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Erschienen in EasyLinux 08/2004   »   Ausgabe bestellen
Download freigegeben

Suse Linux 9.1 (http://www.suse.de) und Mandrake 10 (http://www.linux-mandrake.com) sind seit kurzem über das Internet verfügbar. Damit kann man beide Distributionen über das Internet installieren. Beide Distributoren schränken das Online-Angebot zum Teil ein, da nicht bei allen Anwendungen eine freie Weitergabe über das Internet erlaubt ist.

Auf dem SuSE-FTP-Server befindet sich neben einer Installationsanleitung (ftp://ftp.suse.com/pub/suse/i386/current/README.FTP) ein Boot-Image, dass man auf eine CD brennen und den Rechner damit Booten kann. Während des Startvorgangs schaltet die Taste F3 die Installationsmethode um.

Mandrake löst mit der Freigabe sein Versprechen ein, die offizielle Distribution nach einer Frist allen Anwender kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dabei profitieren diese von den bisherigen Updates, die durch den Distributor bereits integriert wurden.

Neue Versionen von Firefox und Thunderbird

Auf der Mozilla-Website http://weww.mozilla.org stehen neue Versionen des Browsers Firefox und des E-Mail-Clients Thunderbird bereit.. Firefox 0.9 verspricht eine erneute Beschleunigung des Seitenaufbaus, auch das Interface von Thunderbird reagiert nun zügiger. Wie gewohnt ist die Software nicht nur für Linux, sondern auch für Windows und MacOS X verfügbar. Entgegen dem Trend zu immer umfangreicheren Programmen ist das Download-Archiv für die Windows-Version deutlich geschrumpft, auf schmale 4,9 Megabyte. Die Linux-Version ist

Firefox ist extrem konfigurierbar, auch wenn der Browser auf den ersten Blick nur eine überschaubare Anzahl von Einstellmöglichkeiten bietet. Wer aber als URL about:config eingibt, erhält Zugriff auf eine Vielzahl von Konfigurationsparametern. Außerdem kann der Anwender von der Mozilla-Websites zusätzliche Erweiterungen nachinstallieren und damit genau die Funktionen in den Browser einbauen, die er gerade benötigt.

Die Bandbreite dieser Plugins reicht von einfachsten Anpassungen, wie etwa dem Verbergen der Statusleiste auf Mausklick bis zu einem kompletten IRC-Chat-Client. Ein Artikel ab Seite 40 erklärt den Umgang damit. Neu in dieser Version ist der Theme Manager, mit dem das Anwender die sehr schlichte Oberfläche der Originalversion aufpeppen kann.

Das Prinzip der nachladbaren Themes und Extensions hat auch der E-Mail Thunderbird eingebaut. Zu Redaktionschluss waren aber noch keine alternativen Themes verfügbar und nur acht Extensions, unter anderem zur Mail-Verschlüsselung und zusätzlicher Anzeige des Adressbuchs als "Contact Sidebar".

Der Webbrowser Firefox 0.9 hat in der Grundausstattung eine sehr übersichtliche Oberfläche, die sich aber mit Themes erweitern lässt.
Knoda mit neuem Frontend

Die aktuelle Testversion von Knoda (http://www.knoda.org) gibt einen Vorgeschmack auf die das neue Erscheinungsbild des Datenbank-Werkzeugs. Mit einem Multiple doocument Interface verwaltet der Anwender bequem mehrere Verbindungen zu unterschiedlichen Datenbanke in einzelnen Tabs. Knoda bietet dem Anwender die Möglickeit, einfache Abfragen und Reports zu erstellen, ähnlich dem verbreiteten Werkzeug Access.

Die neue Oberfläche ist zwar in kommenden Versionen der Standard, die alte Darstellung ist aber nicht komplett aus dem Programmcode verschwunden. Um sie wieder einzuschalten, muss der Anwender allerdings den Sourcecode der Software neu übersetzen und dabei einen bestimmten Parameter setzen.

Nvu als Webentwicklungsumgebung

Mit der Webentwicklungs-Umgebung Nvu (http://www.nvu.org) versucht das Unternehmen Linspire, bekannt geworden durch die Distribution Lindows, den Anwendern die Erstellung eigener Web-Seiten zu erleichtern. Die entsprechende Internet-Seite zur Software verspricht etwas vollmundig einen Ersatz für Frontpage und Dreamweaver.

Schaut man allerdings genauer hin, erweist sich das Programm als einfacher Composer mit einem Plugin für Cascading Stylesheets und einer verbesserten Farbauswahl. Mehrere Seiten lassen sich zwar in unterschiedlichen Tabs verwalten, eine Projektverwaltung, die alle Dateien übersichtlich zusammenfasst, fehlt jedoch.

