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Erschienen in EasyLinux 10/2004   »   Ausgabe bestellen

Fotos mit Gimp nachbearbeiten

Farbenspiele

von Martin Loschwitz


Rote Augen und Farbstiche entfernen oder neue Fotos aussehen lassen wie aus Omas Jugendzeit: Gimp ist ein leistungsstarkes Tool für solche Aufgaben. Mit unseren Tricks holen Sie aus Ihren Fotos das Optimale heraus.

Sie kennen das: Ihren Mallorca-Urlaub haben Sie für die Nachwelt mit der Digikalkamera sorgfältig dokumentiert. Doch zu Hause beim Laden der Bilder auf den Computer kommt die unschöne Überraschung: Einige Fotos sind gelb- oder blaustichig, bei manchen stehen fremde Leute im Hintergrund und verderben die Aufnahme. Trotz der "Red Eye Reduction", die bei den meisten Digicams mittlerweile zum Lieferumfang gehört, leuchten die Augen auf den Fotos in teuflischem Rot. Hier ist ein Bildbearbeitungsprogramm unerlässlich. Viele denken da sofort an Adobes Photoshop. Kleiner Nachteil: Photoshop kostet Geld und läuft nicht unter Linux.

Doch es gibt eine freie Alternative. Gimp, das "GNU Image Manipulation Program", kann genau wie Photoshop alles, was man von einem Grafikprofi erwartet. Damit lösen Sie das Mallorca-Problem: Sie korrigieren Farbstiche, entfernen unerwünschte Passanten und rote Augen, tauschen Hintergründe aus oder lassen eine heutige Fotografie "altern", so dass sie aussieht wie aus der wilhelminischen Kaiserzeit.

Wenn Sie SuSE Linux 9.1 oder Fedora Core 2 einsetzen und während der Installation die Paketauswahl nicht verändert haben, ist Gimp 2 bereits installiert. SuSE Linux 9.0 bringt die Entwicklerversion Gimp 1.3 mit, die bis auf wenige Details mit der 2.0 identisch ist.

Frisches Gimp für Mandrake

Mandrake Linux 9.2 ist dagegen ein echter Spielverderber: Es hat nur die Uraltversion 1.2 an Bord. Um in den Genuss der gründlich überarbeiteten Version 2.0 zu kommen, müssen Sie bei Mandrake Hand anlegen.

  1. Laden Sie im Browser von http://www.easylinux.de/Download/ die Pakete gimp2 und libgimp2 für Mandrake Linux herunter und speichern Sie die Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis.
  1. Navigieren Sie im Datei-Manager Konqueror zu den heruntergeladenen Paketen.
  1. Klicken Sie doppelt auf das Paket libgimp. Das ist die Bibliothek mit den wichtigsten Funktionen für Gimp. Geben Sie nach Aufforderung das Passwort des Benutzers Root ein. Weil bei Mandrake Linux viele Pakete der GTK-Bibliotheken nicht installiert sind, präsentiert RpmDrake Ihnen eine große Liste an Paketen, die es zusätzlich installieren will. Akzeptieren Sie den Vorschlag und legen Sie die angeforderten CDs ein.
  1. Installieren Sie nun per Doppelklick das Paket gimp2. Auch hier will RpmDrake weitere Pakete einspielen, folgen Sie dazu den Vorschlägen des Programms.

Gimp starten

Starten Sie das Programm über das K-Menü. Sie finden es bei SuSE Linux unter Grafik / Bildbearbeitung, bei Fedora unter Grafiktools und bei Mandrake Linux unter Multimedia / Grafik . Sie sehen dann den Assistenten für die Gimp-Benutzerinstallation.

Die Standardeinstellungen sind vernünftig gewählt, so dass Sie im gesamten Dialog jede Frage mit Weiter quittieren können. Ist der Vorgang abgeschlossen, erscheint nach dem Startfenster schließlich Gimp selbst.

