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Erschienen in EasyLinux 12/2004

IBM Thinkpad T42

Linux für unterwegs

von Andrea Müller


Das Angebot eines "Linux-Notebooks" klingt verlockend: Perfekte Hardware-Unterstützung, keinen Ärger mit der Installation und sofort loslegen wie unter Windows. Wir haben getestet, ob es wirklich so einfach ist und ob der Kauf eines solchen Geräts lohnt.

Wer einen mobilen Rechner mit Linux inklusive Funktionsgarantie erwerben will, hat es bei der Anbietersuche nicht leicht. Fündig wird man z. B. bei der Firma pro-com Datensysteme GmbH, die IBM-Notebooks im Bundle mit Suse Linux 9.1 anbietet. Eine Bezugsquelle ist der Online-Shop http://www.nofost.de (Notebooks for students). Dabei handelt es sich um eine Initiative von IBM und pro-com, die das Ziel hat, Studenten den günstigen Kauf eines Notebooks zu ermöglichen. Als Berechtigungsnachweis dient ein gültiger Studentenausweis.

Das EasyLinux-Testlabor erreichte ein IBM Thinkpad T42 (Modell 23735WG) [1]. Die Tabelle Thinkpad T42 im Detail bietet Ihnen eine ausführliche Aufstellung der Leistungsmerkmale des Geräts. Neben einem stromsparenden Pentium M mit einer Taktrate von 1,5 GHz wartet das flache und leichte Notebook mit 30 GByte Festplatte und eher bescheidenen 256 MByte RAM auf. Als Grafikkarte hat IBM eine mobile Ati Radeon 7500 verbaut, einen der Chipsätze, bei dem die Hardware-Beschleunigung unter Linux "out of the box" funktioniert. Netzwerkkarte, Modem und WLAN sorgen für die Kommunikation im lokalen und weltweiten Netz, über zwei USB-Schnittstellen, Infrarot und den Parallelport verbindet man externe Geräte mit dem T42.

Im Akku-Betrieb hält das Gerät drei Stunden und 20 Minuten durch. Hier bieten andere Notebooks mehr und eigenen sich damit besser als mobiler Arbeitsplatz. Die Laufzeit ohne Netzstecker haben wir mit dem eigens für unseren Notebook-Test gebauten automatischen Tipper [2] überprüft. Er simuliert den normalen Arbeitsablauf eines Benutzers unterwegs, der mit OpenOffice an einem Dokument arbeitet, zwischenspeichert und in regelmäßigen Abständen Tipp- Arbeits- und Kaffeepausen einlegt.

Wie von IBM-Notebooks gewohnt, bringt das Gerät eine komfortable Tastatur mit gut spürbarem Druckpunkt mit und ist trotz des geringen Gewichts stabil und solide verarbeitet. So sind die beispielsweise die Display-Scharniere nicht aus Plastik, sondern aus Metall.

Linux am Start

Nach dem Einschalten wartet die erste Enttäuschung: Linux ist nicht vorinstalliert, stattdessen startet Windows XP Professional. Um Suse Linux 9.1 aufzuspielen hat man die Wahl zwischen der Original-Suse-DVD oder einer angepassten Installations-CD, die ein vorkonfiguriertes System auf die Festplatte entpackt und dem Benutzer so viel Arbeit wie möglich abnehmen soll.

Nach dem Start vom pro-com-Installationsmedium meldet sich nicht etwa YaST, sondern eine Textoberfläche, die erfragt, wie groß die Windows-Partition sein soll und ob Sie eine FAT-Partition zum Datentausch anlegen wollen. Drücken Sie bei allen Fragen auf [Eingabe], spendiert der Installer Windows XP ca. 13 GByte und legt eine etwa 5GByte große Datentauschpartition an. Auf dem Rest der Festplatte erstellt er eine Linux- und eine Swap-Partition. Wer selbst die Größe der Partitionen bestimmen will, sollte seine Eingabe mit Argusaugen überprüfen. Sie müssen die Größe in MByte angeben, also z. B. 10000 für eine ca. 10 GByte große Partition.

