![]() |
|
||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
|
|||||||||||||||||||||
von Martin Loschwitz
Der Umstieg von Windows auf Linux geschieht meist nicht radikal, sondern eher etappenweise. Radikal hieße, dass man vom Zeitpunkt X an ausschließlich mit dem freien Betriebssystem arbeitet und das bis dato verwendente Windows gänzlich über Bord wirft. Tatsächlich läuft der Umstieg heute aber anders: Zunächst installieren die meisten Anwender Linux auf einer seperaten Festplattenpartition neben Windows. Später kommt dann der Zeitpunkt, an dem Linux häufiger verwendet wird als das "alte" Betriebssystem. Und schließlich bleibt Windows nur noch für ganze spezielle Programme auf der Festplatte, während der größte Teil der Arbeit mit Linux verrichtet wird. Dieses Phänomen ist auch dort zu beobachten, wo für Firmen elementar wichtige Programme nicht in einer Linux-Version vorliegen und es kein gleichwertiges Programm für Linux gibt.
Eben in solchen Fällen ist es lästig, immer dann, wenn man ein bestimmtes Programm benutzen muss, Linux vollständig zu verlassen und Windows zu booten. Ein Zwischending wäre ideal: Während das System selbst weiter unter Linux läuft und so Zugriff auf alle bekannten Programme und generell die gewohnte Oberfläche bietet, müsste man ein laufendes Windows einfach per Mausklick auf den Bildschirm holen und damit arbeiten können -- ohne Linux ganz zu verlassen.
Genau das haben sich wohl auch die Entwickler der amerikanischen Firma VMware gedacht. Ihre Lösung: ein Programm, das unter Linux oder Windows läuft und dort auf Software-Ebene einen vollständigen Computer vorspiegelt -- emuliert. Somit wurde es möglich, unter Linux einen Computer mit Windows per Mausklick zu starten. Während VMware anfänglich noch nicht besonders umfangreich war, hat es heute auch interessante Features wie das Durchschleifen von CD-Brennern mit an Bord.
Der einzige Wermutstropfen an VMware ist damit der Preis: Eine Einzelplatzlizenz für Linux schlägt mit satten 219,- Euro zu Buche. Wer den Preis nicht scheut, spart sich im Alltag aber eine Menge Zeit und Arbeit, die durch den ständigen Wechsel zwischen Windows und Linux verbraucht würde. VMware können Sie bei verschiedenen Händlern erwerben. So gibt es bei http://www.linuxland.de/ zum Beispiel die Möglichkeit, sich die Lizenzdaten per E-Mail schicken zu lassen. Wer VMware erst ausprobieren möchte, kann auf der Website von VMware (http://www.vmware.com/) nach Registrierung eine 30-tägige Lizenz zum Testen anfordern.
Bevor Sie VMware und weitere nötige Software herunterladen und installieren, sollten Sie prüfen, ob Ihr Rechner die nötigen Voraussetzungen erfüllt: Ein aktueller Prozessor sollte es schon sein (beispielsweise läuft das Programm nicht auf einem alten AMD K6), und auch Arbeitsspeicher (RAM) und Plattenplatz sollten nicht zu knapp sein.
Was das RAM angeht, benötigen Sie genug Arbeitsspeicher, um zwei Betriebssysteme gleichzeitig laufen zu lassen. Aktuelle Linux-Systeme erwarten mindestens 256 MByte RAM, und dem Windows-System im emulierten PC sollten Sie die gleiche Menge Speicher zukommen lassen, mindestens aber 128 MByte. Damit dürfte die unterste Grenze für akzeptables Arbeiten bei 384 MByte Hauptspreicher liegen -- 512 MByte wären besser, ab 768 MByte sind Sie vollends im grünen Bereich.
Der Plattenplatzbedarf ist nicht so problematisch; mit aktuellen Plattengrößen von 80 GByte an aufwärts ist in der Regel genug Platz vorhanden.
Wir wollen Ihnen VMware mit diesem Artikel vorstellen. Dabei werden wir zunächst auf die Installation unter SuSE Linux 9.0 und 9.1 sowie Red Hat Linux 9 und Mandrake Linux 9.2 eingehen und dann konkret am Beispiel demonstrieren, wie Sie Windows XP unter VMware installieren und optimal konfigurieren.