Farben über Farben

Über den Menüeintrag Datei / Öffnen wählen Sie ein Bild aus, aus dem Sie den Farbstich entfernen wollen -- wir haben als Beispiel ein Foto mit einem kräftigen Rotstich ausgesucht (Abbildung 1). Es erscheint in einem neuen Fenster. Als Erstes sorgen Sie dafür, dass Gimp das Bild im RGB-Modus behandelt. Das stellen Sie über Bild / Modus / RGB ein. Bei SuSE Linux 9.0 verstecken sich diese und alle weiteren Aktionen im Kontextmenü, das Sie mit einem Klick der rechten Maustaste auf das Bild öffnen. Ist dieser Eintrag grau hinterlegt, hat Gimp von sich aus das Foto bereits im RGB-Modus geöffnet.

Wenn das Bild zu dunkel ist, hellen Sie es über Bild / Ebenen / Helligkeit-Kontrast zunächst ein bisschen auf (Abbildung 2).

Um zu verstehen, wie Farbstiche zustande kommen, halten Sie sich am besten den Aufbau von Bildern vor Augen: Sie lassen sich immer auf drei Ausgangsfarben zurückführen -- Rot, Grün und Blau, abgekürzt RGB. Diese Farben werden über drei Kanäle eingespeist und vermischt. Ein Farbstich entsteht, wenn die drei Kanäle unausgewogen sind. Fließt in das Bild übermäßig viel rote Farbe ein, hat es einen Rotstich.

Das Tückische an Farbstichen oder generell am Erkennen von Farben ist, dass jeder Mensch Farben rein subjektiv wahrnimmt. Das macht es schwierig, Farbstichen auf die Schliche zu kommen. Oft merkt man zwar, dass ein Foto unnatürlich aussieht, kann aber nicht sicher sagen, warum. Mit Gimp gibt es eine verlässliche Methode, Farbstiche zu finden. Dazu prüfen Sie die Bildteile, die eigentlich weiß oder grau sein sollten. Ist bei diesen eine der RGB-Farben stärker vertreten als die beiden anderen, ist das ein typischer Farbstich.

Wählen Sie im Gimp-Fenster das Pipettenwerkzeug aus und klicken Sie damit auf eine Stelle des Bildes, die weiß oder grau sein müsste. Es erscheint ein kleines Fenster mit einer Farbanalyse des jeweiligen Bildpunkts (Abbildung 1).

Interessant sind die Einträge im Feld Pixelwerte und die Angaben bei RGB. Gibt es hier keine oder nur marginale Differenzen, sind die Pixel farblich weitgehend neutral. Sind aber zum Beispiel die Werte von Rot wesentlich höher als die der anderen beiden Farben, liegt ein ganz klassischer Rotstich vor. Merken Sie sich in diesem Fall die Verhältnisse zwischen den einzelnen Farben.

Klicken Sie wiederum in Gimp mit dem rechten Mauszeiger auf das Bild und wählen Sie den Menüeintrag Ebene / Farben / Farbabgleich aus. Für Sie interessant ist der mittlere Teil, in dem es darum geht, die Farbwerte anzupassen. Achten Sie darauf, dass das Kästchen neben Vorschau markiert ist. Die Vorschau erscheint nicht in einem separaten Fenster, sondern das Bild ändert sich live mit, während Sie die Farbeinstellungen ändern. Spielen Sie nun mit den Schiebereglern und lassen Sie die Werte, die Sie beim Pixel-Test gewonnen habe, mit einfließen (Abbildung 3). Haben Sie das Gefühl, dass der Farbstich korrigiert ist, wenden Sie die Änderungen mit Ok an.

Den letzten Feinschliff verpassen Sie dem Foto mit den Farbkurven, die Sie im Menü unter Ebene / Farben / Kurven finden. Mit der Maus können Sie die Kurve an einem Punkt anpacken und verziehen (Abbildung 4). Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, speichern Sie das geänderte Foto über Datei / Speichern.

Abb. 1: Ein Digitalfoto mit Rotstich. Die mit der Pipette aufgenommene Farbe sollte eigentlich weiß sein.

Abb. 2: Im Helligkeits- und Kontrastdialog hellen Sie das zu dunkle Bild ein bisschen auf.

Abb. 3: Der Farbabgleichdialog von Gimp erlaubt das einfache und bequeme Beseitigen von Farbstichen.

Abb. 4: Mit den frei verzerrbaren Farbkurven erhält das Bild den letzten Schliff.

