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von Thomas Hümmler
Falls das Auslesen einer Audio-CD sehr langsam ist, funktioniert die digitale Echtzeitwiedergabe möglicherweise nicht korrekt. Gerade mit einem schlechteren Laufwerk kann es lange dauern, bis die Audiodaten einer CD ausgelesen sind.
Dem begegnen Sie, indem Sie den so genannten paranoia_level heruntersetzen, der standardmäßig auf 2 steht. Mögliche Werte sind:
Falls Sie Probleme mit dem Auslesen haben, setzen Sie den Wert für paranoia_level herab, etwa auf 1 oder 0. Das erledigt zum Beispiel mit dem Befehl audiocd:/?device=/dev/scd0?paranoia_level=0, mit dem das erste SCSI-Gerät angesprochen wird und außerdem die Fehlerkorrektur ausgeschaltet wird.
Das Audiocd-Modul von Konqueror fragt standardmäßig die Titeldatenbank freedb.freedb.org im Internet über den Port 888 ab. Falls Sie keine Internet-Verbindung haben oder die Verbindung nicht korrekt eingerichtet ist, erscheinen die CD-Titel eventuell nicht.
In diesem Fall deaktivieren Sie diese Datenbankabfrage mit audiocd:/?use_cddb=0 oder schränken Sie mit audiocd:/?use_cddb=1 zumindest ein.
WollenSie im Audiocd-Modul die Titeldatenbank ändern, übergeben Sie in der Adresszeile des Konqueror einen anderen CDDB-Server als Parameter. Die Voreinstellung lautet cddb_server=freedb.freedb.org:888. Soll stattdessen zum Beispiel der deutsche Server de.freedb.org abgefragt werden, sieht der Aufruf so aus: audiocd:/?cddb_server=de.freedb.org:8880.
Wollen Sie auf die Festplatten, CD- und Diskettenlaufwerke im Rechner schnell zugreifen? Dann geben Sie unter KDE 3.2 devices:/ in die Adresszeile des Konquerors ein. Daraufhin erscheinen alle im Computer vorhandenen Geräte (Abbildung 1). Per Klick können Sie hier zum Beispiel eine Diskette oder eine CD mounten -- eine CD können Sie außerdem auswerfen lassen.
Häufig benutzte Eingaben in der Adresszeile des Konqueror wie print:/manager oder man:ls sollten Sie als Lesezeichen speichern mit dem Befehl Lesezeichen / Lesezeichen hinzufügen oder [Strg-B]). Dann sparen Sie sich die wiederkehrende Tipparbeit.
Um Ein-/Ausgabemodule wie print:/ und andere zu starten, müssen Sie nicht erst den Konqueror aufrufen und sie dann in die Adresszeile eingeben. Es reicht, wenn Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster öffnen und die Modulsyntax dort eintragen. Klicken Sie anschließend auf Ausführen, um das Modul im Konqueror zu öffnen.
Zum Testen kurzer Stücke von Code, etwa in HTML-Seiten, dient das Daten-URL-Modul data. Hier übergeben Sie per Eingabe in die Adresszeile Dokumentdaten in geringer Größe. Die Syntax ist wie folgt:
data:[<Medientyp>][;Base64],<Daten>
Den Medientyp brauchen Sie nicht angeben, dürfen jedoch keinesfalls das Komma nach dem Doppelpunkt vergessen: data:,Dies ist ein Test etwa überträgt ein Textdokument, das die Zeile Dies ist ein Test zum Inhalt hat. Bei HTML-Dokumenten ist der Medientyp text/html. Wenn Sie die Zeile
data:text/html,<title>Test</title><p>Dies ist auch ein Test.</p>
in die Adresszeile des Konqueror eingeben, erhalten Sie dieselbe Ausgabe, als ob der Inhalt aus einer Datei geladen worden wäre. Allerdings hat das Data-Modul auch seine Grenzen, wie Larry Masinter (der das Data-URL definiert hat) vom Xerox Palo Alto Research Center schreibt. Sein Konterfei als Beispiel eines kleinen Inline-Bildes gibt er als gerade noch akzeptabel an (Abbildung 2):
data:image/gif;base64,R0lGODdhMAAwAPAAAAAAAP///ywAAAAAMAAwAAAC8IyPqcvt3wCcDkiLc7C0qwyGHhSWpjQu5yqmCYsapyuvUUlvONmOZtfzgFzByTB10QgxOR0TqBQejhRNzOfkVJ+5YiUqrXF5Y5lKh/DeuNcP5yLWGsEbtLiOSpa/TPg7JpJHxyendzWTBfX0cxOnKPjgBzi4diinWGdkF8kjdfnycQZXZeYGejmJlZeGl9i2icVqaNVailT6F5iJ90m6mvuTS4OK05M0vDk0Q4XUtwvKOzrcd3iq9uisF81M1OIcR7lEewwcLp7tuNNkM3uNna3F2JQFo97Vriy/Xl4/f1cf5VWzXyym7PHhhx4dbgYKAAA7
Nicht jedes Programm hat eine integrierte oder HTML-Dokumentation. Viele haben zumindest eine so genannte man-Page oder Info-Seiten. Das sind Dokumentationen, die Sie in einer Konsole mit dem Befehl man Kommando bzw. info Kommando starten.
