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Ich bin Linux-Neuling und lese jetzt seit einigen Monaten Ihre Zeitschrift. Und bin sehr überrascht darüber, dass Sie in keinem Artikel auch auf Mandrake Linux 10.0 eingehen, nur Mandrake Linux 9.2.
Ich habe in Ausgabe 10/2004 ab Seite 60 den Artikel über SIM gelesen (Instant Messaging). Dann bin ich auf die Download-Seite gegangen und war überrascht, dass nicht nur in Ihren Zeitschriften in den Artikeln nicht auf Mandrake Linux 10.0 eingegangen wird. Die Distribution ist doch ungefähr zur gleichen Zeit wie SuSE Linux 9.1 erschienen. Der Download von SIM, der auf Ihrer Seite zur Verfügung steht, funktioniert aber nur für Mandrake Linux 9.2 und nicht für 10.0?
Andy Sioux
EasyLinux: EasyLinux unterstützt eine feste Auswahl von Linux-Distributionen, zur Zeit sind das SuSE Linux 9.0/9.1, Mandrake Linux 9.2 und Fedora Core 2. In erster Linie sind das die Distributionen, die Sie als günstiges EasyLinux Starter Kit erwerben können (SuSE Linux 9.0, Mandrake Linux, Fedora). In den nächsten Monaten wird ein neues Starter Kit mit Mandrake Linux (vermutlich Version 10.1) erscheinen; dann stellen wir auch im Monatsheft auf Mandrake Linux 10.1 um. (Am 04.09. ist bereits der erste "Release Candidate" für Mandrake Linux 10.1 freigegeben worden.)
Wir würden gerne zusätzlich zu den Starter Kits auch aktuellere Versionen der gleichen Distributionen unterstützen, aber dadurch würden die Artikel zu aufgebläht werden -- detaillierte Installationsanleitungen für sechs Distributionsversionen würden die Texte einfach zu lang machen. Die Alternative, stets nur die aktuellen Versionen zu unterstützen, ist auch nicht gut, weil wir dann die Leser immer öfter zum (teuren) Update auf eine neue Version nötigen würden. Bei Mandrake Linux und Fedora Core 2 versuchen wir, jede zweite neue Version durch ein Starter Kit zu begleiten. (hge)
Ich bin Einsteiger bei Linux (SuSE 9.0), leider wird meine TK-Anlage AGFEO Webphonie 14 USB nicht erkannt. Wer kann mir weiterhelfen und/oder Tipps geben?
Frank Lender
EasyLinux: Bei einer kurzen Internet-Suche konnten wir keine Informationen über Ihre Anlage finden.
Darum ist davon auszugehen, dass das Gerät nicht Linux-kompatibel ist. In der Linux-Community, unserem Online-Portal, hat ein Anwender am 02.07. die gleiche Frage gestellt, http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=13565, und keine Antwort erhalten -- ein Zeichen dafÜr, dass niemand dieses Gerät erfolgreich benutzt.
Sie benötigen eine von Linux unterstützte ISDN-Karte. Hinweise finden Sie in der Hardware-Kompatibilitätsliste des Linux-Distributors, bei Ihnen also SuSE. Grundsätzlich sollten Sie vor dem Kauf neuer Hardware immer zunächst prüfen, ob die Geräte mit Linux laufen. Viele TK-Anlagen, die man beim ISDN- Einstieg kostenlos oder subventioniert vom Provider bekommt, sind billige Geräte ohne Linux-Support. Gute Erfahrungen wurden z. B. mit AVM Fritz!Cards (PCI) gemacht. USB-Geräte laufen auch einige, mit diesen Geräten haben wir aber wenig Erfahrungen. (hge)
Wird es mal einen Artikel über Homebanking und HBCI mit GnuCash oder ähnlicher Software geben? Ich habe z. B. einen B1-Kartenleser von Siemens und kann ihn nicht einrichten.
Ronny Böhm
EasyLinux: Unsere Schwesterzeitschrift LinuxUser hat gerade einen Bericht zum Thema gebracht: LinuxUser 10/2004, S. 38, behandelt GnuCash und auch HBCI.