Der Installer führt keine Plausibilitätsprüfung durch -- geben Sie bei der Größe der Datentauschpartition eine 0 zu viel ein, etwa 30000 statt 3000, legt das Programm der Reihe nach die Partitionen an. Da die Festplatte nur 30G Byte groß ist, bleibt für Linux kein Platz mehr übrig und Sie haben nachher nur zwei Windows-Partitionen. Die angepasste Installations-CD können Sie dann nicht mehr verwenden, da sie nur mit der Ausgangangspartitionierung funktioniert. Kurz vor dem Kopieren der Software zeigt der Installer zwar eine Übersicht aller eingegebenen Werte an, erlaubt aber nicht, sie zu ändern. Entdecken Sie erst dort einen Fehler, bleibt Ihnen nur der Griff zum Reset-Knopf.

Einen Vorteil hat der selbstgestrickte Installer: Das Kopieren des Systems auf die Festplatte geht mit nur 20 Minuten angenehm schnell. Nach einem Neustart begrüßt der Boot-Manager Grub den Anwender. Neben Linux und Windows bietet er den Start des IBM-Rettungssystems (IBM Rescue) an. Dort können Sie u. a. das System in den Auslieferungszustand versetzen.

Schein und Sein

Sobald Linux das erste Mal bootet, meldet sich YaST zu Wort. Im Netzwerk-Bildschirm (Abbildung 1) ist der Treiber für die WLAN-Karte schon vorkonfiguriert, so dass Sie nur die ESSID und den richtigen WEP-Schlüssel [3] Zusammen mit Suse Linux liefert pro-com das T42 nicht mit der Intel Pro/Wireless, sondern mit einer Karte aus, die mit dem Atheros-Chipsatz bestückt ist (Abbildung 2)

Der Ad-hoc-Modus für die direkte Verbindung zweier Rechner ist mit der WLAN-Karte nicht verfügbar. Der Treiber beherrscht ihn nur fehlerhaft und verliert regelmäßig die Verbindung zur Gegenstelle. Benötigen Sie trotzdem eine Peer-to-Peer-Verbindung, schalten Sie als Workaround die Atheros-Karte des Notebooks in den so genannten Master-Mode. In diesem Modus verhält sich die Karte selbst so, als wäre sie ein Access Point.

Im Zusammenspiel mit einem Access Point kam es nicht zu Problemen. Ironischerweise sind es diesmal die Windows-Nutzer, die in die Röhre schauen. Beim Austausch der WLAN-Karte hat es pro-com versäumt, den passenden Windows-Treiber einzuspielen. Im Ordner c:\drivers liegt ebenfalls keine Treiber-Software für die Karte, so dass man sich unter Windows erst einmal mit einem unbekannten Gerät herumärgern darf, während Linux-Jünger schon funken.

Die eingebaute Karte für das kabelgebundene Netzwerk erkennt Linux ebenfalls problemlos. Auch für das Modem behauptet das vorkonfigurierte System einen Treiber zu haben (Abbildung 3). Ein Klick auf Modems zeigt ein Win-Modem, das Linux mit dem Smartlink-Treiber [4] anspricht. Der Anwender muss nur noch die Daten seines Providers eintragen.

Abb. 1: Nach dem ersten Start, können Sie in YaST die Netzwerk-Konfiguration überprüfen.

Abb. 2: In dem Thinkpad T42 von pro-com steckt eine WLAN-Karte mit Atheros-Chipsatz.

Abb. 3: pro-com hat für das Modem schon den Smartlink-Treiber eingerichtet -- Sie erkennen es an der Schnittstelle /dev/ttySL0.