Vor der Arbeit mit VMware erwartet Sie leider noch mehr Arbeit: Dabei hängt es von Ihrer Installation ab, ob Sie mit wenigen Arbeitsschritten auskommen oder ob Sie etwas mehr tun müssen. Konkret lautet die Frage, ob Sie den Standard-Kernel Ihrer Distribution verwenden oder ob sie den Kern Ihres Systems -- zum Beispiel im Zuge eines Sicherheits-Updates -- zwischenzeitlich ausgetauscht haben. VMware benötigt nämlich, damit es ordentlich funktionieren kann, einige Module, die es in den Kernel lädt. Der Begriff "Modul" bezeichnet dabei ein kleines Stück Software, das in den Betriebssystemkern geladen wird und diesen dann um bestimmte Funktionen erweitert. VMware greift vor allem in die Netzwerkfunktionen des Kernels ein, so dass ein Modul für diese Aufgabe zwingend notwendig ist.
Im Detail beschreibt der Kasten "Hintergrund: Warum so viel Aufwand?", warum die im Folgenden beschriebenen Schritte notwendig sind.
Sie können die Version Ihres Kernels mit dem KDE-Kontrollzentrum schnell herausfinden. Um es zu starten, wählen Sie aus dem Startmenü den Eintrag Kontrollzentrum. Wichtig ist vor allem der rechte Teil des Startfensters und dort der Eintrag hinter der Zeile mit "Version". Lautet dieser auf bei Ihnen auf 2.4.21-99-default, verwenden Sie den Original-Kernel und können gleich zum Abschnitt "VMware installieren und einrichten" springen. Anderenfalls müssen Sie zunächst einige Zusatzaufgaben abarbeiten.
Da VMware kein Modul für den von Ihnen verwendeten Kernel hat, muss ein solches im Laufe der VMware-Konfiguration erst kompiliert, also aus den Programmquelltexten übersetzt werden. Dazu müssen Sie einige Vorbereitungen treffen, indem Sie die zur Erstellung jener Kernel-Module nötigen Pakete installieren. Leider liegen einige der Pakete der Personal-Version von SuSE Linux 9.0 nicht bei, so dass Sie sie aus dem Internet herunterladen müssen. Weil diese teilweise sehr groß sind, empfiehlt sich das nur, wenn Sie einen DSL-Anschluss haben.
Verwenden Sie die Professional-Version, folgen Sie auch der Anleitung, laden aber die weiter unten Pakete nicht aus dem Internet herunter, sondern installieren sie mit YaST von der DVD.
Wir gehen im folgenden Beispiel davon aus, dass Sie den für SuSE Linux 9.0 aktuellen, von SuSE bereitgestellten Kernel verwenden. Er trägt die Versionsnummer 2.4.21-215. (Eventuell steht noch ein -default hinter der Versionsnummer.) Sollte die Version Ihres Kernels nicht mit 2.4.21-215 übereinstimmen. aktualisieren Sie ihn mit YOU (YaST Online Update), wie es im Kasten "Online-Update mit YaST2" beschrieben wird.
rpm -Uvh *.rpm
cd /usr/src/linux && make cloneconfig && make dep
Zudem müssen Sie noch eine provisorische Lösung für einen Fehler in SuSE Linux 9.0 auf Ihr System anwenden. Durch einen Fehler im popt-Paket käme es sonst nämlich zu Fehlermeldungen während der VMware-Installation. Führen Sie im noch geöffneten Terminal-Fenster als root einfach den Befehl
ln -s /usr/lib/libpopt.so.1 /usr/lib/libpopt.so.0
aus. SuSE hat das Problem in http://portal.suse.com/sdb/de/2003/10/vmware_smbpasswd.html beschrieben.
Weiter geht es jetzt im Abschnitt "VMware installieren und einrichten".
Der einzige große Unterschied, der zwischen SuSE Linux 9.0 und 9.1 existiert, ist der, dass Sie unter SuSE Linux 9.1 auf jeden Fall das Modul für Ihren Kernel selbst kompilieren müssen. Die Distribution ist so neu, dass es sie noch gar nicht gab, als die letzte VMware-Release in den Handel gelangte -- daher liegt VMware kein passendes Modul bei.
Auch bei SuSE Linux 9.1 ist es notwendig, zuvor einige Zusatzpakete zu installieren. Leider liegen diese auch bei Version 9.1 nicht der Personal Edition der Distribution bei, so dass Sie sie aus dem Netz nachladen müssen.
