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Erschienen in EasyLinux 09/2004   »   Ausgabe bestellen

Koules -- Ein Spiel mit Suchtgefahr

Rum-Kugeln


Sind Sie suchtgefährtet? Dann blättern Sie ganz schnell weiter. Koules ist kein Spiel für schwache Nerven und wer einmal damit angefangen hat, hört so schnell nicht mehr damit auf.

von Christian Baun

Im Spiel Koules manövriert der Spieler eine Kugel über ein Spielbrett -- natürlich mit Hindernissen. Das Spiel ist seit 1995 nicht mehr weiter entwickelt. Wer glaubt, deswegen sei es veraltet, irrt -- das Spiel ist perfekt.

Rauf auf den Rechner

Bei SuSE 8.2 und 9.0 Professional ist Koules schon mit von der Partie. Benutzen Sie eine andere Linux-Distribution, müssen Sie das Spiel nachinstallieren. Besorgen Sie sich dafür die beiden RPM-Pakete

von der EasyLINUX-Homepage oder der offizellen Homepage von Koules [1].

Installieren Sie die Pakete, indem Sie sie im Konqueror anklicken. Das Paketverwaltungstool Ihrer Distribution besorgt den Rest. Wollen oder brauchen Sie keinen Sound, müssen Sie das sound-Paket nicht installieren -- es lohnt sich aber.

Um das Spiel zu starten, geben Sie in einem Schnellstartfenster ([Alt-F2]) den Befehl koules ein.

Einfache Konfiguration

Das Spiel startet mit dem schlichten Startfenster aus Abbildung 1. Hier können Sie unter anderem die gewünschte Größe des Spielfelds festlegen.

Abb. 1: Nach dem Start von xv sehen Sie zunächst nur das Ausgabefenster.

Nach einem Klick auf Start legen Sie im Konfigurationsmenü (Abbildung 2) die Anzahl der Spieler und den Schwierigkeitsgrad fest. Das Spiel hat 100 Level (Spielstufen). Während die ersten noch recht gemütlich sind, zieht der Schwierigkeitsgrad mit jeder Stufe merklich an.

Sie können Koules alleine spielen -- schon dabei vergessen Sie leicht die Zeit -- aber der ganz große Spaß kommt auf, wenn Sie sich mit mit anderen die Tastatur teilen.

Abb. 2: Im Konfigurationsmenü sind nur wenige Angaben nötig.

Spiel, Spaß, Spannung

Die Regeln sind schnell erklärt. Jeder Mitspieler hat eine Kugel, die er mit vier Tasten auf der Tastatur steuert: Nach oben, unten, rechts und links. Welche Tasten die Steuerung übernehmen, können Sie frei wählen -- so bekommt jeder eine andere Ecke der Tastatur. Die Kugeln aller Mitspieler laufen über ein Spielfeld. Wenn eine Kugel den Rand berührt ist sie kaputt und der Spieler verliert ein "Leben". Davon hat jeder Spieler in jedem Level fünf. Haben alle Spieler ihre Leben ausgehaucht, beginnt das Level von neuem.

Den Rand nicht zu berühren wäre natürlich zu einfach, gäbe es da nicht die kleinen roten und die großen grünen Kugeln, die die nächstbeste Kugel jagen und gegen die nächste Wand zu drücken suchen. Die kleinen roten sind nicht so aggressiv und stark wie die grünen, treten aber in ganzen Schwärmen auf.

Im Verlauf des Spiels kommen auch noch schwarze Löcher (die eigentlich rot sind) und grüne Gravitations-Felder dazu, die die Spieler anziehen. Schwarze Löcher und Gravitations-Felder dürfen die Kugeln ebenfalls nicht berühren, ohne dass der Spieler ein Leben verliert. Strategischer Einsatz ist möglich: Läuft eine Kugel in die Gravitation, verlieren alle Spieler ein Leben.

Wer alle gegnerischen Kugeln vernichtet, also gegen den Rand oder in ein Gravitationszentrum stößt, gewinnt. Achten Sie dabei auf die Zeit: Nach einer Weile tauchen ehemals zerstörte Feindkugeln wieder auf.

Abb. 3: Bei Koules dirigieren Sie Spielkugeln über eine nicht ganz hindernisfreie Fläche.

Vernetztes Kugeln

Mögen Sie keine Fremden an Ihre Tastatur lassen oder haben Sie nicht genug Freunde vor Ort, spielen Sie doch übers Netz. Dafür muss ein Mitspieler einen Koules-Server starten, auf dem sich die übrigen anmelden.

Abb. 4: Ein eigener Koules-Server ist einfach eingerichtet.

Um einen Koules-Server zu starten, klicken Sie im Startfenster die Schaltfläche Server an (Abbildung 4) und legen danach die Einstellungen fest:

Den voreingestellten Port (12345) sollten Sie beibehalten. Ein Klick auf Start und der Server läuft.

Um sich auf einem Koules-Server anzumelden starten Sie das Programm und klicken im Startfenster auf Client (Abbildung 5). Geben Sie die gewünschte Spielfeldgröße, die Serveradresse und den Port (wieder 12345) an. Läuft der Server auf Ihrem eigenen Rechner, lautet die Serveradresse localhost. Ein Klick auf Start meldet Sie am Server an. (fan)

Abb. 5: So melden Sie sich an einem Koules-Server an.
Infos
[1] Koules-Homepage : http://www.ucw.cz/~hubicka/koules/English/koules.html

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