Die LinuxUser-Artikel sind allerdings etwas anspruchsvoller. Für EasyLinux ist derzeit kein GnuCash-Artikel geplant, u. a. weil GnuCash nur in neuen (Entwickler-) Versionen HBCI unterstützt. Auch das Einrichten der Kartenleser ist bei vielen Typen schwierig oder gar unmöglich. (hge)
Mir gefällt das Programm ganz gut -- es bietet sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, wird allerdings bei großen Datenmengen (z. B. Bildern) recht langsam.
Leider ist ein großes Manko an Scribus, dass es nicht die in Ihrem Artikel beschriebene Montagereihenfolge berechnet. Denn beim Layouten arbeitet man in der Reihenfolge 1,2,3,4,5,6,7,8. Beim Druck auf DIN-A3 muss aber die Reihenfolge 1,8,2,7,3,6,4,5 montiert sein. Von einem Layout-Programm erwarte ich diese Umrechnung. Wie soll man sonst eine achtseitige Zeitung ohne viel Bastelarbeit erstellen? Oder habe ich das entsprechende Tool übersehen?
Dirk Eicken
EasyLinux: Sie können dieses Problem mit einem Kommandozeilen-Tool lösen, das genau diese Aufgabe, nämlich die Erstellung einer Signatur, übernimmt: psbook.
Wenn Sie mit Scribus eine PostScript-Datei (mit normaler Seitenfolge) erzeugen und dann auf der Kommandozeile
psbook -s8 eingabedatei.ps ausgabedatei.ps
aufrufen, hat die Ausgabedatei genau die gewünschte Seitenreihenfolge:
esser@server:~/> psbook -s8 x.ps y.ps [8] [1] [2] [7] [6] [3] [4] [5] [16] [9] [10] [15] [14] [11] [12] [13] [24] [17] [18] [23] [22] [19] [20] [21] [32] [25] [26] [31] [30] [27] [28] [29]
Sie haben 1,8,2,7, ... angegeben, richtig dürfte aber (wie in der obigen Beispielausgabe einer 36-Seiten-Datei) 8,1,2,7 sein.
Mit dem Parameter -s8 gibt man die Signaturgröße 8 an; wenn Sie größere Bogen, etwa 16er, drucken, ist -s16 richtig. Bei fehlenden Seiten (unvollständigen Bogen) ergänzt psbook Leerseiten.
Die PostScript-Datei können Sie anschließend ausdrucken, in PDF wandeln oder auf den FTP-Server der Druckerei hochladen.
Das Tool psbook gehört zum Paket psutils.
Wenn Sie den KDE-Druckdialog (kprinter) in Scribus integrieren, können Sie psbook auch als Filter definieren (bzw. es ist evtl. schon vordefiniert), so dass Sie auf manuelle Aufrufe verzichten können. (hge)
Antwort des Lesers: Habe es ausprobiert, und es klappt sowohl auf der Kommandozeile als auch im Druckmenü. Da nach dem Befehl psbook.... noch die Zusammenstellung zu Doppelseiten erfolgen muss (8+1 = neue Seite 1; 2+7 = neue Seite 2; ...) und die neuen Seiten dann in gerade und ungerade sortiert werden müssen, damit nachher auch Vorder- und Rückseite gedruckt werden können, erscheint mir folgender Weg am einfachsten:
Tipp: Damit die Montage zweier Seiten auf einem Blatt ohne Zwischenraum in der Mitte ansatzlos gelingt, muss in scribus bei Dokument einrichten der innere Rand auf 0 reduziert werden.
Dirk Eicken
Wenn ich versuche, Mozilla von der LinuxUser-CD zu installieren, bringt mir kpackage folgende Rückmeldung:
i686-pc-linux-gnu-1.7-installer.tar.gz ;echo RESULT=$? sh: installpkg: command not found RESULT=127
Ist etwas an Eurer CD falsch? Mache ich was falsch?
Werner Schreier
EasyLinux: Mit kpackage können Sie den Mozilla von der Heft-CD nicht installieren. Das Programm unterstützt keine tar.gz-Archive. Das vermisste Programm installpkg gibt es auf RPM-basierten Distributionen standardmäßig nicht.
Das tar.gz-Archiv von Mozilla müssen Sie entpacken, z. B. mit dem KDE-Packer ark oder mit dem tar-Befehl auf der Kommandozeile.
Dabei entsteht das Unterverzeichnis mozilla-installer. Rufen Sie das darin liegende grafische Installationsprogramm mit dem Befehl /pfad/zu/mozilla-installer/mozilla-installer aus einer KDE-Konsole auf. Das können Sie als normaler Nutzer tun, wenn Sie den neuen Mozilla nur für einen Benutzer in Ihr Home-Verzeichnis installieren wollen.