Wir gehen im Folgenden davon aus, dass Sie den jeweils von SuSE bereitgestellten aktuellsten Kernel verwenden. Bei Redaktionsschluss war das die Version 2.6.4-54.5 (eventuell ist an den Namen des Kernels noch -default angehängt). Ob Sie diesen Kernel verwenden, können Sie herausfinden, wie im ersten Abschnitt zu SuSE Linux 9.0 beschrieben. Wenn Sie nicht Kernel 2.6.4-54.5 verwenden, aktualisieren Sie Ihr System zuvor per YaST Online Update (YOU), wie im Kasten "Online-Update mit YaST" erklärt.
rpm -Uvh *.rpm
cd /usr/src/linux && make cloneconfig
Weiter geht es jetzt im Abschnitt "VMware installieren und einrichten".
| Online-Update mit YaST2 |
|
Wenn Sie nicht den aktuellsten von SuSE bereitgestellten Kernel verwenden, können Sie ihn mit YOU, dem YaST Online Update, aktualisieren. Um das zu tun, gehen Sie wie folgt vor: Starten Sie zunächst YaST2 über System/YaST im Startmenü. Geben Sie das Passwort von root ein, wenn Sie danach gefragt werden. Versichern Sie sich dann, dass im linken Teil des neu geöffneten Fensters links der Eintrag Software ausgewählt ist. Klicken Sie rechts auf Online-Update. Es öffnet sich ein neues Fenster. Die voreingestellten Werte können übernommen werden; es kann sich aber auszahlen, verschiedene Server als Installationsquelle zu testen. Damit loten Sie die größtmögliche Geschwindigkeit aus. Klicken Sie auf Weiter, bis Sie beim nächsten Fenster ankommen. Schauen Sie in die Liste der Pakete, die links oben im Fenster angezeigt wird. Setzen Sie einen Haken vor den Eintrag Der Linux Kernel für die Architektur x86, falls dieser Eintrag vorhanden ist. Wenn nicht, haben Sie schon die aktuellste Kernel-Version. Ist der Haken gesetzt, klicken Sie unten rechts auf Übernehmen. Das anschließende Herunterladen und Installieren des Patches kann einige Zeit in Anspruch nehmen; im Normalfall ist aber kein weiteres Eingreifen notwendig. Ein abschließender Klick auf Beenden schließt das YOU-Fenster. Schließlich können Sie YaST beenden. Nach einem Neustart des Systems sollte der neue Kernel funktionieren. Überprüfen können Sie das wiederum im KDE-Kontrollzentrum. |
Auch bei Mandrake Linux ist die Frage nach dem Kernel entscheidend. Wenn Sie den distributionseigenen Kernel verwenden, bringt VMware das Modul für Ihren Kernel bereits mit, und Sie können direkt bei "VMware installieren und einrichten" weiterlesen. Die Version des Standard-Kernels von Mandrake Linux 9.2 ist 2.4.22-10mdk. Ob Sie diesen Kernel verwenden, finden Sie am einfachsten mit dem Programm uname heraus. Öffnen Sie eine Konsole (Startmenü, Terminals/Konsole). Geben Sie den Befehl uname -r ein. Wenn daraufhin der Wert (und nur genau der Wert) 2.4.22-10mdk erscheint, verwenden Sie den Original-Kernel und können zum Abschnitt "VMware installieren und einrichten" springen.
Andernfalls müssen Sie zunächst selbst Hand anlegen. Wir gehen im folgenden Beispiel davon aus, dass Sie den aktuellsten von MandrakeSoft bereitgestellten Kernel verwenden. Dieser trägt die Versionsnummer 2.4.22-30mdk. Sollte die Ausgabe von uname -r nicht 2.4.22-30mdk beinhalten, aktualisieren Sie Ihren Kernel mit MandrakeUpdate (siehe Kasten "Kernel-Update mit urpmi").
rpm -Uhv kernel-source-2.4.22-30mdk.i586.rpm
cd /usr/src/linux && make oldconfig && make dep
Weiter geht es im Abschnitt "VMware installieren und einrichten".
| Kernel-Update mit urpmi |
|
Auch Mandrake Linux bietet von Haus aus ein Tool, mit dem sich der Kernel des Betriebssystems sehr einfach erneuern lässt. Wenn Sie bereits mit MandrakeUpdate gearbeitet haben und mit dem Umgang vertraut sind, können Sie natürlich auch jenes Programm verwenden. Haben Sie MandrakeUpdate aber noch nie benutzt und daher auch noch nicht eingerichtet, gibt es eine elegantere Lösung. Diese scheint auf den ersten Blick zwar wesentlich komplizierter, ist aber flexibler: sie heißt urpmi. Bevor Sie urpmi verwenden können, müssen Sie es erst einrichten. Öffnen Sie eine Kommandozeile (Startmenü, Terminals/Konsole). Werden Sie mit su zum Administrator. Geben Sie hintereinander die Befehle urpmi.addmedia main ftp://ftp.gwdg.de/pub/linux/mandrake/official/9.2/i586/Mandrake/RPMS with ../base/hdlist.cz urpmi.addmedia --update updates ftp://ftp.vat.tu-dresden.de/pub/Mandrakelinux/official/updates/9.2/RPMS with ../base/hdlist.cz ein. Damit ist urpmi konfiguriert. Um den Betriebssystemkern zu aktualisieren, führen Sie schließlich noch den Befehl urpmi kernel-2.4.22.30mdk aus. Wurde dieser Befehl ohne Fehler abgewickelt, sollte Ihr System nach dem Neustart mit den neuen Kernel verwenden. Überprüfen können Sie das mit uname -r. |
Red Hat 9 verfügt nur über sehr begrenzte Möglichkeiten zum Online-Update. Zudem zeigt die Erfahrung, dass bei Red-Hat-Installationen nur selten ein anderer als der Original-Kernel der Distribution zum Einsatz kommt. Aus diesem Grund begnügen wir uns in diesem Beispiel mit dem Original. (Die Versionsnummer ist 2.4.20-8.)