Dank der Module info und man können Sie die auf Ihrem System installierten Dokumentationen auch im Konqueror lesen. Dazu geben Sie in die Adresszeile entweder man:Kommando oder info:/Kommando ein. Bei man haben Sie außerdem noch die Möglichkeit, mit man:/ einen Überblick über die Abschnitte in den Handbüchern zu erhalten. Wollen Sie ein einzelnes Handbuch ansehen, geht es sogar noch kürzer: #less etwa zeigt die man-Page zum Kommando less an.
Der Vorteil gegenüber der Konsolenlösung wird schnell deutlich: Verweise in den Dokumentationen sind verlinkt, so dass Sie schnell zu den Handbuchseiten weiterer Programme gelangen.
Möchten Sie Texte, Tabellen oder andere Werke statt auszudrucken lieber im PDF-Format speichern? In OpenOffice gibt es dafür einen eigenen Export-Befehl. Doch auch in KDE-Programmen ist das kein Problem. Wählen Sie etwa in KWrite den Befehl Datei / Drucken. Im Druck-Dialog wählen Sie aus der Liste Name den Eintrag In Datei drucken (PDF). Anschließend geben Sie im Feld Ausgabedatei noch einen Namen und das Verzeichnis für die fertige Datei an, oder übernehmen die Vorgabe /home/Ihr_Benutzername/print.pdf (Abbildung 3). Klicken Sie danach auf Drucken, wird die PDF-Datei erzeugt.
Wenn Sie in der Adresszeile des Konqueror print:/ eingeben, gelangen Sie in das virtuelle Wurzelverzeichnis des Druckmoduls. Von hier können Sie in die Unterverzeichnisse Andere Geräte, Druckaufträge, Drucker, Klassen und Verwaltung wechseln.
Das Verzeichnis Andere Geräte listet alle speziellen Druckmöglichkeiten. Das kann ein Faxprogramm wie Hylafax, ksendfax oder efax sein oder Programme, mit denen Sie PDF- und Postscript-Dateien aus einer KDE-Anwendung heraus erzeugen können. Im Verzeichnis Drucker sind alle vorhandenen Drucker angezeigt. Klicken Sie auf einen, werden Informationen wie Adresse, Status und Schnittstelle zu diesem Drucker angezeigt. Unter Druckaufträge sehen Sie, welche Druckjobs gerade in der Warteschlange sind und im Verzeichnis Klassen werden Drucker-Klassen angezeigt, sofern Sie das Drucksystem CUPS benutzen.
In der Verwaltung schließlich können Sie die einzelnen Drucker und speziellen Geräte einstellen oder auf ein anderes Drucksystem wechseln (Abbildung 4). Die Druckerverwaltung erreichen Sie auch direkt mit dem Befehl print:/manager.
Wollen Sie wissen, wie Linux mit den Speicherressourcen Ihres PCs umgeht? Dann öffnen Sie doch mal das Infozentrum und klicken links auf Speicher. Daraufhin erscheinen rechts drei Balkengrafiken und mehrere Zahlen, die über die Speicherverhältnisse informieren.
Die linke Grafik Gesamtspeicher gibt an, wie viel physischen und Auslagerungsspeicher Sie im Rechner haben. Der mittlere Block informiert über die Aufteilung des physischen Speichers. Die rechte Grafik zeigt, wie viel Auslagerungsspeicher noch frei ist.
Die Zahlen darüber geben Auskunft, was die Prozentangaben der Grafiken unten in MByte ausmachen.
Möchten Sie wisssen, wie voll Ihre Festplatten bereits sind? Dann starten Sie das Infozentrum und klicken dort auf Speicher-Geräte (Abbildung 5). Dieser Eintrag war früher im Kontrollzentrum, ist aber in KDE 3.2 ins Infozentrum gewandert.