Möchten Sie den Browser dagegen systemweit installieren (der Vorgabe- Installationsordner ist /usr/local/mozilla), rufen Sie stattdessen
kdesu /pfad/zu/mozilla-installer/mozilla-installer
auf und authentifizieren sich als Administrator. Das ist nötig, da nur Root Software nach /usr/local/ installieren darf.
Icons im Startmenü legt der Installer nicht an -- das müssen Sie nach der Installation von Hand erledigen. Haben Sie sich für eine systemweite Installation entschieden, lautet der Pfad zum neuen Mozilla /usr/local/mozilla/mozilla.
Wenn Sie wie oben beschrieben vorgehen, sollte die Installation von Mozilla gelingen. (amü)
| Linux-Patenschaften |
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Zum Editorial-Thema der Linux-Patenschaften aus der letzten EasyLinux-Ausgabe haben uns viele Leserbriefe erreicht. Einige davon drucken wir hier (teilweise stark gekürzt) ab. Inzwischen hat sich auch ein Patenprojekt gebildet -- dessen Homepage ist http://www.linuxpaten.org/. Vielen Dank für Ihre Beteiligung! Ich wäre dabeiIch bin von der Idee der Linux-Patenschaften sehr begeistert, vor allem weil ich als Linux-Neuling bald an dem Punkt angelangt bin, die Flinte wieder ins Korn zu werfen und zu Windows zurückzukehren! Ich habe vor ca. drei Wochen SuSE Linux 9.1 erfolgreich installiert. Dann habe ich Mozilla heruntergeladen und seit zwei Wochen versuche ich ihn zu installieren! Ich weiß nicht, wie man unter Linux was installiert, und bis jetzt hat mir auch niemand helfen können. Die Hotline von SuSE ist mir zu teuer, und im Forum hat mir bis jetzt auch niemand eine brauchbare Antwort gegeben. Das System einer Linux-Patenschaft fände ich echt klasse, falls ich jemals so fit bin in Linux, würde ich mich sehr gerne auch als Pate zu Verfügung stellen, leider bin ich zur Zeit aber nur ein Patenkind! Falls Sie einen Paten für mich haben wäre ich Ihnen sehr dankbar! Sabine Weber SkeptischSo freudig ich diese Initiative begrüße, so skeptisch bin ich, mir innerhalb von einigen Monaten genug Praxis aneignen zu können, um jemandem gute Ratschläge, z. B. zu Debian, geben zu können. Ich war, seit es PCs gibt, mein eigener Systemadministrator und habe DOS, alle Versionen von Windows (bis Windows 2000) und OS/2 Warp 4 durchgestanden -- mit allen Peripheriegeräten der Büroorganisation, PC-Fax, Netzwerk, Drucker, Scanner etc. Im Januar 2004 besuchte ich wegen der besseren Netzwerksicherheit einen Wochenendkurs für SuSE Linux 9.0, kaufte den "Kofler" und bei einem Linux-Trainer SuSE 9.0 Professional inklusive Installation. Ich war dann dreimal mit dem Rechner, Scanner und Drucker unterwegs zu ihm, weil die Swap-Partition ca. 6 GByte groß war, der Epson-Scanner (USB) nicht funktionierte, keine gekauften Original-CDs erkannt wurden und ich keine Videos abgespielen konnte. Ich habe den Spezialisten dann entlassen und mich selbst ans Werk gemacht. In der Schritt-für-Schritt-Anleitung der Computer Bild erfuhr ich dann, wie man mplayer und die Codecs installiert. Jetzt kann ich auch meine DivX-Videos (Archiv wissenschaftl. TV-Mitschnitte) in Linux ansehen. Ich konnte nicht glauben, dass eine Linux-Distribution das nicht kann, was unter Windows selbstverständlich ist, wenn man einen Software-Player mit den entsprechenden Codecs installiert hat... Mein Epson Perfektion 1640SU und Stylus S80 laufen nur unter einem Betriebssystem: Wenn ich sie in SuSE 9 anspreche, muss ich sie unter Windows 2000 wieder neu installieren und umgekehrt. Ich habe deshalb meinen alten Microtek E3 (SCSI-Scanner), den ich seinerzeit für OS/2 gekauft hatte, vom Speicher geholt. Nach langem Suchen habe ich einen Befehl erarbeitet, mit dem ich den Scanner auf der