Hier ist nichts zu tun: Die aktuelle VMware-Version hat vorgefertigte Module für diesen Kernel, die bei der Konfiguration (siehe unten) an der passenden Stelle installiert werden.
Nach den distributionsspezifischen Teilen folgt nun eine allgemeine Beschreibung der VMware-Installation und -Konfiguration.
rpm -Uhv VMware-workstation-4.5.1-7568.i386.rpm
Mit dem nächsten Schritt beginnt die Einrichtung von VMware. Leider hat der Hersteller seinem Programm kein grafisches Tool zur Konfiguration spendiert; das Programm ist textbasiert und muss daher aus der Konsole heraus aufgerufen werden. Zudem ist vmware-config.pl nur in Englisch verfügbar.
vmware-config.pl
| Hintergrund: Warum so viel Aufwand? |
|
Die beschriebenen Schritte sind sehr aufwendig -- kaum ein Linux-Programm, das in EasyLinux vorgestellt wird, verlangt Ihnen so viel Arbeit ab. Warum ist das notwendig und warum bietet EasyLinux keine vorkonfigurierten Pakete an, die sich in wenigen Sekunden über das Paket-Management-Tool installieren lassen? Die Antwort liegt darin begründet, wie tief VMware in das Linux-System eingreift. Normale Programme brauchen z. B. keine eigenen Kernel-Module um zu funktionieren -- aber die Emulation eines PC, zudem mit guter Performance, macht dies notwendig. Da nicht jeder Linux-PC mit der gleichen Kernel-Version läuft, Kernel-Module aber jeweils zum Kernel passen müssen, ist in vielen Fällen das Erzeugen eigener Kernel-Module notwendig -- ein Modul, das für Kernel 2.4.23 erzeugt wurde, läuft nicht ohne Weiteres unter Kernel 2.4.22. Damit Ihr Linux-PC ein Kernel-Modul übersetzen kann, müssen verschiedene Pakete installiert sein, die bei typischen Standardsystemen nicht automatisch eingerichtet werden und bei den Personal-Versionen von SuSE Linux nicht mal auf den Installations-CDs vorhanden sind: Das sind die Kernel-Quellen und verschiedene Pakete, die eine Software-Entwicklungsumgebung (Compiler, Bibliotheken, Hilfsprogramme) bereitstellen. Wenn Sie im Rahmen der Beschreibung umfrangreichere Downloads und Paketinstallationen durchgeführt haben, ist dies der Grund dafür. Das Fehlen eines grafischen Installers, der Ihnen all diese Aufgaben abnehmen oder wenigstens komfortabler gestalten würde, ist sicher bedauerlich. Dafür ist zumindest die anschließende Arbeit mit VMware recht einfach. |
Nach all den Vorarbeiten können Sie VMware starten. Öffnen Sie dazu mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie den Befehl vmware ein. Es öffnet sich ein Fenster, das aussieht wie in Abbildung 1.
Um mit VMware zu arbeiten, müssen Sie zunächst die Daten Ihrer Lizenz eingeben -- ansonsten verweigert VMware die Zusammenarbeit. Wählen Sie dazu den Menüpunkt Help / Enter Serial Number.
Geben Sie in die Maske (Abbildung 2) dann die Daten entsprechend den Informationen aus Ihrer Lizenzdatei ein. Klicken Sie schließlich auf Ok.