Außer der Belegung in Prozent erfahren Sie hier noch etwas über die Gesamtgröße, den Typ und dem Mount-Punkt.
Suchen Sie Informationen zu einem bestimmten Thema, wissen aber nicht genau die Kategorie, zu der es gehört. Kein Problem, wechseln Sie im Infozentrum auf die Registerkarte Suchen. Geben Sie dort Ihren Suchbegriff ein oder wählen ein Stichwort aus der Liste. Sobald Sie das Stichwort markieren, erscheint unter Ergebnis die gesuchte Kategorie. Klicken Sie darauf, um die Werte im Feld rechts anzuzeigen.
Wie auch unter Windows können Sie in KDE 3.2 bestimmten Ereignissen feste Klänge zuordnen (Abbildung 6). Das geht im Kontrollzentrum im Bereich Sound & Multimedia / Systemnachrichten: Wählen Sie zunächst eine Quelle für das Ereignis. In der Liste finden Sie Einträge wie KBackgammon, KDE-Fenstermanager, KDE-Systemnachrichten oder KDE-Systemüberwachung. Klicken Sie auf einen, erscheinen die dieser Quelle zugeordneten Ereignisse.
Im Gegensatz zu Windows können Sie jedem Ereignis in KDE mehrere Aktionen zuordnen: Außer Klang abspielen können Sie über In Logdatei schreiben eine Datei wählen, in der die Aktion protokolliert wird. Wählen Sie Programm ausführen, müssen Sie ein Programm in das Feld eintragen oder eines per Dateidialog wählen, das jedes Mal abläuft, sobald dieses Ereignis zutrifft. Wollen Sie bei bestimmten Aktionen -- etwa bei Fehlern -- benachrichtigt werden, wählen Sie zunächst Weitere Optionen und dann Nachricht in extra Fenster anzeigen. Ist die Mitteilung weniger bedeutend, markieren Sie außerdem Passives Fenster verwenden, das keine anderen Abläufe unterbricht. Und schließlich können Sie noch die Nachricht an Standard-Fensterausgabe senden.
Um alle Klänge einheitlich ein- oder ausschalten, klicken Sie auf die Schaltfläche Alle aktivieren bzw. Alle deaktivieren. Soll sich das außerdem auf alle Ereignisquellen auswirken, schalten Sie zusätzlich die Option Auf alle Programme anwenden ein.
Über die Wiedergabe-Einstellungen können Sie noch die Lautstärke der Systemklänge einstellen. Das ist vorteilhaft, denn so begrüßt Sie KDE nicht in Fortissimo, wenn Sie die Boxen zur CD-Wiedergabe vielleicht ein wenig höher aufgedreht haben.
Welchen Aktionen Sie unter KDE 3.2 Ereignisse zuordnen können, lesen Sie im Kasten Aktionen, denen Sie bestimmte Ereignisse zuordnen können.
| Aktionen, denen Sie bestimmte Ereignisse zuordnen können |
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Es gibt für alle möglichen KDE-Anwendungen Systemereignisse. Hier eine Auswahl der häufig benutzten Elemente. Arbeitsfläche freigeben Beschäftigt, Verbindung abgelehnt Der Benutzer bestätigt die Verbindung Der Benutzer lehnt die Verbindung ab Die eingeladene Partei hat ein ungültiges Passwort gesendet: Verbindung abgelehnt Neue Verbindung automatisch hergestellt Unerwartete Verbindung hergestellt, Abbruch Ungültiges Passwort Verbindung geschlossen Verbindungsanfrage, Benutzer muss bestätigen Bildschirmlineal Das Lineal wurde durch die Cursortasten um einige Pixel verschoben KDE-Fenstermanager Die Größenänderung eines Fensters hat begonnen Die Größenänderung eines Fensters ist abgeschlossen Die Verschiebung eines Fensters hat begonnen Die Verschiebung eines Fensters ist abgeschlossen Die virtuelle Arbeitsfläche acht ist ausgewählt Die virtuelle Arbeitsfläche [eins bis acht] ist ausgewählt Ein anderes Fenster ist aktiviert Ein (Dialog-)Fenster erscheint Ein (Dialog-)Fenster wird entfernt Ein Fenster ist minimiert Ein Fenster ist nicht mehr auf allen Arbeitsflächen sichtbar Ein Fenster wird auf seine ursprüngliche Größe zurückgestellt Ein Fenster wird eingefahren, so dass nur noch die Titelleiste sichtbar bleibt Ein Fenster wird geschlossen Ein Fenster wird herausgefahren und ist wieder voll sichtbar Ein Fenster wird maximiert Ein Fenster wird unter Maximalgröße gebracht Ein Fenster wurde auf allen