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Erschienen in EasyLinux 12/2004

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser Ausgabe greifen wir einen häufigen Themenwunsch auf: Wie ersetzt man Windows-Programme, die es nicht in einer Linux-Version gibt? Auf eines der wichtigsten Beispiele, Microsoft Office, können vermutlich Viele die richtige Antwort (OpenOffice) geben -- aber es gibt noch viel mehr Software jenseits der großen Office-Anwendungen.

Wir haben einen Blick auf Download-Highlights bei Windows-Free- und Shareware geworfen und nach den Verkaufsknüllern im Bereich der kommerziellen Software gesehen. So finden Sie auf den ersten zwölf Seiten des aktuellen Schwerpunkts sicher das eine oder andere Linux-Programm, mit dem Sie sich in Zukunft manchen Rechnerneustart mit Windows ersparen können.

Ist das richtige Tool nicht aufzutreiben, bleibt immer noch der Ausweg Windows-Emulation. Wir haben schon vor ein paar Monaten darüber geschrieben und VMware und CrossOver Office vorgestellt -- in dieser Ausgabe präsentieren wir als Ergänzung den Emulator Win4Lin und beschreiben die Installation unter den EasyLinux-Distributionen.

Linux Service Packs?

"Service Packs" gibt es unter Linux nicht -- jedenfalls nicht in der Form, wie Microsoft sie für seine Windows-Systeme anbietet. Neue Versionen einzelner Software-Pakete, in denen Fehler oder potenzielle Sicherheitslücken gefunden werden, bieten die Distributoren als Einzel-Updates an. So muss niemand warten, bis "genug Stoff" für ein Service Pack zusammen gekommen ist. Worum es beim Updaten geht und wie Sie Ihr Linux-System auf dem neuesten Stand halten, beschreibt der Artikel ab Seite 34.

Linux 612 Millionen US-Dollar wert

Welchen Wert hat eigentlich der Linux-Kernel, also der Betriebssystemkern von Linux? Diese Frage stellte sich im Oktober David Wheeler, nachdem eine Firma auf der Mailing-Liste linux.kernel 50000 Dollar für eine speziell lizenzierte Linux-Version geboten hatte. Bei seinen Berechnungen, die (leider nur in englischer Sprache) unter [1] zu finden sind, kam er auf den gigantischen Wert von 612 Millionen Dollar. Berechnet hat er diese Summe auf Grundlage der Arbeitsstunden, die notwendig wären, um den Kernel komplett neu zu programmieren; dabei wurde ein Jahresgehalt von ca. 56000 Dollar zugrundegelegt.

Natürlich ist diese Berechnung nur eine Spielerei, aber interessant ist es schon. Wer bisher über Linux abwertend dachte: "Was nichts kostet, ist auch nichts", könnte bei dieser Summe zumindest ins Zweifeln kommen.

Hans-Georg Eßer
Chefredakteur

Infos
[1] David Wheeler, "Linux Kernel 2.6: It's worth more!", http://www.dwheeler.com/essays/linux-kernel-cost.html

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