Rote Augen entfernen

Rote Augen entstellen selbst das schönste Bild. Den häufigen Aufnahmefehler händisch zu beheben, ist nicht ganz trivial. Deshalb hat Martin Guldahl ein Skript in der Gimp-Skriptsprache Script-Fu geschrieben, das rote Augen automatisch entfernt. Laden Sie das Skript aus dem EasyLinux-Downloadbereich herunter. Es muss in den Unterordner .gimp-2.0/scripts in Ihrem Home-Verzeichnis verschoben werden. Da der Verzeichnisname mit einem Punkt beginnt, sehen Sie ihn im Konqueror erst, wenn Sie dort Ansicht / Versteckte Dateien anzeigen aktivieren. Anschließend können Sie die Datei in den Ordner verschieben.

Starten Sie Gimp neu, damit es das Skript lädt. Ob das geklappt hat, prüfen Sie, indem Sie ein beliebiges Bild öffnen, im Bild rechts klicken und ganz unten das Menü Script-Fu öffnen. Taucht dort der Eintrag Auswahl / Rote Augen entfernen auf, ist das Skript erfolgreich installiert.

Das ist schon die halbe Miete. Laden Sie das Bild, das Sie von roten Augen befreien möchten. Ist der Bereich im Bild zu klein, um ihn direkt zu erkennen, zoomen Sie über Ansicht / Zoom heran. Klicken Sie im Gimp-Fenster auf das Rechtecksauswahlwerkzeug oben links und markieren Sie mit der Maus einen kleinen Bereich der roten Farbe im Auge, indem Sie in das Rot klicken und mit gedrückter linker Maustaste ein kleines Rechteck aufziehen. Wählen Sie nun im Menü Script-Fu / Auswahl / Rote Augen entfernen aus (Abbildung 5). Die Farbwerte übernehmen Sie unverändert, die Werte bei Radius und Threshold müssen Sie vermutlich anpassen, wenn es sich beim Foto nicht um eine Nahaufnahme handelt, bei der die roten Augen bereits so deutlich erkennbar sind. Es empfiehlt sich, immer zunächst die Standardwerte auszuprobieren -- damit erzielen Sie meist schon ein gutes Resultat.

Abb. 5: Rote Augen entstellen selbst die schönsten Personen auf Ihren Bildern. Per Skript entfernen Sie diese automatisch.

Klicken Sie abschließend auf Ok. Sagt Ihnen das Resultat nicht zu, machen Sie die Aktion mit [Strg-Z] ungeschehen und wiederholen den Vorgang. Entspricht das Bild Ihren Vorstellungen, speichern Sie es ab.

Collagenkünstler

Dass man Bildern in Illustrierten nur bedingt trauen sollte, ist mittlerweile eine Binsenweisheit: Allzu leicht lassen sich heute Fotos kaum erkennbar manipulieren. Wir zeigen anhand eines Gruppenfotos des Debian-Entwicklertreffens 2004, wie einfach Sie mit Gimp ein paar Programmierer verschwinden lassen.

Der Hintergrund des gewählten Bildes sollte möglichst neutral sein, weil Sie so eventuell kleinere Leerräume mit dunkler Farbe füllen können.

Öffnen Sie das Bild in Gimp und rufen Sie über Dialoge / Ebenen (Layers unter SuSE 9.0) den Ebenendialog auf. Beim soeben geöffneten Bild ist dort nur eine Ebene zu sehen, der Hintergrund. Kopieren Sie diese -- das geht mit einem Klick auf das Symbol Ebene duplizieren im Ebenendialog.

Im Beispiel sollen einige der Entwickler vom Bild verschwinden. Schauen Sie sich auf dem Original besonders die fünf Reihen auf der rechten Seite an. Ziel ist, die vierte und fünfte Reihe von rechts verschwinden zu lassen, indem die drei ersten Reihen von rechts darüber gelegt werden.

Dazu wählt man das schon aus dem vorangegangenen Schritt bekannte Werkzeug zum Markieren von Rechtecken aus. Dieses fungiert gleichzeitig als Schnittwerkzeug. Es empfiehlt sich, eine möglichst glatte Schnittkante zu finden. Der Bildausschnitt muss so gewählt werden, dass er links an der Seite zum Bild hin glatt abschließt und nach rechts den gesamten Teil des Bildes einschließt. Ist der Ausschnitt gesetzt, klicken Sie ihn mit der linken Maustaste an und verschieben ihn nach links, hier also so, dass er die vierte und fünfte Reihe verdeckt (Abbildung 6). Den verschobenen Abschnitt, eine so genannte schwebende Auswahl verankern Sie anschließend durch einen Klick auf den linken Teil des Bilds.

