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von Andrea Müller, Fred Andresen und Mirko Dölle
Bei Treibern für WLAN-Karten schaut es unter Linux noch schlechter aus als für andere moderne Hardware. Von Haus aus unterstützt Linux nur wenige ältere Modelle, die im Handel nicht mehr erhältlich sind. Bei der Suche danach werden kaufwillige Linuxer am ehesten in Internet-Auktionshäusern wie Ebay fündig.
Gerade im Bereich WLAN zieren sich die Hardware-Produzenten, freie Treiber zu veröffentlichen oder die Spezifikationen für ihre Geräte offenzulegen. Zu einfach wäre es für programmierkundige Anwender, den Frequenzbereich oder gar die Signalstärke der funkenden Hardware zu verändern.
Zumindest Intel bietet inzwischen einen freien Linux-Treiber [2] für das WLAN-Modul an, das in Centrino-Notebooks enthalten ist. Zusätzlich benötigen die Anwender ein Firmware-Image, das es nur in binärer Form gibt. Der freie Treiber befindet sich noch im Beta-Stadium; er unterstützt beispielsweise noch nicht alle Funktionen und läuft nicht stabil, so dass er derzeit nur für Entwickler interessant ist.
Moderne Karten bekommt man zumindest unter SuSE Linux 9.1 und auch Mandrake Linux 10 eventuell mit Hilfe des Ndiswrapper-Projekts [3] an den Start. Es verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz, WLAN-Karten anzusprechen: Der Treiber, ein Kernel-Modul namens ndiswrapper, unterstützt selbst keine Hardware. Seine Aufgabe ist es, den Windows-Treiber zu laden und die Karte darüber unter Linux ansprechbar zu machen. Von den von uns unterstützten Distributionen bringt nur SuSE Linux 9.1 diesen Treiber mit.
Wer erst die Anschaffung einer WLAN-Karte plant, hat es nicht leicht: Der Chipsatz der Karte entscheidet darüber, ob die Karte funktioniert oder nicht -- wobei manche Hersteller die Chips monatlich auswechseln, je nachdem, was auf dem Markt gerade billiger angeboten wird. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie nach einer Karte mit Lucents Orinoco-Chipsatz Ausschau halten. Diese Modelle erkennen Sie zielsicher an ihrem charakteristischen Äußeren: Anders als andere PCMCIA-WLAN-Karten sind sie nicht flach, sondern haben einen aufragenden Antennenkasten (Abbildung 1).
Es gibt viele Hersteller, die den Orinoco-Chipsatz verbaut haben, unter anderem finden Sie ihn bei den folgenden Produkten:
Diese Karten bekommen Sie sowohl neu (50-70 Euro) als auch gebraucht (25-40 Euro) bei Ebay. Für eine Neuanschaffung lohnt sich die Suche danach, da diese Karten unter allen von uns unterstützten Distributionen problemlos funktionieren und Sie keine Angst haben müssen, ein Modell zu erwischen, das dann doch einen anderen, nicht unterstützten Chipsatz mitbringt. Ein weiteres unter Linux lauffähiges Modell ist die LG Creative Networking LW1100N, die jedoch ebenfalls nicht mehr im Handel erhältlich ist.
Auf WLAN-Frischlinge prasseln erst einmal viele neue Abkürzungen nieder: Da ist von einem ominösen AP die Rede, eine ESSID soll man angeben, und WEP sorgt für die Sicherheit. Unser Kasten WLAN-Glossar erklärt die wichtigsten und sogt dafür, dass Sie im Fachchinesisch-Dschungel nicht die Orientierung verlieren. Steht Ihnen der Sinn nach noch mehr Grundlagenwissen, sind Sie auf Seite 68 beim Artikel "Leinen los" richtig.