Zum Abschluss der Konfiguration präsentiert YaST die Liste mit der erkannten Hardware. Schon in diesem Bildschirm sollten Sie den Menüpunkt Grafikkarten auswählen und beim Eintrag Anzeige / 3D-Beschleunigung ein Häkchen setzen. Linux unterstützt die Radeon 7500 des Thinkpad T42 von Haus aus und erst mit aktivierter Hardware-Beschleunigung machen Spiele wie Tuxracer Spaß.

Den Soundchip hat YaST identifiziert und korrekt eingerichtet, so dass Sie dort nichts ändern müssen.

Modem sucht Anschluss

Obwohl der Smartlink-Treiber vorkonfiguriert ist und es sich bei dem Modem laut Hardware-Übersicht um ein solches Gerät handelt, funktioniert die Einwahl nicht. Kinternet initialisiert das Modem zwar (Abbildung 5), bricht die Einwahl aber mit der Meldung NO DIALTONE (kein Wählton) ab. Die Anweisung nicht auf das Freizeichen zu warten, hilft ebenfalls nicht weiter.

Ein Blick auf die Nofost-Webseite [5] verrät, dass das Modem des T42 noch nicht funktioniert. Bei einer Internet-Suche stoßen wir auf mehrere Berichte zum Modem des Thinkpads T42. Es lässt sich mit dem hsf-Treiber zur Mitarbeit bewegen. Das ist ein kommerzieller Treiber, der in der freien Version nur mit 14,4 kbps arbeitet. Um die vollen Geschwindigkeit zu nutzen benötigen Sie einen Lizenschlüssel, der 14.95 Dollar kostet.

Linux-Einsteiger können das Modem unter dem vorkonfigurierten System wahrscheinlich nicht nutzen. Die Distribution liefert zwar die beiden Pakete hsflinmodem und km_hsflinmodem mit, von denen das zweite den Treiber enthält, allerdings nur im Quellcode. Der muss erst mit einem Compiler in Maschinensprache übersetzt werden -- eine Aufgabe, an der die meisten Linux-Einsteiger scheitern, da es erst einmal gilt, mehrere Entwicklerpakete nachzuinstallieren. Selbst alten Linux-Hasen legt pro-com Steine in den Weg. Der Anbieter hat das vorinstallierte System bereits mit einer ganzen Reihe Updates vom Suse-Linux-Server versorgt. Dabei wurde unter anderem einen neuen Kernel (Version 2.6.5-7.95-default) eingespielt. Den Kernel-Quellcode auf der Suse-Linux-DVD (Version 2.6.4-52) kann man daher nicht verwenden, um den Modem-Treiber zu kompilieren; dafür benötigt man den Quellcode des laufenden Linux-Kerns.

Auch wenn man versucht andere Pakete einzuspielen, die von der aktualisierten Software abhängig sind, hagelt es Fehlermeldungen (Abbildung 6). In der readme-Datei auf der pro-com-CD findet sich kein Hinweis darauf, dass der Anbieter das System bereits aktualisiert hat.

Zumindest für das Modem-Problem könnte es in absehbarer Zeit eine Lösung geben. Laut pro-com verhandelt IBM mit dem Treiberhersteller darüber, IBM-Kunden kostenfreien Zugang zu einem Lizenzschlüssel zu gewähren. Wenn es so weit ist, wird pro-com die passenden Treiber mitliefern.

Abb. 5: Der vorinstallierte Treiber erkennt das Modem und spricht es korrekt an -- die Einwahl funktioniert trotzdem nicht.

Abb. 6: Durch das System-Update lassen sich nicht mehr alle Pakete von der original Suse-Linux-DVD einspielen.

Alltagsbetrieb

Das vorkonfigurierte Linux entspricht einer Suse-Linux-Standardinstallation. Dank KDE und vorinstalliertem OpenOffice finden sich auch Einsteiger schnell zurecht. Die Lautstärketasten des Notebooks (lauter, leiser und stumm) funktionieren auf Anhieb. Ebenso gut klappt die 3D-Hardware-Beschleunigung, wenn man sie wie oben beschrieben, schon bei der Konfiguration des Systems aktiviert hat. Was nicht funktioniert ist der Mausklick per Tippen auf das Touchpad. In SaX schalten Sie das Feature wieder ein, indem Sie bei der Mauskonfiguration als Hersteller Synaptics und dort Touchpad wählen [2].