Zudem existiert die Software derzeit nur mit einer englischsprachigen Oberfläche und die Integration eines externen Browsers ist nicht immer ausgereift. Dadurch ist eine Validierung der erstellten Seiten nicht geleistet.

Für Einsteiger empfiehlt es sich erst einmal abzuwarten, ob die Entwickler die Funktionalität noch ausbauen. Alternativ bieten sich bereits bestehende Produkte, wie beispielsweise Quanta (http://quanta.sourceforge.net/) oder Bluefish (http://bluefish.openoffice.nl/index2.html) an.

Nvu soll Produkte wie Dreamweaver ersetzen, lässt aber einige wichtige Funktionen vermissen.
LUG Camp 2004

Vom 20. bis 23 Mai fand im stürmischen Norden in Flensburg das LUG Camp 2004 (http://www.lug-camp.de) statt. Rund 130 Mitglieder von Linux User Groups (LUGs) aus Deutschland, Dänemark und der Schweiz kamen zusammen, um sich vier Tage lang mit Vorträgen und Workshops rund um Linux, mit Spaß und Spiel und einem kleinen Rahmenprogramm zu amüsieren.

Im Programm erfuhren die Zuschauer einiges zu Linux auf Motorolas MPC 8540, regulären Ausdrücken und bekamen einen Blick hinter die Kulissen des Gnome-Projektes zu bieten. Außerdem stelten zwei Teilnehmer das Software-Verteilungssystem m23 vor. Eine Lesung zu BAfH, dem Bastard Assistant from Hell, setzte das literarische Highlight der Veranstaltung.

Nachdem das Bier der Flensburger Brauerei beim Camp 2002 so gut ankam, war eine Besichtigung dieser Brauerei organisiert worden. Zum ersten Mal gab es zudem im Rahmen eines LUG-Camps die Möglichkeit, LPI-Prüfungen abzulegen. Rainer Brandt von LPI Deutschland war extra für die Prüfung nach Flensburg gekommen und 15 Prüflinge stellten ihr Können unter Beweis stellen.

Auch in diesem Jahr nutzte die LUG Flensburg die Gelegenheit, im Rahmen des LUG Camp einen Tag der offenen Tür durchzuführen. Insgesamt kamen über den Tag verteilt ca. 60-70 Besucher aus Flensburg und Umgebung, um sich bei den Teilnehmern über Linux und seine Möglichkeiten zu informieren. Im Gegensatz zu 2002 fiel dabei allerdings auf, dass einige der Besucher mittlerweile wohl schon erste Erfahrungen mit Linux gesammelt und sich Stichpunkte aufgeschrieben hatten, was sie auf dem LUG Camp fragen wollten.

Ein Hinweis sei an dieser Stelle noch gestattet: Alle Fans des LUG Camp sollten sich das Himmelfahrts-Wochenende im Jahr 2009 schon einmal im Terminkalender markieren: Dann wollen nämlich die Gründer des LUG Camp, die LUG Allgäu und die LUG Augsburg e.V. das 10-jährige Bestehen gebührend feiern.

Xandros zum Download

Für Privatanwender bietet die Firma Xandros jetzt ihre Linux-Distribution in der sogenannten Open Circulation Edition zum Download an http://www.xandros.com. Xandros ist eine einsteigerfreundliche Distribution, die sich sehr einfach installieren lässt. Es gibt zwar keine deutsche Version davon, aber die KDE-Umgebung lässt sich auch auf deutsch umstellen. Auch die in Deutschland verbreiteten passiven ISDN-Karten werden nicht unterstützt.

Basis von Xandros ist die freie Debian-Distribution, die vom Hersteller um einen Dateimanager erweitert wurde, der sich sehr stark an das Look&Feel von Windows anlehnt, Netzwerk-Freigaben einbindet und es unter anderem erlaubt, CDs direkt aus dem Dateimanager heraus zu brennen. Dieser Dateimanager ist keine freie Software, sondern unterliegt einer eigenen Lizenz. Xandros erlaubt es nicht, die kostenlose Download-Version kommerziell einzusetzen. Die Weitergabe und unbegrenzte private Nutzung ist erlaubt.

Zum Download ist die kostenlose Software Bit Torrent erforderlich. Diese sorgt dafür, dass nicht die komplette Distribution von der Xandros-Website geladen wird, sondern ähnlich wie bei einem Filesharing-Programm, Teile auch von anderen Nutzern kommen, die Xandros schon heruntergeladen haben. Wer Bit Torrent nicht nutzen will, muss zehn Dollar für den Download zahlen. (Andreas Grytz/Ulrich Wolf/agr)

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