Sie haben nun zwar VMware selbst eingerichtet; zusätzlich müssen Sie in VMware aber noch den virtuellen Computer konfigurieren, auf dem Sie dann Windows installieren. Das geht so:
Sie gelangen nun in das Hauptfenster von VMware zurück, das den gerade angelegten virtuellen Computer bereits anzeigt. Als Arbeitsspeicher für den virtuellen PC reserviert VMware 256 MByte. Windows XP fühlt sich aber bekanntermaßen umso wohler, je mehr Speicher ihm zur Verfügung steht. Wenn Sie wesentlich mehr als 512 MByte Arbeitsspeicher im Rechner haben, sollten Sie diesen Wert auf 512 MByte setzen; andernfalls sollten 320 MByte ausgewählt werden.
Bedenken Sie beim Berechnen des Arbeitsspeichers, dass Sie nicht den gesamten im realen Rechner eingebauten Speicher angeben können: Schließlich brauchen Linux als Host- (Gastgeber-) System und die laufenden Linux-Programme ebenfalls Arbeitsspeicher. Bleiben Sie deswegen mit dem Speicher, den Sie dem virtuellen Rechner spendieren, deutlich unter der Marke des real vorhandenen Arbeitsspeichers.
Um den Arbeitsspeicher für den virtuellen PC zu vergrößern, gehen Sie wie folgt for:
Damit Sie Windows im virtuellen Computer benutzen können, müssen Sie es zunächst genau wie bei jedem normalen Computer installieren. Legen Sie dazu Ihre Windows-CD ins Laufwerk. Dann ist ein Klick auf Start virtual machine fällig. Bevor der virtuelle Rechner startet, werden Ihnen noch ein oder zwei Hinweise angezeigt. Markieren Sie bei beiden Fenstern die Option Never show this hint again ("Diese Meldung nie wieder anzeigen") und klicken Sie dann auf Ok.
Sie gelangen nun in das Windows-XP-Setup, das wir hier nicht näher beschreiben. Sollten Fragen aufkommen, helfen die Windows-Installationsanleitung oder andere Quellen zur Windows-Einrichtung.
Nachdem Windows unter VMware installiert ist und Sie sich zum ersten Mal eingeloggt haben, gilt es noch, eine letzte Klippe zu umschiffen: Windows bringt keinen Treiber für die von VMware emulierte Grafikkarte mit, so dass die Grafikdarstellung eine sehr niedrige Auflösung verwendet. Zudem ist der Mauszeiger, wenn man einmal in die Windows-Session in VMware geklickt hat, im VMware-Fenster gefangen und muss erst mit [Strg-Alt] wieder freigegeben werden. Bei der alltäglichen Arbeit ist das sehr störend.
Abhilfe schaffen die VMware-Tools. Diese sind im Wesentlichen ein Software-Paket, das im virtuellen Windows XP installiert wird und dort die beschriebenen Probleme behebt: Nach der Installation der VMware-Tools können Sie den Mauszeiger ohne Zwischenschritt in das VMware-Fenster und aus dem VMware-Fenster heraus bewegen. Auch die Auflösung der Anzeige lässt sich dann erhöhen -- das VMware-Fenster wird dabei größer.
Die Installation der VMware-Tools ist beinahe schon trivial. Sie müssen zunächst, falls noch nicht geschehen, das Windows-System unter VMware booten. Wählen Sie dann im VMware-Fenster den Menüpunkt VM / Install VMware Tools. Zunächst wird dann ein Hinweis zu den VMware-Tools angezeigt, den Sie mit einem Klick auf Install bestätigen. Dann wird im virtuellen Windows XP die Installation der Tools gestartet.
Sie sehen einen Installationswizard im Windows-typischen Stil. Bestätigen Sie alle Dialogfenster mit Next oder Finish. Schließlich ist noch ein Reboot des virtuellen Systems (nicht des Linux-PCs!) nötig, zu dem der Installationsassistent Sie auffordert.
Nach dem Reboot können Sie mit den normalen Windows-Tools zum Beispiel die Auflösung der VMware-Sitzung erhöhen. Der Mauszeiger bleibt nicht mehr im VMware-Fenster hängen. Ihr Windows XP ist damit vollständig eingerichtet, und Sie können nun damit beginnen, Ihre Windows-Programme zu installieren. (hge)
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
Druckerfreundliche Version |
Feedback zu dieser Seite |
Datenschutz |
© 2012 Linux New Media AG |
Last modified: 2007-01-25 17:15
[Linux-Magazin]
[LinuxUser]
[Linux-Community]
[Admin-Magazin]
[Ubuntu User]
[Smart Developer]
[Linux Events]
[Linux Magazine]
[Ubuntu User]
[Admin Magazine]
[Smart Developer]
[Linux Magazine Poland]
[Linux Community Poland]
[Linux Magazine Brasil]
[Linux Magazine Spain]
[Linux Technical Review]