Konsole aufrufen kann. Danach muß ich ihn jedesmal mit Yast neu installieren... In Heft 10/2004 haben Sie sich ja um SCSI herumgeschwindelt. Ebenso war es mir unmöglich, nach Ihren Angaben in den "Skript-Grundlagen" der "Häufigen Fragen" ein Skript zur Automatisierung meiner SCSI-Scanner-Erkennung zu erstellen. Da ich noch nie in einer Hotline brauchbare Hilfe gefunden habe, und Sie Ihr EasyLinux "Abo-Plus" nur auf die Themen in den Heften beschränken, ist das auch keine Lösung. Fazit: Wie soll jemand mit einigen Monaten Linux-Praxis bei solchen Problemen helfen können? Als Antwort auf Forumanfragen bekommt man meist irgendeinen Brocken hingeschmissen wie: einfach Samba installieren, oder VDR Admin. Es herrscht zumeist eine Hybris, die demütigt und abschreckt. Ich würde für die Problemlösung gerne Erfolgshonorar bezahlen, schließlich kostet das Zeit und Gehirnschmalz, konnte aber noch niemanden auftreiben der mir hilft! Reg. Rat Ernst Thor EasyLinux: Hinweise zu den fehlenden Codecs für Video-/DVD-Player haben wir in EasyLinux auch schon gegeben. Die Linux-Distributionen werden ohne die nötigen Dateien ausgeliefert, weil die Verwendung dieser Codecs und der DeCSS-Bibliothek rechtlich umstritten ist. Bei den DVDs trägt das DVD-Konsortium die Schuld, das Linux-Player nicht lizenzieren will. SCSI-Scanner haben wir ausgelassen, weil die heute nicht mehr üblich sind, ebenso wie Scanner mit Anschluss an die parallele Schnittstelle. Außerdem bieten die aktuellen Distributionen keine automatische Erkennung mehr für diese Geräte -- aus dem gleichen Grund. (hge) Viel zu berücksichtigenIch habe mit Begeisterung gelesen, dass Sie ein Patensystem für Linux-Neulinge vorschlagen. Die Idee ist sehr gut. Das Verhältnis 1:3 scheint passend zu sein. Allerdings gibt es bei einem solchen System einiges zu berücksichtigen:
Fazit: In Webforen erhält man häufig nur unverbindlich Hilfe und findet dann oft Lösungen, die Einsteiger überfordern, nach dem Motto: "Dann kompilier doch einfach ..." oder "Schreib Dir ein Shellscript". Von daher ist ein persönlicher Ansprechpartner eine tolle Idee. Auch der Installations-Support der Distributionen unterliegt engen Grenzen. Ich würde jedenfalls als Schützling oder Pate (das hängt von den Anforderungen ab) gerne mitmachen. Carsten Schwehn Nach Vorhaben gliedernDie Idee mit den Linux-Paten für Einsteiger gefällt mir sehr gut. Ich bin selbst gerne bereit, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, beschäftige mich allerdings noch nicht so lange mit Linux. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Patenschaften primär nach avisierter Hard- und Software bzw. einzelnen Vorhaben zu gliedern, z. B. jeweils Pate für Installation von Debian, Anbindung eines Zaurus, oder Einrichten eines bestimmten problematischen Druckers. Sonst wäre der Pate zu sehr mit Fragen konfrontiert, zu denen er vielleicht nicht die Hardware besitzt oder in die er sich erst neu einarbeiten muss. Dies würde auch mehr Effizienz durch Spezialisierung der Paten und Weitergabe bereits bestehende Erfahrungen bringen. Was macht der Pate, wenn er nicht helfen kann? Hat er selbst Ansprechpartner oder verweist er an einen anderen Paten? Klaus Michel Wie bei "wer-weiss-was.de"Die Idee der Patenschaften für Neu-Linuxer ist sehr gut. Ich bin EasyLinux-Abonnentin und konnte doch nie so ganz viel mit den vielen Informationen Ihres Magazins anfangen. Ich habe mich nun zu einem Fernlehrgang angemeldet, und wenn ich jetzt wieder zur EasyLinux greife, kann ich viel mehr damit anfangen, verstehen und umsetzen. Aber einen Fernlehrgang kann und will sich nicht jeder für Hobbyzwecke leisten. Deswegen kann ich mir vorstellen, selbst