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von Martin Loschwitz und Elisabeth Bauer
Das Internet hat manchmal mehr mit einer altertümlichen Litfaßsäule zu tun, als einem lieb ist: Beide sind von oben bis unten mit Werbung aus allen Kategorien zugepflastert. Doch während man Litfaßsäulen im Alltag gut ignorieren kann, nervt das ständige Buhlen um die Gunst des Käufers beim Surfen mit der Zeit empfindlich.
Die übelsten Vertreter sind Popup-Fenster: Nichtsahnend ruft man eine Website auf, und plötzlich springen mehrere Fenster auf. Als ob das noch nicht genug wäre, öffnen diese beim Wegklicken sofort neue Fenster. Das Dilemma ist vorprogrammiert -- je nachdem, wie hartnäckig die Popups sind, hilft es manchmal nur, den gesamten Browser zu beenden. Über einen eingebauten Popup-Blocker schiebt Firefox solchen Späßen einen Riegel vor.
Das ist aber nur die halbe Miete, denn es bleiben noch die blinkenden Banner auf der Seite selbst. Dagegen hilft die Firefox-Erweiterung Adblock. Werbung ist üblicherweise immer auf die gleiche Art und Weise in eine Website eingebunden. Adblock untersucht Seiten auf solche Strukturen und entfernt die Teile, die es sicher als Werbung ausmacht, komplett von der Seite. Wir zeigen, wie Sie Adblock in Firefox installieren und benutzen.
Unabhängig von der verwendeten Distribution verläuft die Installation von Firefox-Erweiterungen überall gleich.
Welche Elemente einer Website Adblock ausblenden soll, wählen Sie selbst von Hand aus. Dafür gibt es mehrere Methoden. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Werbebanner, sehen Sie im Kontextmenü Adblock Image und Block images from: Der erste Eintrag unterdrückt nur diese eine Banner, während Sie mit dem zweiten gleich zum großen Rundumschlag ausholen und alle Bilder von der angegebenen Adresse blockieren. Das funktioniert gut in Fällen, in denen die Werbung von einer externen Domain stammt.
Alternativ klicken Sie rechts unten im Browser-Fenster auf Adblock. Ein Dialog zeigt alle Objekte der Seite an, die Adblock ausblenden kann: Bilder, Skripte und Flash-Animationen. Suchen Sie nach Einträgen, die ad im Namen tragen; dabei handelt es sich meistens um Werbung. Haben Sie einen verdächtigen Eintrag gefunden, klicken Sie mit der Maus darauf und dann auf Ok. Wiederholen Sie den Vorgang für jedes Objekt, das Sie blockieren möchten. Sind Sie mit der Auswahl zufrieden, laden Sie die Seite im Browser neu. Die ausgewählten Werbespots sollten dann verschwunden sein.
Statt alle Werbe-URLs einzeln anzuwählen, können Sie Filter mit Platzhaltern, so genannten Wildcards, in der Eingabezeile im Dialog definieren: Das Sternchen (*) steht für beliebige Zeichen, der Filter */ads/* erwischt somit alle Elemente aus einem Verzeichnis ads oder einem Unterverzeichnis davon -- ein typischer Speicherort für Werbebanner. Auch mit *doubleclick* -- ein großer Werbeanbieter -- oder */banner/* erwischen Sie oft gleich mehrere der unbeliebten Annoncen auf einen Schlag.
Haben Sie ein Element zu viel erwischt oder wollen Sie später doch einmal in den "vollen" Genuss einer Seite kommen, erledigen Sie das über den Einstellungsdialog von Adblock im Menü unter Extras / Erweiterungen. Über die Checkbox Enable Adblock legen Sie fest, ob der Adblock-Filter aktiv ist. Entfernen Sie hier das Häkchen, ist Adblock deaktiviert. Im Feld darunter sind alle geblockten Adressbestandteile aufgeführt. Markieren Sie einen Eintrag und drücken Sie [Entf], um ihn zu löschen. (eba)
Dieser Online-Artikel kann Links enthalten, die auf nicht mehr vorhandene Seiten verweisen. Wir ändern solche "broken links" nur in wenigen Ausnahmefällen. Der Online-Artikel soll möglichst unverändert der gedruckten Fassung entsprechen.
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Last modified: 2007-01-25 17:25
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