Arbeitsflächen sichtbar gemacht Fenster löschen (mit "Totenkopf-Cursor") Neues Fenster KDE-Systemnachrichten Anzeige einer Frage Anzeige einer Info-Nachricht Anzeige einer Nachricht zu einem kritischen Vorgang Anzeige einer Warnungs-Nachricht Beim Drucken ist ein Fehler aufgetreten Das Ende der Übereinstimmungsliste ist erreicht Die gewählte Datei kann nicht zum Lesen oder Schreiben geöffnet werden Ein schwerer Fehler ist aufgetreten, der zumindest zum Beenden des Programms geführt hat Es gibt mehr als eine mögliche Übereinstimmung Es ist ein Fehler im Programm aufgetreten, der zu Problemen führen kann Es ist ein schweres Problem aufgetreten, das zum Abbruch des Programms geführt hat Im Programm ist ein besonderes Ereignis aufgetreten KDE startet KDE wird beendet Keine passende Ergänzung gefunden KDE-Systemüberwachung Sensor zeigt Überschreitung der kritischen Grenze an Übereinstimmende Suchmuster Konsole Aktivität in überwachter Sitzung Signal gesendet innerhalb nicht sichtbarer Sitzung Signal gesendet innerhalb sichtbarer Sitzung Signal beendet mit Status ungleich Null Stille in nicht überwachter Sitzung |
Einen Autostart-Ordner wie in Windows, der bestimmte Programme beim KDE-Start gleich mit öffnet, gibt es auch in KDE. Der ist zwar eigentlich nicht nötig, da geöffnete Programme meist auch beim nächsten Start von KDE wieder geladen werden, sofern Sie die Sitzung sichern. Aber wenn doch bestimmte Programme immer mit KDE starten sollen, dann legen Sie ganz einfach einen Link in das Verzeichnis $HOME/.kde/Autostart/. Der Befehl dazu lautet
ln -s /Pfad/zu/Programm/ $HOME/.kde/Autostart/
Geben Sie diesen Befehl ein und die Programme werden beim nächsten KDE-Start automatisch gestartet.
Es gibt aber noch einen anderen Trick, ein einzelnes Programm automatisch und ohne Konsoleneingaben beim KDE-Start wieder zu öffnen. Dazu bedienen Sie sich der Systemnachrichten. Öffnen Sie das Kontrollzentrum und wechseln in das Menü Sound & Multimedia / Systemnachrichten. Wählen Sie oben aus der Auswahl-Liste den Eintrag KDE-Systemnachrichten. Markieren Sie nun KDE startet und klicken auf die Schaltfläche Weitere Optionen. Markieren Sie die Option Programm ausführen und suchen über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen das gewünschte Programm heraus. Dieses wird künftig bei jedem KDE-Start ebenfalls geladen.
In KDE ist normalerweise ein deutsches Tastatur-Layout eingestellt. So erscheinen die Umlaute auch korrekt, wenn Sie darauf drücken, und das Z und das Y sind nicht so angeordnet wie auf amerikanischen Tastaturen.
Sie können das Tastatur-Layout jedoch im Kontrollzentrum anpassen. Dazu wählen Sie unter Regional-Einstellungen & Zugang den Eintrag Tastaturlayout.
Damit es funktioniert, müssen Sie mit Tastaturlayouts aktivieren diese zunächst einschalten. Nun können Sie die aktiven Tastaturbelegungen ändern. Wollen Sie eine weitere Tastaturbelegung hinzufügen, markieren Sie diese in der linken Liste und klicken auf Hinzufügen. Über die Pfeiltasten verschieben Sie das Tastaturlayout an die gewünschte Stelle. Anschließend wählen Sie den Tastaturtyp (etwa Generischer 105-Tasten-(Intl)-PC oder Microsoft Natural). Außerdem können Sie noch die Belegungsvariante aussuchen, die das Verhalten bei einigen Sonderzeichen betrifft.
Danach markieren Sie in der Liste Aktive Belegungen die zweite Belegung der Tastatur, also zum Beispiel Englisch (US) mit toten Tasten. Auch hier können Sie teilweise noch eine Belegungsvariante aussuchen (Abbildung 7).
Klicken Sie danach auf Anwenden, erscheint im Systembereich der Kontrollleiste das KDE-Dienstprogramm für die Tastatur. Klicken Sie mit der linken Maustaste auf die Schaltfläche, wird zum jeweils nächsten aktiven Tastatur-Layout gewechselt. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, können Sie das Dienstprogramm [ber das Kontextmenü einrichten oder beenden.