| WLAN-Glossar |
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| WLAN-Access-Points einrichten |
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Ein Access Point ist die Zentrale im Funknetz, vergleichbar mit einen Netzwerk-Hub: Alle Rechner verbinden sich mit dem Access Point und senden die Daten an ihn, der Access Point übernimmt dann die Weiterleitung zum Ziel. Die heute üblichen Access Points sind eigentlich Wireless Bridges, eine Kombination aus einem reinen Access Point für drahtlose Rechner und einem Netzwerk-Hub mit Ethernet-Anschluss. Noch ein Stück weiter gehen WLAN Access Router, die über ISDN oder DSL selbständig eine Internet-Verbindung aufbauen und meist auch eine eingebaute Firewall haben. Jeder handelsübliche Access Point oder WLAN Access Router ist gleichermaßen geeignet, egal ob er Übertragungsraten von 11 oder 54 MBit/s unterstützt -- die Technik ist abwärtskompatibel und findet immer den kleinsten gemeinsamen Nenner. Die Preise rangieren von 50 bis über 250 Euro, je nach Ausstattung. Man unterscheidet zwischen reinen Access Points und WLAN-Routern. Während die ersten als schlichte Brücke zu mit Kabeln vernetzten Computern dienen, bieten letztere komfortable Funktionen, den Internet-Zugang für alle angeschlossenen Rechner zu verwalten, egal ob über Kabel- oder Funkverbindung. Alle haben zusätzlich zur WLAN-Antenne eine bestimmte Anzahl von Netzbuchsen, an die weitere Rechner angeschlossen werden, und eine spezielle Buchse für das DSL-Modem, manche bieten auch noch einen Druckeranschluss. Alle Geräte haben ein Web-Interface (Abbildung 2), mit dem Sie die nötigen Einstellungen vornehmen. In der Regel ist ein DHCP-Server integriert und meist auch schon im Auslieferungszustand aktiv, so dass jeder Rechner, den Sie anschließen, eine passende IP-Adresse zugewiesen bekommt und sogleich per Internet-Browser Zugang zum Konfigurationsmenü hat (Abbildung 3). Richten Sie die Geräte am besten über eine Kabelverbindung ein, dann kann niemand die Passwörter mitlesen; die nötigen Zugangsdaten finden Sie in den beiliegenden Installationsanleitungen. Die Minimalinformation ist Administratorkennung und -passwort (meist "admin") sowie die IP des Routers. Haben Sie Ihren Rechner per Netzwerkkabel angeschlossen und hat dem der Router eine IP-Adresse zugewiesen, kann es schon losgehen. Alle von EasyLinux unterstützten Distributionen nehmen in der Voreinstellung solche IP-Adressen von einem DHCP-Server automatisch beim Booten an. Ob die Zuweisung geklappt hat und die Verbindung steht, prüfen Sie, indem Sie auf einer Konsole von Ihrem Rechner aus den Router anpingen: ping -c 5 IP-Adresse Dieser Befehl, an der Kommandozeile eingegeben, schickt fünf Pings an den Access Point. Das Ergebnis sollten die Antwortzeiten des Access Points sein. Erhalten Sie eine Fehlermeldung wie zum Beispiel "Host is unreachable", stimmt höchstwahrscheinlich etwas mit der IP-Adresse Ihres Rechners oder der des Access Points nicht -- kontrollieren Sie noch einmal die Zahlen. Hat die dynamische Adresszuweisung nicht geklappt, müssen Sie Ihrer Netzwerkkarte mit dem Konfigurations-Tool Ihrer Distribution auf die Sprünge helfen, bei SuSE ist das Yast / Netzwerkgeräte / Netzwerkkarte. Geben Sie Ihrer eigenen Netzwerkkarte eine IP aus dem Segment des Routers. Hat dieser laut Installationsanweisung etwa die 192.168.0.1, suchen Sie sich einfach für die letzte Stelle eine andere Zahl aus dem Bereich 1 bis 254. Spätestens jetzt muss der Access Point antworten. Für die Web-Konfiguration geben Sie im Browser (z. B. im Konqueror) die IP-Adresse des Routers ein, mit vorangestelltem "http://" -- zum Beispiel http://192.168.0.1, oder was immer in der Installationsanweisung angegeben ist. Für den Zugang benötigen Sie ebenfalls die Administratorkennung des Routers und das Passwort, die in der Zugangsmaske abgefragt werden (Abbildung 4). Zu den Einstellungen für die Funkverbindung kommen Sie über WLAN oder Wireless, je nach Hersteller. Ändern Sie dort die voreingestellte Netzwerkkennung (ESSID) -- alle Geräte mit der gleichen ESSID gehören in