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Erschienen in EasyLinux 09/2004   »   Ausgabe bestellen

Opera anpassen

Mit einer Serie von neuen Skins möchte der norwegische Browser-HerstellerOpera dem Anwender den Umstieg auf das eigene Produkt erleichtern. Über eine spezielleWeb-Seite lassen sich die Designs mit einem einzigen Klick installieren. Die Software ändert nach einem Neustart nicht nur das Aussehen -- Shortcuts und Menüs passt das jeweilige Design ebenfalls an.

Derzeit kann man seinem Browser das Look & Feel des Mozilla Firebird, des Safari von Apple oder das Aussehen der Internet Explorer von Microsoft verpassen. Ein weiteres Design bietet Web-Entwicklern zusätzliche Features. Darüberhinaus existieren noch Plugins aus der Opera-Community, die der Hersteller aber nicht offiziell unterstützt.

Derzeit aktuell ist die Version 7.52, die allerdings nur in den Sprachversionen Englisch und Japanisch vorliegt. Dafür können die Anwender zwischen verschiedenen Paketformaten zur Installation wählen -- darunter Debian- und RPM-Pakete.

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Abb. 1: Mit neuen Designs erleichtert Opera dem Anwender den Umstieg auf das eigene Produkt.

Neuer X-server von X.org

Viele Distributoren liefern mit ihren Produkten künftig nicht mehr den X-Server vonXFree86 aus, sondern greifen auf eine Variante vonX.org zurück. Die Funktionsweise von beiden Varianten ist gleich, aber die XFree86-Version ist mit einem Lizenz-Passus behaftet, der den Vertrieb in in einem kommerziellen Produkt schwierig macht.

Der Server von X.org basiert auf der Version Xfree86 4.4 RC2, also dem zweiten Release Candidate auf dem Weg zur Version 4.4. Vor einiger Zeit haben die X.org-Entwickler jedoch eine echt neue Version herausgebracht, mit der sich die Anwender auf einige Veränderungen einstellen müssen.

Da der Name "XFree86" nicht mehr im Quellcode und an anderen Stellen auftauchen durften, benannten die Entwickler beispielsweise die Hauptkonfigurationsdatei um inxorg.conf. Die Konfigurationswerkzeuge der Software heißen nunxorgcfg und xorgconfig.

Neben diesen notwenigen Umstellungen bietet die neue Version aber auch einige technische Neuerungen. So soll das Schriftenmanagement einfacher sein und die Software ist in der Lage, über den Standard IPv6 zu kommunizieren.

Von Mensch zu Mensch

Die Peer-to-Peer-SoftwareAmule erlaubt dem Anwender komfortable Downloads von unterschiedlichen Quellen. Mittles Drag & drop lassen sich die Dateien von unterschiedlichen Servern auf die lokale Festplatte ziehen. Dabei bietet das Programm zugleich umfangreiche Statistiken zu Auswaertung der Transferraten an.

Mit der nun erschienen Version 2.0.0rc4 bereiten sich die Entwickler auf den kommende Major-Release vor und behoben im wesentlichen die Fehler, die in der zurückliegenden Entwicklungsphase angefallen sind.

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Abb. 2: Amule lehnt sich von der Bedienung an den bekannten Peer-to-peer-Client Emule für Edonkey2000 an.

Neue Welten erschaffen

Das Spiel "Neverwinter Knights" hat eine große Fangemeinde. Aus dieser ist der Level-EditorNeveredit entstanden. Die Software wurde in Python mit dem GUI-ToolkitWxwidgets erstellt und lädt beinahe alle Spielemodule.

Mittels Editor lassen sich dann die Eigenschaften von zahlreichen Objekten verändern oder die Bewegungsabläufe der Figuren nachvollziehen und anpassen. Über einen eingebauten Skripteditor können die Module zudem erweitert werden. Das Ergebnis wird in einer 3D-Ansicht dargestellt.

Der Nervereditor ist Teil eine größeren Projektes mit dem NamenOpen Knights. Ziel ist es, mit freien Tools das Computer-Rollenspiel "Neverwinter Knights" zu erweitern und zu verbessern.

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Abb. 3: Mit dem Nevereditor lassen sich die Spielmodule von "Neverwinter Knights" an die eigenen Vorstellungen anpassen.

Debian macht kurzen Prozess

Anhänger der Debian-Distribution dürfen die nächste Release "Sarge" möglicherweise noch dieses Jahr erwarten. In den letzten Monaten hatte es so ausgesehen, als würde die Veröffentlichung wegen der geänderten Lizenzpolitik des Projekts nicht so bald stattfinden. Doch nun haben die Entwickler beschlossen, die Release voranzutreiben.

