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von Andrea Müller
Standardmäßig zeigt der Befehl ls eine alphabetische Liste der Inhalte eines Verzeichnisses. Wenn Sie stattdessen ls -S (Size=Größe) aufrufen, sortiert ls nach der Dateigröße, die größten Dateien am Anfang. Der Parameter lässt sich mit anderen kombinieren: Mit ls -lS zum Beispiel erhalten Sie eine ausführliche Ausgabe mit Besitzer und Größe der Dateien in sortierter Form.
Sind sehr viele Dateien in einem Verzeichnis, leiten Sie die Ausgabe an den Betrachter less um:
ls -lS | less
Interessieren Sie sich nur für die "dicksten Brocken" geht es mit dem Parameter -r auch ohne den Umweg über den Betrachter. Das Kommando ls -Sr (reverse=umgekehrt) sortiert die Dateien aufsteigend nach Größe. Die Platzfresser stehen am Ende der Liste, wo Sie sie direkt im Blick haben.
Haben Sie sich, wie unter [1] beschrieben, ein Skript erstellt, das mehrere Befehle nacheinander abarbeitet, ist es lästig, jedes Mal ein Konsolenfenster zu öffnen, um es auszuführen. Viel praktischer ist ein Icon, über das Sie das Skript per Mausklick starten. Eine solche Desktop-Verknüpfung ist unter KDE schnell angelegt:
Führen Sie ein Skript über ein Desktop-Icon aus, schließt sich das Kommandozeilenfenster, sobald es seine Arbeit beendet hat. So sehen Sie die Ausgaben des Skripts nicht, weder Fehler- noch Erfolgsmeldungen. Mit einem kleinen Trick sorgen Sie dafür, dass das Fenster geöffnet bleibt.
Öffnen Sie dazu den Einrichtungsdialog der Verknüfung über den Punkt Eigenschaften ihres Kontextmenüs. Dort nimmt der Reiter Ausführen die passende Option auf. Fügen Sie in die Zeile hinter Terminal-Option
--noclose
ein (Abbildung 1). Das ist ein Startparameter für das KDE-Terminal-Programm namens konsole. Er bewirkt, dass das Fenster nach dem Programmende geöffnet bleibt.
Ebenso wie KDE beherrscht auch GNOME den Skript-Start über ein Desktop-Verknüpfung.
Im Gegensatz zur KDE-Konsole kennt das gnome-terminal keinen Parameter wie --noclose, der verhindert, dass sich das Fenster am Ende des Programmes schließt. Haben Sie ein Skript, dessen Ausgabe Sie studieren wollen, tricksen Sie GNOME mit einer zusätzlichen Zeile im Skript aus. Schreiben Sie ans Ende, hinter alle anderen Befehle read in eine neue Zeile. read weist das Skript an, auf eine Bestätigung mit [Enter] zu warten. So haben Sie genug Zeit, durch die Ausgaben zu scrollen, bevor Sie das Terminal-Fenster mit [Enter] schließen.
Um alle Dateien eines Verzeichnisses im Datei-Manager Midnight Commander (Sie starten das praktische Tool über den Befehl mc) zu markieren, müssen Sie sie nicht alle der Reihe nach mit [Einfg]-Taste auswählen. Eine praktische Abkürzung bietet die Sternchen-Taste (*). Sobald Sie sie drücken, markiert mc automatisch alle Dateien, nicht jedoch eventuell vorhandene Unterverzeichnisse. Überlegen Sie es sich doch noch anders, hebt ein erneuter Druck auf * die Markierung wieder auf.
Ein Druck auf * hat im Midnight Commander noch eine weitere Funktion: Sind bereits einige Dateien eines Verzeichnisses markiert, invertiert die Sternchen-Taste die Auswahl. Das ist besonders praktisch, wenn man alle Dateien außer zwei bis drei kopieren will: Markieren Sie die Dateien, die nicht von der Aktion erfasst werden sollen, mit [Einfg] und invertieren Sie danach die Auswahl mit einem Druck auf *.
Das Grafik-Tool import aus dem ImageMagick-Paket (wie Sie es nachinstallieren, lesen Sie unter [2] nach) bietet eine schnelle Möglichkeit, von der Kommandozeile aus Screenshots aufzunehmen: Mit dem Befehl import fenster.png verwandeln Sie den Mauszeiger in ein Fadenkreuz. Sobald Sie damit ein Fenster anklicken, macht import ein Bild davon und schreibt das Ergebnis in die Datei fenster.png. Leider fehlt bei so aufgenommenen Fotos die Fensterdekoration, wie Titelleiste und Rahmen. Möchten Sie diese Elemente mit im Bild haben, benutzen Sie zusätzlich den Schalter -frame (Rahmen). Der Aufruf
import -frame fenster_mit_dekoration.png
bewirkt, dass import, sobald Sie ein Fenster anklicken, nicht nur den Inhalt, sondern zusätzlich Rahmen und Titelleiste aufnimmt.
Schnell hat man bei der Installation eine falsche Monitorauflösung ausgewählt oder sich vertippt, wenn man die Konfigurationsdatei der grafischen Oberfläche mit einem Text-Editor anpassen will. Im schlimmsten Fall startet der Desktop danach gar nicht mehr. Selbst wenn Sie sich im Textmodus nicht zu Hause fühlen, reparieren Sie unter Mandrake Linux mit wenigen Schritten die Konfiguration:
| Infos |
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[1] Elisabeth Bauer und Andrea Müller: "Shell-Tipps", EasyLinux 01/2004, S. 69 ff.
[2] Andrea Müller: "Shell-Tipps", EasyLinux 01/2004, S. 69 ff. http://www.easylinux.de/Artikel/ausgabe/2004/01/069-shell-tipps |
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Last modified: 2007-01-25 17:16
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