das gleiche Netzwerk, so dass Sie hier zum Beispiel Ihre Initialen oder einen Teil Ihres Nachnamens eingeben können (Abbildung 4). Weiterhin sollten Sie im Access Point unbedingt die WEP-Verschlüsselung aktivieren -- auch wenn WEP bereits geknackt ist, verhindert man so wenigstens unbedarfte Angriffe oder versehentliche Kollisionen mit anderen WLAN-Nutzern. Ohne WEP-Verschlüsselung kann jeder im Umkreis von mehreren 100 Metern alle Dateien und Passwörter im Klartext mitlesen, die Sie über das WLAN versenden. Grundsätzlich muss der WEP-Schlüssel für alle WLAN-Geräte identisch sein, die miteinander kommunizieren sollen. Der Schlüssel ist 13 Byte lang -- Sie können ihn sich entweder aussuchen (Abbildung 5), oder Sie verwenden die folgende Kommandozeile auf einer Konsole, um einen zufälligen Schlüssel zu generieren: linux:~ head -c 14 /dev/urandom | hexdump | cut -b 11- 9f 6512 9e50 c93c 389e bd53 1da8 Das Ergebnis wird hexadezimal angezeigt, jeweils zwei Ziffern oder Buchstaben stellen ein Byte dar. Je nach Access Point müssen Sie den WEP-Schlüssel so eingeben, dass nach zwei Bytes (also vier Ziffern) ein Minus folgt, oder jedes Byte einzeln und mit einem Doppelpunkt vom nächsten getrennt: 9f65-129e-50c9-3c38-9ebd-531d-a8 9f:65:12:9e:50:c9:3c:38:9e:bd:53:1d:a8 Haben Sie zwischen anderen Rechnern bereits ein Netzwerk konfiguriert, passen Sie unter LAN ggf. die IP-Adresse des Routers an; läuft dort schon ein anderer DHCP-Server, müssen Sie den des Routers deaktivieren: Zwei DHCP-Server in einem Netz vertragen sich nicht. Ändern Sie zuletzt unbedingt im Hauptmenü das Administratorpasswort (Abbildung 6), weil die voreingestellten Passwörter auf jedem baugleichen Gerät dieselben sind -- und damit allgemein bekannt -- und booten Sie den Router über das Web-Interface neu. Soll das Gerät auch den Internet-Zugang vermitteln, schließen Sie Ihr DSL-Modem an die dafür vorgesehene Buchse an und tragen die Zugangsdaten Ihres Providers über einen Wizard oder Assistenten ein; die Eingabefelder können auch unter Internet oder WAN liegen. Wichtig sind Ihr Benutzer-Account und -Passwort, die IP-Adresse Ihres Providers und ggf. diejenige Ihres Routers, die Ihr Provider auf Ihrer Seite erwartet. Das ist eine andere Adresse als die, die Ihr Router in Ihrem lokalen Netz führt -- der Router verbindet zwei Netze, das Internet und Ihr lokales Netz, und braucht dafür zwei IP-Adressen. Die nötigen Daten haben Sie von Ihrem Provider erhalten oder können Sie bei ihm erfragen. Konfigurieren Sie hier ebenfalls das Protokoll, über das Sie mit Ihrem Provider die Verbindung halten: In Deutschland ist das meistens PPPoE (PPP over Ethernet), in Österreich ist der Standard PPTP (Point to Point tunneling Protocol). |
Eine unterstützte Karte vorausgesetzt, ist die Einrichtung schnell erledigt. Am einfachsten geht es unter SuSE Linux, da Sie dort alle Einstellungen bequem über YaST vornehmen.
Kaum haben Sie eine PCMCIA-WLAN-Karte eingesteckt, meldet sich YaST zu Wort: Es wurde neue Hardware erkannt (Abbildung 7):

Die WLAN-Karte steht Ihnen sofort, ohne Neustart des Systems, zur Verfügung. Für einen ersten Funktionstest bietet es sich an, wie im Kasten WLAN Access Point einrichten beschrieben, entweder den AP oder, falls Sie im Ad-hoc-Modus arbeiten, einen anderen Rechner mit WLAN-Karte anzupingen.
Für alle, die einen Access Point haben, ist die Einrichtung einer unterstützten Karte unter Mandrake Linux noch einfacher als für SuSE-Nutzer: Es gibt nichts einzurichten -- Mandrake erledigt alles automatisch, sobald Sie das System mit der neuen Karte zum ersten Mal starten.
Damit das funktioniert, sollten Sie zuvor das Paket wireless-tools nachinstallieren. Es enthält die Einrichtungsprogramme für WLAN-Hardware und landet standardmäßig nicht auf der Platte. Starten Sie über Einstellungen / Paketierung / Software installieren das Paketverwaltungs-Frontend. Dort geben Sie als Suchbegriff wireless-tools ein. Ein Druck auf [Enter] fischt das passende Paket heraus. Setzen Sie ein Häkchen davor und spielen Sie die Software über einen Klick auf Installieren ein.
