claim.gif
Linux Magazin Linux User Easy Linux Ubuntu User International Linux Community
Erschienen in EasyLinux 08/2004   »   Ausgabe bestellen

SuSE, Red Hat, Mandrake, Debian, Fedora, Knoppix, Slackware, ...

Linux-Distributionen

von Hans-Georg Eßer


Linux -- ein Betriebssystem, dutzende Distributionen. Warum kommt Linux in verwirrender Vielfalt daher, wo es doch bei der Konkurrenz stets nur eine aktuelle Version gibt? Wer die Wahl hat, muss sich dennoch nicht quälen.

Die Redaktion bekommt gelegentlich Mails, die wie folgt anfangen: "Hallo, ich arbeite mit Linux 9.0 auf einem ...". Hier gibt es ein kleines Problem: Meint der Leser SuSE Linux 9.0? Oder Mandrake Linux 9.0 oder vielleicht Red Hat Linux 9 (ohne ".0")? Man weiß es nicht.

Wer im Geschäft eine Linux-Box kauft, erwirbt eine der so genannten Distributionen: Das Wort kommt aus dem Englischen, "to distribute" heißt verteilen, vertreiben, verbreiten -- Linux-Distributoren wollen Linux "unters Volk bringen" und haben daher Komplettpakete mit CDs oder DVDs, Handbüchern und eventuell Support zusammengestellt; auch das mehr oder weniger benutzerfreundliche Installationsprogramm kommt direkt vom Distributor.

Abb. 1: Unter "http://lwn.net/Distributions/" gibt es eine Liste mit zur Zeit 383 Linux-Distributionen.

Gut gemischt

Auf den CDs oder DVDs der Distributoren finden sich nun ganz unterschiedliche Zusammenstellungen ähnlicher Zutaten: Neben dem Linux-Kernel, dem eigentlichen Betriebssystemkern, gibt es elementare Tools (die häufig als Teil des Betriebssystems betrachtet werden) und Anwendungsprogramme -- all das in verschiedenen Versionen und vielleicht noch mit individuellen Anpassungen, die der jeweilige Distributor eingebaut hat, um das Gesamtprodukt besser und runder zu machen.

Weil so jeder Anbieter seine eigene Suppe kocht, gibt es größere Unterschiede zwischen den Distributionen, auch wenn in jeder Box Linux und im Großen und Ganzen die gleichen Anwendungen stecken: Das fängt mit den Versionen wichtiger Programme (etwa: OpenOffice und KDE) an und geht bis zur Unterstützung bestimmter Hardware. Manche Geräte könnten vielleicht benutzt werden, aber es fehlt ein Konfigurations-Tool, das sie einrichtet -- für Linux-Einstieger heißt das dann: Das Gerät läuft nicht mit der Distribution.

Einsteiger-tauglich?

Ob und wie gut Linux-Einsteiger mit einer Distribution zurechtkommen, hängt von verschiedenen Faktoren ab: An erster Stelle steht sicher die Installation selbst. Sind die einzelnen Schritte verständlich oder wird Hintergrundwissen benötigt? Gibt es vernünftige Voreinstellungen, z. B. für die Aufteilung der Festplatte? Interessant sind auch die Internet-Einrichtung und das Angebot an mitgelieferter Software.

Im Vergleichstest, der auf der folgenden Seite beginnt, haben wir drei aktuelle Linux-Distributionen unter die Lupe genommen: SuSE Linux 9.1, Fedora Core 2 (das ist der Nachfolger von Red Hat Linux) und Mandrake Linux 10.

Wer Linux nicht direkt auf Platte einrichten mag, kann mit Hilfe einer Linux-Live-CD die ersten Schritte unter Linux auch ohne Installation gehen. Darum stellen wir auf Seite XX auch die aktuelle Version von Knoppix vor: Das ist die zur Zeit beliebteste Live-CD. (hge)

Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.

Druckerfreundliche Version | Feedback zu dieser Seite | Datenschutz | © 2012 Linux New Media AG | Last modified: 2007-01-25 17:17

[Linux-Magazin] [LinuxUser] [Linux-Community] [Admin-Magazin] [Ubuntu User] [Smart Developer] [Linux Events] [Linux Magazine] [Ubuntu User] [Admin Magazine] [Smart Developer] [Linux Magazine Poland] [Linux Community Poland] [Linux Magazine Brasil] [Linux Magazine Spain] [Linux Technical Review]