Patin zu werden und dennoch auch noch nach einem Paten für mich Ausschau zu halten. Ich finde das System, einen Kenner, Profi oder Hobby-Experten als Ansprech- Anschreibpartner zu finden auch sehr gut umgesetzt und einfach durchführbar, wie es im Forum http://www.wer-weiss-was.de angeboten und praktiziert wird. Waltraut Schulz Anlaufstelle einrichtenDie Idee mit den Patenschaften finde ich gut, weil sie Einsteigern den Zugang zu einem nicht kommerziellen aber personalisierten Support bietet. Ich z. B. habe sechs Jahre Linux-Erfahrung und verwende das Betriebssystem ausschließlich (privat und in meiner Firma). Das geht nicht ohne Idealismus, und den würde ich gerne weitergeben. Auf der anderen Seite bin ich kein Computer-Freak, d. h. Computer-Spiele und Computer-Spielereien interessieren mich überhaupt nicht. Mein Hauptgebiet ist das Einbinden von verschiedener Hardware und die notwendigen Büroanwendungen. Das ist vielleicht gerade das, was Neueinsteigern weiterhelfen kann. Mein Vorschlag für die Organisation einer solchen Patenschaft: Es müsste eine Anlaufstelle geben, die zumindest am Anfang die Zuteilung der Einsteiger zu den entsprechenden Paten zentral organisiert. Das geht mit einer Patendatenbank, die neben dem Kontakt auch ein Minimalprofil der Linux-Kenntnisse des Paten enthält. In dieser Datenbank müssten sich potenzielle Paten ein- und austragen können. Ich denke, dass sich durch diese minimale Organisation sicherstellen lässt, dass ein Ratgeber wirklich nicht mehr als drei Ratsuchende zu betreuen hat. Fühlen sich die Einsteiger sicher genug, um selbst weiter zu machen, dann meldet sich der Pate als wieder "frei" zurück oder trägt sich aus der Liste aus. Wichtig ist, dass ein Pate, der auch nicht alle Probleme im Handumdrehen lösen kann, Hilfe zur Selbsthilfe bietet. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein tieferes Verständnis der Betriebssystemarchitektur gerade Einsteiger in die Lage versetzt, erst einmal die richtigen Fragen zu stellen, wenn etwas nicht funktioniert. Die Lösung rückt dadurch meist wesentlich näher. Paul Kögl Hoffe, es läuft anIch finde den Ansatz zu diesem Paten-Projekt hervorragend. Auch würde ich gerne mitmachen, wobei ich das Problem hätte, ob ich dann als Pate oder als "Patenkind" fungiere. Es wäre toll, wenn es ein Anforderungsprofil gäbe, damit jeder der Teilnehmer sich direkt einstufen kann und man auch sieht, was mann erwarten kann. Ich hoffe, das Projekt läuft irgendwie an, und ich würde mich auch gerne beteiligen. Peter Repges Mein Pate ist EasyLinuxIm Rahmen eines Funkamateur-Treffens hatten wir zwei Vorträge über Linux, die von Linux-Kennern gehalten wurden. Sie waren in solch hohem Niveau gehalten, dass keiner etwas mitbekommen hat. Außerdem hatte ich mir im Internet Linux User Groups angesehen und mit ihnen Kontakt aufgenommen. Sie waren ebenfalls so hochgestochen und zum Teil im Internet mit so alten Daten vertreten, dass ich davon absah. Nun habe ich wieder etwas Zeit und habe seit Anfang des Jahres einen Linux-Workshop aufgebaut. Wie ich erfahren musste, ist dies wieder kein Workshop. Alle sitzen da und wollen von mir versorgt werden. Das ist eine Eigenschaft unserer heutigen Gesellschaft. Unser erstes Treffen war eine Einführung ins Linux. Das zweite Treffen eine Installation von SuSE Linux 9.1. Das dritte die Besprechung von einigen Programmen. Unsere Verteilerliste hat 30 Interessierte; die Treffen 15 Teilnehmer. Ich habe festgestellt, dass das Interesse an Linux durch die Grafik (wie bei Windows) und mit den entsprechenden Anwendungsprogrammen gewachsen ist. Als Anfänger können wir unsere Erfahrungen an andere gut weitergeben, weil wir nicht