich die Dienste hotplug, harddrake und devfsd ausgeschaltet habe -- mit der Überlegung, dass ich bei neuer Hardware die Daemons wieder kurzzeitig zur Konfiguration starte und nach Einbindung der Hardware alle Autoerkennungs-Daemons wieder abschalte.

Das Problem ist daher bisher nicht mehr aufgetreten. Es sei noch angemerkt, dass der Internet-Zugang trotzdem funktionierte -- nur traten durch die Fehlkonfiguration unnötige Wartezeiten auf.

Martin Schäfer, per E-Mail

EasyLinux: Ich habe das hier in der Redaktion reproduzieren können. Die Deinstallation des Paketes tmdns hat das Problem gelöst. Das Programm ist ein lokal cachender Nameserver. Falls Sie ihn nicht komplett deinstallieren möchten, können Sie tmdns auch im Mandrake-Kontrollzentrum in der Liste der automatisch startenden Dienste deaktivieren.

Die Dienste können Sie nach der Deaktivierung von tmdns wieder anschalten. devfsd und hotplug sollten Sie auf jeden Fall aktivieren, harddrake ist nicht unbedingt nötig -- es reicht, die Hardware-Autoerkennung zu starten, wenn Sie wirklich ein neues Gerät in den Rechner einbauen. Da die Autoerkennung recht lange dauert, verzögert harddrake den Boot-Vorgang leider beträchtlich. (amü)

Weiter so!

Das EasyLinux-Heft ist prima. Wichtig, dass kleine Mängel der einzelnen Distributionen herausgestellt und verbessert werden.

Eigentlich wollte ich für Computer-Zeitschriften kein Geld ausgeben, aber EasyLinux ist so brauchbar, dass ich das Heft abonniert habe.

Bitte bringt mal einen Artikel über die Menüstruktur und wie man Menüs auf einzelne Benutzer übertragen kann. Außerdem ist die Menüstruktur bei SuSE anders als bei Mandrake.

Danke!

Dieter Frase, per E-Mail

Programme auf externe Festplatte auslagern

Auf meiner Notebook-6-GByte-Festplatte reicht der Platz nicht mehr aus. 4 GB wird von Windows belegt, und 2 GByte habe ich für Linux SuSE Linux 8.2 abgezweigt. Das funktioniert schon lange sehr stabil.

Jetzt reichen mir aber die 2 GByte für Linux nicht mehr aus. Ich habe eine externe Festplatte über USB ans Notebook angeschlossen und auf /media/sda1 gemountet. Damit kann ich wunderbar Dateien dort abspeichern, kopieren usw. Was ich aber will, ist, neue Software-Pakete (z.B. Spiele, Multimedia Tools, ...) von der Distributions-CD oder aus dem Internet auf diese externe Festplatte installieren.

Beim Öffnen des YaST-Software-Installationsmoduls (Paketmanager) kommt die Meldung, dass zu wenig Platz auf der Festplatte ist. (Die 2 GByte sind eben schon zu 95% voll.)

1. Wie kann ich Yast "sagen", dass es auf die 40 GByte der externen Festplatte das Paket installieren soll, oder geht das überhaupt nicht?

2. Wenn es irgendwie gehen sollte, was passiert, wenn einmal die externe Festplatte nicht angeschlossen ist. Funktionieren dann nur die darauf installierten Programme nicht oder läuft dann das ganze Linux-System nicht mehr sauber?

3. Generell ist mir unklar, aus welchen Bestandteilen ein Linux-Software-Paket besteht, wie ich es an einen bestimmten Ort meiner Wahl installieren und wie ich es dort starten kann.

4. Unter Windows kann ich einfach angeben, an welchen Ort das Programm installiert werden soll. Bei kleineren Programmen kann ich auch einfach bei Bedarf die exe-Datei woanders hin kopieren und mit Doppelklick starten.

5. Ich kann auch Verknüpfungen auf den Desktop installieren und kopieren usw. Wie geht das alles unter Linux?

Wo gibt es speziell dazu nähere Informationen?

Markus Schütze, per E-Mail

EasyLinux: 1. Prinzipiell geht das, erfordert aber bei einem schon installierten System einiges an Bastelei. Sie können YaST nicht anweisen, ein bestimmtes Programm an einem anderen Ort zu installieren -- da ist das RPM-Paketsystem relativ starr und unflexibel.

Was Sie dagegen tun können, ist, ganze Verzeichnisse auf Ihre externe Festplatte auszulagern, zum Beispiel /usr, /opt oder /home. Die Festplatte muss dann unter diesem Namen (also z. B. /usr statt /media/sda1) gemountet werden, damit Linux die Programme dort findet.

Bei einer Neuinstallation können Sie das unter SuSE Linux von vornherein so einstellen. Wenn Sie die Operation am lebenden Patienten riskieren wollen, hilft vielleicht http://lists.suse.com/archive/suse-linux/1998-May/2004.html.

2. In der Theorie sollten dann nur Programme von dieser Platte nicht mehr funktionieren. (Allerdings wären das bei /usr und /opt so ziemlich alle, die Sie sonst zum Arbeiten benutzen, bei /opt fehlen dann zum Beispiel KDE und GNOME).

3. Im Konqueror können Sie in ein RPM-Paket reinschauen.

4. Das Zielverzeichnis können Sie nur auswählen, wenn Sie das Programm selbst kompilieren. Ein Verschieben von ausführbaren Dateien ist möglich, entspricht aber nicht der Philosophie von Linux: Diese geht davon aus, dass Programme vorhersehbar an bestimmten Orten liegen -- andere Programme verlassen sich da zum Beispiel drauf. Und für Sie als Benutzer ist es auch von Vorteil: Ist alles korrekt installiert, müssen Sie auch auf einem fremden System nicht erst suchen, wo der Eigentümer ein Programm installiert hat, sondern Sie geben den Programmnamen in die Konsole ein und starten damit die Anwendung.

5. Das können Sie auch unter Linux: Rechtsklick auf den Desktop, Neu erstellen / Verknüpfung mit Programm -- und dann können Sie schon die Vorteile von Linux genießen: Sie müssen das Programm nämlich nicht erst suchen, sondern geben nur den richtigen Namen ein, z. B. "k3b" für das KDE-Brennprogramm. (eba)

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