Abb. 6: Deutlich erkennbar: Ein Ausschnitt des Fotos vom rechten Rand wurde ein Stück nach links gezogen und liegt nun nicht mehr plan auf dem Bild in der ersten Ebene.

Den Streifen rechts am Bildrand sollten Sie noch beseitigen, bevor es an die Details geht. Setzen Sie dazu das Schnittwerkzeug (das Skalpell-Symbol) genau in der rechten oberen Ecke des Fotos (also des noch vorhandenen Bilds, nicht an der rechten oberen Ecke des weißen Feldes) an und ziehen Sie mit gedrückter linker Maustaste einen Rahmen bis zum Beginn des Streifens. Lassen Sie die Maustaste los, klappt ein Dialog auf, den Sie mit Zuschneiden bestätigen.

Damit ist das erste Ziel erreicht -- die dritte und die vierte Reihe sind vollständig verschwunden. Die Schnittkante ist jedoch noch gut zu erkennen -- jeder Betrachter würde das Bild sofort als Fälschung enttarnen. Deswegen sorgen Sie zum Schluss dafür, dass beide Teile glatt ineinander übergehen. Dabei hilft ein spezielles Werkzeug, die so genannte "Ebenenmaske". Die Maske funktioniert so: Wie bereits erwähnt liegen die verschiedenen Ebenen, die im Ebenenfenster angezeigt werden, übereinander. Mit der Ebenenmaske lassen Sie Abbildungen der nächst tieferen Ebene durchschimmern, so dass zum Beispiel auf der höchsten Ebene Teile des Bildes der zweiten Ebene zu sehen sind.

Ein Blick in das Ebenenfenster zeigt immer noch das Original und die Kopie, die Sie zu Anfang angelegt haben. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Kopie der Ebene und wählen Sie aus dem Kontextmenü Ebenenmaske hinzufügen, in der Sie die Voreinstellung Weiß (volle Deckkraft) übernehmen. Im Ebenendialog sehen Sie neben dem eigentlichen Bild ein weißes Rechteck, das Sie mit einem Klick als "aktiv" markieren. Wählen Sie dann im Gimp-Fenster den Stift oder den Pinsel aus -- unter Dialoge / Pinsel (Brushes unter SuSE 9.0) stellen Sie die Größe der Werkzeugspitze ein. Der Mauszeiger hat nun die Form eines kleinen Kreises. Damit radieren Sie entlang der Schnittkante die Teile weg, die nicht ins Bild passen.

Pinsel und Stift holen dort, wo man mit ihnen "zeichnet", den Inhalt des ursprünglichen Bildes wieder hervor. Am Anfang hatten Sie durch die Kopie der ersten Ebene das Bild zweimal übereinander gelegt und mit dem Schnittwerkzeug einen Teil des oberen Bildes verschoben. Der Pinsel lässt die Stellen der ersten Ebene über die der zweiten Ebene scheinen; so schaffen Sie einen glatten Übergang ziwschen den beiden Bildteilen (Abbildung 7).

Diese Methode lässt sich auf viele andere Szenarien projizieren. Sie können sie überall einsetzen, wo die Inhalte von einem oder zwei Bildern sinnvoll kombinierbar sind. Alles ist denkbar: man selbst am Rednerpult des Bundestags oder das eigene Haus aus dem Hügel von Hollywood. Das Grundprinzip ist dabei immer gleich: Man legt die beiden Fotos als Ebenen übereinander und lässt den wichtigen Teil des einen Bild ins zweite durchscheinen.

Abb. 7: Original und Fälschung -- mysteriöser Programmiererschwund auf der Debian-Konferenz 2004 (Bild: Florian Lohoff).

Wollen Sie aus einem Bild nur einen kleinen Teil verwenden, beispielsweise den Kopf eines Kindes, um eine Geburtstagskarte zu erstellen, gibt es dafür eine etwas einfachere Lösung. Natürlich können Sie auf die Werkzeuge zum Markieren von Bereichen (eckig oder elliptisch) verwenden; wenn Sie wirklich nur einen ganz bestimmten Teil ohne jeden Rand haben möchten, hilft das Lasso-Symbol weiter.

