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von Andrea Müller
Während der Installation können Sie festlegen, dass Fedora Core 2 Windows-Partitionen mit FAT-Dateisystem automatisch beim Systemstart mountet. Windows XP verwendet jedoch, ebenso wie seine Vorgänger Windows NT und 2000, NTFS als Dateisystem. Um die dort abgelegten Dateien wenigstens lesen zu können, bringt Linux ein so genanntes Kernel-Modul mit, das Fedora Core 2 jedoch nicht mitliefert.
Das fehlende NTFS-Modul rüsten Sie bequem mit einem RPM-Paket aus dem EasyLinux-Download-Bereich (http://www.easylinux.de/Download) nach. Wählen Sie dort das richtige Paket für Ihre Prozessorarchitektur aus. Für Besitzer aktueller Pentium- und Athlon-Systeme ist das i686-Paket die richtige Wahl. Haben Sie eine ältere CPU, greifen Sie zu dem i586-Paket. Ob Sie den Treiber für 1 CPU oder ein Mehrprozessor-System brauchen, hängt vom Kernel ab. Öffnen Sie über Systemtools / Terminal ein Kommandozeilenfenster und geben Sie dort rpm -qa | grep kernel ein. In der Ausgabe steht der Name des installierten Kernel-Pakets. Lautet er kernel-2.6.5-1.358, ist der Treiber mit dem Zusatz 1 CPU der richtige. Gibt der Befehl hingegen kernel-smp-2.6.5-1.358 aus, laden Sie das Paket für ein Mehrprozessor-System herunter.
Starten Sie über ein Schnellstartfenster ([Alt-F2]), in das Sie konqueror eingeben, den KDE-Datei-Manager. Navigieren Sie in das Download-Verzeichnis und doppelklicken Sie auf die heruntergeladene Datei mit der Endung .rpm. Haben Sie der Dateiendung noch keine Standardapplikation zugeordnet, fragt der Konqueror nach, womit er sie öffnen soll. Geben Sie dann in die Eingabezeile system-install-packages ein und setzen Sie ein Häkchen vor Programm diesem Dateityp fest zuordnen.
Der Installationsassistent erfragt das Root-Passwort, da nur der Administrator systemweit Software installieren darf. Danach prüft er die Abhängigkeiten. Für das NTFS-Modul sind keine weiteren Pakete nötig. Mit einem Klick auf Weiter (Abbildung 1) starten Sie die Installation. system-install-packages beendet sich automatisch, wenn es den Treiber kopiert und eingerichtet hat.
Damit Linux Ihre NTFS-Partitionen schon beim Systemstart mountet, tragen Sie sie in die Datei /etc/fstab ein.
/dev/hda1 /mnt/winxp ntfs umask=0222,utf8 0 0
Ab sofort greifen Sie auf die Dateien Ihrer NTFS-Partition über das Verzeichnis /mnt/winxp zu. Allerdings haben Sie dort nur Lesezugriff. Wollen Sie Dokumente von der NTFS-Partition bearbeiten, kopieren Sie sie am besten vorher in ein Verzeichnis auf der Linux-Partition. (amü)
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Last modified: 2007-01-25 17:23
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