Beim nächsten Neustart mit der WLAN-PCMCIA-Karte gibt Mandrake Linux keinerlei Meldungen aus, richtet aber im Hintergrund alles fix und fertig ein. Sie kontrollieren die Einstellungen auf der Kommandozeile. Starten Sie eine KDE-Konsole und geben Sie /sbin/ifconfig ein. Je nachdem, ob Sie noch eine andere Netzwerkkarte haben, sehen Sie dort die WLAN-Karte als Schnittstelle eth0 oder eth1 (Abbildung 8).
Mit /sbin/iwconfig zeigen Sie alle drahtlosen Netzwerkgeräte an. Mandrake Linux setzt den Betriebsmodus automatisch auf Managed, wenn es einen Access Point findet, und fordert dort eine IP-Adresse und die ESSID des Netzes an, in Abbildung 9 testnetz.
Das funktioniert allerdings nur, wenn Sie keine Verschlüsselung nutzen. Möchten Sie Daten nur verschlüsselt übertragen oder den Rechner im Ad-hoc-Modus verbinden, lesen Sie unter der Überschrift Red Hat Linux kabellos, wie Sie eine WLAN-Karte manuell konfigurieren. Dieses Wissen ist auch dann praktisch, wenn der Mandrake-Automatismus einmal versagt.
Unter Red Hat Linux gibt es kein grafisches Programm zur Konfiguration kabelloser Netzwerke. Haben Sie eine unterstützte Karte, richten Sie sie auf der Kommandozeile ein.
iwconfig wlan0 key 9f65129e50c93c389ebd531da8
iwconfig wlan0 essid testnetz
ifconfig wlan0 192.168.0.5 up
Um all diese Befehle nicht jedesmal erneut zu tippen, packen Sie sie am besten in ein Skript. Das ist eine ganz normale Textdatei. Starten Sie als Administrator mit kdesu kwrite den KDE-Editor und schreiben Sie als erste Zeile #!/bin/bash. Damit bestimmen Sie, dass die Bash das Skript als Interpreter ausführen soll. Dahinter gehören die Befehle zur Einrichtung: jeder in eine Zeile. Packen Sie ruhig auch die iwconfig-Aufrufe, die nur die Konfiguration anzeigen in das Skript: Sie erhalten dadurch eine Ausgabe, die Sie später im Terminal-Fenster kontrollieren können. Speichern Sie diese Textdatei beispielsweise unter dem Namen startwlan im Verzeichnis /usr/local/sbin. Rufen Sie danach mit kdesu konqueror den KDE-Datei-Manager als root auf und wechseln in den Speicherordner. Über den Punkt Eigenschaften des Kontextmenüs rufen Sie den Berechtigungsdialog auf. Auf der gleichnamigen Registerkarte setzen Sie in der Zeile Benutzer ein Häkchen unter Ausführen. In Zukunft reicht ein als root eingegebenes startwlan in der KDE-Konsole, um die WLAN-Karte zu konfigurieren und ins Heimnetzwerk einzubinden.
Anwender, die bereits eine noch nicht von Linux unterstützte Karte ihr Eigen nennen, haben vielleicht eine Chance, sie unter SuSE Linux 9.1 in Betrieb zu nehmen: Diese Distribution bringt das Kernel-Modul ndiswrapper mit, das einige nicht unterstützte WLAN-Karten über ihren Windows-Treiber anspricht. Voraussetzung dafür ist, dass ACPI (Advanced Control and Power Interface) auf Ihrem System unterstützt wird. Das finden Sie mit dem Befehl acpi -V heraus. Sofern Ihr Rechner mit ACPI läuft, gibt der Befehl aus, ob das System an das Stromnetz angeschlossen ist oder im Akkubetrieb läuft. In diesem Fall unterstützt Linux das ACPI Ihres Systems und Sie können dem Ndiswrapper eine Chance geben.