einen so großen Abstand zu den Neuen haben und sie uns somit auch verstehen. Da wir aber noch nicht genug wissen, brauchen wir einen Paten, der uns weiterhilft. Mein Pate ist Ihre Zeitung. Aus ihr habe ich die Themen für unsere Treffen herausgesucht. Sie haben mir auch die Fragen beantwortet, die auftraten und die ich nicht beantworten konnte. Meine Frage (Booten ohne Hardware-Erkennung) habe ich am Mittwoch an Sie gestellt. Am Donnerstag hatte ich die Antwort und diese war am gleichen Tag schon bei den Teilnehmern. Schön wäre es, wenn Sie bestimmte Informationsmöglichkeiten hätten, die wir für solche Treffen mit verwenden könnten. Wir haben die Möglichkeit über PC und Beamer zu arbeiten. Schön wäre Folgendes:
Kurt Sensenhauser EasyLinux: Die Jahres-CD von EasyLinux hat eine Suchfunktion, allerdings nur im auf der CD gespeicherten Jahrgang. Über ein System, das alle Artikel (auch die der Schwesterzeitschriften) zumindest vom Titel und ein paar Stichwörtern her kennt, denken wir nach. (hge) Seit über 20 Jahren arbeite ich nun schon privat und beruflich (DV-Koordination, Datenbank-Programmierung, Systembetreuung etc.) mit PCs. Allerdings handelte es sich bisher immer nur um Terminals (zu Beginn gab es nur zentrale Host-Rechner mit den entsprechenden Leitungen und Bildschirmen vor Ort) oder Rechner mit einem Windows-Betriebssystem. Angefangen bei Windows 3.11 über Windows 95/98 und ME über Windows NT, 2000 und XP habe ich nun schon mit jeder Version gearbeitet. Bei Linux hingegen bin ich ein absoluter "Frischling". Vor ca. drei Wochen habe ich einen ausgemusterten Bürorechner mit nach Hause genommen -- mit der Absicht, endlich auch einmal einen Blick in die Linux-Welt zu wagen. Aufgrund meiner langjährigen Erfahrungen mit Windows habe ich mir vorgestellt, dass nach kurzer Einarbeitungszeit auch dieses Betriebssystem "zu schaffen" sein dürfte. Nachdem ich mich zuerst für Mandrake als Distribution entschieden und die Installationsroutine abgeschlossen hatte, musste ich feststellen, dass man als völliger Neuling bei Linux jedoch selbst mit umfangreichen Windows-/PC-Kenntnissen ziemlich hilflos ist. Nachdem ich mehrere andere Linux-Magazine studiert habe, bei denen ich fast keinen Artikel verstanden habe, ging ich im Internet auf die Suche nach einer Zeitschrift, die "ganz am Anfang" ansetzt. Da ich leider keinen Zeitschriftenladen gefunden habe, der Ihre Hefte führt, habe ich ein Mini-Abo für EasyLinux abgeschlossen. Nachdem ich nun das zweite Ihrer Hefte in Händen halte, muss ich Ihnen ein großes Lob aussprechen. Selbst für jemanden wie mich, dem zunächst schon Begriffe wie "K-Menü" unbekannt waren, sind die Artikel nachvollziehbar geschrieben und bieten gerade einem Anfänger eine Fülle von Informationen und Tipps, die sofort anregen, auch praktisch auszuprobieren, was in Ihren Artikeln an Themen vorgestellt wird. Im Editorial der Ausgabe 10/2004 sprechen Sie die Idee von Linux-Patenschaften an. Grundsätzlich ist das sicherlich eine vielversprechende Idee, auch wenn ich glaube, dass sich "Schneeballsysteme" nicht beliebig lange fortsetzen lassen ;-). Hinzu kommt, dass ein Experte mit drei Anfängern vielleicht überfordert sein könnte -- je nach Wissensstand der Anfänger könnte eine Hilfestellung da schnell in "echte Arbeit" ausarten. Meine Erfahrungen lassen mich auch vermuten, dass viele der zuerst unterstützten Neueinsteiger später keine eigenen Patenschaften übernehmen werden. Das würde einen Aufbau einer solchen Patenschaftsgemeinschaft ebenfalls erschweren. Kerstin Meurer |
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Last modified: 2007-01-25 17:25
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