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von Inga Rapp
Jeder Redner möchte seinen Zuhörern im Gedächtnis bleiben. Nicht umsonst sind inzwischen Präsentationen jeglicher Art zur Untermalung von Vorträgen weit verbreitet. Inhalte werden zusätzlich zum Vortrag noch einmal visuell aufbereitet. Auf diese Weise bleiben sie länger im Gedächtnis haften. Mit ungewöhnlich gestalteten Folien ist die Chance größer, dass der Zuhörer sich erinnert.
Das OpenOffice-Modul Impress ist in der Lage, Ihnen bei der Gestaltung des Außergewöhnlichen unter die Arme zu greifen. Wir stellen Ihnen hier die Option Font Work vor, mit der Sie Schriftzüge bearbeiten können, und wir zeigen Ihnen, wie Sie Sound-Effekte sinnvoll einsetzen.
Wie so häufig ist "learning by doing" die beste Methode, um die Möglichkeiten eines Programms zu erfassen. In diesem Fall basteln wir eine beispielhafte Seite einer Präsentation, auf der ein wenig Raum für Schrifteffekte sein soll.
Im Mittelpunkt des Beispiels steht Tux, das Linux-Maskottchen. Ein passendes Bild finden Sie zum Beispiel unter http://www.cs.pitt.edu/~kirk/cs1501/assignments/compression/mtf/data/tux-large.jpg oder bei Google über die Bildersuche nach "Tux".
Öffnen Sie eine neue Präsentation; wählen Sie dafür ein leeres Layout ohne vorgegebene Textfelder aus.
Über den Menüpunkt Einfügen / Grafik findet Tux seinen Platz in der Mitte der noch leeren Folie. Kleiner Tipp: falls Sie die Größe des Bilder verändern wollen, ohne es zu verzerren, dann halten Sie einfach zusätzlich zur linken Maustaste die Shift-Taste gedrückt. So bleibt das ursprüngliche Seitenverhältn zu schlank noch zu dick.
In der Button-Leiste am linken Bildschirmrand findet sich ein kleines T auf dem dritten Platz von oben. Ein Klick mit der linken Maustaste aktiviert diese Funktion; ein neues Textfeld kann sich nun zu Tux gesellen. Am besten geben Sie direkt nach dem Erzeugen des Textfeldes etwas ein. Wenn Sie das neue Textfeld leer lassen und dann aus Versehen auf den Hintergrund der Präsentationsfolie klicken, ist das gerade erzeugte Textfeld wieder fort. Wenn einmal etwas eingegeben ist, bleibt das Textfeld bestehen. Sie können den Text dann wie gewohnt markieren und Schrifttyp, Größe, Farbe und Stil auswählen. Für unser Beispiel nehmen wir die Zeichenfolge "Pinguinalarm" im Schrifttyp Arial mit einer Größe von 40 pt.
Noch sieht der "Pinguinalarm" allerdings relativ langweilig aus. Die Option Font Work sorgt dafür, dass das nicht allzu lange so bleibt. Sie finden sie im Menü Format. Es kann sein, dass das Menüfeld Font Work nach dem Aufrufen komplett grau bleibt und sich auch nicht durch noch so viele Klicks mit der Maus aktivieren lässt. Meist fehlt allerdings nur ein Klick zum Glück respektive zur Aktivierung des Feldes -- und zwar der auf den Rand des Pinguinalarm-Textfeldes. Mit Font Work können Sie dieses Textfeld bearbeiten, aber natürlich ist das nur möglich, wenn ebendieses Textfeld auch aktiviert ist.
Die augenfälligste Veränderung für den Zuschauer einer Präsentation ist die der Grundlinie, auf der der Schriftzug angeordnet ist. Die zwölf Felder ganz oben im Font-Work-Menü sind dafür zuständig. Sie können den Schriftzug nach oben oder unten wölben, zur Seite oder im Kreis anordnen. Letzteres bietet sich besonders bei längeren Schriftzügen an.
Den Grad der Wölbung können Sie am einfachsten durch eine Größenveränderung des Textfeldes regulieren. Faustregel: Je flacher das Textfeld, desto flacher auch die Kurve, die durch Font Work erzeugt wird. Das gleiche Prinzip gilt für die Breite des Textfeldes. Ziehen Sie einfach solange an den Eckpunkten herum, bis es für Sie ansprechend aussieht.