Zum Energiesparen nutzt die Konfiguration von pro-com das etwas ältere APM, das heute nur noch wenige Notebooks beherrschen. Gegenüber dem modernen ACPI, das sich nicht nur ums Power Management, sondern auch um die Interrupt-Verteilung kümmert, hat Linux nahezu keine Probleme mit APM. Doch auch mit ACPI schlägt sich das T42 beachtlich. Speedstep, also das Heruntertakten des Prozessors im Akkubetrieb, Temperatur- und Batterieanzeige funktionieren. Weniger gut sieht es mit Suspend to RAM (Ruhezustand unter Windows) und Suspend to disk (Hibernate-Modus unter Windows) aus. Beides gelingt mit dem Thinkpad nicht, das Notebook ignoriert die entsprechenden Befehle.

Von APM auf ACPI umzuschalten ist leicht:

  1. Öffnen Sie ein Schnellstartfenster ([Alt-F2]) und geben Sie dort kdesu kwrite /boot/grub/menu.lst ein. In der folgenden Dialogbox authentifizieren Sie sich mit dem Root-Passwort.
  1. Der KDE-Editor öffnet sich mit der Konfigurationsdatei des Boot-Managers. Für jedes Betriebssystem im Auswahlbildschirm gibt es einen mit title beginnenden Absatz. Sie sind beim ersten an der richtigen Stelle.
  1. Entfernen Sie in der mit kernel beginnenden Zeile den Eintrag acpi=off (off=aus) und speichern Sie die Datei. Wenn diese Anweisung fehlt, versucht Linux automatisch, das moderne ACPI zu benutzen.

Fremdgänger

Uns interessierte nicht nur das Zusammenspiel des T42 mit dem beigelegten Suse Linux 9.1: Wir wollten wissen, wie die anderen von EasyLinux unterstützten Distributionen mit dem Gerät zurecht kommen. Dafür haben wir Fedora Core 2 und Mandrake Linux 9.2 auf dem Thinkpad installiert.

Die Installationsroutine von Fedora Core 2 hat mit dem T42 keine Probleme, allerdings kennt sie weder die eingebaute WLAN-Karte noch das Modem. Ein Klick per Tappen aufs Touchpad funktioniert auch hier nicht, doch das rüsten Sie schnell nach:

    1.Geben Sie in ein Schnellstartfenster kdesu kwrite /boot/grub/menu.lst ein, um die Einstellungsdatei des Boot-Managers zu öffnen.
  1. Suchen Sie nach der ersten Zeile, die mit dem Wort kernel beginnt. Tragen Sie an deren Ende (mit einer Leerstelle vom davor stehenden Eintrag getrennt) psmouse.proto=imps ein.
    3.Speichern Sie die menu.lst und schließen Sie KWrite.

Da Sie die Funktion des Touchpads nicht mit einem Treiber, sondern einem so genannten Kernel-Parameter beeinflussen, reicht es nicht aus, sich neu anzumelden. Starten Sie das System neu, damit Linux die neue Option einliest.

ACPI unterstützte Fedora Core 2 auf dem Thinkpad von allen getesteten Distributionen am besten. Neben den Standard-Features wie der Batterieanzeige gelang es nur Fedora Core 2 das Notebook in den Suspend-to-RAM-Modus zu versetzen. Nach dem als Root ausgeführten Befehl echo "mem" > /sys/power/state legt sich das T42 schlafen und ist bei einem Druck auf den Einschaltknopf in zwei Sekunden wieder betriebsbereit.