Wenn Sie in KDE-Programmen eine Datei öffnen oder speichern wollen, lautet der Vorschlag zunächst auf ihr Home-Verzeichnis. Ist das unerwünscht, wenn Sie zum Beispiel ein besonderes Verzeichnis für Dokumente/ eingerichtet haben, können Sie das als Standardverzeichnis bestimmen.
Im Kontrollzentrum wechseln Sie in die Gruppe Systemverwaltung / Pfade und suchen Sie über die Schaltfläche Dialog Datei-Öffnen neben dem Feld Dokument-Pfad das gewünschte Verzeichnis heraus (Abbildung 8). Bestätigen Sie mit OK und schließen das Kontrollzentrum wieder. Künftig ist in KDE-Programmen wie KWrite und anderen das von Ihnen gewählte Verzeichnis voreingestellt.
Seit KDE 3.2 gibt es nur noch zwei Arten, eine Datei oder ein Verzeichnis zu entfernen (die Option In den Reißwolf schieben -- also die Datei gleich zu schreddern -- ist in KDE 3.2 nicht mehr vorhanden): * In den Mülleimer werfen oder * Löschen Die Unterschiede zwischen diesen beiden Löschvarianten: Wenn Sie eine Datei oder ein Verzeichnis in den Mülleimer werfen, können Sie es von dort zurückholen, indem Sie auf das Mülleimer-Symbol klicken. Dann öffnet Konqueror mit dem Inhalt des Mülleimers. Von hier können Sie die Dateien überall hin kopieren oder verschieben.
Weg sind die Dateien erst, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf dem Mülleimer klicken und Mülleimer leeren wählen. Das entspricht dem Befehl Löschen; die Dateien sind weg -- wie von der Müllabfuhr abgeholt und zur Kippe gefahren. Daten dann noch zurückzuholen, ist nur mit entsprechenden Tools möglich.
Sie löschen über das Kontextmenü (rechte Maustaste) einer Datei oder eines Verzeichnisses, über das Bearbeiten-Menü oder mit Hilfe von Tastenkombinationen: In den Mülleimer werfen Sie eine Datei oder ein Verzeichnis mit [Entf], löschen tun sie mit [Umschalt-Entf].
Wenn Sie löschen, fragt KDE nach, ob Sie das auch wirklich wollen. Um diese Rückfrage künftig zu unterbinden, markieren Sie vor dem Löschen die Option Diese Nachfrage nicht mehr anzeigen. Ändern Sie später doch Ihre Meinung und möchten wieder gefragt werden, wählen Sie im Konqueror Einstellungen / Konqueror einrichten. Im Menü Verhalten können Sie im Bereich Um Bestätigung nachfragen bei die entsprechenden Optionen einschalten.

Standardmäßig verwendet KMail das Verzeichnis Mail/ als Speicherort für E-Mails. Wenn Sie ein anderes Verzeichnis nutzen wollen, hilft KMail zunächst nicht weiter: In den Menüs und Einrichtungsdialogen gibt es keinen Schalter, ein anderes Speicherverzeichnis anzugeben. Auch im Kontrollzentrum wird man nicht fündig.
Das führt manchmal zu Problemen, wenn man nebenbei noch ein anderes Mail-Programm benutzt, das ebenfalls in einem dieser Ordner ablegt. Sylpheed etwa benutzt auch den Ordner Mail/ und ist von dem, was KMail dort hinterlässt, gar nicht begeistert.
Es gibt einen Weg, KMail ein anderes Verzeichnis beizubringen: über die Kmail-Konfigurationsdatei. Öffnen Sie die Datei ~/.kde/share/config/kmailrc mit einem Editor und tragen Sie in den Abschnitt [General] die Zeile
folders=~/Speicherordner_für_KMail
ein. Statt Speicherordner_für_KMail schreiben Sie das Verzeichnis, das KMail als Standardordner verwenden soll (Abbildung 10). Existiert dieses Verzeichnis noch nicht, legt KMail es beim nächsten Start an. Haben Sie vorher schon KMail verwendet, übertragen Sie Ihre E-Mails mit dem Befehl
cp -a ~/Mail/* ~/Speicherordner_für_KMail/
in das neue Speicherverzeichnis. Wenn Sie KMail starten, bevor Sie die E-Mails kopiert haben, verliert KMail alle Filter und Sie müssen diese neu anlegen. (fan)
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Last modified: 2007-01-25 17:24
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