Zwischenversionen der Bilder, an denen Sie arbeiten, speichern Sie am besten im Gimp-eigenen Dateiformat XCF, da dieses sich die Ebenen, die Sie angelegt haben, merkt. Um die Datei im PNG- oder JPEG-Format zu sichern, müssen Sie vorher die Ebenen vereinigen. Das geht über den Menüeintrag Bild / Bild zusammenfügen (Flatten image unter SuSE Linux 9.0).

Wie zu Wilhelms Zeiten

Für Geburtstagskarten ein witziger Gag: Lassen Sie ein brandneues Bild aussehen, als sei es vor 100 Jahren entstanden. Dazu verwenden Sie folgende Methoden: Das Bild bekommt einen weißen Rand, wie man ihn aus Omas Fotoalbum kennt. Dann werden die Farben entfernt und das Bild wird mit den typischen weißen, schwarzen und hellbeigen Farbtönen versehen. Am Ende wird mit Hilfe des Gaußschen Weichzeichner das Bild leicht unscharf gemacht, die Illusion ist perfekt.

Die Gimp-Entwickler liefern ein Skript in der Skriptsprache Script-Fu mit, dass alle nötigen Schritte erledigt. Öffnen Sie ein Foto und wählen Sie im Menü den Eintrag Script-Fu / Dekoration / Altes Foto aus. Der Dialog ermöglicht ein paar Einstellungen für das resultierende Bild (Abbildung 8). Meist empfiehlt es sich, die Marmorierung anzuschalten. Die anderen Angaben sind ohne Veränderung zu übernehmen. Nach dem Klick auf Ok erscheint ein neues Fenster mit dem Bild auftaucht, das tatsächlich aussieht, als sei es bereits uralt.

Abhängig vom Bild kann es vorkommen, dass der Gaußsche Weichzeichner, den das Skript angewendet hat, nicht stark genug war. Um das Bild noch etwas unschärfer zu machen, klicken Sie im bereits gealterten Bild rechts und wählen den Menüpunkt Filter / Weichzeichnen / Gaußscher Weichzeichner (IIR) . Fünf Grad sind meist deutlich zu viel, fangen Sie bei einem Grad an und arbeiten Sie sich langsam vor, bis das Resultat Ihren Vorstellungen entspricht. Speichern Sie das Bild dann ab. (eba)

Abb. 8: Debian gibt es zwar erst seit den Neunzigern, aber das Foto sieht trotzdem aus wie von 1895.
Kasten 1: Die Gimp-Werkzeugpalette

Im Text nehmen wir verschiedentlich Bezug auf bestimmte Werkzeuge. Hier zeigen wir die Gimp-Werkzeugpalette mit den wichtigsten Symbolen.

Das Werkzeug zur Auswahl eckiger Bereiche im Bild, wie Sie es zum Beispiel brauchen, um einen Bereich in roten Augen zu markieren oder um bei Foto-Collagen einen Teil des oberen Bilds auszuschneiden, damit Sie ihn anschließend verschieben können.

Das Werkzeug zur Auswahl elliptischer Bereiche. Es eignet sich gut für Gesichter und ähnliches. Tipp: Drücken Sie beim Markieren die [Umsch]-Taste, sorgt Gimp dafür, dass der ausgewählte Bereich immer ein Kreis ist.

Mit dem Freihandwerkzeug wählen Sie beliebige Bereiche aus.

Klicken Sie mit der Pipette auf einen Punkt im Bild, um dessen Farbe als neue Vordergrundfarbe zu wählen. Zusätzlich zeigt das Werkzeug eine vollständige Farbanalyse dieses Punkts an. Wir haben die Pipette für die Analyse der grauen Pixel im Bild verwendet.

Das Skalpell schneidet einen Bereich aus einem Bild heraus und stellt ihn frei. Wir haben es beim Zuschneiden des Bilds bei der Foto-Collage verwendet. Wichtig ist, dass man mit dem Skalpell als Werkzeug den Bereich auswählen muss, der nach dem Vorgang noch vorhanden sein soll, und nicht den, der wegfallen soll.

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