Wo Fedora Core 2 punktet, versagt Mandrake Linux kläglich: Der mitgelieferte Kernel ist zu alt, um ACPI bei einem so modernen Gerät zu unterstützen. Die Distribution zeigt weder den Füllstand des Akkus noch die Temperatur an. Beim Runterfahren meldet das System mehrere Minuten ACPI-Fehler und hält den Rechner nicht an. Glücklicherweise setzt der Installer den Boot-Parameter acpi=ht, wobei der Kernel nur einen kleinen Teil von ACPI initialisiert. Mit dieser Option gestartet, kommt es nicht zu Fehlermeldungen.

Ebenfalls nicht mit an Bord ist ein Treiber für die WLAN-Karte. Dafür bringt Mandrake Linux einen Treiber für das eingebaute Winmodem mit, der sich jedoch nicht über den Netzwerkassistenten einrichten lässt. Wie Sie das Modem trotzdem an den Start bringen, verraten wir im Kasten Modem unter Mandrake Linux.

Modem unter Mandrake Linux

Mandrake liefert den Treiber für das Winmodem des T42 mit. Diese freie Version betreibt das Modem mit 14,4 kbps, Sie haben also nur eine sehr langsame Verbindung. So richten Sie es ein:

  • Öffnen Sie mit [Alt-F2] ein Schnellstartfenster und geben Sie rpmdrake ein, um das Paketverwaltungs-Frontend zu starten.
  • Nutzen Sie hsf als Suchbegriff und markieren Sie das Paket hsflinmodem-5.03.27lnxtbeta03042700 aus der Trefferliste. Der Assistent öffnet eine Dialogbox, in der Sie das passende Paket mit dem Kernel-Treiber auswählen müssen. Dort ist das richtige Päckchen schon markiert, so dass Sie die Auswahl nur bestätigen.
  • Suchen Sie nun nach kppp, dem Einwahlprogramm von KDE, und setzen Sie ein Häkchen vor kdenetwork-kpp. Ein Klick auf Installieren spielt die Software ein.
  • Öffnen Sie über Terminals / Konsole aus dem K-Menü ein Kommandozeilenfenster. Geben Sie su und in der nächsten Zeile das Root-Passwort ein, da nur der Administrator Hardware einrichten darf.
  • Mit dem Befehl hsfconfig starten Sie den textbasierten Assistenten, der das Modem konfiguriert. Er stellt Ihnen zwei Fragen. Beantworten Sie die erste mit einem Druck auf [Eingabe].
  • Das Programm startet die Hardware-Erkennung und fragt im nächsten Schritt nach dem Land, in dem Sie wohnen. Auch hier ist die Vorauswahl (GERMANY) richtig. Mit [Eingabe] bestätigen Sie die Vorgabe.
  • Geben Sie jetzt noch ln -s /dev/ttySHSF0 /dev/modem ein (das letzte Zeichen von ttySHSF0 ist eine Null, kein O). Damit erzeugen Sie eine Verknüpfung namens /dev/modem, die auf die Gerätedatei /dev/ttySHSF0 zeigt. Sie benötigen sie, da kppp in einigen Versionen nicht mit "exotisch benannten" Geräten zusammenarbeitet.

Das Modem ist nun fertig eingerichtet. Starten Sie als normaler Benutzer das KDE-Einwahlprogramm kppp aus einem Schnellstartfenster. Über die Schaltfläche Einstellungen legen Sie auf der Registerkarte Zugänge eine neue Einwahlverbindung an. Klicken Sie dazu auf Neu, geben Sie ihr einen Namen und tragen Sie die Telefonnummer Ihres Providers ein. An den anderen Optionen ändern Sie nichts.

Klicken Sie auf OK und geben Sie im Hauptfenster den Benutzernamen und das Passwort für die Internet-Einwahl an. Setzen Sie ein Häkchen vor Logfenster anzeigen und klicken Sie auf Verbinden. Das Modem wählt und zeigt im Logfenster an, was es gerade tut (Abbildung 7). Sobald Sie verbunden sind, minimiert sich kppp in die KDE-Leiste. Klicken Sie den Button an, können Sie die Verbindung über Trennen beenden oder sich unter Details Einzelheiten wie die gesendeten und empfangenen Bytes und Ihre IP-Adresse anzeigen lassen.