Der Treiber unterstützt unter anderem die Intel Pro/Wireless 2100, also die Centrino-WLAN-Komponente, und auch eine Netgear Wireless-PC-Card MA521 konnten wir unter der neuen SuSE-Linux-Version erfolgreich in Betrieb nehmen (Abbildung 10). Hüten sollten Sie sich vor der "Belkin Kabellose Desktop Netzwerkkarte" mit der Kennung F5D6001 (steht auf der Schachtel direkt über dem Barcode). Obwohl offiziell vom Ndiswrapper unterstützt, gelang es uns nicht, die Karte in Betrieb zu nehmen. Sobald der Treiber geladen war, war die Tastatur kaum noch bedienbar, eine ESSID ließ sich die Karte nur sporadisch zuweisen und es kam weder eine Verbindung zum Access Point noch zu einem anderen Rechner mit WLAN-Karte zustande. Das Verhalten besserte sich auch mit einer neueren Version des Ndiswrappers nicht.
Welche Chipsätze der Treiber unterstützt, sehen Sie unter [4]. Interessant für Sie ist die Spalte PCI-ids (lspci -n). Geben Sie in einer KDE-Konsole, in der Sie mit su zum Administrator geworden sind, lspci -n ein. Überprüfen Sie, ob Sie eine der Ausgaben in der vierten Spalte (Abbildung 11) in der Liste auf der Ndiswrapper-Web-Seite wiederfinden. Haben Sie einen Treffer gelandet, brauchen Sie nur noch den passenden Windows-Treiber.
Probieren Sie es erst mit dem Download der in der Spalte Windows driver(s) stehenden Treiber. Die meisten kommen als ZIP-Archiv, daher, das Sie unter Linux mit ark oder file-roller entpacken. Steckt der Treiber in einer EXE-Datei, müssen Sie eventuell unter Windows die Installation starten, damit die Setup-Routine die Dateien entpackt. Forschen Sie mit der Windows-Suchfunktion nach Dateien, die innerhalb des letzten Tages geändert wurden, oder nutzen Sie ein Programm wie filemon [5] um herauszubekommen, wo die Setup-Routine die Treiberdateien zwischenlagert. Kopieren Sie sie in ein anderes Verzeichnis und brechen Sie das Setup ab, falls Sie den Treiber unter Windows gar nicht installieren wollen. Das klappte hier mit dem Treiber der Belkin-Karte problemlos, die später jedoch nicht funktionierte.
Haben Sie den Windows-Treiber, ist das Ziel fast erreicht. Wechseln Sie in den Ordner mit dem Treiber und geben Sie su und Ihr root-Passwort ein, um als Administrator zu arbeiten.
ndiswrapper -i treiberdatei.inf
erstellt die Konfiguration im Verzeichnis /etc/ndiswrapper. Als Datei geben Sie die an, welche die Endung .inf hat. Aus ihr erfährt ndiswrapper, welche die passende Treiberdatei (mit der Endung .sys) ist.
Ist die Karte noch nicht eingesteckt, holen Sie das jetzt nach. Mit ndiswrapper -l überprüfen Sie, ob Sie den richtigen Treiber erwischt haben. Steht in der Ausgabe present, bedeutet das, dass der installierte Treiber mit Ihrer Karte zusammenspielt.
Die restliche Einrichtung erledigen Sie unter YaST. Das Programm meint zwar, einen zusätzlichen Ethernet-Controller erkannt zu haben, befindet sich dabei aber auf dem Holzweg. Damit später alles funktioniert, starten Sie YaST manuell.
Mandrake Linux 10.0 hat den Ndiswrapper ebenfalls schon mit an Bord, einen grafischen Konfigurationsdialog gibt es dort jedoch nicht. Da bei Mandrake auch eine ältere Version des Ndiswrappers dabei ist (0.4 statt 0.6 bei SuSE Linux 9.1), ist die Nürnberger Distribution derzeit erste Wahl für alle, die eine normalerweise nicht unterstützte WLAN-Karte in Betrieb nehmen wollen. (amü/mdö/fan)
| Infos |
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[1] Internet-Auktionshaus: http://www.ebay.de/
[2] Intel-Treiber für die Centrino-WLAN-Komponente Intel PRO/Wireless 2100: http://ipw2100.sourceforge.net/ [3] Ndiswrapper-Projekt: http://ndiswrapper.sourceforge.net [4] Vom Ndiswrapper unterstützte Geräte: http://ndiswrapper.sourceforge.net/supported_chipsets.html [5] Filemon für Windows: http://www.sysinternals.com/ntw2k/source/filemon.shtml |
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Last modified: 2007-01-25 17:16
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