Im April war eine Änderung des Social Contract, der Debian-Richtlinien, verabschiedet worden. Die geänderten Richtlinien stellen strengere Anforderungen an die Lizenzen aller Software und Dokumentation, die mit Debian ausgeliefert wird. Das hätte bedeutet, dass die Lizenzen aller Pakete geprüft und diskutiert werden müssen. Die Release hätte sich um geraume Zeit verzögert.

In einer Abstimmung Ende Juli setzte sich nun der pragmatische Flügel innerhalb der Entwicklergemeinde durch: Es wurde beschlossen, den geänderten Social Contract bis zur Freigabe von Sarge auszusetzen. Nun wird erst veröffentlicht, danach treten die geänderten Richtlinien in Kraft.

KDE schult ein

Nachdem die KDE-Entwickler die erste Entwickler-Release der kommenden Version 3.3 auf dem Namen "Kindergarten" getauft haben, benannten sie die nun erschiene Test-Release konsequenterweise "Klassroom". Bis zum Abi (Fertigstellung der Final) drücken die Developer noch ein bißchen die Schulbank. Feiern tun sie das dann mit einem Abschlussball, derAkademy-Konferenz.

Parallel zur KDE-Release erscheint die neue Version 4.0 des GUI-Toolkits Qt der norwegischen Firma Trolltech. KDE basiert auf dieser Bibliothek und bezieht daher viele Funktionen. Bislang galt sie nur als etwas überladen und an verschiednene Stellen unsauber programmiert. Nun verpassten die Entwickler der Software ein Schlankheitskur und bauten neue Features ein.

So wird die neue Painting-Engine "Arthur" beispielsweise Hardware-Beschleunigung verwenden, wenn die eingebaute Grafikkarte dies unterstützt, und der neue Unicode-Renderer soll internationale Schriften besser darstellen.

Damit die Migration auf die nächste Version nicht so schwierig wird, bieten die Norweger eine sogenannte Extension-Library an, mit der sich alte Applikationen weiter nutzen lassen.

Datenbanken grafisch

Rekall (http://www.rekallrevealed.org) ist eine grafische Oberfläche für Datenbanken, ähnlich wie Microsoft Access. Es unterstützt MySQL- und PostgreSQL-Datenbanken und kann Tabellen, Formulare und Abfragen erstellen. Seit Mitte Juli gibt es die stabile Version 2.2. Eine Beta-Version wurde bereits mit Suse Linux 9.1 Professional ausgeliefert.

Shrek 2 lernt durch Linux laufen

Der quitschgrüne Oger Shrek geitert zum zweiten Mal über die Kinoleinwand. Es ist im Gegensatz zum ersten Teil detailgetreuer und noch vielfältiger aninimiert. Diese fast realistische Vielfalt an Licht und Schatten sowie unterschiedlichen Materialien mit spezifischen Eigenschaften entstand unter anderem auf einem Cluster von Linux-Rechnern.

Rund 500 Proliant-Rechner von Hewlett-Packard arbeiteten bei der Hollywood-Komödie als Geburtshelfer. Auf ihren 1000 CPUs errechneten sie die Figuren, ihre Bewegungen sowie die Landschaften und Räume, in denen sich die Charaktere bewegen. Für den Film wurde ein eigenes Rechenzeitrum eingerichtet und es war das erste Mal, dass die Produktionsfirma Dreamworks diesen Teil der Herstellung aus den Händen gab.

Prominente Schaupspieler, wie Mike Myers und Cameron Diaz liehen den Figuren ihre Stimmen, am Soundtrack wirkten David Bowie und Tom Waits mit. (Matthias Huber, Andreas Grytz/agr)

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Abb. 4: 500 Server mit insgesamt 1000 CPUs brachten Shrek und seinen Freunden das Laufen bei.

Kurz notiert
  • Installer: Die Firma Bitrock vertreibt einen Installer für Linux. Die Software soll es dem Anwender erlauben, Programme in ein von ihm zugängliches Verzeichnis zu installieren. Das Programm lehnt sich stark an das Look & Feel des Windows-Installers an. Unklar ist derzeit, wie die Software die Unterschiede zwischen den beiden Betriebssysteme behandelt. In einer Umfrage auf der Web-Seite können Anwender aber Feature-Wünsche für zukünftige Versionen angeben.

  • Mindmapping-Tools: Mindmapping-Tools haben sich zu einer beliebten Art entwickelt, Gedanken zu einem Thema zu gruppieren und zu organisieren. Mit Kdissert steht ein Programm zur Verfügung, dass Gedankengebäude in mehreren Ansichten darstellen kann und über zahlreiche Exportfunktionen (LaTeX, HTML, Plantext) verfügt. Die aktuelle Version 0.2.5 bietet dem Anwender neue Vorlagen und eine verbesserte lineare Ansicht.

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