Abb. 7: Solche Einträge zeigt das Logfenster von "kppp" wenn es sich ins Internet einwählt.

Fazit

Mit dem T42 erhält man solide verarbeitetes, leistungsfähiges Marken-Notebook, das einen guten Begleiter für Linux-Nutzer abgibt. Dass Suse Linux Professional beiliegt, ist ein zusätzlicher Kaufanreiz. Allerdings könnte die pro-com-Installationsroutine ein wenig Feinschliff vertragen. Eine Routine, die Falscheingaben bei der Partitionierung abfängt, ist dringend erforderlich, da sich diese CD gerade an Linux-Einsteiger richtet. Ärgerlich ist der fehlende Modem-Treiber. Wenn pro-com diesen ebenfalls mitliefert, lohnt sich das Angebot gegenüber dem normalen Kauf des Geräts ohne beiliegendes Suse Linux.

Thinkpad T42 im Detail
KategorieNotebook
ProzessorIntel Pentium M 1,5 GHz
Speicher (Steckplätze / frei)256 MByte (2 / 1)
Festplatte30 GByte
Optisches LaufwerkDVD-ROM/CD-RW Kombo
Flash-Karten-Slotnein
Laufwerke öffnen seitlichja
Multifunktionsschacht für Zweitakkuja
Anschlüsse
PS/2 / seriell / parallel / IrDAnein / nein / ja / ja
Kopfhörer / Line / Mikrofonja / - / ja
USB / Firewire / TV2 / - / ja
Display
physikalische Auflösung1024x768
max. nutzbare Auflösung1024x768
Größe14,1 Zoll
Verteilung Farbe / Helligkeit gleichmäßigja
Tastatur
Tastenhub / Druckpunktgut / spürbar
abgesetzter Cursor-Blockja
Cursor / Bildlauf ohne [FN]-Tasteja
Lautsprecher beim Schreiben verdecktnein
Maustyp / Tasten / ScrollradTouchpad, Trackpoint / 3 / -
Akku
Typ / EnergieinhaltLi-Io / 48 Wh
Spannung / Kapazität10,8 V / 4,4 Ah
Laufzeit3:20
Lieferumfang
Modem-Kabel / Netzwerk-Kabel / Video-Adapterkabelja / - / -
Vorinstalliertes Betriebssystem / Mitgelieferte MedienWindows XP Pro / angepasste Suse Linux 9.1 Installations-CD, Suse Linux 9.1 Professional
GrafikkarteAti Radeon 7500
Grafikspeicher32 MByte
Ethernet / Modem / Bluetoothja / ja /
WLAN-ModulIBM 802.11a/b/g (Atheros-AR5212-Chipsatz)
CardBus-Chipsatz / Anzahl SlotsTI 4520 / 1
Breite x Tiefe x Höhe / Gewicht31 x 25 x 2,7 cm / 2,2 kg
Preis
Infos
[1] Herstellerinformationen zum T42: http://www5.pc.ibm.com/europe/products.nsf/$wwwPartNumLookup/_UC25Wxx?OpenDocument&parent=OtherModelsChart
[2] Mirko Dölle und Andrea Müller: "Tragbare Alternativen", EasyLinux 08/2004, S. 72 ff.
[3] Andrea Müller, Fred Andresen und Mirko Dölle: "Keballos glücklich?", EasyLinux 07/2004, S.72 ff.
[4] Smartlink-Modem-Treiber: ftp://smlink.com/linux/unsupported
[5] http://www.nofost.de/shop/shopfiles/tabellarisch.asp?TID=6G1D1W23EJME156439459&hideCat=1&htmlpage=suse&PageName=suse
[6] HSF-Modem-Treiber: http://www.linuxant.com/drivers/

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