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von Andrea Müller
Die linksbündige Shortcut-Leiste in Evolution ist praktisch, um schnell zum Kalender oder zum Posteingangsordner zu wechseln. Die Möglichkeit, weitere, neu angelegte Mail-Ordner dort einzubinden, ist ziemlich gut versteckt. Im Kontextmenü gibt es keinen passenden Eintrag, mit Hilfe von Drag & Drop gelingt es trotzdem:


Allzuviele Ordner machen die Verknüpfungsleiste unübersichtlich. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, richten Sie einfach eine weitere Shortcut-Leiste ein. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf den mit Verknüpfungen beschrifteten Kopf der Leiste. Wählen Sie Gruppe hinzufügen. Evolution öffnet ein Dialogfenster, in dem Sie der neuen Leiste einen Namen geben, z. B. Privat. Ein Klick auf OK legt den Neuzugang an. Sie öffnen die Leiste über einen Klick auf die neue Schaltfläche unter der aktuellen Shortcut-Leiste (Abbildung 1).
Die bei SuSE Linux 9.0 und Mandrake Linux 9.2 mitgelieferte Evolution-Version hat einen besonders unschönen Fehler: Wenn Sie eine Nachricht versenden, in der Umlaute, wie ä oder ü, vorkommen, erscheint beim Absenden alles korrekt. Erhalten Sie eine Antwort auf die Mail, sehen Sie im zitierten Text statt Ihrer Umlaute nur kryptische Zeichen (Abbildung 2).
Das liegt daran, dass Evolution per Default nicht angibt, welche Zeichensatztabelle es verwendet. In der ASCII-Zeichentabelle gibt es weder deutsche Umlaute noch das scharfe s. Will man diese Buchstaben per Mail verschicken, schreiben die Programme gewöhnlich einen Hinweis in den Kopfteil der Mail:
Content-Type: text/plain: charset=ISO-8859-1
In diesem Beispiel nutzt das Programm die westeuropäische Zeichentabelle, die die deutschen Umlaute enthält. Die Gegenseite weiß dann, welchen Zeichensatz sie benutzen muss, und stellt Umlaute und Sonderzeichen richtig dar. In der Default-Einstellung unterläuft Evolution dabei ein Fehler. Wechseln Sie in den Postausgangsordner und öffnen Sie dort eine Nachricht mit Umlauten. Über Ansicht / Nachrichtenanzeige / E-Mail-Quelltext anzeigen werfen Sie einen Blick auf alle Kopfzeilen. Statt der obigen Zeile steht dort
Content-Type: text/plain; charset=
Das Feld hinter charset= ist leer, so dass das Mail-Programm des Empfängers gar nicht weiß, welche Zeichentabelle es zur Darstellung nutzen soll. Der Empfänger sieht daher statt der Umlaute nur wirre Zeichen. Der Bug ist jedoch schnell behoben: Unter Werkzeuge / Einstellungen / Editoreinstellungen bringen Sie Evolution bei, die Umlaute korrekt zu deklarieren. Wählen Sie auf der Registerkarte Allgemein in der Dropdown-Box Zeichensatz den Eintrag Westeuropäisch (ISO-8859-1) aus und klicken Sie auf OK. Alternativ suchen Sie Westeuropäisch, Neu (ISO-8859-15) aus, der neben den deutschen Sonderzeichen auch noch das Euro-Symbol enthält. In neuen Nachrichten gibt Evolution den Zeichensatz korrekt an, was Sie direkt im Postausgangsordner überprüfen. Blenden Sie über Ansicht / Nachrichtenanzeige / E-Mail-Quelltext anzeigen alle Kopfzeilen ein und kontrollieren Sie, ob Evolution nun die verwendete Zeichentabelle angibt. Steht dort
Content-Type: text/plain: charset=ISO-8859-1
kann auch der Empfänger der Nachricht die Umlaute lesen.
Mit nur einem Klick binden Sie einen Lautstärkeregler in die GNOME-Leiste, das so genannte Panel, ein: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf eine freie Stelle des Panels. Im nun geöffneten Kontextmenü führt Zum Panel hinzufügen / Multimedia / Lautstärkeregler zum Ziel. An der Stelle, an der Sie das Kontextmenü geöffnet haben, erscheint ein Lautsprechersymbol. Ein Linksklick darauf bringt einen Schieberegler zum Vorschein (Abbildung 3). Ziehen Sie ihn in Richtung des Plus- oder Minus-Zeichens, um die Lautstärke anzupassen.
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Um den Ton ganz abzuschalten, wählen Sie Stummschalten aus dem Kontextmenü des Lautsprecher-Icons.
Die Programme, die im GNOME-Panel laufen, können Sie verschieben und ganz nach Ihren Vorlieben anordnen. Klicken Sie dazu ein Programmsymbol, z. B. den kleinen Lautsprecher, mit der mittleren Maustaste an und ziehen Sie ihn an die gewünschte Position. Wer eine Maus mit nur zwei Tasten benutzt, hält einfach beide Tasten gedrückt, um das Miniprogramm zu verschieben. Ist Ihnen das zu umständlich, gibt es auch hier eine Alternative: Jedes Panel-Applet kommt mit dem Kontextmenüeintrag Verschieben daher. Sobald Sie ihn auswählen, bewegen Sie das Miniprogramm durch Mausbewegungen nach links oder rechts. Haben Sie die Zielposition erreicht, reicht ein Klick mit der linken Maustaste, um den Verschiebemodus zu verlassen.
Haben Sie Ihre Panel-Anwendungen sorgfältig arrangiert und wollen ein versehentliches Verschieben verhindern, hält GNOME ab Version 2.4 auch dafür eine Option bereit. Von den von uns unterstützten Distributionen bringt nur Mandrake Linux 9.2 diese GNOME-Version mit; wer das neue SuSE Linux in Version 9.1 nutzt, kommt ebenfalls in den Genuss der "Feststelltaste" für Panel-Programme.
Klicken Sie alle Miniprogramme, die Sie fixieren wollen, mit der rechten Maustaste an und wählen Sie Sperren aus dem Kontextmenü. Die Positionsänderung mit der mittleren Maustaste funktioniert jetzt nicht mehr. Überlegen Sie es sich später anders, heben Sie den Verschiebeschutz mit Freigeben aus dem Kontextmenü wieder auf. (amü)
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Last modified: 2007-01-25 17:16
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