Die Button-Reihe darunter bestimmt, in welche Richtung die Buchstaben gekippt werden. Sie können sie wahlweise drehen, aufrecht stehen lassen, horizontal oder vertikal kippen lassen.
Gerade bei der letzten Option ist das Ergebnis häufig, dass die ersten und letzten Buchstaben einer Zeichenkette nicht lesbar sind. Einige Leerzeichen vorne und hinten im Textfeld rücken den Schriftzug leicht wieder in eine lesbare Perspektive.
Auch die Laufrichtung der Buchstaben können Sie ändern: Dafür ist die dritte Button-Reihe im Font-Work-Fenster zuständig. Wenn Sie also lieber von rechts nach links als von links nach rechts schreiben, nutzen Sie den großen Doppelpfeil links außen.
In den Feldern für Abstand und Einzug können Sie die Abstände der Buchstaben voneinander und vom Seitenrand ändern.
Die unterste Button-Reihe birgt Optionen zur Umrandung der Buchstaben und zur Anwendung von Schatten. Die beiden Felder mit den Zahlen unten lassen Ihnen die Freiheit, die Größe der Schatten so zu ändern, wie es zu Ihrer Präsentation am besten passt.
Wir haben hier den senkrechten Schatten 0,5 cm auf der X-Achse und 0.2 cm auf der Y-Achse verschoben. Passend zu Tux' Füßen erhielt der Schatten eine gelbe Farbe.
Ein besonderer Hingucker wird es dann, wenn Sie den Schriftzug noch mit einem Effekt versehen, ihn beispielsweise von oben hereinfliegen lassen. Das Menü zur Einstellung der Effekte erreichen Sie wie gewohnt über die rechte Maustaste.
Im Rahmen der Effekte können Sie auch Sound einsetzen. Wenn Sie einem Objekt einen Effekt zuweisen (wie gewohnt über den grünen Pfeil), wird die Schaltfläche Extras im Effekte-Dialog aktiv. In der untersten Zeile dieser Karte bietet Ihnen OpenOffice einige bereits vorhandene Klänge an. Wollen Sie einen eigenen Sound, beispielsweise die Erkennungsmelodie Ihrer Firma, verwenden, klicken Sie einfach auf die Schaltfläche Suchen. Wie gewohnt haben Sie dann die Option, sich bis zu dem Punkt durch Ihre Festplatte zu hangeln, an dem die gewünschte akustische Untermalung liegt. Diese sollte übrigens im WAV-Format vorliegen. Wenn Sie das Feld Klang vollständig abspielen (das kleine Fähnchen) aktivieren, sorgt OpenOffice dafür, dass nichts geschieht, solange der Klang noch wiedergegeben wird. Diese Option eignet sich daher nur für kurze Sound-Schnipsel.

Eine durchgehende musikalische Untermalung erreichen Sie überraschenderweise am einfachsten per Drag & Drop: Öffnen Sie einfach ein Konqueror-Fenster mit dem Verzeichnis, in dem der gewünschte Sound liegt. Dann ziehen Sie die Datei (die auch hier eine WAV-Datei sein muss) einfach auf die erste Seite Ihrer OpenOffice-Präsentation. Es erscheint ein kleiner Button.
Beim Abspielen Ihrer Präsentation klicken Sie einfach einmal kurz mit der Maus auf diesen Button. Die Sound-Datei wird abgespielt und untermalt den Rest Ihres Vortrags. (hge)
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Gerne hätten wir auch die Einbindung von Videos in OpenOffice Impress beschrieben. Leider ist dies aus technischen Gründen nicht möglich. Was unter Windows einwandfrei funktioniert, klappt mit der Linux-Version nicht. OpenOffice greift zum Abspielen von Videos auf die Plug-ins des Mozilla-Browsers zurück. Plug-ins sind Erweiterungen für Web-Browser. Sie dienen dazu, Datenformate verarbeiten zu können, für die ein Web-Browser eigentlich nicht konzipiert ist, beispielsweise Videodaten. Allerdings funktioniert das Zusammenspiel zwischen OpenOffice Impress und den Browser-Plugins derzeit unter Linux nicht korrekt. Daher ist es im Moment nicht möglich, Videos in Impress-Präsentationen einzubauen. |
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Last modified: 2007-01-25 17:15
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